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Bettelbriefe der Saarlinken

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Mai 2012

„Hasse mal nen Euro für mich!“

Unter diesen Motto werden im Saarland Bürger nach den Landtagswahlen von der Partei DIE LINKE angepöbelt. Folgendes,  DL  im Original  vorliegende Schreiben, erhielten  Mitglieder im Laufe des April dieses Jahres per Postzustellung. Es sind Schreiben ähnlich denen, wie sie den Bürgern tagtäglich von den verschiedensten Institutionen ins Haus flattern. Wir nennen sie Bettelbriefe.

DIE LINKE
Landesverband Saar
April 2012

Spendenbescheinigung

Im Namen des Landesverbandes möchte ich mich recht recht herzlich für deine Beiträge und Spenden im vergangenen Jahr bedanken.

Die vorgezogene Landtagswahl hat uns viel Kraft und auch finanzielle Ressourcen gekostet.

Als einzige der großen Parteien in Deutschland erhält DIE LINKE keine Großspenden von Banken, Unternehmen und Lobbyverbänden, sondern finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und die staatliche Parteienfinanzierung.

Ein Großteil der Arbeit in unserer Partei wird deshalb ehrenamtlich in Wahlkämpfe, der Vorstandsarbeit und und an der Basis geleistet.

Aber ganz ognen Geld geht es trotzdem nicht. Die regelmäßigen monatlichen Mitgliedsbeiträge sind eine wichtige Grundlage für unsere gemeinsame Arbeit. Jeder Euro mehr hilft den Kreisverbänden und dem Landesverband bei der Organisation und Weiterendwicklung der politischen Arbeit.

In der Anlage findest du eine Beitragstabelle und eine Abbuchungserlaubnis.

Wenn du deinen Beitrag erhöhen möchtest, fülle bitte die beigefügte Abbuchungserlaubnis und sende sie uns per Post oder Fax zurück.

Gerne kannst du auch persönlich in der Landesgeschäftsstelle vorbeischauen.

Wenn du der Partei eine Spende zukommen lassen möchtest, bitte auf das im Briefkopf angegebene Konto mit dem Betreff „Spende“ überweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Gemeldet haben sich nun aber Personen welche die Partei bereits um die Mitte des letzten Jahres verlassen haben und trotzdem in den Genuss dieser Brandbriefe kamen. Es ist also davon auszugehen dass diese ehemaligen Mitglieder trotz ordnungsgemäßer Abmeldung weiterhin in verschiedene Listen aufgeführt werden. Dieses als einen Datenmissbrauch darzustellen wäre die eine Sache. Was aber wäre falsch daran nun auch zu vermuten das unter Nutzung von Karteileichen auch die Mitgliederzahlen in den einzelnen Kreis-Verbänden künstlich nach oben manipuliert und dadurch ein direkter Einfluss auf die Anzahl zur Abstellung der Delegierten  in die verschiedenen Gremien Einfluss genommen werden kann?

Es geschähe schließlich nicht zum ersten Mal in der Partei ! Es kommt ja nicht von ungefähr wenn auf den Antrag auf Datenlöschung bis zum heutigen Tag keine Antwort als Eingang zu vermelden ist. Die Ausgetretenen tragen sich daher mit den Gedanken den Datenschutzbeauftragten zu bemühen. Bei alle dem heißt der Landesvorsitzende immer noch Rolf Linsler.

Überhaupt, der Landesverband Saar hat kein Geld mehr? Erinnern wir uns nicht in diesem Zusammenhang an den ewigen Vorwurf der Konservativen: „Die LINKEN können mit Geld nicht umgehen“? Sollte da vielleicht doch etwas wahres dran sein? Heißt es nicht an anderer Stelle: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“. Was ist mit den hohen Strafen für die Bundespartei oder den Missständen der Kassenführungen in den Kreisverbänden. Das alles sind Verlustvorträge welche ausgeglichen werden müssen.

Fakt ist nun einmal: „Es können nur Gelder ausgeben werden welche zuvor eingenommen worden sind. So sind uns zum Beispiel sehr viele Ehemalige bekannt, welche nie auch nur einen einzigen Cent aus der Kasse der Partei bekommen oder genommen haben. Weder für Papier, Druckerpatronen, Benzin oder sonstiges. Wo bleiben hier die Ehrenerklärungen der Vorstände oder der öffentliche Einblick in die Kassenbücher? Es ist nicht nur in den Parteien üblichen: „Oben wird bezahlt was Unten gespart wird.

Es gibt auch sehr viele Mitglieder welche sich, wie in Kommentaren von diesen hier geschrieben, über jeden Austritt oder Rausschmiss  ihrer MitgenossenInnen freuen. Schumacher sagte am letzten Wochenende  in Saarlouis; „Da müssen noch mehr die Partei verlassen“! Diese Leute sollen bitte auch den Kuchen bezahlen, welchen sie essen. Aber diese Typen leben für gewöhnlich ehe von der Hand in den Mund.

Wer bezahlt alle die Rechtsanwälte in den Führungsetagen? Die werden in einen solchen Umfang nur benötigt wenn dort Dreck am Stecken vermutet wird. Wie viel Geld wird in der Schiedskommission verwurstet?  Ja, da werden noch viele die Partei verlassen und dadurch bedingt die Einnahmen weiter sinken. Irgendwann wird das auch von den Salon Sozialisten realisiert werden.  Wenn für Wahlen nur 200.000 Euro zur Verfügung stehen können keine 400.000 Euro ausgegeben werden, so einfach ist das, wenn man noch nach Adam Riese rechnen kann.

Fotoquelle: Wikipedia / http://www.ecb.int/euro/banknotes/html/index.en.html

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Grafikquelle    :   War die Speckbacke im Hintergrund zu teuer? Ich habe mich immer benehmen können und brauchte so Einen nicht.

Oskar Lafontaine, 2011

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