DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Middelhoff und Guantanamo

Erstellt von DL-Redaktion am 9. April 2015

Middelhoff und Guantanamo

Ist es nicht eine Farce im Fall des inhaftierten Thomas Middelhoff von Folter zu schreiben und auf Guantanamo zu verweisen? Ich glaube hier haben wohl einige Politiker, um welche es in der letzten Zeit sehr ruhig geworden ist, wieder einmal ein Thema gefunden mit welchen sie auf sich aufmerksam machen können.

In Ordnung der ehemalige Topmanager wird wegen der Gefahr eines Suizid in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Aber in unserer doch so modernen Gesellschaft gibt es nicht nur Schlafbrillen welche unter anderen von Schichtarbeitern benutzt werden welche von den Managern gezwungen werden tagsüber ihre Ruhe zu finden, da sie Nachts keine Zeit zum schlafen haben..  Middelhoff sitzt nun seit einigen Monaten ein, hat also die Möglichkeit auch am Tage mal ein Nickerchen zu machen. Zumindest hat er als ehemaliger Topmanager in seinem Leben noch nie so viel Zeit zum ausruhen gehabt. Wo liegt hier das Problem?

Vielleicht drängen sich nun, in der Zeit großer Muße Vorkommnisse aus der Vergangenheit in seinem Kopf, welche ihn nicht zur Ruhe kommen lassen? Die „normalen Bürger“ an welchen sowohl die Politik als auch die Religionen ziemlich unverständlich vorüber rauschen sprechen hier, natürlich ganz unbedarft, von einem Gewissen welches ja auch, wenn wir dem Volksmund noch glauben dürfen, ein „gutes Ruhekissen“ sein könnte.

Sollten diese politischen „Wichtigtuer“ vielleicht einmal den Menschen, welche für viele Jahre unschuldig in Guantanamo ihrer Freiheit beraubt wurden, die von Ihnen gezogene Verbindung mit Middelhoff erklären? Zumindest sich einmal auch darum zu bemühen? Manchmal reicht es ja auch schon aus im eigenen Land zu verweilen. Gustl Mollath wäre sicher auch ein guter Ansprechpartner.

Müssten wir uns alle vielleicht im nach hinein vor Uli Hoeneß verneigen welcher weit geräuschloser die Zeit in der Anstalt hinter sich brachte. Aber vielleicht ist Middelhoff ja auch ein noch viel größeres Kaliber als der Uli. Als ehemaliger Chef von Bertelsmann lassen seine Hinterleute sicher alle Beziehungen neu aufleben. Manch Einer der Ehemaligen wird solch einem Manager sichtlich auf ewig zum Dank verpflichtet sein.

Friede Springer und Liz Mohn die Chefin von Bertelsmann, zwei ganz enge Busenfreundinnen der Angela Merkel und jeder welcher auch nur bis fünf zu zählen vermag wird sich fragen wie eine „graue Ossi Maus“ zwischen die beiden Großkopferten kommt? Wir wollen niemanden etwas unterstellen, es lässt sich aber sicher auch mit dem Kopf nicken bevor angefragt wird.

Wer weiß das Middelhoff einst zu den ganz Mächtigen seines Berufsstandes im Lande zählte, wird lange registriert haben das Macht auch in schlechten Zeiten zusammenhält, da nur so die Spitze im System gehalten werden kann. Das gilt im übrigen nicht nur für eine Regierung sondern auch für Parteien und Verbände. Hier wird sicherlich an den ersten Schräubchen gedreht um einen ehemaligen Großen das Schweigen zu erleichtern. Der Freiherr Guttenberg oder auch Schavan lassen herzlich grüßen.

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Fotoquelle: Wikipedia – Author World Economic Forum from Cologny, Switzerland

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Vor dem Gesetz

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Mai 2013

Herr Morgan rechnet nach

Nixdorf 820 von 1968.jpg

Das ist hochaktuell, geht es doch um die Renten, den staatlichen Betrug und um die Machenschaften von Rürup und Co.. Motto: „Schurken die diese Welt regieren“. Oder die Machenschaften der Macht.

Da kommen beim lesen Gefühle wieder hoch, man ist geneigt sich zeitweilig wieder zu erkennen. Nein, so wichtig war mein Job nicht, ich war nur in einen  Mittelstandbetrieb des Maschinenbau tätig, in der Verwaltung eines 400 Personen Betrieb. Ja aber entlassen wurde ich auch. Neben einigen Anderen sollte auch mein Arbeitsplatz eingespart werde. Nach einem Jahr erhielt ich einen Anruf mit dem Angebot wiederzukommen, –für das halbe Gehalt, was ich natürlich abgelehnt habe. Man hat ja schließlich seinen Stolz.

Heute existiert der Betrieb nicht mehr. Billig eingekaufte Leute schafften es den Laden vor die Wand zu fahren. Gut so. Aber lest den Artikel, der hat es in sich und spiegelt auch einen großen Teil selbst gemachter Lebenserfahrungen wieder.

Herr Morgan rechnet nach

Ich war nämlich mal ein ernst zu nehmender Manager, SNI, die gab’s damals, Siemens Nixdorf Informationssysteme. Ich hatte 2.000 Mitarbeiter, ein ordentliches ,Volumen‘. Da war auch der Otto Teufel. Er war Betriebsrat und ich war so etwas wie der natürliche Feind des Betriebsrats. Im Rahmen einer großen Rationalisierung musste ich Leute entlassen. Ich war in dieser Firma – das nennt man ganz scheußlich – im ,oberen Führungskreis‘. Aber ich dachte, gehe ich lieber mal selber hin und rede persönlich mit dem Betriebsrat, statt einfach nur die Leute hinzuschicken. Und einer von den Betriebsräten, mit denen ich gesprochen habe, war der Otto Teufel – später wurden wir sogar Freunde. Ich habe versucht, alles darzulegen, dass wir rationalisieren müssen, dass die Entlassungen eine beschlossene Sache sind, dass wir aber an zwei Schrauben drehen können: Die eine war die ,Abfindungsschraube‘ und die zweite war das Timing. Es war hart, aber damals gab es wenigstens noch Betriebsrenten … So habe ich den Otto und andere Betriebsräte kennen gelernt, und ich glaube, wir haben einigermaßen schlaue Kompromisse gefunden. Er musste dann ja auch gehen.

Mit der Führung hatte ich keine so gute Beziehung, einer war der Herr von Pierer, und mit dem anderen ging es noch schlechter. Und eines Tages wurde ich selbst entlassen. Überraschend. Zwar mit Abfindung, aber ich war arbeitslos. Die Begründung war, dass in diesem Bereich keine Führungskraft mehr benötigt wird, auch in der Zukunft nicht. Mein Job war letztendlich auch abgebaut worden. Ich bin dann sogar zum Arbeitsamt – ohne gesundes Ego stehen Sie das nicht durch. Warteschlange, Marke ziehen, Kästchen ankreuzen. Mir wurde dann gesagt, ich sei überqualifiziert. Für Sie haben wir leider momentan nichts da. Ich wurde dann aber nach einiger Zeit wieder geholt von der Firma, als ,Berater‘, für ein paar Jahre. Ich kannte eine ganze Menge der rausgeflogenen Mitarbeiter, und das war eigentlich auch der Grund, weshalb ich dann mit Otto Teufel diesen Verein gegründet habe, diese ,Aktion demokratische Gemeinschaft‘. Zum Glück gab es damals noch eine Rente ohne Abschlag ab 60, das habe ich dann im allerletzten Moment wahrnehmen können.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :   System Nixdorf 820 von 1968.

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Die gleichen Wölfe im neuen Schafspelz?

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Februar 2013

»Spiegel«-Druckerei vor dem Aus

nette Tierchen

Darüber hatten wir vor rund eineinhalb Jahren schon einige Male berichtet, über die Firma Prinovis. Damals in Nürnberg unter anderen am 29. 07. 2011 mit den Artikel „Ein Wolf im Schafspelz“. Es sind zwar einige links unterdessen nicht mehr aufrufbar, warum entzieht sich unseren Kenntnissen, aber die damals gemachten Aussagen sind voll nachvollziehbar.

Seinerzeit in Nürnberg, heute in Itzehoe in Norddeutschland, die Argumentationen haben sich nicht verändert, wenn Personal abgebaut werden soll. Letztendlich aber geht es auch hier um die Profitgier von Bertelsmann, gestern wie heute, denn Prinovis ist eine ihrer Tochterfirmen.

Damals noch schrieb die Sueddeutsche  wie folgt:

„Sind die Linken nicht für eine 30-Stunden-Woche? In Nürnberg offenbar nicht. Dort möchte die Druckerei Prinovis durchsetzen, dass ihre Mitarbeiter für weniger Geld mehr arbeiten sollen. Notfalls drohen Kündigungen – und dabei hilft ein Vize-Chef der Linken. Gewerkschafter halten ihn für einen Arbeiterverräter.“

Sein Name Prof. Heinz Bierbaum mit Mandat im Landtag an der Saar. Es ist sehr ruhig geworden um ihn, nach dem ihn trotz Unterstützung von Lafontaine der Griff nach der Bundeskasse der Linkspartei auf dem letzten Bundesparteitag in Göttingen verwehrt wurde. Ob er auch in Itzehoe als Söldner in Diensten von Bertelsmann steht, konnten wir bislang nicht in Erfahrung bringen. Die Erfahrung aus der Wirtschaft zeigt aber, dass gute Leistungen für gewöhnlich mit Folgeaufträge belohnt werden.

In heutiger Zeit verwundert es also gar nicht wenn auch Professoren schon einmal von dem ollen Goethe etwas gehört haben sollen wobei gerade dieser Gattung Mensch ein Spruch sehr gut in Erinnerung geblieben scheint:  „Am Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles“.  Ja auch, oder besonders die Linken.

Im Neuen-Deutschland lesen wir dazu folgendes:

»Spiegel«-Druckerei vor dem Aus

Tausende protestieren gegen Schließung von Prinovis im strukturschwachen Itzehoe

»Eine Stadt steht auf« – unter diesem Motto erlebte Itzehoe am Samstag eine seiner größten Demonstrationen der letzten Jahrzehnte. Der Protest richtete sich gegen die geplante Schließung der Tiefdruckerei zum Sommer nächsten Jahres. Rund 1200 Angestellte bangen um ihren Job.

Symbolisch läuteten in der gesamten Region für fünf Minuten die Kirchenglocken – ein Sturmgeläut wie in alten Zeiten, wenn es galt, auf Unwetter hinzuweisen oder zu reagieren. Propst Thomas Bergemann kritisierte, dass den Beschäftigten von der Konzernspitze in den vergangenen Jahren erst Opfer in Form von Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld zur Arbeitsplatzsicherung abgerungen wurden, um sie dann alle zu entlassen. Die Betroffenen sollen sich jetzt bloß nicht mit Almosen abspeisen lassen, mahnt er insbesondere in Richtung der Verantwortlichen bei der Druckerei Prinovis, die sich im Besitz von Bertelsmann und der Axel Springer AG befindet.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

 [youtube yNIB73Ub5LU]

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Fotoquelle: Wikipedia

Source Own work
Author Georg Mittenecker

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Gysi ist einziger Favorit !

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Oktober 2012

Gysi als einzigen Spitzenkandidaten

File:Gregor gysi 20050705 1.jpg

Nach der Veröffentlichung der Informationen über den Zustand des LINKEN Landesverbandes an der Saar, siehe „Finanzen der Linken Saar“, welcher ja auch den realistischen Parteizustand anderer West-Länder widerspiegelt, reißt die Flut an Informationen nicht mehr ab. So erhielten wir unter anderen einen sehr informativen Anruf aus Saarbrücken  in dem sich die andere Gesprächsseite als eine Person, in einer nahen Beziehung zu Linsler stehend, bezeichnete.

So wurde unter anderen mitgeteilt das Lafontaine darauf gepocht habe das besagte Darlehen bei der Sparkasse aufzunehmen. Die politische Unabhängigkeit von Berlin sei für die Partei im Saarland sehr wichtig und man befürchte einen übergroßen Druck auf die eigene Selbstständigkeit. Auch war zu hören dass Lafontaine zur nächsten Bundestagswahl erneut für den Bundestag kandidieren wolle.

Auf die wahrscheinliche Richtigkeit der erhaltenen Informationen weist ein Artikel in der Thüringer-Allgemeinen hin.

Auch aus diesen Artikel geht hervor das der Osten scheinbar endgültig genug hat unter dem Diktat des Westens weiterzuarbeiten. Zeichen dafür waren auf den Göttinger Parteitag nicht nur den Reden von Gysi und Lafontaine zu entnehmen. Auch die Ablehnung, den Lafontaine Vasallen Bierbaum zum Bundesschatzmeister installieren zu wollen, war sehr eindeutig. Waren doch die finanziellen Probleme der Westdeutschen Landesverbände bestens bekannt.

So ist die Verbundenheit von Bierbaum mit dem Konzern Bertelsmann breit flächig bekannt. Wurde doch in der Presse ausführlich darüber berichtet. So auch auf DL in mehren Berichten, wie zum Beispiel hier: „Bierbaum, no Geld bei Ford“. Wie aus dem Artikel hervorging waren bei Ford in Saarlouis keine Aufträge zu vergeben und es wurde gegen den Personalabbau protestiert, bei Bertelsmann sah es dagegen anders aus. Ja, so ist das wenn sich Daumen und Zeigefinger einander reiben!

Auch die Bundesschiedskommission reagierte entsprechend und lehnte eine erneute Kandidatur ab, da sie sich in ihrer Arbeit scheinbar nicht genügend bestätigt sah. Aber so ganz wurde es mit diesen Rücktritt dann auch wieder nichts, wollte man doch wenigstens noch die Zeit bis zum Jahresende nutzen die politischen Manipulationen weiter fortzuführen. Einen Namen gibt es für solcherart verhalten auch: „Parteiräson“ Ja, so sind manche Linke wenn sie nicht mehr linken fängt es schnell in der Umgebung an zu stinken.

Hier nun der Bericht der Thüringer-Allgemeinen:

Ostdeutsche Linke favorisiert

Gysi als einzigen Spitzenkandidaten

Nach Auffassung von Knut Korschewsky sollte die Linkspartei mit Gregor Gysi als Spitzenkandidaten in die Bundestagswahl ziehen. Die hiesigen Verbände sind sich zudem sicher, mit wem sie nicht zur Wahl antreten wollen: Lafontaine und Wagenknecht.

Knut Korschewsky hat etwas gegen Doppelspitzen. Grundsätzlich. „Das“, sagt er, „war schon immer meine Meinung.“ Also ist es nur konsequent, dass er findet, dass die Linke diesmal nur mit einem Spitzenkandidaten in die Bundestagswahl im nächsten September ziehen sollte – „und das ist Gregor Gysi“.

Der Bundestagsfraktionschef, findet Korschewsky, sei der populärste Linke-Politiker und könne „die gesamte Partei“ hinter sich versammeln. Was der Parteichef damit offenkundig impliziert, aber nicht sagt: Dies gilt für Oskar Lafontaine nicht.

Der Thüringer Landeschef ist mit dieser Meinung nicht allein. Die neue Bundeschefin Katja Kipping erklärte kürzlich, dass es eine männliche Doppelspitze nicht geben werde, sondern nur eine gemischte. Wer der eine Mann neben der Frau sein soll, sagte sie zwar nicht. Aber die einzige gängige Interpretation in der Partei lautet auch hier: Gysi – und nicht Lafontaine.

Quelle: Thüringer-Allgemeine >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :

Source http://archiv2007.sozialisten.de/service/download/fotos/gysi/index.htm
Author TRIALON/Kläber
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Müder Riese aus Gütersloh?

Erstellt von DL-Redaktion am 12. September 2012

Der müde Riese aus Gütersloh

File:Bertelsmann Building and Condé Nast Building.JPG

Irgendwie kommt oder bringt er sich immer wieder ins Gerede. Der Medienriese aus Gütersloh, der Konzern Bertelsmann. Bei all dem was wir lesen oder machen, sei es im Beruf oder Freizeit, on- oder off -line, Bertelsmann der Mogul aus Westfalen spielt mit. Einen Blick hinter die Kulissen lesen wir heute in der TAZ:

Zwei Weltkonzerne stammen aus Gütersloh: Der eine ist Miele und hat jene Maschinen im Angebot, die der Menschheit durch die Abnahme so lästiger Verrichtungen wie Wäschewaschen oder Geschirrspülen viel Lebenszeit schenken. Der andere ist Bertelsmann – und trachtet mit seinem medialen Angebot danach, möglichst viel von der freien Zeit abzubekommen.

„Jeder Mensch in Deutschland hat mindestens einmal am Tag mit Bertelsmann zu tun“, verkündete früher markig die Konzern-PR. Denn zu Bertelsmann gehören eben nicht nur die RTL-Sendergruppe, die Zeitschriften und Zeitungen von Gruner + Jahr und die Bücher des Verlagsmolochs Random House. Mit der Logistik- und Dienstleistungstochter Avarto verschickt Bertelsmann Mobiltelefone und WLAN-Router, managt Bezahlsysteme und Callcenter.

In den letzten Jahren tat sich dann aber nicht mehr so schrecklich viel in Gütersloh. Bertelsmann schrumpfte zwar nicht, konnte aber mit der internationalen Konkurrenz nicht länger mithalten. Die Position als größtes Medienhaus der Welt aus den 1990er-Jahren ist längst futsch, nur Nummer eins in Europa ist man bis heute noch. Und war zuletzt vor allem mit Sparen beschäftigt.

Unter dem neuen Vorstandschef Thomas Rabe, der seit Januar den Laden führt, soll nun alles anders werden. Rabe (43) hält heute beim alljährlichen Management-Meeting des Konzerns seine erste große Strategierede. Zeit, mal etwas genauer auf den Laden und seine größten Baustellen zu schauen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Bertelsmann Building in Manhattan / Americasroof at en.wikipedia

Source Own work
Author Ibagli

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Der Wolf unter Schafen

Erstellt von DL-Redaktion am 9. August 2011

Durchs wilde Absurdistan

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/DIE_LINKE_Bundesparteitag_10._Mai_2014-22.jpg

Der grosse Sozialist – so wollen die Wähler betrogen werden.

Bereits am 29. Juli 2011 berichteten wir in dem Artikel „Ein Wolf im Schafspelz“ über die Machenschaften des Bertelsmann Konzern in ihrer Nürnberger Druckerei Prinovis.

In einem Interview bei der Tageszeitung Junge Welt spricht jetzt Hans Killer Klartext. Hans Killer gehört zur Streikleitung der Nürnberger Prinovis Druckerei, ist Mitglied des Betriebsrats und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.:

Unter anderen wird ihm folgende Frage gestellt:

Ist es nicht bitter, dass die Mehrheit des Betriebsrats dem zustimmt?

Allerdings. Mehrheitlich lehnt er sogar die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft ab; was wir als willfährige Unterordnung gegenüber der Geschäftsleitung betrachten. Es ist skandalös, wenn ein Betriebsrat die Interessen der Kollegen gegenüber den Profitinteressen des Konzerns als nachrangig betrachtet. Wenn wir zusammenhalten, können wir trotzdem einiges erreichen.

Quelle: Junge Welt >>>>> weiterlesen

Ver.di berichtet über diese Wilkür erneut am 02. 08. 20011 folgendes:

Durchs wilde Absurdistan

Die ver.di-Betriebsgruppe bei Prinovis infomierte mit einem Flugblatt über die neuesten Pläne der Geschäftsleitung:

* Von 1. August bis 30. November sind in der Produktabnahme drei der vier Rotaschneider per Werkvertrag „fremdvergeben“. Sie werden von Mitarbeitern der Firma IBN bedient, die von den Vorarbeitern ausgebildet werden sollen. Den Kollegen, die dort seit Jahren arbeiten, wird damit ihr angestammter Arbeitsplatz einfach unter den Füssen weggezogen.

* In der Weiterverarbeitung sind ab 8. August die Schichten neu eingeteilt. Die Schicht, die jedes Mal fast komplett gestreikt hat, wird auf die anderen Schichten aufgeteilt. Dummerweise müssen dadurch jetzt Kollegen aus den anderen beiden Schichten, die sich raushalten wollten und nicht gestreikt haben, ebenfalls die Schicht wechseln. Ähnlich verhält es sich in der Rotation, wo Drucker hin und her geschoben werden um die Streikenden auf alle Maschinen zu verstreuen. Genau genommen werden diese Kollegen jetzt von der Geschäftsleitung dafür bestraft, dass sie nicht gestreikt haben.

* Die Einmalzahlung in Höhe von 280 Euro am 1. September – ein Ergebnis der Streiks zur Verteidigung des Manteltarifs in der Mantel und Lohntarifrunde – will die Geschäftsleitung nur denen zahlen, die das „Bündnis 2“ unterschrieben haben. Nicht Unterschreiber sollen – nach dem Willen der Geschäftsleitung – leer ausgehen. Anspruch auf Tarif und entsprechende Erhöhungen haben Gewerkschaftsmitglieder! Wer eine entsprechende Klausel in seinem Arbeitsvertrag hat, dass die Tarifverträge für die Druckindustrie in der jeweils geltenden Fassung angewendet werden, der hat Anspruch auf die Tariferhöhungen. Wer die Einmalzahlung nicht ausgezahlt bekommt, kann gegen die Firma klagen.

* Für besondere Aufmerksamkeit bei den Kollegen sorgte Herr Lorenz am 27.7., als er in einer Diskussion am Streikposten bestätigte, dass bei 100-Prozent-Beteiligung am „Bündnis 2“ die Firma sich ebenfalls von Mitarbeitern hätte trennen müssen. Das wäre dann jedoch anders gehandhabt worden.

Quelle: Ver.di >>>>> mehr Einzelheiten

Da uns bislang noch keine anderslautenden Informationen vorliegen gehen wir davon aus das der Wolf immer noch unter den Schafen wütet. Das dieses auch als Führungsmitglied der „DIE LINKE“ ungestraft möglich ist weist einmal mehr darauf hin das diese Partei keine moralisch höheren Ansprüche für sich in Anspruch nehmen kann als jede Andere auch. In einem jeden Betrieb, welcher auf den Verkauf seiner Produkte angewiesen ist, wäre bei solchen Machenschaften längst eine fristlose Kündigung erfolgt. Eine Arbeiterpartei in der das Führungspersonal auch von den Einkünften ihrer Beitragszahler lebt, akzeptiert dieses stillschweigend und wundert sich dann in der Bevölkerung nicht anzukommen. Wie heißt es so schön in einem alten Buch, nicht in Marx: „An ihren Taten werdet ihr Sie Erkennen“!

Bei einfachen Mitgliedern welche sich zur Wahrung ihrer Rechte einen Anwalt aus einer anderen Partei nehmen, oder Informationen an die Presse weiterreichen reagiert der Professor Heinz Bierbaum mit einem Antrag auf Parteiausschluss, gleichwohl er jetzt ein Bein bei der politischen Konkurrenz stehen hat. Also das Geld von beiden Seiten einsteckt.

 Wie sagt man bei uns auf dem Lande so schön: „Der Bauer erkennt seine Schweine am Gang“.

Das können wir wo anders zu diesem Thema lesen:

Die aktuelle Antimobbingrundschau

weiteres Hier:

Ein Wolf im Schafspelz ?

IE

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Grafikquelle   :   Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom Heinz Bierbaum

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Caritatives Big Business

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Februar 2011

Die alte Masche mit der Asche

File:Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer Berlinale 2010.jpg

Erfüllt es uns nicht immer wieder mit großer Freude, wenn wir über die selbstlose Hilfsbereitschaft von karitativen Einrichtungen hören, sehen oder lesen können? Wenn im Fernsehen über Gala-Abende durch Ausrichter wie Maschmeyer, Springer, Burda oder Bertelsmann berichtet wird, und wir beobachten dürfen, wie selbst unsere politischen Bundesspitzen auf einer meterlangen Schmierspur den Finanzgranden hinterherrutschen, und es als eine Auszeichnung ansehen, sich mit diesen Potentaten auf einem Foto zu verewigen?

In dieser Woche konnten wir lesen, dass die ehemalige Sportjournalistin Monika Lierhaus nun einen Job bei der ARD-Fernsehlotterie bekommen wird. Frau Lierhaus war nach langer schwerer Krankheit aus einem vier Monate dauernden Koma erwacht und befindent sich zur Zeit, hoffentlich, auf dem Weg zur endgültigen Genesung.

Wir leidlich gesunden Menschen blicken immer wieder voller Bewunderung und Respekt auf Mitbürger, welche von schweren Schicksalsschlägen getroffen und sich mit beispieloser Energie und Zähigkeit den Weg zurück in die Gesellschaft erkämpfen. Sehen doch die meisten Betroffenen eine lang andauernde Arbeitslosigkeit voller Entbehrungen bis zur Wiederherrstellung der vollen Arbeitskraft auf sich zu kommen.

So zum Beispiel bei dem älteren Herrn, welcher auf der Demonstration gegen Stuttgart 21 von Wasserwerfern so stark verletzt wurde, dass er für den Rest seine Lebens auf seine volle Sehkraft verzichten muss.  Der Verletzte machte von seinem Grundrecht gebrauch, derweil die Täter im Auftrag des Staates gegen das Grundrecht handelten.   Die Macht des Staates handelt im übrigen bei allen Demonstrationen gleich. Egal ob diese in Nordafrika  dem Iran oder hier stattfinden.

Bei Hartz IV Empfängern steht der Gerechtigkeitspegel der Regierung zur Zeit auf fünf Euro mehr pro Monat. Aus den gestrigen Verhandlungen wurde über eine Einigung von acht Euro mehr berichtet. Was bedeuten würde, dass die Gerechtigkeit bei der Opposition um drei Euro höher liegt!

So vermerken wir denn mit Genugtuung, dass solch ein schweres Schicksal dieser Prominenten Frau erspart bleibt. Ist ihr doch eine Anstellung als Botschafterin und als Werbegesicht für die Sendung „Ein Platz an der Sonne“ samt Einstiegsgehalt in Höhe von 450.000 Euro jährlich angeboten worden. Weitere Details im folgenden Artikel:

Gnadenbrot oder Neuanfang?

TV Monica Lierhaus bekommt als Lottofee 450.000 Euro. Kein Grund zur Aufregung.

Ob man es „verwerflich“ finden dürfe, dass Monica Lierhaus jetzt so viel Geld verdient, fragen einige Medien jetzt zaghaft. Als Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie soll die 40-Jährige nach Informationen des Spiegels künftig 450.000 Euro jährlich bekommen. Mit Aussicht auf Erhöhung in den Folgejahren.

Das dürfte ihren Verdienst als „Sportschau“-Moderatorin um einiges unterschreiten. Die Karriere der Sportjournalistin war vor zwei Jahren jäh unterbrochen worden. Lierhaus lag vier Monate im Koma, ihre Sprech- und Bewegungsfähigkeit hatten stark gelitten. Doch bei ihrem Auftritt bei der Goldenen Kamera Anfang Februar konnte jeder sehen, dass sie die „auf absehbare Zeit nicht werde moderieren können“, wie sie selbst sagt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

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Source Veronica Ferres & partner
Author Siebbi

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Der Eugeniker

Erstellt von DL-Redaktion am 30. August 2010

Thilo Sarrazin, der Eugeniker

Thilo Sarrazin030709-2.jpg

Auch Thilo Sarrazin war SPD-Politiker und damit einer von den Abzockern,

welcher ohne Politik nie seinen Weg gemacht hätte.

„Sarrazin selbst glaubt, dass er ein Tabu bricht, wenn er formuliert, „dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen“. Doch ist dies kein Tabu – sondern wissenschaftlich unhaltbar.“

So schreiben die Journalistinnen Ulrike Herrmann und Alke Wierth in ihrem heutigem Faktencheck über das Buch von Sarrazin.

An und für sich nichts Neues möchte man als aufmerksamer Beobachter der politischen Szene anmerken, wenn denn die Hetze gerade in unserem Land nicht so gefährlich wäre, und auf die sich heute häufenden Missstände nicht schon vor mehr als 20 Jahren immer und immer wieder hingewiesen worden wäre. So ist es an der Zeit, auch einmal darauf hinzuweisen, dass gerade in heutiger Zeit die gegenseitige Hetze Grundlage einer fast jeden politischen oder religiösen Auseinandersetzung ist.

Wir finden diese Partei- oder Religions- Hetzer in jeder dieser Gruppierungen, wo es als das wichtigste Ziel angesehen wird, die jeweils andere Ideologie zu verteufeln. Ich möchte hier nur an die noch vor kurzem geäußerten Tiraden eines Westerwelle von „Rechts“ gegenüber den Hartz IV EmpfängerInnen, als auch der gleichen von „Links“ gegen die Kandidatur eines Gauck erinnern. In beiden Fällen ging es nur darum, wie bei Sarrazin, die andere Seite in einem schlechten Licht darzustellen, und beides hatte mit Politik wenig gemeinsam.

So können wir denn eine Linie ziehen von Möllemann, Roland Koch über Westerwelle, Gysi, herunter zu Ingrid Remmers und Günter Blocks hinein in die Kreis-Verbände, wo man dann auf Un-Personen wie Müller oder Vöcking trifft. Alles Typen der ziemlich gleichen Couleur, mit gleichen Zielen und Eigenschaften, wobei es nur wichtig erscheint, die eigene Profilierung auf Kosten anderer zu fördern. Diese Anti-Menschen glänzen für gewöhnlich durch eine ausdauernde Kritik, ohne auch nur ansatzweise in der Lage zu sein, die kritisierten Missstände durch eigene Ideen aus der Welt zu schaffen. Ziel dieser Menschen kann es ja letztendlich auch nicht sein, die von allen mehr oder weniger erkannten Missstände zu beseitigen, da man dann ja selber überflüssig würde. Ziel ist es nur an die reichlich gefüllten Fleischtöpfe der Nation zu kommen und mit leeren Versprechungen Wahlen zu gewinnen.

So sind wir dann wieder bei Sarrazin angekommen, welcher seine Ansichten nun schon seit vielen Jahren aus immer der gleichen Partei heraus in die Welt trommelt. Ab und an, mehr oder weniger hörbar, aber relativ ungestört. Vielleicht werden die Alt-Parteien wie CDU, SPD, FDP und die Grünen wieder einmal zu den Schluss kommen, dass Trommeln von Rechts mit weiteren Restriktionen in der Ausländerpolitik begegnen zu können. IE
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Die Gene sind schuld

Thilo Sarrazin vermischt in seinem neuen Buch über den angeblichen Untergang der Deutschen Halbwahrheiten mit Unsinn – und das in einem schrillen Tonfall.

VON ULRIKE HERRMANN & ALKE WIERTH

Thilo Sarrazin hat ein Buch mit 465 Seiten, 538 Fußnoten, 33 Tabellen und 10 Schaubildern verfasst. Der Titel ist zwar denkbar reißerisch und lautet „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“, trotzdem ist dem Autor sehr daran gelegen, dass es ein wissenschaftliches Werk sein soll. „Ich stütze mich in meinen Ausführungen auf empirische Erhebungen“, betont der Bundesbanker, Sozialdemokrat und einstige Berliner Finanzsenator.

Diese „empirischen Erhebungen“ erscheinen am heutigen Montag, und selten hat ein Buch im Vorfeld derartige Diskussionen ausgelöst. Denn Sarrazin argumentiert dezidiert biologistisch. Für ihn ist die Unterschicht nicht sozial benachteiligt, sondern genetisch bedingt dümmer als die Oberschicht. Es handle sich um eine „negative Auslese“.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Zum Abschluss hier noch eine Presserklärung der LINKEN welche meine geäußerten Ansichten zu den Parteien bestätigen.

Werte Petra Pau,
diese Erklärung enthält weder Deutung, noch Hilfe, schlichtweg nichts. Damit betreiben Sie weder Aufklärung noch Diskussionsbereitschaft und sie ist einer Oppositionspartei unwürdig. Ist Ihnen nicht bekannt das Hass neuen Hass nach sich zieht? IE

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

29.08.2010, Petra Pau
Kopfkrank oder Rassist und die Kassen klingeln

Zu den „Gen-Theorien“ von Thilo Sarrazin erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und im Innenausschuss:

Sarrazin wird mit den Worten zitiert: „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden“.
Wenn Sarrazin das so gesagt hat, ist er entweder kopfkrank oder ein Rassist.

Die „Random House Deutsche Verlags-Anstalt“ wiederum lässt mit Sarrazins Ungeist bei der Bertelsmann-AG die Kassen klingeln. Ein Geschäft mit Hass.

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Weitere Informationen:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle
Platz der Republik 1, D-11011 Berlin
pressesprecher@linksfraktion.de, linksfraktion.de
Fax: +49.30.227.56801
Hendrik Thalheim, Pressesprecher, Tel. +49.30.227.52800

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Fotoquelle : Thilo Sarrazin am 3. Juli 2009

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Die Methode Bertelsmann

Erstellt von DL-Redaktion am 9. August 2010

Die Methode Bertelsmann

Nun werden sie wieder hoch gespült, die unbequemen Wahrheiten über die Bertelsmann Stiftung. Es wäre aber fahrlässig diese Kritik alleine bei den Bertelsmännern zu belassen, die Kritik geht an alle Stiftungen und viele der selbst ernannte Gutmenschenorden. Es glaubt in unserer Zeit ehe niemand mehr dass in diesem Lande von den „Eliten“ große Spenden aus barmherziger Selbstlosigkeit gegeben werden. Wir sind lange in einer zweit- wenn nicht gar drei- Klassengesellschaft angekommen in der sich eine ganze Klasse noch bei den Tafeln bedienen darf. Für wie lange noch? Wann drehen die Gutsherren den Spendenhahn zu? Da wäre es sinnvoller endlich der Forderung nach höheren Steuern für Besser verdienende nachzukommen, um diesen unterwanderten Sozialstaat wieder auf einen gewissen Gerechtigkeitslevel zu bringen.  IE

Die Bertelsmann-Stiftung regiert Deutschland mit. Dabei ist sie undemokratisch und dient als Steuersparmodell. Die Stiftung bestreitet dies.

VON THOMAS SCHULER

Reinhard Mohn fand in den 50er Jahren eine Steuerlücke, die ihm erlaubte, sein Unternehmen aufzubauen. Als der Staat diese Lücke schloss, fand der Bertelsmann-Chef neue legale Möglichkeiten, Gewinne im Unternehmen zu behalten. Die Bertelsmann Stiftung ist so eine Möglichkeit. Sie funktioniert wie eine Sparbüchse und erhält nur einen Teil der Gewinne.

Viele Millionen bleiben im Unternehmen. Höhe und Verteilung der Gelder bestimmt die Familie Mohn, die die Stiftung und ihr Vermögen unter Kontrolle hat. Verrechnet man die Steuererleichterungen und Ersparnisse mit den Ausschüttungen, dann zeigt sich, dass die Mohns die Stiftung de facto mit öffentlichem Geld betreiben. Das ist unternehmerisch geschickt.

Moralisch ist es jedoch fragwürdig, zumal die Stiftung keine Fördergelder verteilt, sondern die Interessen der Familie Mohn vertritt. Sie dient Mohns Idee, die Gesellschaft wie ein Unternehmen zu führen und durch Unternehmen führen zu lassen. Wettbewerb und Privatisierung sind ihre Leitgedanken, und manchmal wirkt es, als würde sie dem eigenen Unternehmen zuarbeiten.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

Wir haben uns auf diesem Blog in der Vergangenheit des öfteren des Themas Bertelsmann angenommen und verweisen hier gerne auf ältere Artikel:

Bertelsmann

DGB Bertelsmann

CDU Wahlkampfspenden

Arvato Würzburg

Die Bertelsmänner

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Fotoquelle : © Bertelsmann / Bertelsmann Stiftung / 

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Die Bertelsmänner

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2010

Die Herrscher über Gütersloh

Die Bertelsmann Stiftungs Versammlung

Der Medienriese ließ am letzten Wochende in Rheda nicht nur Wiesen trockenlegen, sonder richtete auch einen eigenen Bus Zubringerdienst von Parkplätzen am Rande der Stadt Rheda ein. Das Parkplatzservice Personal wurde von einer Firma aus dem Rheinland gestellt. In großen blauen Linienbussen wurden die Parkenden zum Schlosspark gekarrt. Das die riesigen Busse teilweise dann nur von zwei bis drei Personen besetzt waren, weist auf die Wichtigkeit der Gäste hin und zeigt dem „Otto Normalverbraucher“ an, dass das Prestigedenken wichtiger als der Umweltschutz ist. Man hat das Geld ja, da man es zuvor durch die Einstellung von Leiharbeitern im Betrieb eingespart hat.

Ich bin mir aber ganz sicher das unsere „Mutti“ mit ihrem Ausspruch : „Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt“ auf keinen Fall den Bertelsmann Konzern gemeint hat. IE

BERTELSMANN Der internationale Mediengigant bestimmt in Gütersloh sogar die Reihenfolge der Sender im Hotelfernsehen. Die eigene Sicht der Dinge zählt viel im Konzern. Damit die auch in die lokale Presse findet, hat die PR-Abteilung für die Journalisten vor Ort eigene Ansprechpartner

AUS GÜTERSLOH STEFFEN GRIMBERG

Ostwestfalen an diesem Dienstag: öde Gegend, wahnsinnig heiß. Schon der Bahnhof von Gütersloh verrät: Hier sitzen Weltkonzerne. Das rote Miele-Logo beherrscht die Eingangshalle. An der anschließenden Bahn-Unterführung: der Miele-Schriftzug. Am nächsten Haus: eine Miele-Werbewand. Vom zweiten, ungleich größeren Weltkonzern, dagegen keine Spur. Dabei begeht Bertelsmann diesen Monat den 175. Geburtstag.

Erst letztes Wochenende haben rund 11.000 MitarbeiterInnen von Deutschlands größtem Medien- und Dienstleistungskonzern im Schlosspark sich und ihren Konzern gefeiert. „Für die Party am Schloss ließ der Hausherr, Erbprinz Maximilian, im Park extra Wiesen trockenlegen und Brücken über Gräben und Bäche errichten. Auf dem Vorhof zeigte sich die Vielfalt des Mediengiganten“, schrieb die Regionalzeitung Neue Westfälische. Der einzige Schönheitsfehler: Der Mediengigant feierte nicht in Gütersloh, sondern im benachbarten Rheda. Dort wurde Liz Mohn, seit dem Tod ihres Mannes Reinhard im vergangenen Oktober die starke Frau bei Bertelsmann, geboren. In Gütersloh habe es kein Gelände für so viele Menschen gegeben, heißt es.

Hier, in der Carl-Bertelsmann-Straße, mit dessen Druckerei (1824) und Verlag (1835) alles begann, wehen immerhin ein paar Fahnen mit dem Jubiläumsslogan: „Bertelsmann – eine Zukunfts-Geschichte“. Doch obwohl in Gütersloh nur wenig auf den Konzern hinweist, kommt man an ihm kaum vorbei. Bertelsmann herrscht über die Stadt. Dass die ersten fünf Programmplätze der Fernbedienung im Parkhotel den Sendern der RTL-Familie vorbehalten sind und ausschließlich Zeitungen und Zeitschriften der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr ausliegen, gehört noch zu den amüsanten Kleinigkeiten.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Von Thomas Schuler

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Fotoquelle : © Bertelsmann / Bertelsmann Stiftung / 

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