DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Unterwegs zu einer anderen EU

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Februar 2016

Kann Gianis Varoufakis Europa retten?

Yanis Varoufakis - El Desperttador 2016.jpg

Griechenlands Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis wirbt in Berlin für eine neue europäische Linksbewegung. Die will nichts Geringeres als den Kontinent zu „demokratisieren“. Das Publikum hadert allerdings mit der allzu dramatischen Inszenierung.

Ist das hier noch Politik oder schon Propaganda? Das scheinen sich die Besucher der Berliner Volksbühne zu fragen, als Gianis Varoufakis die verdunkelte Bühne betritt. Zuvor lief mehrere Minuten lang ein mit bedeutungsschwangerer Musik unterlegtes Video, das die Grenze zur Propaganda mehrfach zumindest berührte. „Nichts fürchten sie so sehr wie Demokratie“, heißt es zu Bildern von Finanzminister Schäuble und Aufnahmen von Eurogruppen-Treffen.

Europa „demokratisieren“

In dem Video wird Varoufakis’ neue Linksbewegung Diem 25 vorgestellt, mit der der griechische Ex-Finanzminister die Europäische Union „demokratisieren“ will. Das steht für Democracy in Europe Movement 2025. In neun Jahren will die Gruppe Europa „demokratisieren“.

Quelle: Berliner Zeitung >>>>> weiterlesen

Pro & Contra Varoufakis’ neue Bewegung

von Martin Kaul und Jan Feddersen

Der griechische Ex-Finanzminister präsentiert ein neues Bündnis für mehr Demokratie. Kann er Europas Zerfall stoppen?

Ja

Jetzt warnen sie wieder: Vor dem Mopedminister, dem Penthousepolitiker, dem Giergriechen Gianis Varoufakis. Das ist der Typ, der am Dienstag in Berlin eine europaweite Bewegung ausgerufen hat und dafür 12 Euro Eintritt verlangte. Es ist ein Kinderspiel, die Attacken gegen Varoufakis so zu untermalen. Es ist aber auch äußerst billig. Fakt ist: Varoufakis füllt mit seinem Vorstoß eine Leerstelle, die die europäische Sozialdemokratie hinterlassen hat. Dafür sollten wir ihm danken.

Nein

Das Beste, was über diesen griechischen Bürger zu sagen wäre, könnte dies sein: Er hat die europäische Öffentlichkeit ein knappes Jahr tüchtig in Atem gehalten. Manche sahen – und sehen immer noch – in ihm einen Helden, der den Moloch, die Krake namens EU mit dem Syriza-Wahlsieg in Griechenland 2015 endlich revolutioniert. Oder wenigstens den revolutionierenden Prozess anstößt. Stattdessen hat der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (und mit ihm fast alle anderen EU-Mitgliedsstaaten) ihn an die alte marxistische Wahrheit erinnert: dass der Wohlstand eines Landes am Niveau der Produktivkraftentwicklung hängt – nicht am moralisierenden Wehen und Klagen seiner Eliten.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

Ein Manifest soll Massen mobilisieren

von Pascal Beucker

Kritik an Varoufakis’ Bewegungsidee Die zentrale Botschaft von Varoufakis und Co.: Europa muss demokratisiert werden – oder es wird zerfallen. Manche halten das für populistisch.

Ein Gespenst sucht nun doch nicht Europa heim. Über etliche Entwürfe hinweg begann der Text des „Manifests für die Demokratisierung Europas“ mit dem „Gespenst der Demokratie“, vor dem sich die Mächtigen Europas zu fürchten hätten. In der Schlussfassung jedoch taucht die offenkundige Anlehnung an die legendäre Eröffnungssequenz des Kommunistischen Manifests nun nicht mehr auf – das war wohl doch zu pathetisch.

Seit Herbst vergangenen Jahres haben Gianis Varoufakis und seinen MitstreiterInnen an dem Manifest gearbeitet, das die Grundlage für die neue paneuropäische Bewegung „Democracy in Europe Movement 2025“ sein soll. Herausgekommen ist ein Text, der versucht, der trostlosen europäischen Gegenwart eine positive europäische Idee entgegenzusetzen. „Die EU muss demokratisiert werden. Oder sie wird zerfallen!“ – das ist die zentrale Botschaft des Textes.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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-Grafikquelle    :   

Yanis Varoufakis en una entrevista a El Desperttador el 20 de febrero de 2016 en Madrid.

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Antrag auf Ausschluss für Liebich

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Mai 2015

Linker Flügel will Stefan Liebich aus der Partei drängen

Der alte Knopp lernt es auch nicht mehr ein Plakat richtig zu halten

Nein eine Überraschung ist die Meldung nicht, rückt doch so langsam der Bielefelder Parteitag der Linken in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das ist genau die richtige Zeit für einige Hinterwälder Ihre erhaltenen Aufträge auszuführen. Die Jagdsaison ist also eröffnet und Stefan Liebich wird wohl kaum mit den Schlachtruf Weidmannsdank auf den Antrag von Seite 88 des Antragsheft, auf seinen Parteiausschluss antworten.

Nach Raju Sharma, welcher es dann doch vorzog selber das Weite zu suchen schwappt jetzt also die nächste Woge einer Säuberungswelle an die Ufer der Partei. Und es ist schon verwunderlich das nun sogar Widersprüche laut werden. Das war man bislang eher so nicht gewohnt. Mag es vielleicht daran liegen dass nach Sharma wieder ein „Großer“ in das Visier der Jäger geraten ist und jeder befürchtet selber dann der Nächste zu sein?

So scheint es fast als wenn nun langsam ein wenig Leben in die grauen Gehirnzellen bei Einigen Einzug hält und sie sich der Worte Martin Niemöllers erinnern. Ja sage ich heute und das ohne jegliche Häme, Vor einigen Jahren war die Chance – wehret den Anfängen hätte es dort heissen müssen –  gegeben diesen Machenschaften Einhalt zu gebieten, heute wohl nicht mehr da die Unruhe und das Misstrauen sich ausweiten wird und die Sektierer jeden ihrer Erfolge entsprechend feiern werden. Auch fehlt der Partei jeglicher Mut die Spreu vom Weizen zu trennen. Der Glaube in diese Partei geht auch für die Wähler mehr und mehr verloren, da zählbare Erfolge immer mehr zur Seite rücken.

Jetzt also ein Antrag an den Bundesparteitag auf die Rückgabe des Mandat. Die notwendige Erklärung dazu gibt Gregor Gysi auf Facbook dazu. Zieht die Basis die für Streitereien eingerichteten Schiedskommissionen erst gar nicht mehr in ihr Kalkül ein? Da sie genau wissen das nur Eingaben welche von „Oben“ kommen  Aussichten auf garantierten Erfolg haben? Obwohl, es soll sich ja schon einiges verändert haben in diesen Bundesschiedsbuden Kabinett, nachdem der Richter Lümmel und die ehemalige Stasi Schlampe nahezu fluchtartig das Weite suchten.

Es sind aber wohl auf Bundesebene immer noch genügend Partei Anwälte vorhanden für die ein Job in der Politik scheinbar als letzter Ausweg gilt, sich auf Dauer selber zu ernähren. Dieses Problem zieht sich aber durch alle Parteien und dementsprechend sieht die Politik zur Zeit auch aus. Auffällig aber in der LINKEN wie nahezu krampfhaft versucht wird das Recht des Bürgers auf Links zu drehen. So gibt es heute Anwälte welche Angst davor haben das ihre heutige Mittäterschaft sich später einmal negativ auf einen Job auswirken könnte.

Hier einige Wiedergaben von Facebook:

Simone H.

Stefan Liebich ist auch auf meinen Wunsch hin Mitglied im Atlantik-Brücke e.V. geworden. Erstens sind die Informationen, die man dort erhält, für uns wichtig. Und zweitens soll er unsere Positionen dort hineintragen. Und das gerade, seitdem Barack Obama Präsident der USA ist. Forderungen, dass Stefan sein Mandat als direkt gewählter Abgeordneter zurückgibt, sind absurd und beweisen ein mangelndes demokratisches Verständnis. Darüber hat kein Parteitag zu entscheiden, sondern nur die Wählerinnen und Wähler. Und die haben ihn – im Unterschied zu anderen – sowohl 2009 als auch 2013 direkt in den Bundestag gewählt. Und wer denkt, er oder sie könne innerparteiliche Differenzen mit dem Ausschluss unliebsamer Genossen erledigen, hat die politische Wende seit 1989 offenkundig verpennt und niemals begriffen.

Thomas Lutze:

Hammer, das sind ja alles Nazis in dieser Brücke. Oder fast Nazis. Oder Leute, die Nazis kennen. Also nein, nur ein Ausschluss von Liebich kann die Partei noch retten! Ich bin übrigens im Wirtschaftsausschuss. Da ist Peter Ramsauer Chef, auch ein ganz Rechter. Soll ich jetzt mein Mandat abgeben, damit ich nicht ausgeschlossen werde. Aber mit Ramsauer war ich schon mal in Moskau, hilft das? Alle irre…

Gregor Gysi:

Stefan Liebich ist auch auf meinen Wunsch hin Mitglied im Atlantik-Brücke e.V. geworden. Erstens sind die Informationen, die man dort erhält, für uns wichtig. Und zweitens soll er unsere Positionen dort hineintragen. Und das gerade, seitdem Barack Obama Präsident der USA ist. Forderungen, dass Stefan sein Mandat als direkt gewählter Abgeordneter zurückgibt, sind absurd und beweisen ein mangelndes demokratisches Verständnis. Darüber hat kein Parteitag zu entscheiden, sondern nur die Wählerinnen und Wähler. Und die haben ihn – im Unterschied zu anderen – sowohl 2009 als auch 2013 direkt in den Bundestag gewählt. Und wer denkt, er oder sie könne innerparteiliche Differenzen mit dem Ausschluss unliebsamer Genossen erledigen, hat die politische Wende seit 1989 offenkundig verpennt und niemals begriffen.

Hans D. : So lange sich solche Typen wie Libich in dieser Partei tummeln ist sie sowieso nicht wählbar.

 Stefan Liebich

„Ich dachte, dass die Zeiten, in denen man politische Differenzen durch Parteiausschlüsse löst, bei uns seit einem Vierteljahrhundert vorbei sind.“ Er habe ein Direktmandat und werde es „sicher nicht zurückgeben, weil das einige Baden-Württemberger Parteifreunde wollen“.

Innerparteiliche Konflikte sind nicht schön und werden von mir daher auf dieser Seite kaum thematisiert. Aber heute muss ich doch eine Ausnahme machen. Der unten stehende Antrag zum kommenden Bundesparteitag überschreitet eine Grenze. Das lässt mich nicht kalt, sondern macht mich traurig. Ich stelle mich jeder Debatte und vertrete meine Position in der Partei mit offenem Visier.
Ich hoffe, dass ich das auch weiterhin kann.

Linker Flügel will Stefan Liebich aus der Partei drängen

Der linke Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich ist Mitglied in der „Atlantik-Brücke“. Das ist ein Verein, dem der einstige Unionsfraktionschef Friedrich Merz vorsitzt und dessen Ziel darin besteht, „eine Brücke zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu schlagen“.

Der linke Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich ist für den fundamentalen Flügel seiner Partei schon lange ein rotes Tuch. Er mokierte sich erst kürzlich über einen Antrag für den Bundesparteitag Anfang Juni in Bielefeld, der unter Führung von Vizefraktionschefin Sahra Wagenknecht formuliert wurde mit dem Ziel, der ehemals sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow möge vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts zu einer Weltfriedenskonferenz einladen. Dabei sollen die USA und die Nato zur Räson gebracht werden.

Quelle: Berliner Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquellen: Taube im Absturz – Screenshot: von TAZ / durch DL – Foto Jens Jeske

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DIE LINKE – Dietmar Bartsch

Erstellt von DL-Redaktion am 9. August 2014

„Wir brauchen keine traute Harmonie“

Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, tourt derzeit an der Küste. Dabei geht es durchaus politisch zu. Im Interview spricht er über über Rot-Rot-Grün, den Mehltau im Land und die Ziele in Thüringen.

Herr Bartsch, wir stehen hier in Dierhagen, wenige Meter von der Ostsee entfernt. Und Sie versuchen, die Urlauber für Politik zu begeistern. Mit welchen Themen gelingt denn das?

Wir haben die Tradition der Ostseebädertour 1998 begründet und dabei die gute Erfahrung gemacht, dass Menschen, wenn sie im Urlaub sind, durchaus Interesse an Politik haben, wenn man zu ihnen kommt. Wir schaffen das mit Themen von der Ukrainekrise bis zu Fragen der sozialen Sicherheit.

Die große Koalition hat den Mindestlohn beschlossen. Und jetzt nimmt Ihnen Sigmar Gabriel auch noch das Thema Rüstungsexporte weg. Macht Ihnen das Angst?

Nein, das macht mir keine Angst. Der Sinn von Politik ist, möglichst viel von seinen Vorstellungen durchzusetzen. Wenn Rüstungsexporte wirklich verboten würden, dann hätten wir etwas sehr Wichtiges erreicht. Aber das ist nicht der Fall. Jetzt wurde ein Geschäft von Rheinmetall mit Russland verboten. Ansonsten wird die Masse der genehmigungspflichtigen Exporte weiter genehmigt. Ich höre die Worte von Sigmar Gabriel wohl. Nur: Ich will mehr Taten sehen. Wer Rüstungsgüter exportiert, exportiert den Tod.

Trotzdem: Zumindest das Großthema Mindestlohn ist weg. Muss sich die Linke neue Themen suchen?

Quelle: Berliner Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

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Die Verelendung durch DIE LINKE

Erstellt von DL-Redaktion am 3. August 2014

„Schutzraum der Linken ist weg“

LINKES Land, soweit das Auge reicht

Nicht nur die Linken, auch die Grünen beginnen sich mit Koalitionsillusionen für das Jahr 2017 zu beschäftigen. So wirft zu Beispiel die Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt einer Gruppe aus der Linken vor, »eine Regierungsbeteiligung zu verhindern«. Diese Gruppe soll sich massiv verweigern auch in einer Regierung eventuell Verantwortung übernehmen zu wollen. « Derzeit sei ein Bündnis nicht vorstellbar, zumal es in der Linkspartei niemanden gebe, »der Autorität hätte, in Richtung Regierungsfähigkeit zu arbeiten«.

Ähnlich kühl reagiert sie auf Koalitionsangebote  aus der CDU. »Wenn wir etwas bewegen können, ist grüne Regierungsbeteiligung immer reizvoll«, sagte sie. »Man sollte nur nicht den Fehler machen, Bündnisse zum Projekt zu erklären.« Die Grünen wollten sich vor der nächsten Bundestagswahl nicht auf Koalitionspartner festlegen, sondern ihre Eigenständigkeit betonen.

Direkter wird in seinen Aussagen der Co.- Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter welcher endlich „Ross und Reiter“ mit Namen benennt. Im folgenden Interview spricht er von der Linken als eine Partei mit vielen Gesichtern.  Bundestagsabgeordnete wie Sevim Dagdelen, Ulla Jelpke und Heike Hensel und Andere wollten die Verelendung in der Bevölkerung so weit voran treiben um so einen revolutionären Umsturz vorzubereiten.

„Schutzraum der Linken ist weg“

Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter schließt Rot-Rot-Grün nach der nächsten Bundestagswahl nicht aus. Bis dahin will man aber eine andere Oppositionsarbeit machen als die Linken. Ein Gespräch.

Wer hat bei den Grünen jetzt das Sagen – die Berliner Führung oder die Landesverbände?

Hofreiter: Den Kurs setzen wir in Berlin – stets in enger Abstimmung mit unseren Ländern. Natürlich wollen wir aber auch im Bund gern wieder regieren, um unsere Themen wie Klimapolitik, Energiepolitik, Bürgerrechte voranzutreiben. In der Bundesregierung gibt es nämlich keinen mehr, der das tut.

In der Klimapolitik und beim Freihandelsabkommen TTIP sind die Grünen klar unterscheidbar von der Koalition. Trotzdem gelingt es Ihnen auch mit urgrünen Themen nicht, wirklich sichtbar zu werdenHofreiter: Ihre Analyse stimmt so nicht. Schauen Sie sich die Ausgangsbedingungen an: Wir haben im Herbst eine schwere Wahlniederlage erlitten, wir standen kurz nach der Bundestagswahl in den Umfragen bei sieben Prozent, jetzt liegen wir bei elf Prozent. Bei der Europawahl haben wir ein zweistelliges Ergebnis geholt. Die Demoskopen sagen uns, dass das Thema TTIP hier bis zu zwei Prozentpunkte gebracht hat. Richtig ist, dass die Regierung grundsätzlich die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aber das liegt in der Natur der Sache.

 Die Wahlniederlage der Grünen ist knapp ein Jahr her. Wie würden Sie den Zustand der Partei beschreiben?

Quelle: Berliner Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Simona.cerrato

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Das Ende der No–Go Affäre?

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Juli 2014

Linke zieht Konsequenz aus No-Go-Affäre

Aha, möchten wir meinen, die Linke zieht Konsequenzen aus der No-Go-Affäre? Sehen diese so aus wie nach allen bisherigen Vorfällen auch? Man gibt eine/n Verursacher/in bekannt, diese/r wird vorübergehend aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit gezogen um aus den Hinterstübchen weiter zu agieren?

Seltsam nun soll also die Bürodame des Oberbüttel als Schuldige präsentiert werden. Eine Erbschaft aus den ebenfalls erfolglosen Zeiten des Klaus Ernst aus Bayern. Mag dieses alles auch als Erklärung für die Entstehung des in Bayern aufgetauchten Dossiers der „Analyse der Gegenkräfte“ gelten? Oder wurde nur etwas gefunden da etwas gefunden werden musste, zur Beruhigung der Öffentlichkeit.

Auch die Argumentation dass solche Papiere nicht geschrieben werden dürften und wenn doch, dann eben als für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, eröffnet einen tiefen Einblick in die Vergangenheit dieser Partei und bekräftigt die Vermutung das hier Partei internen Wertvorstellungen Vorrang gegeben wird, was sich ja auch an vielen anderen Beispielen belegen lassen welche mit den Werten unseres Rechtsstaates nicht unbedingt übereinstimmen.

Da überrascht es keineswegs, dass derart Geschädigten wohl kaum Genugtuung widerfahren wird. Oder wird der ehemalige Schatzmeister jetzt wieder zurück auf seinen alten Posten gebeten? Wohl eher nicht, denn dazu müsste der Bundesgeschäftsführer noch viele weitere Geheimnisse in dieser Partei aufdecken und sie der Öffentlichkeit bekanntmachen. Die Befugnisse werden Ihm aber wohl aus dem Hinterzimmer der Macht nicht gegeben werden.

Linke zieht Konsequenz aus No-Go-Affäre

Unter den Linken kursiert ein Papier, das despektierlich über Parteifreunde urteilt. Es wurde Katja Kipping zugeschrieben. Die Parteichefin bestritt die Autorenschaft. Nun wurde der wirkliche Urheber des Papiers bekannt.

Wer suchet, der findet – dieses alte Motto gilt auch im Karl-Liebknecht-Haus, der Parteizentrale der Linken. Gesucht hatten sie dort jenes seltsame menschliche Wesen, das ein Papier geschrieben hatte, welches dem Umfeld der Parteivorsitzenden Katja Kipping angedichtet wurde. Und siehe da: Die Entfernung zum Fundort war nicht allzu weit. Die gesuchte Person ist nach Informationen der Berliner Zeitung die bisherige Leiterin des Büros von Bernd Riexinger. Der ist bekanntlich Co-Vorsitzender der Linken. Freilich ging der Suchaktion ein seltsames Versteckspiel voraus.

Quelle: Berliner Zeitung >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia – Blömke/Kosinsky/Tschöpe

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Katja, ohne Schuld im Land

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Juni 2014

Linke-Chefin Kipping wehrt sich
gegen Verschwörungstheorien

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Persönliche Klarstellungen scheinen in  Mode zu kommen in der Linken. So wechseln sie sich zur Zeit darin ab, die angerichteten Peinlichkeiten in einen den PolitikerInnen eigenen Stil zu drehen und zu wenden. Als Ergebnis bleibt; es ist alles sehr diffus und die eigentlichen Schuldigen an der Situation sind wie immer die Schreiber der Presse.

An und für sich ist bereits alles geschrieben und berichtet in der Sache und anschließende Klarstellungen werden ehe nur als Ablenkungsmanöver gewertet, da allzu viele bislang noch skeptische Personen langsam genau das erkennen, wovon seit Jahren geredet und geschrieben wird, wenn die Partei wieder einmal mit Skandalen auf sich aufmerksam macht, anstatt den BürgerInnen überzeugende, politische Argumente zu bieten welche von Diesen dann auch durch Zustimmung bei anstehenden Wahlen honoriert würden.

Es ist doch wirklich nur billig die aufkommenden KritikerInnen auf das Streitthema des  Feminismus führen zu wollen ? Was hat das gezeigte unprofessionelle Verhalten in der Sache mit einer feministischen Diskursanalyse gemeinsam? Es steht doch ganz außer Frage dass sich eine Vorsitzende hinter den auf Parteitagen beschlossenen Beschlüssen stellen muss. Im anderen Fall hat sie zurückzutreten.

Nur das geht wohl nicht so einfach, denn das wäre sicher der schwerere Weg für jemanden welche von der Uni direkt in die Politik wechselte. Da war der Ruf nach großem Geld wohl lauter als der nach einer guten Ausbildung, um so erst einmal in einen Beruf den Nachweis zu erbringen auch Sinnvolles  für die Gesellschaft beitragen zu können. Mit einer erworbenen Erfahrung Verantwortung im Beruf zu tragen  wären solcherart Fehlleistungen mit größter Wahrscheinlichkeit erspart geblieben.

Linke-Chefin Kipping wehrt sich
gegen Verschwörungstheorien

Noch vor wenigen Wochen wurde Katja Kipping für die Befriedung der tief zerstrittenen Linkspartei gefeiert. Jetzt ist sie mit heftigen Vorwürfen der Intrige und Verschwörung konfrontiert.

Kipping setzt sich gegen die Kritik aus der eigenen Partei und den Medien an ihrem Führungsstil zur Wehr. In einer auf ihrer Internetseite veröffentlichten Erklärung weist sie unter anderem den Vorwurf zurück, sie habe sich mit Vizefraktionschefin Sahra Wagenknecht gegen Fraktionschef Gregor Gysi verschworen.

«Entweder wird uns Zickenkrieg oder Stutenbeißen um die Macht unterstellt. Wenn wir für dies auch so gar keine Belege liefern, wird die böse (Hexen-)Verschwörung zweier Frauen heraufbeschworen», schreibt Kipping unter der Überschrift «Eine Klarstellung».

Berliner Zeitung

Eine Klarstellung

Auszüge:

Zur Brisanz von Fürreden

Uns ist bewusst, dass Fürreden von Vorsitzenden eine gewisse Brisanz haben. Jedoch sind wir ja auch in besonderer Weise betroffen. Insofern wollten wir unsere Präferenz gegenüber den Delegierten transparent machen. Jedoch war uns auch klar, wenn der Parteitag sich anders entscheiden sollte, werden wir von uns selbstverständlich mit dem Gewählten professionell zusammen arbeiten. Wir haben in der einminütigen Fürrede ausdrücklich nicht Gründe gegen Raju aufgezählt, da auf einem Parteitag alles von Fernsehkameras aufgezeichnet wird und wir keine Fernsehberichte mit Kritik der Vorsitzenden am Schatzmeister produzieren wollten. Zu keinem Zeitpunkt ging es uns darum, irgendwelche Gerüchte zu nähren, Raju hätte gegen Satzung oder Finanzordnung verstoßen. Dass es solche Gerüchte gibt, habe ich erst am Ende des Parteitages durch die mündliche Erklärung einer Genossin erfahren. (…….)

Ein Lehrstück

So sehr ich mich über den Spiegelartikel geärgert habe, so sehr kann ich sagen: Es lohnt sich wirklich diesen Artikel gründlich zu lesen und zu studieren. Er ist ein hervorragendes Studienobjekt für feministische Diskursanalyse. Was bei Männern in verantwortungsvollen Positionen als professionell und durchsetzungsstark gilt, wird bei Frauen schnell ins Anrüchige/ Intrigante/ Machtbesessene verschoben.

Wer mehr erfahren will über die feinen Unterschiede, wie über Männer bzw. über Frauen in einflussreichen Positionen geschrieben wird, der wird dort fündig.
Auch für die Analyse, wie man mit dem Mittel der Umdeutung, der Zuschreibung, der Verzerrung von Ereignissen eine Suggestion erzeugen kann, eignet sich dieser Text ganz hervorragend. (…….)

Wie weiter?

Hat sich ein Redakteur das alles alleine ausgedacht? Wahrscheinlich nicht. Dafür höre ich zu oft von Kneipenrunden, die spätestens seit dem Göttinger Parteitag solch ein Bild von mir verbreiten. So manche zufällige Besucherin solcher Kneipenrunden, die diese einseitige Position nicht teilte, wurde mit kompletten Liebesentzug dieser Peergruppe bestraft.

Ein trauriger Höhepunkt diesbezüglich war das Liederbuch mit dem Titel Liederbuch für fröhliche Bartschisten, (wobei der Titel irreführend ist, denn Dietmar Bartsch hat sich von diesem Liederbuch öffentlich distanziert) in welchem bekannte Lieder umgedichtet wurden und in dem beide Vorsitzende und drei Stellvertreter aufs Übelste durch den Kakao gezogen werden. In den Liedern, die nicht nur in Kneipenrunden, sondern – wie verschiedene Augenzeugen berichten – auch auf dem Wehrbelliner Pfingstcamp öffentlich gesungen wurden, war unter anderem davon die Rede, mir die Haare zu scheren und mich aus dem Fenster zu schmeißen. Angesichts solcher Texte ist davon ausgehen, dass sich zumindest die Liederbuch-Connection in einem Maße in – höflich ausgedrückt – unfreundliche Gefühle mir gegenüber reingesteigert hat, die kaum rational oder politisch zu bearbeiten sind. (……)

Quelle: Katja Kipping >>>>> weiterlesen

Ach hättest Du geschwiegen, wärst Du ein Philosoph geblieben

Zum Schweigen sind PolitikerInnen nicht Intelligent genug.  Es geht schließlich in der Poltik nur um Geld! Aus dem Nichts an Wissen muss möglichst viel Geld wachsen.

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Fotoquelle: Wikipedia – Blömke/Kosinsky/Tschöpe

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Kipping kontert Sahra

Erstellt von DL-Redaktion am 14. März 2014

Kipping und Riexinger kontra Wagenknecht

Da kommt die Antwort auf auf die Angst von Wagenknecht vor den Ausbruch eines dritten Weltkrieg auf den Linken Fuß. Kipping und Riexinger kritisieren den Umgang mit den Ukraine-Konflikt gegenüber allen Beteiligten. Sie mäßigen damit auch die Kritik gegenüber den Grünen und wischen die Beurteilung von Wagenknecht auf die Seite.

Ja so schnell kreist die LINKE. Was gestern noch auf den Webseiten der Partei in den Provinzen gefeiert wurde, muss an den darauf folgenden Tag für gewöhnlich wieder umgeschrieben werden. Der lesende Bürger reibt sich verwundert die Augen und fühlt sich in ein Haus voller Narren versetzt.

Hier die Presserklärung vom heutigen Tag:

Machtspiele beenden – Kriegsgefahr stoppen

Katja Kipping, Bernd Riexinger: Wir verfolgen mit Besorgnis die Entwicklungen in der Ukraine und auf der Krim. Wir verurteilen die militärischen Drohgebärden der Russischen Föderation, der ukrainischen Regierung und der NATO. Die Antwort auf das völkerrechtswidrige Vorgehen der Russischen Föderation auf der Krim, welches wir verurteilen,  muss in der Diplomatie liegen – Krieg kann keine Probleme lösen und darf kein Mittel der Politik sein. Erst Recht nicht 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs, in einem Land, das unsäglich unter dem 2. Weltkrieg und dem Angriffskrieg Nazi-Deutschlands litt und dessen Politik bis heute von gegensätzlichen Geschichtsbildern, Identitätsfindung und einer nicht aufgearbeiteten Vergangenheit geprägt ist.

Sicherheit in Europa ohne Einbeziehung Russlands ist nicht möglich. Weiter noch: die Einigung Europas ist gegen Russland nicht möglich.

Die Ukraine macht deutlich, dass die nie verlassene Logik des Kalten Krieges, der Hegemoniegedanke, der sich am augenfälligsten an der NATO-Osterweiterung festmacht, Gift für die weitere friedliche Entwicklung des Kontinents ist. Hier hat jede Seite seine Hausaufgaben zu machen: weg von der Idee der Hegemonie, hin zu einer wirklichen Kooperation. Für uns ist die Richtung klar, jetzt erst recht: Stärkung der OSZE und des Europarates, mittelfristig die Auflösung der NATO und eine Stärkung des Völkerrechts. Der Kosovo und andere völkerrechtswidrige Vorgehen fallen dem Westen nun auf die Füße: es ist offensichtlich, dass nicht Recht, sondern Interessen Kompass ihrer Politik sind – genau wie für Putin, den Mann dem sie jetzt Völkerrechtsbruch vorwerfen. DIE LINKE ist die Partei des Völkerrechts – es muss ohne Wenn und Aber für alle gelten und darf nicht weiter zur rhetorischen Floskel verkommen.

Die innenpolitische Situation der Ukraine ist Ausdruck einer gesellschaftlichen Spaltung, die mit der langen Geschichte des jungen Nationalstaats beginnt und sich vor dem Hintergrund des Versagens der politischen Eliten aller Couleur, des gewaltigen Einfluss der Oligarchen und der extremen sozialen Polarisierung im Land weiter verschärfte. Diese Vielzahl von Problemen wurde von Moskau, Brüssel und Berlin übergangen: das fragile Land wurde vor eine Entscheidungssituation – Zollunion oder Assoziierungsabkommen- gestellt,  die das Land nun zu zerreißen droht und reale Kriegsgefahr mit sich bringt. Diese Kriegsgefahr wird durch die russische Truppenmobilisierung an der Grenze zur Ukraine noch weiter verschärft.

Russland muss seinen Konfrontationskurs einstellen.

Gegenwärtig vertieft sich die Spaltung der Ukraine weiter: Die neue Regierung hat kein integrierendes Potenzial und spricht nur für eine Hälfte der Ukrainerinnen und Ukrainer. Mehr noch: durch die Beteiligung faschistischer Kräfte an der Regierung wurde eine Grenze überschritten – wie soll bitter notwendige Versöhnungsarbeit geleistet werden, wenn hasserfüllte ultra-nationalisten Ministerwürde erlangen?

Wir fordern die Bundesregierung und die EU dazu auf, die Beteiligung faschistischer Kräfte an der Regierung nicht weiter zu tolerieren. Die rückhaltlose Unterstützung der neuen Regierung durch die EU und Deutschland sehen wir aus einem weiteren Grund äußerst kritisch: Die Vaterlandspartei ist eine Vertreterin des alten, verkrusteten und korrupten Politikstils, nach deren Ende sich die Ukrainerinnen und Ukrainer sehnen.

Alexander Fischer

DIE LINKE – Parteivorstand
Pressesprecher

Kipping und Riexinger kontra Wagenknecht

Die Linkspartei-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger üben im Ukraine-Konflikt Kritik an allen Beteiligten. Damit stellen sie sich auch gegen Sahra Wagenknecht, die zuletzt einen ganz anderen Ton angeschlagen und dabei SPD und Grüne scharf attackiert hatte.

Die Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, haben Russland, die Nato und auch die Ukraine in einer Erklärung zur Mäßigung aufgerufen. Sie widersprachen damit der stellvertretenden Partei- und Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und anderen Vertretern des linken Flügels, die sich ganz auf die Seite Russlands gestellt und erklärt hatten, man müsse das Referendum auf der Krim und die Abspaltung von der Ukraine hinnehmen.

Quelle: Berliner-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Left picture: Die Linke (Flickr profile)

Right picture: Flickr user „dielinkebw“, Volker Bohn

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Gysi-Mein Alltag als Singel

Erstellt von DL-Redaktion am 3. März 2014

Gregor Gysi: Mein Alltag als Singel

Mag er auch immer wieder angegriffen werden, ob nun zu Recht oder auch Unrecht ist für Außenstehende nur sehr schwer zu beurteilen. Er gibt sich zumindest weit weniger als die meisten Anderen als Wendehals und steuert einen unvermindert geraden Kurs. Diesen mag man mögen oder nicht, das muss eine jeder selber entscheiden. In der Bevölkerung jedenfalls ist er weiterhin gut angesehen und gilt weit mehr als Sympathieträger als mach Eine, welche da glauben mag, diese Gunst für sich in Anspruch nehmen zu können.

So ganz falsch ist das Meiste auch nicht was er denn so verbreitet und es ist bestimmt nicht verkehrt wenn er versucht Beruf und Politik von einander zu trennen. Ja die Erwartung als Anwalt auch einen guten Justiz- oder Innenminister abzugeben wird mit Sicherheit vielfach maßlos überschätzt da die Bereiche unterschiedlicher kaum sein könnten. Auch ein Arzt wird nach Möglichkeit, in wirklich ernsten Fällen, nicht unbefangen seine eigenen Familienmitglieder behandeln können.

Da schwingt zu viel Empathie mit, im Hintergrund, welche einen neutralen Blickwinkel versperren. Ganz krass zu beobachten bei den Machenschaften den Schiedskommissionen in der DIE LINKE wo Unverbesserliche glauben in blinde Anbetung zu ihrer Partei verfallen zu müssen. Da setzt der Verstand bei Richtern und Anwälten, wenn denn je einer vorhanden war, in schöner Regelmäßigkeit aus und es kommt zu völlig einseitigen Entscheiden, wovon sich ja auch ein jeder selber überzeugen kann.

Viel Arbeit wird er in nächster Zeit bekommen, wenn er denn (seine) die Partei zurück in die Erfolgsspur bringen möchte. Denn die Peinlichkeiten aus den Landesverbänden im Westen werden mehr und mehr, wie Eisberge aus dem Wasser nach oben drängen. So wird man wohl nicht darum herum kommen sich von einigen Leuten trennen zu müssen. Viele glauben die Unruhen innerhalb der Partei bereits aus gesessen zu haben und werden enttäuscht feststellen müssen, dass diese gerade erst beginnen.

Gregor Gysi: Mein Alltag als Singel

Linke-Fraktionschef Gregor Gysi über rot-rot-grüne Pläne, das Verhältnis zu Kollegen und sein Privatleben.

 Wie hat heute Ihr Tag begonnen?

 Ich frühstücke jeden Tag gut, weil ich danach bis zum Abend nichts mehr esse. Selbst wenn es morgens ganz früh ist und ich im Stress bin – ich koche mir jeden Tag ein Frühstücksei. Dazu esse ich meistens drei kleine Scheiben Toast mit unterschiedlichem Belag und lese mehrere Zeitungen.

 Sie sind nach der Bundestagswahl Oppositionsführer geworden. Arbeiten Sie jetzt mehr als sonst?

Ja, mehr. Ich bekomme zusätzlich Einladungen zum Beispiel von Mittelstandsvereinigungen und von Unternehmern, denen sogar die FDP empfohlen hat, mich einzuladen. Ich komme nur selten vor Mitternacht nach Hause. Ein freies Wochenende wird zur Rarität, das nächste habe ich Ostern.

 Sie sind nach der Bundestagswahl Oppositionsführer geworden. Arbeiten Sie jetzt mehr als sonst?

Ja, mehr. Ich bekomme zusätzlich Einladungen zum Beispiel von Mittelstandsvereinigungen und von Unternehmern, denen sogar die FDP empfohlen hat, mich einzuladen. Ich komme nur selten vor Mitternacht nach Hause. Ein freies Wochenende wird zur Rarität, das nächste habe ich Ostern.

Steinmeier und Westerwelle sind Außenminister geworden, nachdem sie wie Sie Fraktionschefs waren. Welches Amt können Sie sich vorstellen?

Ich bin nicht der Typ, der unbedingt Bundesminister werden will, aber wenn, dann würde mich die Außenpolitik reizen. Nur müsste ich dazu besser Englisch sprechen. Ich weiß zwar, dass man als Außenminister Dolmetscher hat, aber in der Diplomatie muss man auch die unmittelbare Kommunikation können. Deshalb scheidet das für mich aus.

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

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Linke Sektierer fordern Sahra

Erstellt von DL-Redaktion am 25. September 2013

Ein Erfolg und drei Probleme

So ist das nach den Wahlen, erst verlieren sie zusammen an Ansehen in der Bevölkerung um anschließend diese Niederlage einer, wie sie glauben, verblödeten Gesellschaft als Sieg zu verkaufen. Wer wundert sich da noch, wenn Politik innerhalb eines Großteil der Gesellschaft nicht mehr ernst genommen wird und immer mehr Bürger sich von diesen Lügenbaronen abwenden?

So auch unter anderen in NRW. An Erststimmen fielen hier die Linken von 7,10 % im Jahr 2009 auf  5,10 %, macht 2,00 % Verlust. Bei den Zweitstimmen sieht die Situation noch schlechter aus. Hier ging es von 8,40 % im Jahr 2009 hinunter auf 6,10 %, ein Verlust von 2,30 %. Das zur Bilanz von den Verlieren eines Wahlvereins, welcher sich jetzt als Sieger feiern lassen möchten.

Da ist es schon erstaunlich dass die Sektierer nicht gleich den Anspruch erheben nun auch den Kanzler stellen zu wollen, werden doch bekanntlich unter den Einfluss des Höhenrausch ungeahnte Kräfte frei. Nein, noch bleiben sie bescheiden und fordern nur die Installation ihrer Ikone als gleichberechtigte Doppelspitze mit Gysi in der Fraktion. Sahra „Tausendschön“ neben Onkel Gregor, zwei Gemälde an einer Wand. Oh Heiliger Bimbam.

Aber, haben nicht vielleicht doch nur die Linken aus NRW die Wahlen verloren und die Beiden Leihsprecher gar keinen Einfluss auf den Wahlausgang gehabt? Fakt ist doch dass die Linke im Westen des Landes zu einer Splittergruppe verkommen sind, welche nur aufgrund der hohen Einwohnerzahlen mit der Zahl ihrer Mandatsträger aus dem Osten noch in Augenhöhe ist. Ein trügerischer Erfolg welcher die Probleme nur kaschiert da ein jedes Ergebnis über Null schon als Sieg gefeiert wird.

340.000 Wähler, so sagen es die Statistiker, haben die Linken alleine an die AfD verloren. Waren Oskar und Sahra vielleicht unter diesen Flüchtlingen aus der europäischen Idee? Der Vortrag ihrer Doktrinen welche gegen das Wahlprogramm der Linken gerichtet waren ist auch nur auf der „Hohen Parteiebene“ tragbar.

Ein Erfolg und drei Probleme

Die Linke büßt Prozentpunkte ein, freut sich jedoch über die Stellung als drittstärkste Fraktion. Nun debattiert sie über eine Doppelspitze, über eine möglichst bissige Opposition und darüber, was sie mit den nächsten vier Jahren anfangen soll.

Gregor Gysi hatte am Montag eigentlich einen freien Tag nehmen wollen. Dann aber saß der Vorsitzende der Linksfraktion um 13 Uhr zur Pressekonferenz in der Berliner Kulturbrauerei und hatte um 14 Uhr auch gleich wieder einen Anschlusstermin. Er habe zwar ausgeschlafen, sagte der 65-Jährige. Doch nach dem leidenschaftlichen Wahlkampf will er nun „mit der gleichen Leidenschaft an die Arbeit“ gehen.

Die Linke hat gegenüber dem Rekordergebnis von 2009 immerhin 3,3 Prozentpunkte eingebüßt. Da zwei Parteien knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten und die Grünen verloren, ist sie nun allerdings plötzlich drittstärkste Fraktion. Sollte es zu einer großen Koalition kommen, wäre die Linke sogar so etwas wie die Oppositionsführerin. Gysi sagte deshalb: „Für die Linke war der gestrige Tag ein historisches Ereignis.“ Trotz aller guten Nachrichten gibt es allerdings ein paar Probleme zu lösen.
Zahnlose Opposition

Quelle: Berliner-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Zugesandter scan aus der Rheinpfalz-Zeitung

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Sektierer unter Druck

Erstellt von DL-Redaktion am 18. April 2012

Der Druck in der Linken wächst

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/Petra_Pau_%26_Gesine_L%C3%B6tzsch_%26_Klaus_Ernst_2010.jpg

Der große Schlaf scheint beendet denn wie man hört geht ein Aufschrei durch die Partei. Es scheint doch noch Macher in der LINKEN zu geben welchen das falsche taktieren aus der Abteilung Sektierer höllisch auf die Nerven geht.

So äußert die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau scharfe Kritik an die führenden Vertreter der Partei und erklärt in der „Berliner Zeitung“ das die offene Führungsfrage in der Partei noch vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen einer Klärung bedarf. Sie „erwarte, dass diejenigen, die kandidieren wollen, ihre Karten jetzt offenlegen und ihre Kraft zugleich auf die Wahlkämpfe konzentrieren“.

Pau forderte, die neue Parteispitze müsse künftig zusammenarbeiten „und nicht nur darauf aufpassen, ob irgendeine Parteiströmung von der reinen Lehre abweicht“. Notwendig sei ein funktionierendes Team, das rasch bestimmt werden müsse. Es sei nicht auszuschließen, dass die nächste Bundestagswahl früher anstehe als gedacht, sagte Pau.

Da seine Kandidatur für den Parteivorsitz bisher nur der Vizechef der Bundestagsfraktion Dietmar Bartsch anmeldete darf der jetzige Vorstoß von Petra Pau durchaus auch als ein Votum für diesen gewertet werden, da auch er das Verfahren der Kandidatenfindung in der „Thüringer Allgemeinen“ vom Mittwoch deutlich kritisierte. Das Aufschieben der Führungsdebatte sei „sträflich“, gerade weil „die letzten beiden Jahre wenig erfolgreich waren“. Das Führungsduo von Lötzsch und Ernst habe sich „offensichtlich nicht bewährt“, sagte Bartsch.

Der Aufschrei zum jetzigen Zeitpunkt ist gleichzeitig als ein Dolchstoß gegen Lafontaine und seine gedungenen Söldner zu sehen. Die Realpolitiker aus dem Osten der Republik scheinen langsam zu bemerken, dass die ganze Arbeit der letzten Jahre von den Konservativen K. Gruppen Vertretern zunichte gemacht wird. Bei Wahlergebnissen im Westen von durchschnittlich unter 5 % hat man auch das Recht verspielt weiterhin die Backen aufzublasen, aus denen ehe nicht mehr als heiße Luft aus längst vergangenen Zeiten entweicht.

Recht haben sie, denn diese West-Partei Anhängsel der Linken hinterlassen immer mehr den Eindruck einer kriminellen Vereinigung denn die einer politischen Partei. Allzu viele Egozentriker arbeiten nur noch unter den Deckmantel der Partei um sich so persönlich die Taschen zu füllen. Das geht bis über Mandats und Posten Häufungen mit drei oder vierfachen Verdienstmöglichkeiten, wobei alle ihnen nur eben möglichen Schmierereien als Mittel zum Zweck eingesetzt werden. Politik in der Linken wird nicht aus Spaß an der Sache gemacht, sondern dient einzig der Materiellen Bereicherung.

So ist es schon unverständlich das niemanden auffällt, dass dem  West-Flügel jegliche Bindung in die Bevölkerung hinein fehlt. Einer Bevölkerung die praktisch mit Sehnsucht darauf wartet von diesen Politik-Scharlatanen erlöst zu werden und in ihrer Verzweiflung jeder Newcomer Partei die Tür einrennen. Siehe die plötzlichen sensationellen Erfolge der Piraten.

Nicht nur aus der Partei verbannte, oder Mitglieder welche besser freiwillig gegangen sind, machen um die Wahlstände oder Wahlveranstaltungen in den Städten einen riesigen Bogen. Schämt man sich doch überwiegend mit vielen Ehemaligen in einen Boot gesehen zu werden welche noch nicht einmal in der Lage sind ihre Partei adäquat zu vertreten. Wahlveranstaltungen welche nur die eigenen Mitglieder ansprechen haben ihren Sinn verfehlt. So erschien Klaus Ernst als Vorsitzender in vergangenen Zeiten zweimal in Ahlen.Erschienen waren jedes mal nur ca. 25 eigene Mitglieder, die klerikale Gruppe des KV.

So wird sich in den nächsten Wochen die Zukunft der Partei entscheiden. Schafft sie mit einer neuen, jungen Führungscrew eine Wende um 180 Grad, oder wird sie mit den bekannten Alten in die Versenkung verschwinden. Wir glauben noch nicht einmal das die Mitglieder eine faire Möglichkeit bekommen werden über diese Frage demokratisch zu entscheiden, sondern vermuten das auch diese Entscheidung in Hinterzimmern ausgekungelt wird.

Da wollen wir es im Nachtrag nicht versäumen die folgende, gerade über einen Kommentar verbreitete Nachricht anzufügen. Nach dem Wechsel einer Landtagsabgeordneten in Sachsen-Anhalt zur CDU verliert die Linkspartei auch in Sachsen eine Politikerin – in diesem Fall an die Piraten. Die Kreistagsabgeordnete Veronika Petzold hatte die Linke im Landkreis Nordsachsen bei Leipzig vor wenigen Tagen verlassen. Wie alle etablierten Parteien lebe die Linke vom „Weiter so“, teilte Petzold am Mittwoch auf ihrer Homepage mit, die bereits das Orange und das Logo der Piratenpartei zeigt. Sie wolle sich für Neues einbringen, erklärte Petzold. So wird es auf T-online heute gemeldet.

[youtube pmZHF9WL6Ow&feature=related]

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Grafikquelle   :

Petra Pau, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst (v.l.n.r.) zeigen die rote Karte mit der Aufschrift Sozialkahlschlag stoppen!. Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag protestierten gemeinsam mit Hunderten anderer Demonstrierender vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen das Sparpaket der Bundesregierung, über das am gleichen Tag der Bundestag beriet.

Checked copyright icon.svg Diese Datei wurde ursprünglich bei Flickr.com hochgeladen. Sie wurde mit Hilfe von Flickr upload bot durch FishInWater (Diskussion) hierher übertragen. Zu diesem Zeitpunkt – 16:31, 29 July 2011 (UTC) – war sie bei Flickr unter der unten stehenden Lizenz freigegeben.
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Die LINKE will regieren

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Dezember 2010

Täter beschweren sich über Unruhen in der Linken

Klausur der Bundestagsfraktion DIE LINKE am 26.27. August in Rostock (4).jpg

Gestern berichtete Die Welt innerhalb eines ausführlichen Berichtes über die Unruhen in der LINKEN. Aus diesem Artikel zitiere ich wie folgt:

„Denn ausgerechnet dort hatte Fraktionschef Gregor Gysi fast genau ein Jahr zuvor den damaligen Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch heftig angegriffen, indem er ihn öffentlich der Illoyalität bezichtigte. Daraufhin kandidierte Bartsch, einer der wichtigsten Vertreter des Reformerflügels in der Partei, nicht mehr für den Posten. Er ist inzwischen Vizefraktionschef der Linken.“

In der Kritik stehen vor allen Dingen Klaus Ernst und die Linke im Landesverband des Saarland. Der Heimatverband Lafontaines hatte kürzlich beschlossen, dass die „Diffamierung“ von Parteifreunden über die Medien und das Durchstechen „vertraulicher Parteivorgänge“ künftig als „parteischädigend“ gewertet werden kann.

Wenn hier wieder einmal Diffamierungen erwähnt werden, so ist doch richtig zu stellen das diese erst einmal von der Führung ausgehen. Vor dort aus wird versucht die Mitglieder ruhig und willig zu stellen, um in der Durchführung jeglichen Nonsens den Rücken frei zu haben. Mit Kritik umzugehen hat man nicht gelernt, dazu reicht der geistige Background nicht aus.

Hier der Artikel:

Quelle : Die Welt >>>>> weiterlesen

Heute nimmt Dietmar Bartsch in einem ausführlichen Interview Stellung zu den  Zustand der Partei.

Die Partei Die Linke will aus der Defensive der vergangenen Monate heraus und die Sozialdemokraten zwingen, sich zu einer Zusammenarbeit mit ihr zu bekennen. Als Modellfall für diese Strategie soll das Land Sachen-Anhalt dienen, in dem im März der Landtag neu gewählt wird. Dort hat die Linke mit ihrem Spitzenkandidaten Wulf Gallert die Chance, erstmals in einem Bundesland stärkste Partei zu werden. Gallert will sich dann mit Hilfe der SPD zum neuen Ministerpräsidenten wählen lassen. Die lehnt die Rolle als Juniorpartner bisher ab.

Dietmar Bartsch über Flügelkämpfe, Versäumnisse und den Machtanspruch der Linken. Dietmar Bartsch war lange Bundesgeschäftsführer der Linken und musste im Frühjahr im Konflikt mit Oskar Lafontaine sein Amt aufgeben. Der jetzige Bundestagsfraktionsvize wirft einen sehr kritischen Blick auf den Zustand der Partei.

Herr Bartsch, war dieses Jahr für die Linke eher ein gutes oder ein bitteres Jahr, wie der Vorsitzende Klaus Ernst es genannt hat?

Es war mit Sicherheit nicht so gut wie 2009, mit 11,9 Prozent bei der Bundestagswahl, einer weiteren Regierungsbeteiligung in Brandenburg und Riesenwahlerfolgen in Thüringen und im Saarland. Da war 2010 schwieriger. Wir hatten den Erfolg bei der Landtagswahl in NRW, aber es war ein Jahr mit Schwierigkeiten.

Quelle : Berliner Zeitung >>>>> weiterleiten

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Grafikquelle  :  Helmut Holter, Gregor Gysi und Dietmar Bartsch (v.l.n.r.) besuchen das Rostocker Werk des Kranbauers Liebherr Fraktionsklausur am 26./27. August in Rostock

 

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