DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Genossen aus der Gosse

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Oktober 2012

Mit der Arroganz steigt auch der Pegel der Dummheit

Welch eine erbärmliche Show spielt die SPD in diesen Tage ihren Wählern vor? Möchte sie jetzt mit letzter Kraft den Beweis antreten nicht wählbar zu sein? Was ist aus dieser ältesten Deutschen Partei geworden? Sozial-Demokratisch ist sie auf jeden Fall nicht mehr, vielleicht auch nie gewesen. Der Name der Partei, wie bei den anderen Parteien auch, ein großer Etikettenschwindel.

Politische Rüpel ohne jegliches Benehmen wie Steinbrück oder Beck, scheinen das Heft immer fester in den Griff zu bekommen. So etwas will Kanzler werden? Dieser nur auf sich selbst bezogene Hasardeur? Aller tiefste Unterschicht und die Parteibasis schaut zu. Sie fordern den Respekt der Bürger ein und bemerken in ihrer Arroganz noch nicht einmal das sie dem Wähler denselben als allererstes schuldig sind.

Wählen zu gehen beinhaltet auch die Verpflichtung der Parteien dem Wähler eine Wahl anzubieten. Nie zuvor in der noch jungen Demokratie dieses Landes gab es eine so schwache mit zu vielen Fehlern arbeitende Regierung. Was macht die Opposition? Sie pöbelt ihre Wähler an. Eine Wahlempfehlung kann deshalb nur lauten:  Zu Hause bleiben.

Politik am Rande des Nervenzusammenbruchs

Kurt Beck bepöbelt einen Bürger, Peer Steinbrück bügelt kritische Fragen zu seinen Nebeneinkünften ab: Deutschland diskutiert, was sich für Spitzenpolitiker gehört – und die reagieren zunehmend empfindlich. Von wegen Politikverdrossenheit! Es sind die Politiker, die zunehmend verdrossen sind.

Wir sollten uns Sorgen um unsere Politiker machen. Sie sind so dünnhäutig geworden. Ein Ministerpräsident, der einen Zwischenrufer mit „Können Sie mal das Maul halten“ bescheidet. Ein Kanzlerkandidat, der sachlichen Fragen nach seinen Nebeneinkünften mit einer Mischung aus Wut und Trotz begegnet. Souveränes Verhalten sieht anders aus. Die Fälle Beck und Steinbrück sind Symptome: Wir beobachten eine scheiternde Kommunikation. Der Politik kommt das Maß abhanden und den Wählern das Verständnis. Die Politikverdrossenheit der Bürger ist eine Mär. Die Verdrossenheit der Politiker ist real. Und sie ist gefährlich.

Politik ist ein schöner Beruf. Man kann sich mit Parteifreunden beraten und sich mit Parteifeinden bekämpfen. Man kann den politischen Gegner wahlweise ignorieren, umgarnen oder angreifen. Man kann den ganzen Tag lang Intrigen spinnen, und wenn man nicht mehr weiter weiß, befragt man einen Experten. Und dann erst das internationale Parkett: die Schlösser und Landhäuser, die Flugzeuge und Hubschrauber, die Limousinen, die Leibwächter. All das. Was für ein Leben. Hinterher wartet ein Posten in der Industrie, mindestens einer! Aufsichtsratmandate, Beraterverträge, Reden, Bücher. So vieles ist möglich. Wenn nur die Wähler nicht wären. Die Wähler sind furchtbar. Sie sind immer unzufrieden, sie stellen dumme Fragen, sie haben keine Ahnung – und das schlimmste: Sie haben die Macht.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :    Jakob Augstein (2012)

Abgelegt unter Feuilleton, Finanzpolitik, P.SPD, Überregional | 8 Kommentare »

JMStV

Erstellt von Gast-Autor am 15. Dezember 2010

= Jugend – Medieschutz – Staats – Vertrag

Kurt Becks rheinland-pfälzische Landesregierung hatte den JMStV entworfen. Auf das drohende AUS reagiert der einstige SPD-Vorsitzende mit Drohungen.

In einem Text auf der Internetseite des Landes Rheinland-Pfalz zeigt sich Problembär Beck wütend über das Aus für den Jugendmedienschutzstaatsvertrag:

Denn mit der Verweigerung der Zustimmung würde eine einmalige Chance vertan, mit freiwilligen Alterskennzeichnungen und den Einsatz von Jugendschutzprogrammen Kinder und Jugendliche vor verstörenden Inhalten im Netz zu schützen und gleichzeitig die Kommunikationsfreiheit der erwachsenen Nutzer zu erhalten.

>> weiterlesen:Ruhrbarone

————————————————————————–

Grafikquelle :Gebäudefläche als Bildschirm für animierte Leuchtwerbung (Piccadilly Circus, London, 2006)

Abgelegt unter Bildung, Feuilleton | Keine Kommentare »