DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Vor Trump und danach

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Januar 2017

ARD-aktuell:

Immer weiter auf dem US-Auge blind

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Autor: U. Gellermann

Vorzimmer Doktor Gniffke: „Herr Doktor, Herr Doktor, am Telefon ist ihr Augenarzt. Er will wissen ob er ihnen jetzt die Sterne vor den Augen operieren soll?“ – Gniffke: „Bin mein eigener Doktor, was will der Mann von mir?“ – Vorzimmer: „Er meint, wo sie doch ohnehin nur Schlechtes über den neuen Präsidenten berichten, könnten Sie doch endlich auch was über die Fortsetzung der Obama Drohnen-Politik bringen.“

Gniffke: „Der Auen-arsst soll sich rausha, ha, halten, der Kassenbetrüger. Meine Sterne gehören mir, hicks.“ Und intoniert den Song der Gruppe In Externo: „Sternhagelvoll – Zwei Promille über Soll – Auf Schaukelschuhen durchs Leben – Auf Wolke Sieben schweben.“ Wackelt weiter über den Gang, an einer Sternenbanner-Tapete entlang, die ihm schon seit Jahren Halt gibt und weiter geben soll.

Programmbeschwerde
Nachrichtenunterdrückung (Drohnen-Krieg im Jemen)

Sehr geehrte NDR-Rundfunkräte, sehr geehrter Herr Intendant,

auch nach dem Präsidentenwechsel in Washington setzen die USA ihren Völkerrechtsbruch fort und bombardieren im Jemen gnadenlos weiter. Darüber, dass nicht nur die Saudi-Araber und eine Koalition arabischer Diktaturen aktiv an diesem Krieg beteiligt sind und dabei ein Kriegsverbrechen dem anderen folgen lassen, schweigt ARD-aktuell allerdings. Die Redaktion begeht damit systematisch Falschinformation: Auch die USA sind direkter aktiver Kriegsteilnehmer, und zwar mit ungezählten Drohnenbombardements. Es handelt sich beim Krieg gegen die Huthi im Jemen um gewaltsame Durchsetzungversuche geostrategischer Interessen der USA in der Region um das Arabische Meer und den Persischen Golf.
Selbst wenn die Informationsbeschaffung aus diesem Kriegsgebiet schwierig ist, so wäre ARD-aktuell dennoch objektiv nicht daran gehindert, regelmäßig wenigstens ein paar wesentliche Angaben zu publizieren. Es wäre das schon deshalb journalistisch geboten, weil die USA ihre Drohnenflüge technisch über Relaisstationen in Deutschland steuern, Deutschlands Regierung sich demnach tagtäglich an den US-Verbrechen durch Duldung beteiligt. Über die Drohnen-Bombardements der USA sind Informationen beschaffbar, wie viele Internetmagazine zeigen, Beispiel: https://www.contra-magazin.com/2017/01/jemen-berichtet-ueber-die-ersten-us-drohnenattacken-unter-trump/ 
Das Faktum, dass das mörderische Treiben der USA auch unter dem neuen Präsidenten Donald Trump weitergeht, wäre allemal eine wichtige Nachricht gewesen – zumindest nach dem Urteil einer Redaktion, die sich nicht verpflichtet sieht, publizistische Arschkriecherei beim Hegemon in Washington zu praktizieren.
Der Drohnenkrieg findet mittlerweile offenbar unter alleiniger Regie der CIA statt, es bedarf anscheinend nicht einmal mehr einer präsidialen Unterschrift, wie das zu Zeiten des Präsidenten Obama, des Mörders, allwöchentlich am Dienstag üblich war, als er jeweils die neueste Todesliste prüfte, seine Auswahl traf und abzeichnete. http://www.informationclearinghouse.info/46295.htm
Drohnenkrieg per CIA-Autopilot, das wäre für Dr. Gniffkes Qualitätsjournalisten ebenfalls eine Nachricht gewesen – wenn, wie gesagt, ARD-aktuell nicht die unübersehbaren rektalen Präferenzen hätte. 

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

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Fotoquelle: Wikipedia/ CC BY-SA 3.0 /File:2010-06-06 Skillshare Gniffke.jpg

Erstellt: 7. Juni 2010 7   ZikoEigenes Werk

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Spenden für die EU!

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Januar 2017

Mehr Geld für die TAGESSCHAU!

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/Tagesschau_logoen_2013-07-11_13-56.jpg

Autor: U. Gellermann

Rettet die Europäische Union! In ihrem harten, unermüdlichen Kampf gegen die dunkle Macht im Osten geht ihr das Geld aus. Das nämlich referiert die TAGESSCHAU, die Sendung für staatliche Mitteilungen erster Ordnung. Unter der Überschrift „Russischer Medienfeldzug gegen Merkel?“ berichtet der Staatsfunk von der erbärmlichen Lage einer EU-Spezialeinheit, die sich russischer Propaganda widmet. Zu dieser Einheit berichtet Kai Küstner von der Brüsseler Medienfront: „Kritiker bemängeln fehlendes Personal und Geld, die Arbeitsgruppe sei angesichts der Größe der Aufgabe völlig überfordert.“ Nur zehn Mitarbeiter und schäbige 400 Informanten sind für die Einheit des „Auswärtige Dienst der EU“ tätig. Das ist angesichts der 144 Millionen Russen, von denen, wie jeder TAGESSCHAU-Konsument weiß, etwa jeder Dritte in der Anti-EU-Propaganda tätig ist, einfach zu wenig.

Der „Auswärtige Dienst der EU“ ist so eine Art Außenministerium. Sein Ziel ist eine gemeinsame Außenpolitik der EU. Dem Dienst ist die Herstellung der westeuropäischen Gemeinsamkeit, zum Beispiel in der Flüchtlingsfrage, nicht ganz so gut gelungen. Das lag vielleicht auch bereits am mangelnden Geld. Denn der Dienst hat mit seinem Haushaltsvolumen von 508 Millionen Euro zwar schon einen Haushalt von der Größe Spaniens, aber seine 3.645 Mitarbeiter müssen ja auch irgendwie bezahlt werden. Zumal die EU-Mitgliedstaaten gemeinsam rund 55.000 Diplomaten beschäftigen – mehr als doppelt so viele, wie die Vereinigten Staaten von Amerika – da muss der Dienst sehen, wie er in der Konkurrenz bestehen kann. Und jetzt auch noch der heimtückische Angriff der Russen: „Rund 2.500 Beispiele von Falschinformationen habe diese ‚Task Force‘ bereits festgestellt“, berichtet die TAGESSCHAU. Angesichts dieser titanischen Arbeitsleistung muss einfach mehr Geld her: Geben Sie ihre Spende doch direkt und persönlich ihrem Europa-Abgeordneten. Falls Sie ihn kennen.

Als Kai Küstner, dem Korrespondent des NDR in Brüssel, mal wieder ganz schwindlig vom Däumchendrehen wurde, hielt er inne, besah sich seine rotierenden Extremitäten und nahm einen der beiden Daumen in den Mund: Irgendwie musste doch irgendeine Geschichte aus dem verdammten Daumen zu saugen sein. Als erstes fiel ihm eine Fragezeichen-Zeile ein: „Russischer Medienfeldzug gegen Merkel?“ Ah, der Russe geht immer, Feldzug hört sich nach Krieg an, aufregend, einfach aufregend, und Merkel kennen alle. Super-Zeile. Und das Fragezeichen, dass ist meiner irren journalistischen Objektivität geschuldet, anders als die Russen machen wir ja keine Propaganda, mit einem Fragezeichen bin ich aus der Beweispflicht raus, hihihi. Aber irgendeine Quelle sollte ich schon nennen, um meine fragezeichenwürdige Nachricht etwas glaubhafter zu machen. Als schreibe ich „berichtet jetzt ein EU-Offizieller“. Der hat keinen Namen, keine Adresse, keinen Mail-Account, aber „Offizieller“ – das klingt doch nach was!

Küstner wechselt den Daumen und schiebt noch eine Quelle hinterher: „Der EU-Experte warnt, Russland bediene sich dabei unterschiedlicher Methoden, um Geschichte umzuschreiben.“ Nichts geht über einen Experten. Denn Experten heißen Experten weil sie Experten sind, worin auch immer. Auch die bleiben natürlich anonym, damit sie nicht von den Russen ermordet werden. Das nennt man Quellenschutz. Küstner kichert. Für so originell hätte er sich selbst nie gehalten. Jetzt kommt noch Fleisch an die Story, also schreibt er: „In der EU befürchtet man nun, dass Moskau versuchen könnte, massiv auf die für Europa wichtigen Wahlen in Frankreich und Deutschland Einfluss zu nehmen. ‚Eine weitreichende, teilweise organisierte Falschmeldungs-Kampagne gegen die EU, ihre Politiker und ihre Prinzipien‘, beklagt man im Auswärtigen Dienst der Europäischen Union.“ Super, freut sich Küstner, man befürchtet, man beklagt; der man, der man, an dem ist nix dran, reimte zwar sein Lehrer damals, auf der Journalistenschule, aber damals ist damals, heute ist heute und sein Daumen schmeckt so fantasievoll und der TAGESSCHAU-Chefredakteur hat gestern noch gesagt: Wir brauchen was mit Russen und Wahlen. Also.

An dieser Stelle ist eine weitere Spendenkampagne fällig. Da die Mehrheit der politischen TAGESSCHAU-Meldungen so oder so ähnlich gestrickt, pardon gesaugt sind, muss Geld für ein Journalisten-Erziehungslager her. Dort werden dann von morgens bis abends ein paar eigentlich selbstverständliche journalistische Grundsätze gepaukt: 1. Der Konjunktiv wird bei Nachrichten nie eingesetzt, denn „sollte“ oder „könnte“ verpacken zumeist Meinungen, die haben in Nachrichten nichts zu suchen. 2. Quellen ohne Namen gibt es nicht. Wer seine Quellen nicht kennt, der ist entweder a) zu faul zum Recherchieren oder b) lügt sich was zusammen. Wer das nicht lernt, dem müssen leider beide Daumen amputiert werden. Aus rein pädagogischen Gründen, versteht sich.

Es geht natürlich auch billiger: Die Deutschen entscheiden sich einerseits gegen die Europäische Union und statten andererseits ihre Programmbeiräte mit Sanktionsmöglichkeiten aus: Redakteure, die bei mehrfachem Lügen ertappt werden, dürfen umgehend entlassen werden. Da werden sofort viele Stellen frei. Und die Vielen, die ‚Irgendwas mit Medien studiert‘ haben und deren Arbeitgeber Hartz Vier heißt, könnten sich endlich beweisen. Besser als die ARD-aktuell-Truppe können sie es auf alle Fälle.

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Ein Kurs für Doktor Gniffke

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Januar 2017

TAGESSCHAU-Redaktion zur Umschulung

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Autor: U. Gellermann
Datum: 12. Januar 2017

Man hatte in der ARD gesammelt: Die gesamten Sender-Mannschaften hatten zusammengelegt, um der TAGESSCHAU-Redaktion eine Umschulung zu ermöglichen. Die Personalräte der Anstalten hatten den Kurs angeregt. Sie waren zur Überzeugung gekommen, dass die Kluft zwischen der Wahrnehmung der Wirklichkeit durch die Zuschauer und deren sonderbare Abbildung durch ARD-aktuell langsam zu zwei höchst unterschiedlichen Realitäten führen würde.

„Auf Dauer zahlen die Leute zwar noch Gebühren,“ sagte einer der Kollegen, „aber wenn immer weniger glauben was sie gucken, lassen sich die Zwangs-Gebühren nicht ewig durchsetzen. Und was wird dann aus unseren Arbeitsplätzen?“ Und so lernte sogar Golineh Atai langsam, dass Wahrheit nicht das ist, was sie aus dem eigenen Kaffeesatz liest. Der Washington-Korrespondent Stefan Niemeier stolperte sogar über die Wahrheit beim Lesen eines Geheimdienst-Berichtes. Nur Doktor Gniffke schwebt noch im Obama-Gestern. Es wird jetzt ernsthaft über einen Zwangskurs für den Chefredakteur nachgedacht.

Eingabe (§ 13 NDR Staatsvertrag): Anpassungskurs für Dr. K. Gniffke
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-17781.html 
 
Sehr geehrte NDR Rundfunkräte, sehr geehrter Herr Intendant,

 der Wechsel in Washington steht unmittelbar bevor, und es wird absehbar, dass die USA ihren entschieden russlandfeindlichen Kurs ändern. Für die Sprachregelung unserer Hauptinformationsquelle ARD-aktuell bleibt das selbstverständlich nicht folgenlos. In der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau am 7. Januar wurde schon deutlich: Die anti-russische Position des „Flaggschiffs des deutschen Nachrichtenwesens“ wird von der Kimm her korrigiert. Die Korrespondenten in Washington und in Moskau demonstrieren ansatzweise bereits Neues Denken. Nur in der Hamburger Zentrale ist das informationelle Ancien Régime noch dran, sie serviert eben nur „Berliner Bückling“.  Studio-Text für die Aufmacher-Nachricht des Tages: 
 
„Die US-Geheimdienste haben ihre Vorwürfe gegen Russland  bekräftigt: Präsident Putin habe eine Cyber-Kampagne zur Beeinflussung der US-Wahl angeordnet. … Ziel sei es gewesen, Vertrauen in den demokratischen Prozess zu untergraben und die Kandidatin Clinton zu verunglimpfen“.
 
Wir sehen: Es wird wie eh und je nachgebetet, was die US-Geheimdienste äußern, und nichts davon wird hinterfragt. Dass die US-Dienste statt Beweisen nur Bockmist vorgelegt haben, wird nicht gemeldet. Und nachdrücklich verschwiegen wird erneut, dass, wer immer die kriminellen, korrupten und mörderischen Aktivitäten der Hillary Clinton mittels Verbreitung ihrer E-Mails aufdeckte, sich um die Demokratie in den USA und um den Frieden in der Welt verdient gemacht hat.
 
Die Korrespondenten hingegen, weniger auf Berliner Regierungskurs fixiert als den geopolitischen Richtungswechsel bedenkend, legen sich bereits erstaunlich flach in die neue Kurve:
 
Stefan Niemeier (BR), Washington: „… im nur teilweise veröffentlichen Bericht heißt es vage…“ „…Beweise sind nicht zu lesen….“ „…Kontroverse sei eine politische Hexenjagd der Wahlverlierer…“
 
Und die Barrikadenbraut der ARD versucht ebenfalls, den Anschluss nicht zu verpassen:
Golineh Atai (WDR), Moskau: „Russland …warte auf den Amtsantritt Trumps, um die Beziehungen wieder… zu verbessern…“ „…die Vorwürfe seien haltlos…“ „…Die Geheimdienste hätten die Quellen nicht genannt…“
 
Die Diskrepanz zwischen dem noch starr antirussischen Hamburger Studio-Text und den flexibleren Äußerungen der Korrespondenten ist auffallend und harmoniestörend. Wir regen an, dass der Rundfunkrat dem Chefredakteur Dr. Gniffke einen Anpassungskurs vermittelt. Dr. Gniffke sollte trainiert werden, bei Nachrichten über Versuche Russlands, aufklärerischen Einfluss auf die US-Wählerschaft oder auf die deutschen Wähler zu nehmen, immer ergänzend auch folgende Fragen aufzuwerfen und zu beantworten:
 
1.In wievielen Fällen haben die USA seit 1947 Einfluss auf ausländische Wahlkämpfe genommen (mit Vergleichszahlen für die Sowjetunion bzw. später Russland)
2.In wievielen Fällen haben die USA außerhalb von regulären Wahlen in anderen Ländern Regierungswechsel erzwungen? (Vergleich mit SU/RU)
3.In wievielen Fällen hatte die US-Politik des „regime change“ keine außen-, sondern rein US-innenpolitische Gründe?
4.In wievielen Fällen verzichteten die USA auf diplomatische und andere „friedliche Druckmittel“ und erzwangen den Regierungswechsel mit einem Krieg?
5.In wievielen Fällen haben die USA ein in Frieden lebendes Land mit einer „Farben-Revolution“ ins Chaos gestürzt und danach dem Diktat des IWF und der Westlichen Werte-Gemeinschaft unterworfen?
6.In wievielen Fällen führte der Regierungswechsel der von den USA kujonierten Länder dort in eine blutige Diktatur?
7.In wievielen der zusammengezählten Fälle darf die Tagesschau für sich in Anspruch nehmen, darüber in deutlich sichtbarem Bemühen um kritische Objektivität berichtet zu haben?
 
Wir betonen, dass wir hier keine „Programmbeschwerde“ führen, sondern von unserem staatsvertraglich garantierten Recht Gebrauch machen, uns „mit Eingaben und Anregungen an den Rundfunkrat“ zu wenden. Ihr Gremium braucht also kein Umleitungsschild zu ARD-aktuell aufzustellen und Dr. Gniffke keinen Expertensenf für Ihre Würstchen abzusondern.
 
Wir regen hier also weiter an, dass die Tagesschau einmal pro Woche statt Börsennachrichten und Dax-Kurs eine Grafik sendet, die daran erinnert, dass die Sowjetunion die friedliche Vereinigung der beiden deutschen Staaten ermöglichte, obwohl sie 50 Jahre zuvor von Deutschland verwüstet worden war und dabei 20 Millionen Tote zu beklagen hatte; anschließend soll grafisch dargestellt werden, wieviele Angriffskriege die USA seit 1992 (Ende der Sowjetunion) geführt haben und wieviele Menschen dabei zu Tode kamen. Zu erwägen wäre außerdem ein Preisquizprogramm des NDR, welchen Buhmann die USA als nächsten auswählen werden, falls sie sich tatsächlich von Putin abwenden: wieder nur einen aus der islamischen Welt, oder doch den Xi in Beijing?
 
Wir empfehlen ferner, dass dem Dr. Gniffke neben der Dienstbezeichnung „Hauptabteilungsleiter ARD-aktuell“ der Titel „Flaggschiff-Admiral“ zuerkannt wird. Begründung: Das macht mehr von ihm her.
 
Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


 

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Erstellt: 7. Juni 2010 7   ZikoEigenes Werk

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Goethe-Preis an Dr. Gniffke

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Januar 2017

TAGESSCHAU-Chef wird für sein Schweigen belohnt

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Autor: U. Gellermann
Datum: 09. Januar 2017

Der Goethe-Preis dieses Jahres wird dem Preisträger Dr. Kai Gniffke vom TV-Philosophen Peter Sloterdijk übergeben. Wir zitieren aus seiner Laudatio: „Lieber Herr Doktor, Sie haben es erkannt: Die wesentliche Tugend des Journalisten ist das Schweigen! So ist es aus Goethes Poem ‚Über alle Gipfelnd ist Ruh‘ nachdrücklich zu erfahren. Mit Goethe schweben Sie über allen Gipfeln, wenn Sie ein mal mehr Nachrichten, die das TV-Publikum verunsichern könnten einfach verschweigen. In allen Wipfeln, so fährt Goethe fort, spürest Du – und offenkundig duzt er Sie – kaum einen Hauch. Ja, lieber Herr Doktor, wenn einer verdient hat von Goethe geduzt zu werden, dann zweifellos Sie. Denn Sie spüren den leisesten Hauch der Zuschauer-Irritation, wenn Sie sicherheitshalber jene zehn Milliarden verschweigen, die der Steuerzahler der maroden HSH-Nordbank hinterherwerfen soll. Geradezu elegant tricksen sie die Spatzen aus, die von den Dächern eine gigantische Pleite pfeifen, wenn Sie jene Vögelein im Walde beschwören, denen der große Geheimrat ebenfalls Schweigen empfohlen hatte. Keineswegs will ich Sie, den Besten der elektronischen Nachrichtenschnitzerei kritisieren, wenn ich Ihnen rate, doch in Ihre Syrien- oder Ukraine-Berichterstattung auch den letzten der Goetheschen Sätze einfließen zu lassen, um dem Gebührenzahler zu versichern: Warte nur, balde ruhest auch Du!“

Programmbeschwerde zur HSH Nordbank
 
Sehr geehrte NDR-Rundfunkräte, sehr geehrter Herr Intendant,
die Qualitätsjournalisten von ARD-aktuell produzieren und liefern täglich eine Menge Meldungen, bei deren Rezeption man sich fragt, welche Auswahlkriterien für sie sprachen. Am 09.12.2016 berichtete das Flaggschiff der ARD in Tagesschau.de zum Beispiel:
„Wie es um die Bestechung der Welt steht“, „Wie gefährlich sind Filterblasen“ und „Plattencover-Ausstellung“.
Am selben Tag erklärte der Chef der Pleiten-Bank HSH Nordbank, Stefan Hermisch, auf einer Pressekonferenz, dass seine Bank nunmehr die Garantie von 10 Milliarden Euro der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein vollständig in Anspruch nehme. 1,9 MRD Euro wurden bereits eingesackt. Die Aussage ist vor dem Hintergrund des bekannt  unverantwortlichen Finanzgebarens dieses Bankinstituts zu werten. Quellen dazu u.a.:
http://www.nachdenkseiten.de/ 
http://www.diedeutschenbadbanks.de/10-milliarden-hsh-braucht-gesamte-laendergarantie/ 
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article160158793/Am-Ende-zahlt-sowieso-der-Steuerzahler.html
 
Klartext: Der Chef der HSH Nordbank teilt erstmals offen mit, dass für die Versäumnisse dieser Bad-Bank die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden. 10 MRD Euro, das ist das zehnfache der Baukosten für das Eurograb Philharmonie, von der Summe könnte Hamburg zwanzig Jahre lang Sozialhilfe zahlen. Das hochverschuldete Schleswig-Holstein dürfte mit dieser Schuldenlast endgültig in die Knie gehen. 
ARD-aktuell schweigt zu dem Skandal und verschweigt auch, dass die Vorstandsriege der Bank den Reedern kürzlich noch eine halbe Milliarde Schulden erlassen hatte. 
http://www.newsdeutschland.com/n/Deutschland/759w4b4n2/Schuldenerlass-Reeder-Kort%C3%BCm-sa%C3%9F-im-Beirat-der-HSH.htm 
An diesem Vorfall zeigt sich ein weiteres Mal, wie wenig der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereit und in der Lage ist, die ihm zugeschriebene Aufgabe der „Vierten Gewalt“ im Staate zu erfüllen, des kritischen Gegenparts der Öffentlichkeit zum Handeln der Staatsgewalten Gesetzgeber, Regierung und Justiz. Statt Kontrolle von Politik und Wirtschaft zu praktizieren und zu demonstrieren, schläft ARD-aktuell vor sich hin oder betreibt eine völlig unkritische Hof-Berichterstattung. 
ARD-aktuell hätte zwingend über die gigantische Inanspruchnahme der Steuerzahler durch eine Bad-Bank informieren müssen. Das Versäumnis ist ein Verstoß gegen die Programmrichtlinien.
 
F. Klinkhammer V. Bräutigam

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Fotoquelle: Wikipedia/ CC BY-SA 3.0 /File:2010-06-06 Skillshare Gniffke.jpg

Erstellt: 7. Juni 2010 7   ZikoEigenes Werk

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Dr. Gniffke ist mutmaßlich ein Fälscher

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Januar 2017

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Russische Hacker hacken das Synonym-Lexikon der Tagesschau

Autor: U. Gellermann
Datum: 05. Januar 2017

„Herr Dr. Gniffke, Herr Dr. Gniffke!“ Bleich und angsterfüllt bricht der Systemadministrator der Tagesschau in die Redaktionskonferenz: „Jemand hat unser Synonym-Lexikon gehackt! Das Wort ‚mutmaßlich‘ ist verschwunden! Einfach weg! Statt dessen habe ich diese Zeile lesen müssen: ‚Mutmaßlich ist Gniffke ein Fälscher. Denn mutmaßlich bedeutet einem begründeten Verdacht zu folgen. Gniffke benützt dieses Wort aber immer, ohne einen Grund anzugeben.‘ Was machen wir nun?“

Dr. Gniffke: „Das kann nur der Russe gewesen sein. Erst wurde Hilary Clinton gehackt, jetzt ich! Aber ich bin doch nur vermeintlich Kai Gniffke, ich werde fälschlich als solcher bezeichnet, nur vorgeblich bin ich der Chef von ARD-aktuell, nur dem Vernehmen nach werde ich Mister Tagesschau genannt, es ist nur denkbar, dass ich Journalist bin. . .“ Als Dr. Gniffke nicht enden will, zieht ihm der Systemadministrator einen Stecker aus dem Hintern. Der Wortschwall hört auf, die Konferenz klatscht und einer sagt hinter vorgehaltener Hand: „Dachte ich doch, dass Gniffke nur ein Computer-Bot ist.“

Programmbeschwerde:
AgitProp in der Tagesschau: „Hacker-Angriffe auf die USA“:
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-17681.html
 
Sehr geehrte Rundfunkräte des NDR, sehr geehrter Herr Intendant,

4,2 Millionen Tagesschau-Kunden empfingen am 30. Dezember 2016 um 20 Uhr gleich zum Beginn diese Studio-Nachricht:

„Die Ausweisung russischer Diplomaten aus den USA wegen mutmaßlicher Hackerangriffe hat neue Spannungen zwischen Washington und Moskau ausgelöst. Kremlchef Putin bezeichnete die Sanktionen als Provokation, die auf eine weitere Unterhöhlung der russisch-amerikanischen Beziehungen abziele. Auf Gegenmaßnahmen will er aber vorerst verzichten. …“ (Quelle: s. Betreff)

… und wir wollen drauf verzichten, den ganzen Text sowie die damit anmoderierten Korrespondentenbeiträge zu zitieren, denn sie blieben in Inhalt und Stil der Gesamtlinie treu: Unseriöser Hetzblatt-Journalismus, Verstoß gegen die Programmgrundsätze und -richtlinien des Rundfunkstaatsvertrags.
Bereits im ersten Satz steckt Manipulationswille: „…wegen mutmaßlicher Hackerangriffe.“ Nicht: wegen „angeblicher“, oder gar bloß „vorgeblicher“ Angriffe! Den beweislos behaupteten Hackerangriffen wird mittels falscher Wortwahl Tatsachencharakter verliehen. Die Umschreibung von „mutmaßlich“ lautet bekanntlich: „es ist anzunehmen, dass“. Das lässt keine Zweifel mehr zu. Der ursprüngliche Sinn des Wortes „mutmaßlich“ war, etwas als bloße Vermutung zu kennzeichnen, doch kommt er nicht mehr zur Geltung, schon gar nicht im vorliegenden Zusammenhang.
Nicht einmal andeutungsweise weist die Tagesschau darauf hin, dass wir von möglicherweise sehr gekünstelten Begründungen für ein politisches Manöver der Obama-Administration hören: Für russische Hacker-Angriffe auf Hillary Clintons Wahlkampfkomitee fehlt jeglicher Beweis. Erst recht dafür, dass staatliche Stellen Russlands darin verstrickt waren. Quelle entsprechender Behauptungen ist einzig die CIA – und die unterstützte bekanntlich sehr einseitig H. Clinton und war aufs Äußerste bemüht, deren zahlreiche Skandale zu vertuschen. Nichts davon zeigt die Tagesschau auf.
Vielmehr malt ARD-aktuell Russland wieder einmal als den zu Recht Beschuldigten ab. Der Gipfel der Stillosigkeit und Beweis für fehlende Seriosität: Im zweiten Satz ihres Aufmachers tituliert die Tagesschau den Präsidenten der Russischen Föderation, Vladimir Putin, herablassend-verächtlich als „Kremlchef“ und zugleich beschuldigt sie ihn somit indirekt persönlich. ARD-aktuell zelebriert Rotzlöffeljournalismus. 
Kontext zu dieser miesen Tagesschau-Berichterstattung: Am 30.12. hatte schon kurz nach 8 Uhr morgens der weltbekannte Whistleblower Edward Snowden die Problematik auf den Punkt gebracht:

„Few techs doubt that Russians could have a hand in hacks, but public policy requires public evidence.“

(„Wenige Techniker bezweifeln, dass die Russen beim Hacken eine Hand im Spiel haben könnten, aber öffentlich damit Politik zu machen verlangt eine öffentliche Beweisführung“ [Übersetzg. d.Verf.]).
Dass der in weniger als drei Wochen sein Amt antretende künftige US-Präsident Trump die CIA-Behauptungen längst für unsinnig und für ein aggressives Störmanöver der noch amtierenden Obama-Administration gegen seine russlandpolitischen Absichten hält, hat er bereits während seines Wahlkampfs erklärt – und nach dem „Genuss“ der ersten offiziellen „Briefings“ der US-Geheimdienste erneut hervorgehoben. Trump über die CIA und ihre Behauptungen:

„These are the same people that said Saddam Hussein had weapons of mass destruction.“ Quelle: https://en.m.wikipedia.org/wiki/2016_United_States_election_interference_by_Russia
(„Das sind die gleichen Leute, die behauptet haben, Saddam Hussein besitze Massenvernichtswaffen“. [Übersetzg. d.Verf.]).
Wie kritische US-Journalisten über das Hacker-Gerede denken und was dahinter stecken dürfte, sagt dieser Artikel-Vorspann präzise:

The move was ostensibly over alleged but completely unproven Russian „hacking“ to influence the U.S. election. But the real reason is likely Obama’s loss of face after being left out of the successful negotiations of a new ceasefire in Syria. Quelle: http://www.informationclearinghouse.info/46129.htm
(Sinngemäß: „Die US-Sanktionen erfolgen angeblich wegen des allerdings völlig unbewiesenen russischen ‚Hacking’ zur Einflussnahme auf die US-Wahl. Aber der wahre Grund ist wahrscheinlich Obamas Gesichtsverlust, nachdem er aus den erfolgreichen Verhandlungen über einen neuen Waffenstillstand in Syrien ausgeschlossen worden war“).
Selbst die publizistische Speerspitze der deutschen Bellizisten, die SZ, wahrte die gebotene Skepsis. Sie zitiert etliche Experten:

„Solche Behauptungen erfordern hieb- und stichfeste Beweise.“ Quelle: http://www.sueddeutsche.de/digital/hacking-vorwuerfe-gegen-russland-viele-indizien-gegen-russland-aber-kaum-beweise-1.3316005
Und wie sieht sie aus, die Beweislage? 

„Es handele sich um dieselbe Gruppe. Um diese mit Russland in Verbindung zu bringen, verwies Rid auf Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen. Der macht Russland für den Bundestags-Hack verantwortlich.“ Quelle: ebd. 

(Exkurs: Ach so, Kronzeuge Maaßen. Dessen Glaubwürdigkeit und der Wahrheitsgehalt seiner NSU-Darstellungen sich zueinander ebenso verhalten wie Wellnessmassage zu Darmspiegelung).
Das zweite bedeutende antirussische Bellizisten-Organ, DIE ZEIT, meint ebenfalls:

„Dem Vorwurf der Manipulation der öffentlichen Meinung durch Hackerangriffe müsse mit äußerster Skepsis begegnet werden.“ Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/sanktionen-russland-usa-stimmung
Begründete und journalistisch zwingende Skepsis gegenüber Behauptungen aus Washington ist aber nicht das Anliegen der Tagesschau. Das „Flaggschiff der ARD“ steuert lieber stramm transatlantischen Kurs. Zwar haben die USA und die NATO In ihren sechs jüngsten großen verbrecherischen Kriegen zusammen 4,6 Millionen Zivilisten umgebracht, mehr als neun Millionen Menschen verwundet und verkrüppelt, mehr als 15 Millionen Menschen in die Flucht getrieben (Jugoslawien 1999, Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2010, Syrien 2011, Jemen 2015); egal, die Tagesschau bleibt trotzdem distanzlos bei ihrer „prowestlichen“ Linie. Journalistische Etikette gilt ihr ebenso wenig wie menschlicher Anstand. Auf das besonders für ihre Sendungen gedachte Staatsvertrags-Gebot, zur Völkerverständigung beizutragen, gibt sie offenkundig nichts.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer
 
P.S.: Geheimdienstliche Bedrohungsszenarien sind fast ausnahmslos Selbstzweck zur Absicherung polizeistaatlicher Politik und zur Anbahnung von Angriffskriegen. Eine kompetente, unabhängige  Redaktion ARD-aktuell hätte das bedacht. Neue Chance: Die CIA geht gerade mit dem Vorwurf hausieren, Russland bereite einen Cyberangriff auf die Stromversorgung der USA vor. Beweise? Keine. DWN:“Offenbar suchen die US-Geheimdienste nach neuen Vorwürfen gegen Russland, nachdem sie bisher nicht beweisen konnten, dass Russland die Wahlen zugunsten von Donald Trump beeinflusst hat“. Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/01/01/usa-verdaechtigen-russland-stromnetz-attackieren-zu-wollen/?nlid=bb935694fb

Weitere Links zum Thema:

http://www.ronpaullibertyreport.com/archives/evidence-requested-on-the-alleged-russian-interference-with-the-us-presidential-election
https://theintercept.com/2016/12/29/top-secret-snowden-document-reveals-what-the-nsa-knew-about-previous-russian-hacking/
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36402
https://deutsch.rt.com/nordamerika/40284-neuer-medientrend-in-usa-russische/
http://www.rp-online.de/digitales/internet/ccc-hacker-untersuchen-fake-news-und-cyber-angriffe-aid-1.6491226

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Fotoquelle: Wikipedia/ CC BY-SA 3.0 /File:2010-06-06 Skillshare Gniffke.jpg

Erstellt: 7. Juni 2010 7   ZikoEigenes Werk

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Dr. Gniffke und die Buße

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2017

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ARD-aktuell manipuliert ohne Weihnachtspause

Autor: U. Gellermann
Datum: 29. Dezember 2016

Vorzimmer Dr. Gniffke. Auftritt der Chef von ARD-aktuell: „Sagen Sie mal, wer ist denn dieser Lukas? – Vorzimmer: „Wieso?“ Dr. Gniffke:„Na, diese Dauer-Programmbeschwerer, diese Klinkhammer und Bräutigam, zitieren den Mann gegen mich!“ – Vorzimmer: „Dann googeln wir mal. Lukas war einer der siebzig Jünger, die Jesus zum Missionieren aussandte. Der stammte aus Antiochia in Syrien.“ – Dr. Gniffke: „ Aha, ein Syrer! Und wegen dem soll ich Buße tun? War er denn einer von unseren Syrern oder einer der falschen Syrer?“

Vorzimmer: „Der ist doch schon lange tot.“ – Dr. Gniffke: „Ja eben. Und was lese ich? Die eine Hälfte seines Schädels befindet sich in Prag, die andere im Panteleimon-Kloster auf dem Berg Athos in Griechenland. Der Rest in Padua. So ein dahergelaufener Syrer, der nicht mal ordentlich begraben ist, der will mich über Journalismus belehren? Rangmäßig nur Jünger, nicht mal Älter. Der soll doch bei seinen Evangelien bleiben! Legen Sie die Beschwerde mal gleich unter P ab, wie Papierkorb!“

Programmbeschwerde: Neue Beispiele für Manipulation 

Sehr geehrte Damen und Herren des NDR Rundfunkrates,
sehr geehrter Herr Intendant,

in Treue fest unterschied ARD-aktuell auch in der Weihnachtszeit zuverlässig zwischen Gut und Böse. Die Redaktion gönnte sich keine „besinnliche“ Pause bei ihrer gepflegten Meinungsmache, sondern tischte wieder bemerkenswerte Festtagsbraten auf. Wer wollte sich da schon beschweren? 
Wir natürlich.
… Die Gefechte um das syrische Aleppo sind beendet, doch in den Gebieten rund um die Stadt setzen die Regierungstruppen ihre Angriffe offenbar fort. So berichteten Menschenrechtsgruppen von Luftangriffen auf Regionen westlich von Aleppo, die nach wie vor von Rebellen gehalten werden. Demnach wurden bis zu sieben Menschen getötet. Bereits am Freitag sei dieses Gebiet bombardiert worden. … Auch in Aleppo … seien Sprengsätze explodiert. Drei Menschen wurden demnach getötet und rund 30 verletzt. Die Sprengsätze waren vermutlich von Rebellen in den Häusern zurückgelassen worden. … Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-aleppo-145.html 
Wir wollen nachdrücklich auf die agitatorische Tendenz dieser Nachricht verweisen: Die syrische Armee: Angreifer, bombt einfach weiter. (Namenlose!) Menschenrechtsgruppen berichten: Fingerzeig, was von dem Geschehen zu halten ist. Sprengsätze explodieren, vermutlich von Rebellen. Ja von wem denn sonst? Nicht von mörderischen Terroristen, nein? Was der französische Außenpolitiker Jacques Myard (Les Républicains) im Interview mit dem Deutschlandfunk feststellte, kommt jedenfalls nicht über die Lippen eines Tagesschau-Sprechers:
„Unter den Rebellen in Aleppo befindet sich kein einziger Demokrat. Das sind alles Terroristen im realen Sinne des Wortes.“  Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/anschlaege-in-europa-wir-befinden-uns-im-krieg.694.de.html?dram:article_id=374651
Bis zum letzten Sprengsatz bleibt ARD-aktuell vielmehr bei dem heuchlerisch verlogenen Narrativ der Westlichen Werte-Gemeinschaft WWG: Aleppo ist demnach nicht von einer fürchterlichen, mörderischen Terroristenbesatzung befreit worden, sondern syrische und russische Truppen haben die (gemäßigten) Rebellen zu Vertriebenen gemacht und Kriegsverbrechen begangen…
Von den „Guten“, also den Tätern in der West-Allianz, darf das natürlich unter keinen Umständen berichtet werden, nicht mal vom inzwischen etwas weniger beliebten NATO-Partner Türkei. Die WWG-Allianz bombardiert zwar – im Unterschied zu den Russen – in Syrien zweifellos völkerrechtswidrig und geht mindestens ebenso rücksichtslos vor, aber sie kämpft ja angeblich gegen IS-Terroristen – und die ermorden bekanntlich ihre Opfer grausamst, während Aleppos Rebellen ihre Opfer nur ganz zartfühlend neutralisierten, nicht?
Deshalb hat die ARD-aktuell-Berichterstattung auch eine völlig andere Geschmacksnote, vulgo: Tendenz:
…Bei den Gefechten nahe der Stadt Al Bab an der Grenze zur Türkei seien 138 Mitglieder der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) getötet worden… Die Türkei führt seit Ende August zusammen mit syrischen Rebellen eine Offensive gegen den IS in Nordsyrien. Die von Ankara unterstützten Kämpfer eroberten seitdem Dscharablus, Al Rai und vor allem Dabik vom IS zurück. Der Kampf um die strategisch wichtige Stadt Al Bab dauert seit Wochen an… http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-un-117.html
Dass hier unter westlicher und speziell türkischer Regie die eine terroristische Soldateska gegen die andere terroristische Soldateska antritt, wird in den ARD-Darstellungen nicht erkennbar. Und nicht ein Wort fällt darüber, dass der westliche Bombenkrieg in Al Bab sowie im syrischen Nordosten bereits hunderte von Zivilisten das Leben gekostet hat. Ihr Tod ist eben nur ein Kollateralschaden. Der aber hat für ARD-aktuell keine nachrichtliche Relevanz, weil von der WWG im Namen von Freiheit, Demokratie, Menschenrechten und „Krieg gegen den Terror“ verursacht, nicht aber um den syrischen Nationalstaat zu erhalten, der, neben Iran, als einziger Mittelost-Ölproduzent noch nicht unter der Fuchtel des US-Imperiums steht.
 
Unsere Kritik ist als generell zu verstehen, nicht nur auf Syrien bezogen. Beispiel Ukraine: Über die dortige Entwicklung – oft genug haben wir es moniert – hüllt sich ARD-aktuell in geradezu penetrantes Schweigen. Was nämlich in der Ukraine geschieht, passt nicht in das WWG-Bild eines aus Russlands Klauen befreiten, demokratischen, nunmehr rechtsstaatlich einwandfrei verfassten und friedlichen Landes. Dass das faschistoide Regime Poroschenko in der Tat einen grausamen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, findet in den Nachrichten von Tagesschau &Co. keine bewusstseinsprägende nachdrückliche Erwähnung, nicht einmal dann, wenn Kiews Truppen selbst erhebliche Verluste erleiden:
About 100 Pro-Kiev Fighters Were Killed In Clashes In Eastern Ukraine. Quelle: https://southfront.org/over-100-pro-kiev-fighters-were-killed-in-clashes-in-eastern-ukraine/
Auch das wüste Treiben der einst als Merkel-„Freundin“ und Demokratie-Heldin gefeierten Oligarchin Timoschenko ist längst keinen Bericht mehr wert. Damit wird ebenso sorgfältig hinterm Berg gehalten wie mit Informationen über eine andere Ikone: Die dank westlicher NGOen und Medien, darunter ARD-aktuell, zeitweilig berühmte vormalige Kampfpilotin und jetzige Parlamentsabgeordnete in Kiew, Nadeschda Sawtschenko ( ( https://de.wikipedia.org/wiki/Nadija_Sawtschenko ) hat nach ihrer Verurteilung und kurzen Haft in Russland, nach Freilassung, Aufnahme ins Kiewer Parlament und Reklametourneen in Westeuropa von ihrem Leben in der „demokratischen“ Ukraine die Nase voll. Sie beklagt Korruption, Gemeinheit und „Sodomie“ des Westens in ihrer ukrainischen Heimat und sucht für sich und ihre Familie ein neues Zuhause. Und wo? In Russland. Dort hofft sie auf Sicherheit, Ordnung, Klarheit und vor allem: Arbeit. Quelle: http://matveychev-oleg.livejournal.com/4663499.html
Passend zur von ARD-aktuell verbreiteten Feiertagsfrömmelei verweisen wir (statt eines eigenen Kommentars) auf einen biblischen Autor: 
Im Himmel ist mehr Freude über einen Sünder, der Buße tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Quelle: Lukas, 15,7. 
Dass ARD-aktuell auch im Fall Sawtschenko keine saubere Nachfolge-Berichterstattung für geboten hielt und konsequenter, korrekter Journalismus von Dr. Gniffkes Qualitätsbetrieb eben nicht zu erwarten ist, versteht sogar der Bundespräsident in spe, Frank-Folter Steinmeier:
„… Der Meinungskorridor war schon mal breiter. Der Konformitätsdruck in den Köpfen der Journalisten scheint mir ziemlich hoch….“ Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2014/141115_Rede_BM_anlässlich_Verleihung_Lead_Awards.html
Prost.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

Fotoquelle: Wikipedia/ CC BY-SA 3.0 /File:2010-06-06 Skillshare Gniffke.jpg

Erstellt: 7. Juni 2010 7   ZikoEigenes Werk

 

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ARD: Holländer sind doof, Russen auch

Erstellt von DL-Redaktion am 13. April 2016

Und warum Volksabstimmungen ebenfalls total doof sind

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. April 2016

„Das Volk“, sagte Dr. Gniffke in der Redaktionskonferenz zum Referendum in den Niederlanden, das habe ich schon in meinem berühmten Handbuch `Wie Journalismus auch einfacher geht´ geschrieben, das Volk soll Gebühren zahlen und schweigen!“ Und so kam dann eine TAGESSCHAU-Berichterstattung zur Volksabstimmung in den Niederlanden zustande, die von der ARD-Beobachtungsstelle Klinkhammer&Bräutigam mit einer Programmbeschwerde bedacht werden musste. Doch weil die subjektiv verfälschte Nachricht dem berühmten Handbuch-Autor nicht ausreichte, musste noch ein Kommentar von Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel, zum holländischen Referendum hinterhergeschoben werden: „Sowohl was die EU als auch was die Ukraine betrifft, wissen die Niederländer vermutlich noch gar nicht so richtig, welche Freude sie dem russischen Präsidenten Wladmir Putin gemacht haben.“ So ein selten schönes Amtsdeutsch. Aber sowohl was den Putin als auch was die Niederländer betrifft: Selbst der Niederländer spricht ein besseres Deutsch als der Herr Küstner und Putin will der ARD einfach keinen Deutschkurs bezahlen. Doof, oder?

Programmverstoß:
www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-13449.htmlvom 6.4.16 – Referendum in NL
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

wieder einmal nimmt die ARD-aktuell-Redaktion einseitig und subjektiv zu einem Ereignis Stellung.
Obwohl klar war, dass die Grenze von 30% beim niederländischen Referendum über das Ukraine-Abkommen erreicht und überschritten war und TS.de das auch so berichtete, titelt man dennoch : „Nein zu EU-Ukraine-Vertrag – geringe Beteiligung“.
Diese Kommentierung zur „geringen Beteiligung“ ist eine subjektive Bewertung, die sich nach den NDR-Programm-Richtlinien wegen des Objektivität-Gebotes verbietet. Korrekt wäre es gewesen zu sagen: „ausreichende Beteiligung“ So aber ruft TS.de den Eindruck hervor, als gebe die Befragung der niederländischen Wähler keinen Anlass über die Konsequenzen des Referendums nachzudenken, weil das Ergebnis sich ja so marginal darstellt. Die Gniffke-Redaktion gibt damit eine ihr nicht zustehende Negativ-Bewertung des Willens eines beachtlichen Teiles der holländischen Bevölkerung zum Ausdruck und  reiht sich mit der Vorgehensweise in den Kreis der Mainstreamm-Medien ein, die derzeit bestrebt sind, Volksabstimmungen mit einem Negativ-Touch zu belegen und zu delegitimieren , aus Furcht davor, dass demokratische Referenden den Willen der Polit-Eliten auf Dauer untergraben könnten.
Der Vorgang verstößt gegen den NDR-Staatsvertrag.
 
Mit höflichem Gruß

F. Klinkhammer + V. Bräutigam

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Grafikquelle      Kundgebung des Berliner Energietisches vor dem Volksbegehren im Oktober 2013

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Leichen pflastern Kippings Weg

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Februar 2015

Kippings unfaire Attacke gegen krebskranken Bosbach

Es ist schon seltsam mit wie wenig Fingerspitzengefühl Politiker aus der Partei die Linke es schaffen ihre öffentlichen Auftritte zu würzen. So auch gestern Abend wieder einmal als wir Katja Kipping in der Talk-Show von Günther Jauch zuhören konnten. Da traf sie dann auch auf den CDU Politiker Wolfgang Bosbach welchen es immer beispielhaft gelingt mit seiner unheilbaren Krebserkrankung in der Öffentlichkeit umzugehen.

Das es der Vorsitzenden einer Partei welche immer wieder betont wie sehr die Gerechtigkeit und soziale Fürsorge als oberstes auf ihrer Parteiagenda steht gelingt, in einer ein – stündigen Sendung all dieses Reden als Lug und Betrug zu entlarven, ist der eindeutige Hinweis auf einen eklatanten Mangel an Bildung in der Führungsspitze der Partei.

Da ist es schon auffällig das es immer wieder die gleichen Personen sind welche aus einem, von jeder Gesellschaft vorgegebenen Rahmen fallen. Ein Person dessen Aufgabe es sein sollte ihre Partei zu repräsentieren, mit dem Hintergrund Werbung im Sinne ihrer Gruppierung zu betreiben um den Einfluss innerhalb der Bevölkerung zu erhöhen, dürfen solch geistige Ausfälle nicht entschuldigend nachgesehen werden.

Zumal dergleichen Aussetzer ja keine Ausnahmen sind. Wäre sie doch mittels einer fairen Auseinandersetzung in ihrer Partei, nie in diese jetzige Position gelangt. Noch im letzten Jahr, auf dem Bundesparteitag zeigte sie mit welch einer Kälte sie bereit ist sich für den Erhalt ihrer Position einzusetzen. Ihr gelingt es mit einem kalten Lächeln sprichwörtlich über Leichen zu gehen.

Das Attacken auf solch niedrigen Niveau für gewöhnlich den Schwächeren, hier Kranken, bevorteilen wird die Partei sicher bald spüren, spätestens aber bei den nächsten Wahlen.

Kippings unfaire Attacke gegen krebskranken Bosbach

„Griechische Verhältnisse“ bei Günther Jauch: Zuerst bleibt alles dunkel. Dann mischen Linke alles auf. In diesem Fall Katja Kipping mit einem geschmacklosen Vorwurf an Wolfgang Bosbach.

Wolfgang Bosbach hat schon viel erlebt, viel gesagt und viel zu hören bekommen im deutschen Fernsehen. In den vergangenen zwei Jahren war er als häufigster Gast von Günther Jauch, Anne Will und Co. der Talkshow-König Deutschlands und sprach über den Euro ebenso pointiert wie über Flüchtlinge, den Islam oder seine eigene unheilbare Krebserkrankung. Doch diesen Sonntagabend zum Thema Griechenland bei Günther Jauch dürfte der 62-Jährige länger im Gedächtnis behalten als die meisten seiner anderen Talkshow-Auftritte.

Zunächst saß er nach dem Stromausfall in Jauchs Gasometer zusammen mit dem Publikum und den anderen Talkgästen lange im Dunkeln. Und danach fuhr ihn Linken-Chefin Katja Kipping auf eine Art und Weise an, die mit politisch inkorrekt noch wohlwollend beschrieben ist: Ausgerechnet dem krebskranken Bosbach hielt Kipping vor, dass in Griechenland als Folge der Sparzwänge angeblich Krebskranke nur noch im Endstadium behandelt werden – und dass dies direkt auf die Politik der Bundesregierung von Bosbachs‘ Union zurückzuführen sei.

Jauch nennt Stromausfall „griechische Verhältnisse“

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

Video der Sendung Jauch

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber  Blömke/Kosinsky/Tschöpe

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.

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Verschleierte Parteienfinanzierung

Erstellt von DL-Redaktion am 18. September 2013

„Verschleierte Parteienfinanzierung“

File:500 Euro Banknoten.jpg

Es ist ein immer wieder aufkommendes Thema und betrifft wohl viele Mandatsträger in allen Parteien. Stichwort „Verschleierte Parteienfinanzierung“. Egal ob sie nun bei den Fraktionen im Landtag oder den Bundestag als wissenschaftliche Berater eingestellt sind.  Auch egal ob sie auf den Straßen, in Schulen oder in den Parteien übernehmen Aufgaben übernehmen, es ist ein Fall für die Staatsanwälte. Es sind wohl kriminelle Delikte.

Das sieht jedenfalls der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Armin so, welcher sich dem „Report Mainz“ zu einem Interview zur Verfügung stellte. Nachlesen können wir diese Recherchen und Stellungnahmen im Focus welcher heute ausführlich auf das Problem eingeht.

 15 Millionen Euro Schaden: Abgeordnete setzten Mitarbeiter illegal für Wahlkampf ein

Sie klebten Plakate, verteilten Flyer oder warben an Wahlkampfständen auf der Straße: Wissenschaftliche Mitarbeiter aller Parteien sollen in den Wochen vor der Bundestagswahl fast ausschließlich im Wahlkampf gearbeitet haben. Legal ist das nicht. Kritiker fürchten einen Schaden in Millionenhöhe.

Bundestagsabgeordnete sollen ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter in den letzten Monaten vor der Bundestagswahl fast ausschließlich für den Wahlkampf eingesetzt haben. Das haben Recherchen des „ARD“-Politikmagazins „Report Mainz“ ergeben.

Auf einer Recherchereise quer durch Deutschland beobachteten die Reporter den Wahlkampf von Bundestagsabgeordneten in Nürnberg (SPD), Aachen (Bündnis 90/Die Grünen), Rostock (Die Linke), Ludwigsburg (CDU) und Reutlingen (FDP). Fazit: Befragte Mitarbeiter von Abgeordneten bestätigten vor der Kamera, dass sie täglich „zehn bis zwölf Stunden“ arbeiteten und ihre Arbeit im Moment aus „achtzig Prozent Wahlkampf“ bestehe. „Das Kernteam ist nicht ehrenamtlich, das ist hier beschäftigt“, hieß es weiter. Die geleisteten Überstunden würden entweder bezahlt oder mit Freizeitausgleich abgegolten.

Quelle   :     Focus    >>>>>    weiterlesen

Aus der ARD Mediathek: „Report Mainz“:

>>>>> HIER <<<<<

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Grafikquelle    :

Source Own work
Author Frank Schwichtenberg

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SemiPD-icon.svg The image above depicts a euro banknote. This design is copyrighted by the European Central Bank (ECB), and its use is permitted by ECB, subject to the conditions set forth in decisions ECB/2003/4 and ECB/2003/5 of 20 March 2003 and „as long as reproductions in advertising or illustrations cannot be mistaken for genuine banknotes“.

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Dezember 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Bei der heutigen Übernahme des Nobelpreises für den Frieden wurden die Preis Empfänger für die EU nach dem „Peter System“ ausgesucht. Da wohl Einer seinen Kopf nicht alleine für solch eine Volksverdummung hinhalten wollte, marschieren sie nun zu dritt. Die größten Rosstäuscher in Front und Küppersbusch stellt folgerichtig fest:

„Und das – stimmt. Mal abgesehen davon, dass Norwegens Parlament lieber eine Kommission wählt, die der EU einen Preis gibt, als ihr beizutreten“.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Das neue Design der „ARD-Tagesschau“ verzögert sich. AirBerlin fordert schon mal ein paar Milliarden Schadenersatz.

Was wird besser in dieser?

SPD lässt Duldungsstarre wie Enthusiasmus aussehen. Steinbrück wird mehrere Wochen Kanzlerkandidat sein.

Heute bekommt die EU ihren Friedensnobelpreis. Zu Recht?

„Der Friedensnobelpreis schießt mit Schrot“, für die Metapher gibt es 2013 den Literaturpreis. Ratspräsident Van Rompuy repräsentiert den Egoismus der nationalen Regierungen, Kommissionschef Barroso die Willkür nicht demokratisch legitimierter Kommissare und Parlamentspräsident Schulz einen entmündigten Souverän. Deshalb holen die Jungs den Pott auch zu dritt ab und rangeln um die Auftrittschoreografie. Also neoliberal oder sozial oder demokratisch oder Bürokratur: Egal ! Hauptsache, „Verbrüderung der Völker“ und „Verminderung der Heere“, wie Alfred Nobel es gefordert hatte. Und das – stimmt. Mal abgesehen davon, dass Norwegens Parlament lieber eine Kommission wählt, die der EU einen Preis gibt, als ihr beizutreten.

Auch der Chinese Mo Yan nimmt heute seinen Literaturnobelpreis entgegen – obwohl er die chinesische Zensur verteidigt. Hat er diesen Preis dann überhaupt verdient?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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Zu Besuch bei Jauch

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Oktober 2012

“Ein beschämender Auftritt”

File:Hans-Peter Friedrich 0299.jpg

Gibt es jemanden der gestern nicht die Talkshow in der ARD bei Jauch gesehen hat? Dann sollte es schnellstens nachgeholt werden, denn jeder welcher diese Sendung gesehen hat kann sich nun ein realistisches Bild von diesen, unseren Staat machen. Das Thema des Abends: Die rassistische Terrorserie mit ihren versagenden Behörden.

Da saß er dann: Der Mann der Abteilung fürs Täuschen, Tarnen und Verpissen. Der Hans-Peter Friedrich unser Herr Innenminister und versuchte mit aller Gewalt seine versagende Behörde gut zureden. Wenn eine, an sich doch recht Regierungskonforme Zeitung wie die Zeit, welche manchmal sogar einen einsamen Rollstuhlfahrer über ihr Blatt fahren lässt, schreibt  „log er den Zuschauern ins Gesicht“ mußte selbst der Kommentator eingestehen das hier im Land einiges aus dem Ruder gelaufen ist.

Wenn denn wie er argumentierte es die Hauptaufgabe seiner „Sicherheitsbehörde“ sei Nachrichten abzufangen und aufzuarbeiten muss man sich unwillkürlich fragen wofür die Mitarbeiter Waffen mit sich führen? Einen Journalisten sieht auch niemand mit einer Waffe durch die Gegend laufen. Ist es verwunderlich wenn parlamentarische Untersuchungsausschüsse kaum einmal verwertbare Ergebnisse an das Tageslicht gebracht haben, wo es doch deren Hauptaufgabe scheint, nur den Deckel der Vertuschung noch ein wenig fester zu schrauben?

Wer denn wen und warum schützte und deckte, so das geschehene Morde über einen Zeitraum von über 13 Jahren vertuscht und nicht aufgeklärt werden konnten oder wollten, wird von den politisch Verantwortlichen nie aufgeklärt werden, da scheinbar zu viele von ihnen selber bis an die Knie in diese braune Affäre verstrickt sind.

Wie kommt es nur das bei mir, mit Betrachtung dieses bayrischen Wuschelkopfes am gestrigen Abend immer wieder der Spruch mit den Haaren in Erinnerung gerufen wurde? Da heißt es doch: „Haare sind Wasserpflanzen“. Neid ist es bei mir mit Sicherheit nicht denn ich bin stolz auf meinen Friseur. Wie weit muß sich Mensch verbiegen um solche Typen zu respektieren?

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
bei Günther Jauch:“Ein beschämender Auftritt”

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) versuchte bei Günther Jauch zu rechtfertigen, was nicht mehr zu rechtfertigen ist. Am Ende zeigte sich, dass der Minister aus der rassistischen Terrorserie gleich null gelernt hat. Weiter werden die Behörden in Schutz genommen und ein kollektives Versagen vehement dementiert. Ein Kommentar.

„Deutscher Hass – Wie tief ist der Neonazi-Sumpf“ lautete das Thema der Günter-Jauch-Sendung vom Sonntag. Eine interessante Frage, die der Moderator mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, dem Grünen-Politiker Cem Özdemir, der Journalistin Mely Kiyak und dem Journalisten Thomas Kuban sowie dem Jenaer Sozialarbeiter Thomas Grund diskutieren wollte.

Und die Diskussion wurde tatsächlich sehr spannend. Denn Friedrich gab sich alle Mühe, um die Sicherheitsbehörden in Schutz zu nehmen und ihr Versagen zu relativieren. Ohnehin hätte es kein kollektives Versagen gegeben, sondern lediglich ein „individuelles“, wie der Minister zu erläutern versuchte.

Quelle: Zeit-Online >>>>> weiterlesen

Die Sendung findet ihr >>> HIER <<<

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Grafikquelle   :

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Eine Linke Journalistin ?

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2012

„Offenen Brief“  von Frau Huonker

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Linke Saar

Heute erhielten wir einen „Offenen Brief“ geschrieben von Frau Huonker, welcher an das öffentlich-rechtliche Fernsehen gerichtet und in dem sie sich über die, ihrer Meinung nicht ausgewogenen Berichterstattung im ZDF beschwert. Ihre Kritik macht sie an verschiedene Punkte fest welche hier entsprechend wiedergegeben werden:

1. In der heutigen Sendung behandelten Sie die Entlassung der obersten Bundespolizisten durch Innenminister Friedrich und ließen danach „die Opposition“ zu Wort kommen: Stimmen aus der SPD und von den Grünen. Die Oppositionspartei Die Linke wird schlichtweg ausgelassen.

2. In der gleichen Sendung wurde ein Beitrag über eventuelle Panzerlieferungen nach Katar gesendet. Darin wurde ein kurzes Statement des Regierungssprechers eingebaut, als Oppositionsstimme eine der SPD.

3. Am 27. Juli 2012 zeigten Sie einen Beitrag über mögliche Anleihekäufe der EZB und die damit verbundene mögliche Kehrtwende der Kanzlerin. Als Vertreter der Opposition kam, Sie werden es kaum glauben, die SPD mit MdB Carsten Schneider zu Wort.

4. Am 25. Juli 2012 wurde ausführlich über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes berichtet – mitsamt Reaktionen auf das Urteil sowie einen Kommentar. Natürlich kam „die Opposition“ zu Wort. Sie werden es sicher erraten – natürlich wieder ohne Statement der Linken, dafür aber jeweils eins der SPD und der Grünen.

5. Am 24. Juli 2012 strahlten Sie einen Beitrag über die Kreditwürdigkeit Deutschlands aus. Auch „die Politik“ kam zu Wort: CDU und SPD.

6. Am 23. Juli 2012 wurde über Griechenland berichtet, über die zu erwartenden Bericht der Troika. Natürlich kam auch hier „die Politik“ zu Wort: FDP und Grüne.

Auch hier stelle ich Ihnen die Frage: aus welchen journalistischen Gründen kam die zweitgrößte Oppositionspartei auch diesmal nicht zu Wort?

Hier muss einmal generell festgestellt werden dass es die Partei DIE LINKE bis zum heutigen Tag vielfach nicht geschafft hat mit den Nachrichtenübermittlern entsprechend umzugehen. Eine Presse welche von LINKEN Kleinkrämern regelmäßig mit Schimpf und Schande überzogen wird, obwohl in eigenen Kreise der offene Umgang mit Kritik unerwünscht ist, braucht sich nicht wundern von den zuvor beschimpften Journalisten übergangen zu werden.

Pressearbeit besteht immer, wie vieles andere im Leben auch, aus Geben und Nehmen. Wenn MdB oder MdL der Partei DIE LINKE noch nicht einmal bereit sind ein paar Fragen in Form eines Interview entsprechend zu beantworten ist es nur allzu normal das sie in der Folge bei den von ihnen verfassten Presseerklärungen nicht mehr berücksichtigt werden.

Die LINKE ist bei weitem nicht der Nabel der Welt, auch wenn sie sich so verhält. Im Gegenteil, es gibt Menschen in diesem Land welche ohne den verklärenden Blick einer Mitgliedschaft sehr gut die Situation dieser Partei einschätzen und überblicken können. Mehr als drei bis vier Prozent werden die Partei auch in den nächsten Jahren in Westdeutschland nicht wählen, wenn überhaupt!  Gysi betont nicht aus dem hohlen Bauch heraus im kommenden Wahlkampf überwiegend auf die Erreichung von Direktmandaten zu setzen. Es ist ihm bewusst mit dem westdeutschen Klüngel am Bein kaum über die 5 % hinauskommen zu können.

Wenn es denn so kommen sollte, wofür vieles spricht, wird sich die Debatte über den Einzug von Listenkandidaten aus den kleinen Ländern wie das Saarland oder auch Bremen und Hamburg von selbst erledigen. Wenn zum Beispiel für das Saarland nur noch ein Platz im Bundestag zur Verfügung steht wird es interessant sein das Hauen und Stechen zu beobachten.

So ist es müßig als Partei, welche in manchen Umgangsformen stark einer Mafia ähnelt, andere Gesellschaftseinrichtungen an ihre Aufgaben zu erinnern. „ARD und ZDF garantieren deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern einen freien, unparteiischen Zugang zu allen wichtigen Informationen.“,

heißt es weiter in diesen „Offenen Brief“. Was garantieren Schiedskommissionen innerhalb der Partei den Mitgliedern? Um hier nur mal ein Beispiel an zuführen ? Offenheit, Gleichheit, Freiheit ? Wenn eine Institution nur zur Durchführung von einseitigen Sanktionen Willens oder in der Lage ist, sollte man so etwas schließen. Sie ist es nicht Wert diesen Namen zu tragen. „Kommission für Willkür“ wäre hier passender! Wurde von einer Schiedskommission je eine Maßnahme zu Ungunsten der Obrigkeit durchgezogen? Parteiausschluss fürs Manipulieren ?

So endet der „Offene Brief“ mit folgenden Sätzen:

Ich bitte um eine Antwort auf meine Fragen bis zum 14. August 2012. Derweil haben Sie sicher Verständnis dafür, wenn ich diesen Brief an entsprechender Stelle veröffentliche.

Mit freundlichen Grüßen

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Grafikquelle   : Grafikquelle    :    Birgit Huonker, Andreas Neumann, Astrid Schramm

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Der Sturz-Honeckers Ende

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2012

Das Ende der Ära Honecker

Die Ausstrahlung der TV-Dokumentation über Margot Honecker in der ARD löste bei vielen Politikern Empörung aus. Wir halten eine solche Ausstrahlung für einen Teil von Volksbildung und plädieren dafür dergleichen Filme auch in den Schulen als Unterrichtsstoff vorzuführen. Die in diesem Film im Original zu hörenden menschenverachtend, zynischen Anmerkungen der Frau Honecker könnten im Verbund mit manchen Aussagen unserer Kriegstreibenden Politiker über den Afghanistan Krieg, als gutes Lehrstück für negative Politik gelten.

Als einzige Entschuldigungen möchte man der Frau ihr hohes Alter gelten lassen. Margot Honecker wurde am 17. April 85 Jahre alt und in dem Alter treten bei vielen Menschen entsprechende Erinnerungslücken auf, so dass der langjährigen DDR-Volksbildungsministerin selbst die Rolle welche ihr heute bei staatlich durchgeführte Zwangsadoptionen von Kleinkindern zugesprochen wird, ohne jegliche Zeichen von Reue oder Einsicht über sich ergehen ließ. Das sie das ehemalige DDR Regime und den Kommunismus verteidigt, gehört genau so zur Normalität wie auch unsere Politiker sehr selten zu den von ihnen gemachten Fehlern stehen.

Interessant hierbei das Schweigen unseres neuen Freiheitsapostel Gauck und im Gegensatz dazu die Empörung von Wolfgang Thierse welche als ehemaliger Stallgefährte besonders wichtig ist. Thierse äußerte sich in der „Bild“-Zeitung mit folgenden Satz: „Die Aussagen bestätigen noch einmal die Wut, die wir schon zu DDR-Zeiten auf Margot Honecker hatten. Stasi-Chef Mielke und Volksbildungsministerin Honecker waren die meist gehassten Figuren des DDR-Regimes.“

Margot Honecker hatte in den Interview-Passagen der Fernsehdokumentation die Politik des SED-Regimes gerechtfertigt, sich abschätzig über DDR-Flüchtlinge geäußert welche selber Schuld hatten die Mauer überklettern zu wollen und ihre Rente in Höhe von 1500 als „unverschämt wenig“  bezeichnet. Das zynische in ihren Aussagen legt hier die Kälte des System offen.

Wer aber, wie vielleicht manche Opfer des SED-Regimes, so etwas wie Reue oder wenigstens den Anflug von Einsicht von der ehemaligen Ministerin für Volksbildung erwartet, kann sich den Film sparen. Sehenswert ist „Der Sturz. Honeckers Ende“ freilich trotzdem. Denn Margot Honecker ist aus der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und der Friedlichen Revolution nicht wegzudenken.

Von 1963 bis 1989, also ein atemberaubendes Vierteljahrhundert lang, agierte sie als Ministerin für Volksbildung in der DDR. Sie war für die ideologische Gleichschaltung in den Schulen ebenso verantwortlich wie für den militärischen Drill auf dem Pausenhof. Vor Gericht musste sie sich deshalb nie verantworten; ihr Mann erlebte die vermeintliche Härte der „Siegerjustiz“ für kurze Zeit als Häftling in Berlin-Moabit. Weil er zu der Zeit bereits schwer erkrankt war wurde auf eine weitere gerichtliche Verfolgung verzichtet.

Erich Honecker starb in Chile, das er als „Exil“ betrachtete. In diesem neuen, wiedervereinigten Deutschland, das gnädig mit dem Diktatorenpaar umging, habe sie nichts verloren, sagt Margot Honecker heute.

Im Vergleich zu vielen anderen politischen Änderungen blieb die Wende in Deutschland friedlich, den Honeckers wurde kein Haar gekrümmt. Im besonderen aber von alten Genossen wurden sie nach der Wende herumgereicht wie heiße Kartoffeln. Erich und Margot Honecker waren wohl die berühmtesten Obdachlosen der DDR. Ausgerechnet ein Pfarrer, welcher nicht auf den Namen Gauck hörte, namentlich der Leiter der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal bei Berlin, Uwe Holmer, gewährte dem Diktatorenpaar Asyl. Der Christ, dessen Kinder trotz Begabung wegen Margot Honeckers ideologischer Auslese kein Abitur machen durften, räumte er zwei Zimmer unter dem Dach frei und nahm die beiden für einige Monate auf.

Ein Wort des Dankes findet Margot Honecker bis heute nicht, auch im Interview beschreibt sie diesen ungeheuren Akt christlicher Nächstenliebe eher als einen Randaspekt des historischen Materialismus: „Wir wollten leben und überleben!“ Sie haben überlebt, weil sich Uwe Holmer mehrfach aufgebrachten Bürgern in den Weg stellte, die seinen berüchtigten Untermietern zu Leibe rücken wollten.

In den Zusammenhang mit Margot Honecker sollte man auch immer daran erinnern das im Kreisverband der Partei der LINKEN Warendorf eine Alt-Kommunistin frei herumläuft welche sich rühmt eine gute Bekannte der Margot Honecker zu sein. Dieser muss man zugestehen in der Anwendung der politischen Säuberung eine sehr gute Lehrmeisterin gefunden zu haben. Das Dossier welches vor einigen Wochen in Bayern auftauche mag wohl als Bedienungsanleitung zur Durchführung Landesweit verwendet worden sein.

Sehr interessant, besonders in Verbindung mit dieser Dokumentation, der Kommentar zu den Wahlkampf in NRW.  Es ist schon faszinierend wie Menschen in diesem Land über etwas urteilen von dem sie nicht die geringste Kenntnis besitzen. Das so viel an Dummheit dann auch noch als Mandatsträger gewählt werden wollen war und an öffentlichen Schulen unterrichten ist ein Skandal.
Hier der Kommentar einer ehemaligen DDR Bürgerin:

Kamenzer sagt:
Donnerstag 5. April 2012 um 19:10 e
Wenn sich westdeutsche Linke aus NRW, die niemals nimmer mehr in der DDR gelebt haben, so himmelhochjauchzend über die ach so super gute DDR äußern, dann kommt mir das !! Ko!!!

Sie können überhaupt und niemals sich eine Meinung bilden, was dort jeden Tag in der Realität unter dem Deckmäntelchen einer “Entwickelten sozialistischen Gesellschaft” geschah. “Alles zum Wohle des Volkes!”, jawohl und die “Diktatur des Proletariats” schikanierte und bespitzelte jeden Bürger. Wenn auch vieles nicht schlecht war, aber dies diente immer dazu, die Außenwirkung gegenüber dem sogenannten “Klassenfeind” zu beschönigen. Das war Kalter Krieg. Wo zwei Gesellschaftsordnungen sich gegenüber standen.

Alles, was an Positivem in der DDR erreicht wurde, diente den Klassenkampf und alles im Sinne des Sozialismus, den Sozialismus einer elitären Gesellschaft. Die Menschen, welche damals nach diem Krieg die DDR aufgebaut haben, wollten ein besseres Leben. Nicht das, was bis 1989 entstand.

Als ostdeutscher Bürger habe ich ein Riesen Problem mit Besserwissern, die nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt haben und so habe auch ich meine negativen Erfahrungen gemacht, besonders in dieser Linken Partei.

Das für diese Aussage entsprechende Video ist unter den Artikel: „Die Linke vor dem Abgrund“ zu sehen.

[youtube AmhXh61N-SI]

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Grafikquelle  :     Margot Honecker (1986)

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Für jeden ein Bambi

Erstellt von DL-Redaktion am 11. November 2011

Ich sage nur : Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

 File:BAMBI 1983 SMG.JPG

 Das Jahr geht dem Ende entgegen und es ist an der Zeit mit den Verleihungen der Preise für herausragende Leistungen in diesem Land zumindest in diesem Jahr zu enden, bevor diese im dichter werdenden Novembernebel endgültig verschwinden.

So ließ sich denn auch am gestrigen Abend die ARD nicht Lumpen und versprach schon als  Vorankündigung  für fast zwei und eine halbe Stunde große Gefühle und bewegende Momente. Ist es doch auch immer wieder aufregend und für eine mehr und mehr verarmende Gesellschaft wichtig sich für eine gewisse Zeitspanne von der Welt der Gaukler und Artisten einfangen zu lassen. Passt es nicht trefflich in unsere Zeit wenn sich für wenigsten einen Abend im Jahr zusammenfindet was letztendlich auch zusammengehört: Die Artisten des Zirkus mit den Clowns aus Wirtschaft und der Politik. Noch idealer wäre es die Orden und Auszeichnungen von einem Jahr zu sammeln und innerhalb einer Woche auf die Empfänger zu verteilen.

So passte es doch wenn Bushido seinen Integrations-Preis für die Verhöhnung der Schwulen und Frauen gemeinsam mit Angela Merkel für die Verhöhnung des Friedens in Empfang nehmen könnte. Was dem Einen sein Bambi ist der Anderen ihr Friedenspreis. Es erübrigte sich dann auch die Debatte über die unterschiedliche Wertung der Preise wobei hier festzustellen wäre dass der Eine nicht singen wo die Andere nicht reden kann und Merkel eine sehr kostspielige Lösung ist.

Karl Lagerfeld wäre doch sicher nicht überfordert gewesen wenn er neben Lady Gagas Bambi für „Pop international“, auch ein Bundesverdienstkreuz für „Pop national“ an die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen überreicht hätte. Sind ihre Reden, mit ihren Kinderchor als Hintergrund,  doch allemal mit den Klängen der Sirenen aus der Odyssee vergleichbar. Dort wurde den Seefahrern auch viel versprochen und recht wenig gehalten.

Justin Bieber, als „Superstar der sozialen Netzwerke“ gefeiert, hätte es gut angestanden neben sich den Teenystar der deutschen Politik Kristina Schröder zu sehen. Als Gegengewicht zu ihren Jugendschwarm Helmut Kohl wäre sicher auch eine entsprechende Person aufzufinden gewesen.

Die fehlende Distanz zwischen den Artisten und Clowns wurde besonders mit der Auszeichnung für Helmut Schmidt vorgeführt. Das dieser bereit war für die Zeit der Auszeichnung auf das Rauchen zu verzichten war vielleicht die einzige Überraschung des Abends.

Vergeblich warteten die Zuschauer auf eine Auszeichnung des  „Politiker Po-Faller“ und Dieter Bohlen. Dabei haben Beide des öfteren äußerst erfolgreich nachgewiesen zumindest einen Teil ihrer Gesichtsmuskeln bei Rede und Gegenrede nicht entsprechend unter Kontrolle zu haben. Aufgrund der geltenden Kriterien zur Verleihung von Bambi und Orden mit Sicherheit ein Versäumnis.

Wir sind uns aber ziemlich sicher in der Annahme, das sich auch im nächsten Jahr wieder reichlich Gründe finden lassen, angepasste Mitbürger entsprechend zu dekorieren. Hat doch nach Hören sagen Jopi Heesters für das Jahr 2013 sein Interesse an eine Kanzlerschaft bekundet und heute am 11. 11. beginnt bekanntlich die Zeit des Karnevals. Die Narren werden wieder von der Leine gelassen und verteilen die einzigen Orden derer sich ein redlicher Bürger nicht zu schämen braucht. Den Narrenorden.

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Von Maschen und Eiern

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Januar 2011

Klavierspieler der Macht

File:Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer Berlinale 2010.jpg

Nach Austrahlung der Dokumentation „Der Drückerkönig“ in der Sendung „Panorama“ bei der ARD zieht ein gewaltiges Rauschen durch den deutschen Blätterwald. Mit anderen Worten: Einige Stars in der Manege zeigen ihre Dünnhäutigkeit, sobald es um ihre persönlichen Belange geht.

Sofort ist es vorbei mit dem kalten, kalkulierenden Gebaren welches benötigt wird den Kapitalmarkt gehörig durcheinander zu wirbeln. Mit allen rechtlichen und finanziellen Mitteln, über welche man ja jetzt reichlich verfügt, wir versucht jeglich aufkommende Kritik sofort im Keim zu ersticken. Oh, hätte man doch dieses Recht der anderen Seite zuvor auch zugestanden.

So lesen wir denn in der Presse das tägliche „business as usual“. Die gute alte Kutsche wird wieder einmal hervorgeholt, wobei der Kutscher Wind und Wetter ausgesetzt ist. Die Fahrgäste haben es sich derweil im Innenraum gemütlich eingerichtet und ergötzen sich an der verbeiziehenden Landschaft.

Waren sie denn nicht diejenigen welche das Personal zum Bauen der Straße zur Verfügung stellten? Diejenigen welche durch diesen Bau das Rollen einer Kutsche erst ermöglichten? So steht der NDR nunmehr unter schweren juristischen Beschuss, weil er kritisch über einen Kutscher berichtete welcher sich in der Aufgabe sieht, seine Fahrgäste zu schützen?

Klavierspieler der Macht

Werner Hahn hat wieder viel zu tun. Hahn ist nicht irgendein Justiziar der ARD, sondern unter den Journalisten der beliebteste, weil er auf Angriffe nicht etwa reflexartig mit Scheu reagiert, sondern sie stets sportlich nimmt; er sieht sie als Herausforderung.

Dieses juristische Rückgrat tut beim Norddeutschen Rundfunk mehr not als andernorts, denn gerade die Recherchen von Christoph Lütgert und dessen Kollegen der Redaktion „Panorama“ bescheren Hahn immer wieder Anwaltsschreiben. Aktuell will sich etwa Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzdienstleisters AWD und Politikerfreund, nicht mit Lütgerts Arbeit abfinden.

Das Erste hatte Mitte Januar Lütgerts Film „Der Drückerkönig und die Politik“ gezeigt, in dem einerseits Vorwürfe von Kleinanlegern Thema waren, denen AWD Riskantes vermittelt haben soll. Andererseits ging es um Maschmeyers persönliche Verbindungen zu Politikern wie Exkanzler Schröder und Bundespräsident Wulff sowie um medienwirksame Auftritte, zuletzt etwa bei der Gala „Ein Herz für Kinder“.

Dort, bei Thomas Gottschalk im Zweiten, legte Maschmeyer 10 Prozent auf alle Spenden drauf. Bild jubelte. Nun ist seit ein paar Tagen zu hören, dass Maschmeyer gegen den „Panorama“-Streifen vorgeht. Vor allem stört er sich an der Methode, wie Lütgert ihm und seinen Leuten, wie dem Exregierungssprecher und heutigen AWD-Mann Béla Anda, zu Leibe rückt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Source Veronica Ferres & partner
Author Siebbi

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Dezember 2010

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Für meine kleine Radrunde brauche ich doppelt so lange und drei paar Strümpfe übereinander.

Was wird besser in dieser?

Wenn das taut, brauche ich Schwimmflossen.

Was war schlecht 2010?

Nichts! Hans im Glück, fort mit dem Ramsch!

Was wird besser 2011?

Ich hoffe, dass Hans recht hat.

Thilo Sarrazins persönlicher Jahresrückblick: Der Exbundesbanker klagt über eine „beispiellose Medienkampagne“. Der Politik mangle es an Zivilcourage. Besonders hart attackiert er Merkel und Wulff.

Erste Septemberwoche: Der lustige Thilofant am Montag bei Beckmann, Mittwoch bei Plasberg, Donnerstag und Sonntag Thema bei Illner und Will; und Montag auf den Titeln von Focus und Spiegel. Letzterer und Bild hatten zuvor seine Texte unkommentiert wie ungeprüft vorabgedruckt. Das kann man „beispiellose Medienkampagne“ nennen, schon recht. Bild krönte dann die „ARD-Themenwoche Rassehygiene“ mit dem Dringend-beleidigt-sein-wollen-Klassiker „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“

In dieser Woche durfte man nichts anderes sagen. ARD-intern wurde hart gerungen, wer sich den wehleidigen Törröristen und Leiter der SPD-Abt. Ahnenerbe noch alles einladen darf. Und auch drumherum galt: Endlich liefert mal ein unverdächtiger Sozi die NPD-O-Töne, mit denen wir schon lange Quote und Auflage machen wollen. Da können Rundfunkrat und Aufsichtsgremien nichts machen. So gesehen: ein Designer-Talkgast. In derselben Woche wurde die Wehrpflicht geschliffen und der Atomausstieg zurückgeholt. Das fiel kaum auf.

Quelle: TAZ >>>>>weiterlesen

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Die Lügen vom Dienst !

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Dezember 2010

Der BND spielte wohl im Irak Krieg mit.  So in  der  Sendung des ARD – Panorama

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/07/Iraq_header_2.jpg

Unter obigen Titel zeigt die ARD heute Abend zuerst in ihrer Sendung „Panorama“ um 21:45 Uhr eine kurze Zusammenfassung und später ab 22:45 Uhr eine ausführliche Dokumentation über die indirekte Mitwirkung des BND im Irak Krieg.

In einer Pressemitteilung der ARD vom 01. 12. 2010 heißt es:

„Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat seinen ehemaligen Informanten Rafid al-J.- Deckname „Curveball“, noch Jahre nach der Aufdeckung von dessen Lügen mit Geld und anderen Vergünstigungen versorgt. Nach Recherchen der „Panorama“- Redaktion des NDR gehörte dazu eine monatliche Zahlung von 3000 Euro. Im Jahr 2008 erlangte „Curveball“ auch aufgrund der BND-Hilfe dann einen deutschen Pass. Das berichten das Politik-Magazin „Panorama“ und die 30- minütige Dokumentation.

So wusste der Spiegel bereits am 20. 03. 2008 über diesen Vorfall unter dem Titel: „US-Offizielle werfen BND Versagen vor“ sehr heikle Details zu berichten. Ich zitiere:

Saddam Hussein weitere Monate oder Jahre im Besitz von Massenvernichtungswaffen zu lassen, ist keine Option – nicht in einer Welt nach dem 11. September“: Die Kriegsrede, die der damalige US-Außenminister Colin Powell vor den Vereinten Nationen im Februar 2003 hielt, ist inzwischen berüchtigt. In Sachen Biowaffen berief er sich maßgeblich auf Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND). „Ihr Deutschen tragt zumindest eine Mitschuld“, sagt Powells damaliger Stabschef Larry Wilkerson heute.

Die Informationen waren falsch, und sie stammten von einer einzigen Quelle mit dem Codenamen „Curveball“, einem heute 41-jährigen irakischen Ingenieur, der – beginnend im Jahr 2000 – dem BND in mehr als 50 Sitzungen detailreich über das angebliche mobile Biowaffen-Programm berichtet hatte. Der BND habe die Informationen zu „Curveball“ „nicht zufällig geliefert, da wurde jedes Wort auf die Waage gelegt“, sagt Wilkerson, er könne „den Deutschen in dieser Misere keinen Freibrief ausstellen„.

Unter dem Titel: „Der größte Lügner des Jahrzehnts“ greift auch die TAZ das Thema auf. Hier wird auch die damalige Bundesregierung erwähnt und ich zitiere:

Deutschland betrieb also damals offenbar ein Doppelspiel. Wem es 2003 seltsam vorkam, dass ausgerechnet Gerhard Schröder, der Deutschland in den Krieg gegen Jugoslawien geführt hatte, in Sachen Irak plötzlich den Friedenskanzler gab, hat dank der „Lügen vom Dienst“ nun ein etwas klareres Bild.“ Zum Schluss heißt es: „Ob es für die Verantwortlichen nennenswerte Konsequenzen geben wird, steht dahin. Ex-BND-Boss Hanning ist bereits pensioniert, Nachfolger Uhrlau scheidet Ende 2011 aus. Sollte es im Ruhestand für die beiden noch etwas unruhig werden, hätte der Film „Die Lügen vom Dienst“ einen Anteil daran.

Nach dem Lesen solcher Berichte stelle ich mir nun folgende Frage: Wäre dieses so mit Wikileaks nicht möglich gewesen? Mit Sicherheit ja. Aber auf die Politik wird ein größerer Druck ausgeübt werden. Dem Aufdecken von Lügen würden mehr Möglichkeiten gegeben. Dabei habe ich ja gar keine Probleme damit wenn sich dieses Land an Kriegen beteiligen möchte. Ja, aber die Abgeordneten aus dem Bundes -tag oder -rat welche für einen Kriegseinsatz ihre Zustimmung geben marschieren in der Ersten Reihe. Auch für Merkel oder Westerwelle würde es dann heißen: „In Schützenreihe, marsch-marsch! Wäre auch für die Presse interessant, Merkel mit einer Panzerfaust auf dem Rücken zu sehen. Auch wäre den Politikern gleich die Möglichkeit gegeben das zu zeigen, was sie von ihren Bürgern erwarten: Zivilcourage ! Ebenso würde ihnen die größte Ehre zuteil werden, welche dieses Land zu vergeben hat: Die Chance, mit einem Orden auf dem Sarg, als Held beerdigt zu werden.

Wollen wir wetten, dass es dann keine Kriege mehr geben wird ??

IE

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