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Politiker sind alle Griechen

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Februar 2012

 LVZ: Bundeswehr-Rationalisierungsgesellschaft
mit erstaunlicher Personalpraxis 80 000 Euro Abfindung
für pensionierten 75-Jährigen Ministerialrat

File:Strand beach Lindos Kos Griechenland (24061971276).jpg

——–müssen wir glauben, wenn wir die folgende Pressemeldung der Leipziger-Volkszeitung im Presseportal lesen. Auch macht sich ein Staat über welchem solche Meldungen verbreitet werden vollkommen unglaubwürdig. „Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt“! Unsere Sprüche schwingende Mutti zeigt mit solchen Dummschwätzereien an, was von den Aussagen der gewählten Volkstreter zu halten ist.

Leipzig (ots) – Bei der zu 100 Prozent dem Bundesverteidigungsministerium gehörenden Gesellschaft für Beschaffung und Betrieb, genannt „g.e.b.b“, greift man zu äußerst ungewöhnlichen Methoden der Personalplanung und Organisation:

So erhielt kürzlich ein 75-Jähriger pensionierter Ministerialrat eine Abfindung von rund 80 000 Euro, damit dieser schneller und endgültig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheide. Nach einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstag) profitierte davon 2011 der 75-Jährige Sicherheitsbeauftragte der g.e.b.b., Paul Fritz.

Ähnliche Abfindungen gab es im vergangenen Jahr für die Energieexpertin Jutta Schneider und für den Logistik-Fachmann der g.e.b.b., Hans Joachim Schell.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber der Zeitung, an den Abfindungen waren „weder Staatssekretär Beemelmans als Gesellschafter der g.e.b.b. noch das Bundesministerium für Verteidigung bei Vereinbarungen zu vorzeitigen Vertragsbeendigungen oder Abfindungsregelungen beteiligt“.

Gleichzeitig räumte das Ministerium aber ein, dass im Zuge der Abfindungsverhandlungen der seit 2006 von Geschäftsführer Martin Rüttler geführten Rationalisierungs-Gesellschaft zusätzliche Anwaltskosten in Höhe von 44 633,44 Euro angefallen seien. Rüttlers Stelle ist mit jährlich rund 245 000 Euro plus Dienstwagen und Spesen dotiert.

Für einen weiteren Höhepunkt in der g.e.b.b.-Personalbewirtschaftung sorgte 2010 die misslungene Kündigung der seinerzeitigen Personalchefin der g.e.b.b., Kirstin Gramß-Siegismund. Dieser war kurz vor Weihnachten 2010 gekündigt worden. Anfang 2011 musste sie aber nach offenkundigen Kündigungsfehlern und umfangreicher anwaltschaftlicher Auseinandersetzungen wieder eingestellt werden.

Der Ehemann der führenden g.e.b.b.-Mitarbeiterin ist dem Unternehmen als Syndikus verbunden. Das BMVg teilte der Zeitung auf eine entsprechende Anfrage mit, weder der Staatssekretär Beemelmans noch das Ministerium hätten „bisher Kenntnis von diesen Anwaltskosten erhalten“, die im Zusammenhang mit Abfindungen gestanden haben. Eine entsprechende Kenntnisnahme des Ministeriums sei auch bis zur Änderung des Gesellschaftervertrages „nicht erforderlich“ gewesen.

Die Anstellung eines längst pensionierten Ministerialrates wie Paul Fritz als Sicherheitsexperte habe etwas mit dessen „fachlicher Expertise aus früheren Tätigkeiten im Geschäftsbereich des BMVg“ zu tun gehabt. Fritz gilt als guter Bekannter und Freund des früheren Verteidigungs-Staatssekretärs Dr. Wichert. Der Staatssekretär war im Zuge der Kundus-Affäre aus dem Ministerium entlassen worden.

Das Ministerium erklärte, „eine direkte oder indirekte Einflussnahme von leitenden Beamten oder Beamtinnen des BMVg auf Abfindungsregelungen mit ehemaligen Mitarbeitern hat nicht stattgefunden“.

Innerhalb des Ministeriums und der Gesellschaft kursiert allerdings der Hinweis, dass es Abfindungen in speziellen Fällen „auf dringenden Wunsch“ bestimmter Abteilungsleiter gegeben habe.

Quelle: Presseportal

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Source Strand beach Lindos Kos Griechenland
Author dronepicr

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