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RENTENANGST

Streit bei linken Genossen

Erstellt von Redaktion am Samstag 24. März 2018

LINKEN – Abgeordnete widersprechen Wagenknecht

Sahra Wagenknecht bei der Bundestagswahl 2017 Wahlabend Die Linke (Martin Rulsch) 36.jpg

Das war dann wohl auch die letzte Stufe auf der Linken Leiter ?

Von Robert D. Meyer

25 Parlamentarier der Linksfraktion im Bundestag weisen Kritik der Fraktionschefin an der Parteiführung zurück.

Die jüngste Attacke von Sahra Wagenknecht gegen die LINKEN-Parteispitze hat innerhalb der Partei für heftige Reaktionen gesorgt. Im »nd«-Interview hatte die Linksfraktionschefin im Bundestag am Mittwoch erklärt: »Eine Partei, in der es ständig Streit und interne Reibereien gibt, wird nicht gut geführt.« Wagenknecht wendete sich damit direkt an die beiden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger, ohne diese allerdings namentlich zu nennen.

Am Donnerstag meldeten sich nun strömungsübergreifend 25 Abgeordnete der Linksfraktion mit einer Erklärung zu Wort, in der sie Wagenknecht nach ihrem Angriff auf die Parteispitze widersprechen. »Mit Erstaunen nehmen wir die inzwischen wiederholt öffentlich vorgetragene Kritik unserer Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht an der Arbeit der Parteispitze wahr. Wir teilen diese Einschätzung nicht«, heißt es in dem Brief der Parlamentarier. Ingesamt gehören der Fraktion 69 Mitglieder an. Wagenkencht teilt sich die Fraktionsführung mit Dietmar Bartsch. Er wird in dem kritischen Brief nicht angesprochen.

Nach Ansicht der Unterzeichner habe sich die LINKE seit dem Göttinger Bundesparteitag im Jahr 2012 »gut entwickelt« und sich von »davor liegenden Auseinandersetzungen gut erholt«. Dafür spreche aus ihrer Sicht das starke Wachstum der Partei und die »vielen Neueintritte, gerade auch von jungen Menschen«.

In der Bundestagsfraktion gäbe es hingegen »eine Vielzahl ungeklärter Konflikte und offener Probleme«. Der Fraktionsvorsitzenden werfen die Abgeordneten einen »nichtintegrativen Führungsstil« vor, der insbesondere viele der neuen LINKEN-Parlamentarier in dieser Legislaturperiode irritiere. »Wir schlagen daher der Fraktionsvorsitzenden vor, sich zunächst um die Klärung der Fragen in der eigenen Verantwortung zu kümmern. Da gibt es viel zu tun«, so der Appell der 25 Abgeordneten. Zu den Kritikern Wagenknechts gehören auch fünf Abgeordnete die zugleich Mitglieder des Parteivorstandes sind, darunter Thomas Nord, Christine Buchholz, Tobias Pflüger, Sabine Leidig und Caren Lay.

Die Unterzeichner wenden sich im Weiteren gegen die Idee einer von Wagenknecht vertretenen Idee einer linken Sammlungsbewegung. Ihr Agieren sei »völlig intransparent und ohne Rückkopplung mit unserer Partei. Allein diese Art des Vorgehens trägt die Gefahr des Scheiterns vieler bisherigen Bemühungen in sich.« Wagenknechts Kritiker fordern diese auf, ihre Vorhaben offen der Diskussion in der Fraktion aber auch in den Gremien der Partei zu stellen. Eine Kommunikation über Medien könne eine »seit Monaten anhaltende Diskussionsverweigerung mit den Mitgliedern der eigenen Fraktion bzw. Partei nicht ersetzen.«

Quelle    :         ND       >>>>>       weiterlesen

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Grafikquelle    :     Sahra Wagenknecht auf der Wahlparty der Linken zur Bundestagswahl 2017 in der Arena Berlin.

 

9 Kommentare zu “Streit bei linken Genossen”

  1. Piratenköpfchen sagt:

    Frau Dr. W. will offensichtlich eine Spaltung der Linken. Um das zu erreichen, braddelt sie das, was ihr Don Oscario ins Ohr flüstert… Sie sind Unruhestifter. Mehr gibt es zu dem Albtraum-Pärchen nicht zu sagen.

  2. Hannah sagt:

    Die Partei ist nicht der verlängerte Arm der Fraktionschefin
    Leander Sukov meint, Sahra Wagenknecht sollte nicht mehr in der ersten Reihe der LINKEN stehen

    Frau Wagenknecht-Lafontaine hätte nie in die erste Reihe kommen dürfen.

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1083349.fuehrungsstreit-in-der-linken-die-partei-ist-nicht-der-verlaengerte-arm-der-fraktionschefin.html

  3. Gründungsmitglied sagt:

    Es haben sich 25 Abgeordnete gegen die Position von Sahra gestellt in einem Schreiben.
    Und darum wird hier jetzt ein Bohey gemacht ? Wenn diese 25 die MdB sind, welche noch hinter Frau Kipping und Herrn Rixinger stehen, dann wären die auf dem kommenden Parteitag aber mit Pauken und Trompeten abgewählt worden. Die überwiegende Mehrheit von 44 MdB steht hinter Sahra.
    Das sind bei 69 insgesamt gute 64 %. Eine satte, deutliche Mehrheit !!

    Noch Fragen # 1 und # 2 ?

  4. Mona sagt:

    Ich habe diese Frau von Anfang an richtig eingeschätzt. Als sie in den Himmel gehoben wurde, positionierte ich mich schon damals gegen sie und musste dafür einiges einstecken. Wie wir sehen, hatte ich völlig recht. Diese Frau ist eine Populistin und Egomanin.

    Eine Unberechenbare an der Fraktionsspitze!!!!

    Wagenknecht kandidiert nicht für Linke-Fraktionsvorsitz. Das war im März 2015. Sie kandidierte doch! Wie man hörte, auf Geheiß ihres Lebensgenossen.
    Mit Pauken und Trompeten hätte man damals Frau Dr. W. durchfallen lassen sollen.

  5. Agnes sagt:

    Frau Lafontine muss weg…

    Wagenknecht aber scheint es auf eine Zermürbungstaktik anzulegen. Wohl wissend, dass an ihr als linkem Popstar niemand vorbeikommt. Ein trauriges Spektakel wird aufgeführt – mit ihrem Gatten, dem Ex-Vorsitzenden Lafontaine, als Strippenzieher.

    http://www.pnn.de/politik/1269352/

  6. Sandokan sagt:

    Die Spaltpilze der Partei DIE LINKE kommen aus Silwingen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

  7. Gründungsmitglied sagt:

    zu # 6

    In Silwingen wohnen keine Spaltpilze, sondern äusserst gesunde >> Stammzellen <<
    die sich " Christliche Soziallehre " nennt !

  8. Sandokan sagt:

    #7 – In Silwingen wohnen Stänkerer, die ihre Partei nerven! Basta!!!

  9. Piratenköpfchen sagt:

    Der LINKE-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi hat sich im Führungsstreit in der Linkspartei an die Seite von Fraktionschefin Sahra Wagenknecht gestellt. Wagenknecht sei die populärste Politikerin der LINKEN »und wer sie beerben möchte, soll sie offen herausfordern«, sagte De Masi gegenüber dem »nd«.

    Ohne Wagenknecht wäre Fabio De Masi nicht dort, wo er heute ist. Daher ist es nur allzu verständlich, dass der Bundestagsabgeordnete seiner Ex-Chefin beispringt.

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1083548.linke-politiker-de-masi-wer-wagenknecht-beerben-will-soll-sie-offen-herausfordern.html

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