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Saar-Piratin Jasmin Freigang-

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 7. Januar 2017

Zu klein für die Polizei – oder zu groß im Kopf ?

Die Piraten-Abgeordnete Jasmin Freigang will Polizistin werden. Der Polizeiarzt musterte sie als zu klein aus, Richter ordneten an, dass sie an weiteren Tests teilnehmen durfte.

Aus Sicht des Innenministeriums fehlt der Abgeordneten Jasmin Freigang die Größe für die Polizei. Die Piratin hat sich als Kommissaranwärterin beworben, erreichte beim Arzt die geforderte Mindestgröße nicht. Erst nach einer Klage wurde sie zu weiteren Tests geladen.

Mit 27 Jahren ist Jasmin Freigang die jüngste Abgeordnete des saarländischen Landtags. Als Jasmin Maurer wurde die junge Piratin aus Riegelsberg 2012 in das Parlament gewählt.

Bevor der Wähler möglicherweise ihre politische Karriere bei der Wahl im März beendet und den Piraten die rote Karte zeigt, hat die Vizefraktionschefin und Schatzmeisterin der deutschen Hamstervereinigung selbst neue Zukunftspläne geschmiedet. Freigang will die Farben wechseln, vom einst orangenen Dress der Piraten in die blaue Uniform der saarländischen Polizei . Sie hat sich als Kommissaranwärterin beworben, wurde aber schon beim Polizeiarzt ausgemustert. Dessen Diagnose: Zu klein. Immerhin war für Frauen eine Mindestgröße von 1,62 m gefordert. Demnach wäre die Piratin schon nicht mehr zum schriftlichen Aufnahmetest zugelassen worden. Freigang selbst beteuert, bei eigener Messung und der eines anderen Arztes seien Ergebnisse von 161,5 Zentimetern (abends) und 163 Zentimetern morgens erreicht worden.

Quelle : SOL >>>>> weiterlesen

Fotoquelle : RichardMcCoyEigenes Werk

 

 

 

 

Ein Kommentar zu “Saar-Piratin Jasmin Freigang-”

  1. Regenbogenhexe sagt:

    Jasmin Freigang
    5. Januar um 21:49 ·

    Eigentlich hatte ich ja nicht vor, das an die große Glocke zu hängen, bzw damit hausieren zu gehen, aber da das andere bereits für mich getan haben, bleibt mir nichts anderes übrig. Gemeint ist zu dem Artikel in der heutigen Saarbrücker Zeitung. Genauer, der mit dem Titel „Piratin Freigang zu klein für Polizeiuniform?“

    Eigentlich sollte man doch erwarten, das ein seriöser Artikel die Sachlage darstellt. So, wie verschiedene Tageszeitungen dies in anderen Bundesländern getan haben, in denen die Mindestgröße (die teils verschieden war / ist) erfolgreich angefochten wurde. Das war hier nicht der Fall. Man könnte viel eher meinen, dass einziger Sinn des Artikels war, mich als absolute Versagerin, Doofie oder Naivchen darzustellen. Oder warum ist es sonst so wichtig, darzustellen, in welchem Hobbyverein ich bin? Wie mein bisheriger beruflicher Werdegang war?
    Zunächst war ich der Auffassung, das Innenministerium habe ein Sicherheitsproblem, denn ich bin NICHT aktiv mit Infos über die erfolgreiche Klage in die Öffentlichkeit gegangen. Dies kann aber nicht sein, denn sonst wäre dem Redakteur auch mein IHK Zeugnis meiner abgeschlossenen Berufsausbildung bekannt gewesen. Oder meine fast 10 Jahre Kampfsporterfahrung (der schwarze Gürtel winkt schon). Wie dem auch sei, das tut nichts zur Sache.

    Was mir viel eher negativ aufstößt ist die Tatsache, wie da über kleinere Menschen gesprochen wird. Die 7 Anwärterinnen und Anwärter als „Zwerge“ zu bezeichnen, ist mehr als diskriminierend. Sind kleine Menschen etwa Menschen zweiter Klasse? Sind es Polizisten zweiter Klasse?? Ich bin mir sicher, diese 7 Personen sind hervorragende Polizeianwärter. Immerhin haben sie sich mit ca 100 anderen bei 4 Aufnahmeprüfungen gegen über 1200 Bewerbern durchgesetzt.
    Diese 7 bekamen eine faire Chance, sich zu beweisen, und das haben sie getan.

    Seltsam nur, dass es mir und anderen 20 Bewerbern in diesem Jahr verwehrt sein soll. Liegt es am Parteibuch? Gilt denn etwa nicht gleiches Recht für alle? DAS ist der wahre Skandal. Und nicht, ob ich Hamster züchte, kleine Entchen in den Teich schubse oder in einem rosa Tütü an der Saar entlang jogge.

    Die Gründe für eine Mindestgröße sind „Einsatztaktische Gründe“. Fragt man näher nach, erhält man die Antwort, „das würde seit 1989 bereits so gemacht“. Fragt man nach wissenschaftlichen Hintergründen, so kommt nichts. Ein Schelm wer da nun denkt, dass es pure Willkür sei. Oder wie sonst erklärt man sich, dass einige Bundesländer eine andere Mindestgröße haben? Oder garkeine, wie beispielsweise die Bundespolizei? Stopp, Moment.. Die bei der Bundespolizei ist nun weg, weil da bereits vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt wurde und dieses eine Mindestgröße, die nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, als diskriminierend eingestuft hat.
    Nun stellt sich die Frage: sind Bundespolizisten, die kleiner als 162cm sind, schlechtere Polizisten? Oder können die 7 Anwärterinnen und Anwärter weniger für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen? Wenn dem so ist, riskiert das Innenministerium absichtlich die Sicherheit der Menschen? Fragen über Fragen.

    Aber an sich ist es gut, dass der Artikel online kam. Angenonnem es kommt zu einer Einstellung, na dann wäre doch das Gerede groß, man habe mich mit einem Job versorgt.

    Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, aber ich glaube, das würde dann keiner mehr lesen. Sicherlich wird das Eine oder Andere, was mir noch auf den Lippen liegt, in Kommentaren raus rutschen. Nur noch so viel: Größe misst man nicht mit einem Zollstock, Maßband oder Schieberle. Größe erkennt man daran, wenn sich jemand erhebt, wenn Unrecht getan wird. Wenn sich jemand seinen Ängsten stellt. Wenn jemand für Andere eintritt. Wenn sich jemand traut, den Mund aufzumachen und die Wahrheit spricht, obwohl 100000 Menschen gegen einen sind.

    Und nun noch DANKE. Danke an die vielen Zuschriften heute. Den Zuspruch von Piraten, Ex-Piraten, Mitgliedern von SPD, Linke, FDP und zum Teil auch CDU, aktiven und pensionierten Polizisten (auch die weibliche Form ist damit gemeint) und an die Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg (ihr seid die BESTEN!)
    Und danke auch an andere aus der Fraktion „zu klein für die Uniform 2017“, die sich aufgrund des Artikels bei mir gemeldet haben.

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