DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Oskar und die Fremden

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 13. September 2015

Oskar und der zivile Ungehorsam

Jetzt zaubern DIE Linken also einen Plan B für Europa aus ihren Zylinder. Als Eingeständnis mit ihren Plan A  doch ziemlich auf die Nase gefallen zu sein. Alles desillusionierte Träumer also, welche da glaubten das die Gegenseite mit großen Augen und in stoischer Gelassenheit das Feld räumen würde, sobald Die Linken nur einmal von ihren Sitzen aufstehen?

War nicht genau das, was dann folgte zu erwarten, als sich eine kleine Splittergruppe aufmachte und glaubte die Führung in Europa übernehmen zu können? Völlig ohne jeden Rückhalt aus der eigenen Bevölkerung und voll im Regen stehengelassen, von den auch aus dem Ausland zuvor erhofften Sympathisanten?  Außer einigen leeren Worthülsen hatten alle plötzlich Angst von den großen Mächten des Kapital verlassen zu werden. Ging es doch letztendlich wie immer in dieser Welt um ein festes, geregeltes Einkommen von Parteibonzen.

So wurden wir doch immer wieder mit all den Lobpreisungen über diese großen Politiker wie Varoufakis, Lafontaine, dem französischen Linkspartei-Chef Jean-Luc Mélenchon oder den früheren Vize-Finanzminister Italiens, Stefano Fassina regelrecht zugeschüttet. Europa hat nun gezeigt dass auch die, sogar das Wasser anbrennen lassen und sich so auch ihre Großtaten der Vergangenheit im Nebel verflüchtigen? Alle Verheißungen haben sich schließlich in Luft aufgelöst und das Fähnchen wurde einmal mehr den wechselnden Winden ausgesetzt.

So setzt man nun auf zivilen Ungehorsam und traf  sich in Frankreich auf dem linken Volksfest „Fête de l’Humanité” im Pariser Vorort La Courneuve, um dort für ein neues Strategiepapier zu  werben. Mag dieser „zivile Ungehorsam“ von den „Schotterern“ hier im Land so gesehen werden, da die Basis den Anweisungen ihrer „Führung“ nachkam, die Auftraggeber aber die gegen sie verhängten Gerichtsstrafen brav bezahlten und für die aktiven Täter gnädiger Weise gesammelt wurde.? Beim Aufmarsch von Occupy wurden die hohen Herrschaften gar auf der anderen Straßenseite gesichtet.

Obwohl vielfach gefordert, -zehn Jahre wurde der zivile Ungehorsam im Lande immer wieder von außerhalb der Partei angesprochen, – ohne dass auch nur einmal der Wille dazu, auch nur im Ansatz angedeutet wurde. Stattdessen waren die bekannten Phrasendrescher nahezu tagtäglich mit leeren Androhungen hörbar, welche heute niemand mehr aufschrecken kann Zu fest klebt wohl das Portemonnaie des Kapitalismus an der eigenen, rechten Hinterbacke?

Überhaupt, Lafontaine hat er es doch in seiner gesamten politischen Laufbahn immer sehr geschickt verstanden sich an die jeweils regierende Macht anzuhängen. Nun ist er also bereit, auch einmal ein persönliches Risiko einzugehen und entgegen der Staatsräson zu agieren? 70 Jahre muss Mensch altern, um auch einmal über den eigenen Schatten hinweg zu springen? Nun wer daran noch glaubt, ist sicher immer noch davon überzeugt dass die Kinder vom Klapperstorch gebracht werden.

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Fotoquelle / Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

27 Kommentare zu “Oskar und die Fremden”

  1. David der Kleine sagt:

    Wer in der Linkspartei „ungehorsam“ ist, wird bestraft 😀

  2. Saarbrigger sagt:

    #1 – Mitglieder, die Lafo zu kritisch, vor allem zu ungehorsam waren, wurden „entsorgt“ mit Hilfe „seiner“ wissenschaftlichen Mitarbeiter in der Fraktion DIE LINKE im Landtag des Saarlandes.

  3. Ludwig sagt:

    Plan B aus der Silwinger Mottenkiste?

  4. Ritschie Towar sagt:

    Im Supermarkt an der Kasse

    „…“

    „Nein, das ist kein falscher Pfandbon. Der Zettel ist
    mein Mitgliedsausweis der Partei DIE LINKE. Ich daaarf
    nicht zahlen…“

    „…“

    „Warum nicht?? Das ist schnell erklärt. Der Oskar hat
    gesagt und die Sahra hat gesagt und der Varo – ja ich
    mach es kurz. Also: ich muß zivil ungehorsam sein, der
    Euro ist nur ein Nutzen und ein Frommen für den Reichen.
    Und deswegen darf ich nicht zahlen.“

    „—!!!“

    „Nein, noch viel reicher als der Oskar. Kurz: die Nummer
    des Parteiausweises auf der Rückseite vom Kassenzettel
    notiert, ich unterschreibe und ihr schickt das dem Oskar,
    der das dann zahlt. Ziviler Ungehorsam und gut.“

    „…“

    „Dann soll die Filialleiterin halt schnell beim Oskar
    anrufen.“

    „…“

    „Wenn euch das alles zu lange dauert, dann macht halt
    extra eine Kasse für den zivilen Ungehorsam der Mit-
    gliederinnen und Mitglieder der Partei DIE LINKE auf,
    was hindert euch??“

    „…“

    „Was?? DIE NICHT-LINKE?? Ha ha, der ist gut. Bald ist
    auch Fastnacht.“

  5. rewe2008 sagt:

    #2

    … und die machen das rein wissenschaftlich.
    Und damit sie sich dabei nicht die Finger schmutzig (igitt) machen, tragen sie doppelte Latex-Handschuhe, die haben sie aus Homburg geschenkt bekommen.

  6. Oscars Liebling sagt:

    Oskar Lafontaine:
    „Unseren Plan B für Europa, den ich gemeinsam mit Yanis Varoufakis, Zoi Konstantopoulou , Jean-Luc Mélenchon und Stefano Fassina gestern in Paris vorgestellt habe.“

    „Der Euro ist das Werkzeug politischer und ökonomischer Dominanz einer kleinen europäischen Elite geworden. Diese Oligarchie versteckt sich hinter der deutschen Regierung, erfreut darüber, dass Frau Merkel all die Schmutzarbeit macht, zu der andere Regierungen unfähig sind.“

    Pour un sommet du plan B en Europe

    https://www.youtube.com/watch?v=c4lGeGqGhOk

  7. Jürgen Rosenberger sagt:

    Ohne Worte

    https://scontent-bru2-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xfp1/v/t1.0-9/12006309_967800516674058_3981754624223021281_n.jpg?oh=21b2162fee0386154e95df7a86c177c8&oe=566A71CD

  8. AntiSpeichellecker sagt:

    #5
    «Wissenschaftliche Mitarbeiter sind das Werkzeug vom Kaiser von der Saar. Der sich freut, dass andere für ihn die Schmutzarbeit machen/machten.»

  9. Saarfelser sagt:

    In einem Ausschlussverfahren gegen ein Mitglied aus Merzig waren allerdings keine wissenschaftliche Mitarbeiter verantwortlich. Diese Arbeit erledigte T. L.
    Die Triebkraft waren die Speichellecker aus Beckingen.

  10. Heinz sagt:

    Im Gespräch mit Sahra Wagenknecht
    War der Mauerfall für Sie ein Glücksfall?

    http://www.deutschlandradiokultur.de/sahra-wagenknecht-war-der-mauerfall-fuer-sie-ein-gluecksfall.970.de.html?dram:article_id=330958

  11. Helene Langguth sagt:

    Natürlich war der Mauerfall ein Glücksfall für Frau Hummerknecht.
    Im Osten hätte sie vermutlich keine sieben Bücher schreiben können 😉

  12. Beethoven sagt:

    # 10
    Für die einen war der Mauerfall ein Glücksfall, für andere Kratzfüße machen.

  13. Engelstrompete sagt:

    Er ist wieder daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

    Die Fraktion der Linken im Landtag hat sich empört über den jüngsten Fall von Ausbeutung bei Leiharbeitern im Saarland geäußert. Die Zollbehörden müssten nun stärker kontrollieren. Fraktionschef Lafontaine sagte, der Fall beim Saarbrücker Dienstleister Saar-Immo beweise, dass Ausbeutung und Lohndrückerei in Deutschland nach wie vor zum Alltag gehörten. Lafontaine befürchtet, dass „verantwortungslose Unternehmer“ auch Flüchtlinge missbrauchen könnten, um sie illegal mit Hungerlöhnen zu beschäftigen. Leiharbeit müsse verboten werden.

  14. Regenbogenhexe sagt:

    Die Politik muss nach Ansicht der Linksfraktion im Landtag die Aufnahmebereitschaft der Bürger für die Flüchtlinge fördern. Es gehe darum, Ressentiments nicht aufkommen zu lassen.

    Fraktionschef Lafontaine forderte konkrete Angebote für Arbeitslose und Geringverdiener. Zudem mahnte er, Zuwanderung dürfe nicht zu Lohndrückerei führen und soziale Ängste verstärken.
    Wenn die Politik nichts dagegen tue, würden rechtsextreme Parteien Zulauf haben.
    Positive Signale könnten sein, den Mindestlohn auf zehn Euro und den Hartz-IV-Satz auf 500 Euro anzuheben.

  15. Alternativer Linker sagt:

    Saarbrücken – Nach der Mittagspause gönnten sich die Abgeordneten des Saar-Landtages einen süßen Nachschlag …

    Bis auf 2 Enthaltungen (Piraten Jasmin Maurer und Andreas Augustin) stimmten sie alle für eine Gehaltserhöhung von jetzt 5307 Euro im Monat auf 5408 Euro.
    Und ab 1. November 2016 gibt‘s dann 5522 Euro.

    Mir fehlen die Worte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  16. Regenbogenhexe sagt:

    …..

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Abgeordnete-Beamte-Diaet-Geld-Gewerkschaften-Landtage-der-deutschen-Bundeslaender-Landtagsabgeordnete-Loehne-und-Einkommen;art446398,5904208

  17. Regenbogenhexe sagt:

    Zitat aus BLÖD

    Die Linken verweisen auf die Koppelung: „Diese Vereinbarung tragen wir mit. Unabhängig davon spenden die Abgeordneten der Linken seit Jahren für soziale Zwecke.“

  18. Regenbogenhexe sagt:

    Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag hat die von der Landesregierung vorgelegte Änderung des Mediengesetzes abgelehnt.

    Barbara Spaniol, medienpolitische Sprecherin der Fraktion erklärte: „Auch mit dieser Gesetzesänderung wird die Vetternwirtschaft von CDU und SPD in den Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an der Saar problemlos weitergehen.“ Wenn weiterhin so viele Vertreter, Funktionäre und Freunde vor allem der Regierungsparteien in Verwaltungs- und Rundfunkrat des SR entsandt würden, könne von Staatsferne weiter keine Rede sein.

    Die Linke fordert daher, dass die Mitarbeiter des SR eigene Vertreter in den Verwaltungsrat wählen können. „Eine stärkere Beteiligung der Beschäftigten ist das beste Mittel gegen Parteifilz und Vetternwirtschaft“, erklärte Spaniol.

  19. rewe2008 sagt:

    #15

    Bei der Lage der Dinge kann man sich gut enthalten:
    Die EURONEN bekommen die beiden auch.

  20. Engelstrompete sagt:

    Hat sie tatsächlich keine Ahnung Die Linke Abgeordnete Ensch-Engel?

    Frage der Abgeordneten Ensch-Engel im Landtag v. 15.07.( Blatt 3310, S. 20 von 105 )

    Tatsache ist, dass die Vorgehensweise, mit der die Änderung der Endlagerfrage, die Änderung der Zurückholbarkeit vorgenommen wurde, ein falscher Weg war. Das ist ein Weg, der dazu geführt hat, dass wir noch mehr verunsichert sind, als wir das ohnehin schon waren. Ich finde es einfach nicht gerechtfertigt, dass man nun die Bedenken, die andere Fraktionen haben, so unter den Teppich kehrt und sagt, wir wären Angstmacher. Das sind wir nicht!

    (Abg. Wegner (CDU): Zuhören und verstehen!)
    Wir haben vielleicht ein bisschen mehr Ahnung von Technik als Sie,

    (Lachen bei den Regierungsfraktionen)

    und wir fallen auch nicht auf die Hochglanzprospekte der Firma ANDRA rein. So einfach ist das. – Und jetzt fange ich mit meinem Vortrag an.
    (Zurufe von der CDU.)

  21. Waldschrat sagt:

    Linke Gutmenschen wollen keine Flüchtlings-Halle

    http://www.mzw-widerstand.com/linke-gutmenschen-wollen-keine-fluechtlings-halle/

    Ich bin perplex.

  22. Ingo Engbert sagt:

    Das ist keine Überraschung! Eine gestern veröffentlichte Umfrage von Emnid besagt das 61 % der Unions-Wähler mit der derzeitigen Flüchtlingspolitik unzufrieden sind. Bei den Linken vertreten diese Auffassung sogar 80 Prozent.
    Einen Trend über welchen ich hier vielfach ausführlich berichtet habe da er genau meinen eigenen in der Partei gemachten Erfahrungen entspricht. Soviel zum Sozialismus dieser Spinner, welche nicht einmal in der Lage sind ihre Situation realistisch einzuschätzen.

  23. Judith Bachmann sagt:

    Die Scheinheiligen Gutmenschen.
    Ich könnt mich mal wieder schlapp lachen!

  24. rewe2008 sagt:

    #21

    Da kann man doch schnell für Abhilfe sorgen:
    Jeder, der diese Camps nicht mag, sollte hinfahren und sich 2 Flüchtlinge (oder mehr) abholen, die er dann bei sich zuhause unterbringen kann.
    Dann müssen die (Flüchtlingslager) ganz schnell schließen, weil ihnen die Kunden ausgehen.

  25. Vergissmeinnicht sagt:

    Oskar Lafontaine: Friedensnobelpreis für Merkel?

    http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/b/1/f/1/t/oskar-lafontaine-friedensnobelpreis-fuer-merkel/

    Zu 60% schließe ich mich der Meinung von Lafo an.

  26. rewe2008 sagt:

    … wo er recht hat, hat er recht!

  27. Zuckerschnute sagt:

    Große Töne vom MP aus Thüringen und nun das:

    Thüringer Landkreis verweigert Aufnahme von Asylbewerbern

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