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Markus Lanz

Erstellt von Gast-Autor am Samstag 25. Januar 2014

Fass die Sahra, Markus fass!

File:Markus Lanz bei Menschen 2012.jpg

Autor: U. Gellermann

Rationalgalerie

Datum: 24. Januar 2014

So eine schöne große Frau, denkt sich der Moderator, warum habe ich die nicht abgekriegt? Und für einen Moment wird ihm bewusst was er ist: Ein billiger Schwätzer, eine intellektuelle Eintagsfliege, einer, der dieser Frau im roten Kleid nicht das Wasser reichen kann. Und weil das so ist, sagt sich der Markus Lanz, mache ich die Sahra Wagenknecht jetzt fertig. Denn bisher, wann immer er sich in seinen Diskussionsrunden mit der Bundestagsabgeordneten auf ein Gespräch eingelassen hatte, ist er mit eingezogenem Schwanz nach Hause gegangen. Zuletzt in einer Debatte um die Millionärsteuer, da nahm er zwar die Brechstange und fragte, ob denn sie selbst oder noch mehr Oskar Lafontaine verblödet wären, aber auch in dieser Runde war er mal wieder nur peinlich.

Markus Lanz weiß was er tut: Als Moderator beim ZDF bekommt er jährlich 1.248.000 €. Seit Oktober 2012 moderiert er „Wetten, das…?“ und erhält dafür jährlich weitere 128.000 €. Mit der Talkshow „Markus Lanz“ steckt er nochmal 250.000 € jährlich ein. Wieviel Millionen aus seiner Produktionsgesellschaft „Mhoch2“ in seine Taschen fließen ist nur zu vermuten. Wer solche Summen einsackt, der hat was zu verteidigen. Also ran an die Sahra, mit dem Klassiker-Instrument des Talk-Show-Diktators, der stupiden Ja-Nein-Frage: „Raus oder rein?“ – „Euro – Ja oder Nein?“ Flankiert von der Totschlagfrage „Ja, was ist Europa?“ Und als diese Frage tatsächlich nicht in zwei Sekunden beantwortet wird, schiebt der öffentlich-rechtliche Rammbock hinterher: „Sagen Sie’s mal!“

Es sind nur noch wenige Monate bis zu den Europawahlen. Und es sieht nicht nach einem guten Ergebnis für die Parteien aus, die seit Jahr und Tag in den Rundfunkräten sitzen. Natürlich ruft von denen keiner den Lanz an und vergibt Aufträge. Aber das gute TV-Hundchen Markus hat eine feine Nase: Die Einschaltzahlen bei dem von ihm moderierten ZDF-Flagschiff „Wetten dass?“ sinken. Noch steht die Kündigung nicht ins Haus, aber wenn er jetzt die Wagenknecht fertig macht, das gibt dann Bonuspunkte. Aber selbst dafür, trotz eines starken Senders im Rücken und assistiert vom Sternautor Hans-Ulrich Jörges, reichten die paar Gramm grauer Zellen nicht, über die Lanz verfügt. Ob diese Niederlage das ZDF veranlasst, weiterhin Rundfunk-Gebühren in einen Millionär mit begrenzter Reichweite zu investieren?

Ein Jeep fährt durch Äthiopien: Markus Lanz ist, scheinbar im Auftrag der UNICEF unterwegs, um neue Brunnen anzulegen. Auf dem Geländewagen ist der Schriftzug VOLVIC zu erkennen. Das ist das Wasser, vom Danone-Konzern produziert, in dem im letzten Jahr das Herbizid Atrazin gefunden wurde. Wenn man VOLVIC trinkt, so die Marketing-Kampagne, dann finanziert man damit neue Brunnen in Äthiopien. Und Lanz ist das Gesicht der Kampagne. Die peinliche Frage von CharityWatch nach den 0,018 Euro, die pro Kasten VOLVIC nach Äthiopien fließen beantwortet Lanz faktisch so: „Die wirklich großen Entscheidungen werden ja heute nicht nur von Spitzenpolitikern, sondern auch in Vorstandsetagen getroffen. Und – entgegen der allgemeinen Schelte – steht dort eben nicht nur und ausschließlich der Profit im Fokus.“ Nicht nur ausschließlich: Das ist wie beinah fast doch.

Oscar-Preisträger Tom Hanks wünschte sich nach seinem Auftritt im bei Lanz, dass ihn jemand „da rausgeholt“ hätte. Der britische Sänger Robbie Williams will nie wieder „drei Stunden auf diesem Sofa (bei Lanz) sitzen“. Aber als einmal Edmund Stoiber den Lanz besuchte, wußte der Moderator zu schleimen: „Der Auftritt von Edmund Stoiber in unserer Talkshow war für mich ein Highlight“. Als Sahra Wagenknecht, mal wieder von einem entfesselten Lanz unterbrochen worden war, redet sie über den schnellen Wechsel aus Regierungsämtern in die Wirtschaft. Darauf fiel dem testosterongesteuerten Moderater, dessen Publikum der Wagenknecht applaudierte, ein: Das ist doch Populismus. Damit das ZDF seinem Publikum endlich mal zuhört und sich von Lanz trennt, gibt es eine wunderbare Petition, die inzwischen deutlich mehr als 160.000 Unterstützer zählt:

https://www.openpetition.de/petition/online/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr

Es ist geradezu ein Akt der Sozialhygiene diese Petition zu unterschreiben.

Wer mehr Schmöcke lesen will findet sie hier:

http://www.amazon.de/Der-Schmock-Das-bekannte-Unwesen/dp/3844276165


Grafikquelle :    Markus Lanz Moderator bei Menschen 2012

Source Own work
Author Yannik Bikker

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5 Kommentare zu “Markus Lanz”

  1. Dr. Schiwago sagt:

    He? „Testesterongesteuerter Moderator“? Was Lanz denkt, weiß doch keiner. So groß ist Frau Wagenknecht nun auch nicht?

    Bei der Frau scheinen viele testerongesteuert zu sein, wenn sie sie sehen.

    Ich habe schon schönere von der Bettkante verwiesen.

  2. Osimaus sagt:

    Ich bin doch nicht bekloppt und unterschreibe die Petition. Für Frau Wagenknecht, eine Kommunistin, eine, die zur Wende in die SED eingetreten ist. Für alle Bürgerrechtler in der DDR ist dies eine Klatsche ins Gesicht. So gehts wohl nicht.
    Die Gesellschaft kann man so nicht verändern.
    Die Frau hat erreicht, was sie will. sie ist in aller Munde und das war das Ziel.
    Ob man Lanz mag oder nicht, ich muss mir seine Sendungen nicht aunschauen. Da habe ich die Wahl und das ist gut so.
    „Sozialhygiene“ müßte man auf anderen Gebieten betreiben und als aller ERSTES IN DER LINKEN, Herr Gellermann.

  3. Bärwurz sagt:

    Wow 160.000 „Unterstützer“.
    Ob die Petenten die Linkspartei auch im BTW-Wahlkampf aktiv unterstützt haben? 😉
    Mir drängt sich der Eindruck auf, der Besuch bei Lanz war mit Bedacht gewählt worden, um die Weichen für den 15./16.02. (Europaparteitag) zu stellen; hinlänglich ist bekannt, dass Lanz jedem ins Wort fällt.

  4. Ein Leser sagt:

    Man könnte es so sehen, Lanz ist ein Bauernopfer. Ein wohldurchdachter Schachzug der Sahra W., um Stimmen zu fangen. Ihr Lebensabschnittsgefährte kann sie wunderbar unterstützen.

  5. Jessica sagt:

    „Sozialhygiene“ in den Schiedgerichten der Partei DIE LINKE!!!

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