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RENTENANGST

Linkes zerfleischen sich in Münster

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 13. Dezember 2013

Theo Knetzger verlässt die Partei.

Es ist der Zerfall welchen wir prophezeit haben, schon lange und in vielen Artikeln. Über den Kreisverband Münster insbesondere mit den Artikeln „KV Münster am Ende“ und „Der nächste Linke geht in Münster“. Jetzt geht wieder Einer und bald ist keiner mehr da, welcher noch gehen kann. Theo Knetzger verlässt die Partei.

Auffällig, es ist der Heimatverband des Vorsitzenden vom Landesverband NRW welcher sich auflöst. Indirekt ein Versagen von Rüdiger Sagel welcher noch nicht einmal den eigen KV zusammenhalten kann. Nach dem Desaster zum Martinstag ein erneuter Beweis, dass ein loses Mundwerk in der Politik nicht ausreicht. Er folgt damit dem politischen Oberspinner Blocks welcher gerade den KV Bottrop zerlegt und demnächst im Stenkhoffbad seine Folienarbeit als Bademeister waschen kann,

Wobei es immer wieder erheiternd ist zu lesen wie politische Traumtänzer gleich die Niederlegung des Mandats fordern. „Das ist unter aller Kanone“, kommentierte Fürup als KV Sprecher von Münster das Verhalten seines Ex-Parteifreundes. War doch sein direkter „Chef“, Rüdiger Sagel der erste Mandatsträger für die Linke in einen Landtag Westdeutschlands. Mit gebracht hatte er dieses Mandat von den Grünen. In der Wikipedia lesen wir dazu wie folgt:

„Am 15. Juni 2007 trat Sagel aus der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen aus. Gleichzeitig erklärte er den Austritt aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Am 16. Juni 2007 besuchte er als Gast den Gründungsparteitag der Partei Die Linke in Berlin und wurde von Parteichef Oskar Lafontaine sowie von Delegierten mit Beifall begrüßt. Am 23. Oktober 2007 gab er bekannt, der Partei Die Linke beigetreten zu sein.“

Bei solch eindrucksvollen Verhaltensvorbildern lassen die immer wieder aufkommenden, unqualifizierten Forderungen eine gewisse Naivität nicht verbergen.

Münsters Linke in Not
Knetzger tritt aus und nimmt sein Mandat mit

Die Linken schrumpfen weiter: Anfang 2013 waren sie noch zu dritt. Als Raimund Köhn die Linken verließ, waren sie nur noch zu zweit im Rat. Seit Donnerstag sind die Linken bei einem Mandat angekommen. Linken-Ratsherr Theo Knetzger wird bis zur Kommunalwahl als fraktionsloser in diesem Gremium sitzen.

Am Donnerstagmorgen hat er nach dem ständigen Zoff mit seinen Linken die Ratsgruppe beim Oberbürgermeister abgemeldet. Am Freitag wird Knetzger auch seine Mitgliedschaft bei den Linken kündigen.

Letztlich ein formaler Akt, für Knetzger aber ein Schlussstrich unter die nicht enden wollenden Querelen mit dem eigenen Parteivorstand.

Quelle: Muenstersche Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Fotoquelle: DL/Redaktion

9 Kommentare zu “Linkes zerfleischen sich in Münster”

  1. Münsteraner sagt:

    Das Ganze fing einmal so gut an, dann kamen die Geier. Und heute ein schleichendes Siechtum. An und für sich schade. Die Idee war gut.

  2. [bremer] sagt:

    So ist das, wenn sich die Geier (=Beutegemeinschaften) um den Braten streiten.

  3. HJ. L sagt:

    In Münster habe ich einst die WASG kenengelrnt und bin darum aus der SPD austreten. Jetzt werde ich wieder entäuscht, da es in unseren Nachbakreis auch nicht besser aussit. Keiner will arbeiten von der faulen Bande. Alles muss man selber machen. Lange kucke ich mir das auch nicht mer an und werde gehen.

  4. Fischkopf sagt:

    FAULE 😉 gibt es überall, gut sichtbar bei MdL’s.

  5. [bremer] sagt:

    #4
    Das ist ihre Art von „Politikwechsel“ 😉

  6. emschergenosse sagt:

    #3 – HJ. L …

    was bist du denn für ein Zeitgenosse???

    Oben auf dem Bild links – ist der vielleicht einer von denen, die nicht arbeiten wollen und nur glotzen? Mensch – hau rein und bring das faul Pack einfach zum Laufen.

  7. Karl-Heinz Reinelt sagt:

    „DIE LINKE packt ein, was soll sie auch sonst machen“ ist das Foto zum Artikel betitelt.

    Dass DIE LINKE zu dem zurückfindet, wofür die 2004 gegründete soziale Bewegung von „unten“, die mit vielen Ideallist_innen durchsetzte WASG stand, gerät anscheinend noch nicht mal ansatzweise in den Fokus zur Ausbremsung des Zerfalls der Linkspartei bzw. zu deren Restrukturierung.

    Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man nüchtern konstatiert, dass die Fusion der WASG mit der PDS zur „Einheitspartei“ DIE LINKE von vorneherein ein abgekartetes Spiel von eiskalten Berufspolitikern, rhetorisch geschulten Gewerkschaftern und vor allen DKP/PDS-Apparattschiks war, mit ihrem brünstigen Verlangen, außerhalb der SPD-Nomenklatura Parlamentssitze zu ergattern, Macht über Menschen zu gewinnen und sich an der Diätenwirtschaft des Bundestages genüsslich zu weiden, ohne die Basis partizipieren zu lassen, versteht sich.

    Die WASG als glaubwürdig sozial engagierte Bewegung, die sich weder mit verquasten Ideologien, noch antiquiertem Klassendenken, noch spießigem Sozialneid präsentiert und auch Querdenker zu tolerieren und einzubinden versteht, wurde bei der feindlichen Übernahme durch die aus der Zeit gefallene barbarische Tyrannus-Rex-SED-PDS-DKP-Politikerkaste tendenziell bis auf die Knochen abgenagt.

    Die ursprüngliche, die originär an sozialer Gerechtigkeit orientierte WASG wurde ratz-fatz entkernt, die kritischen, nach mehr direkter und nach Basisdemokratie strebenden, maßvollen Reformer, die „Real“-Idealisten wurden gnadenlos systematisch hinausgedrängt. Der WASG-Mohr hatte seine Potemkindorf-Fassaden-Schuldigkeit getan. Fähige, glaubwürdige sozialintegrative Menschen waren dem Machthunger der Alt-Kader nur noch lästig.

    Die hartgesottenen Politprofis und linientreuen Funktionäre schreckten und schrecken vor keiner Unflätigkeit zurück, wenn es darum geht, die Ansätze neuer basisdemokratischer, sozial engagierter Kultur schon im Keim zu ersticken mit den bekannten SED-Psychoterror-Mitteln wie Beschimpfung, Erniedrigung, Verleumdung, Diffamierung, Kaltstellung, Isolierung und Hetze à la Freisler, um ausschließlich den stromlinienförmigen Links-Fake-Eigenprodukten den Marsch nach vorn an die Fressnäpfe des bestens melkbaren, parlamentarischen Systems zu ermöglichen.

    Die WASG-usurpatorischen DIE LINKE-Apparatschiks, die bereits deutlich erkennbar ihr eigenes Wahlvolk aussperren und längst begonnen haben, neo-liberale Grundsätze zu integrieren und einen Apparat vergleichbar einer politische Konservenfabrik zu installieren, praktizieren ein überholtes und demokratieschädliches Konzept.

    Populistisch orientiert sich das Politfarce-Konglomerat machtbesessener Vorteilssucher ohne jegliche Moral der DIE LINKE nur noch an Umfragen und unternimmt gerade so viel, um sich von Wahlperiode zu Wahlperiode durchzuhangeln und gerade eben so wieder an die Macht zu kommen.

    Möge doch dieser Linke-Verschnitt sich selbs zerfleischend einpacken, kein basisnaher, demokratischer, sozialintegrativer, zeitgeistiger Mensch braucht die Sozialismus-Schimäre von vorgestern.

    Ganz besonders im Westen fehlt allerdings eine politische Kraft wie die WASG von damals, eine glaubwürdige, sozial engagierte Bewegung.

    Die politischen SED-PDS-DKP-Todesschwadrone würden sie bei einer Reaktivierung aber erneut zerschlagen. So viel ist gewiss, denn das neoliberale Establishment hat den Gro-Ko-Deal mit der DIE LINKE abgeschlossen,indem deren Funktionäre den Mächtigen die „direkten“ Demokraten vom Hals halten, die ohne schmarotzende Repräsentanten à la Linkspartei auskommen würden, da sie prinzipiell alle relevanten Entscheidungsfindungen durch unmittelbare Beteiligung generieren.

  8. E. Haiyer sagt:

    @ 7
    Wow!
    Mal zur Klarstellung: Die Zerdepperer der Linken im Saarland kamen aus der WASG!!!! Man kennt sie nämlich.
    Es ging ihnen nur um die FRESSTRÖGE!!!
    Man kann es auch arg übertreiben mit Analysen.
    „Die politischen SED-PDS-DKP-Todesschwadrone würden sie bei einer Reaktivierung aber erneut zerschlagen.“ Wo denn, im Saarland? 🙂
    Oh heidenei.

  9. thomas weigle sagt:

    Die Linke hat auch Wichtigeres zu tun als sich mit profanen Dingen wie dem Prekariat zu beschäftigen. Awareness heißt das neue Zauberwort. Und wenn der Rassismus seine grässlich-hässliche Fratze in Gestalt des Jim Knopf in „Wetten dass“ zeigt, muss dies laut- und meinungsstark angeprangert werden.Zu besichtigen im ND. Was sind das nur für Leute?
    Todesschwadrone hört sich zwar gut an, aber ist doch ein wenig oversized. Die sind jahrzehntelang in der Bedeutungslosigkeit umher geirrt, finden sich von daher auch nur in der Bedeutungslosigkeit zurecht, also wird die PDL in selbige überführt. Daran ändern auch die Bundestagsmandate nichts.Man ist unter sich, man schlägt die alten Schlachten. Und wähnt sich kurz vor Ausbruch der Weltrevolution.Nichts Neues im Westen.

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