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Linke Fehlzeiten im BT

Erstellt von Gast-Autor am Freitag 19. Juni 2015

DURCHNITTLICHE FEHLQUOTE 13,4%

Heute einmal einen Anwesenheitsbericht von den Abgeordneten der DIE LINKE im Bundestag:

Seit Beginn der 18. Legislaturperiode des Bundestages im Oktober 2013 fanden im Bundestag 48 Namentliche Abstimmungen statt.

Bisher sind 2 Abgeordnete ausgeschieden:

1. Diana Golze (Brandenburg) am 6.11.2014, da sie Ministerin in der rotroten Landesregierung in Brandenburg wurde.

2. Agnes Alpers (Bremen), die 2013 im Bundestag einen Schlaganfall erlitt und am 2.03.2015 ausschied. Sie lebt seitdem mit  jetzt 54 Jahren in einem Pflegeheim in Bremen.

Die Fraktion hat bis zum heutigen Zeitpunke eine durchschnittliche Fehlquote von 13,4%. Damit ist diese ein wenig niedriger als in der letzen Wahlperiode.

Die „Top Ten der Absentisten“ sind fast wie das letzte Mal:

Platz 1 – Wagenknecht, Dr. Sahra (Nordrhein-Westfalen)        24 Mal gefehlt – 50,0%
Platz 2 – Dagdelen, Sevim (Nordrhein-Westfalen)                   22 Mal gefehlt – 45,8%
Platz 3 – Gohlke, Nicole (Bayern)                                            21 Mal gefehlt – 43,8%
Platz 4 – Schlecht, Michael (Baden-Würtemberg)                    19 Mal gefehlt – 39,6%
Platz 5 – Werner, Katrin (Rheinland-Pfalz)                              18 Mal gefehlt – 37,5%
Platz 6 – Kunert, Katrin (Sachsen-Anhalt)                               16 Mal gefehlt – 33,3%
Platz 7 – van Aken, Jan (Hamburg)                                          13 Mal gefehlt – 27,1%
Platz 8 – Leutert, Michael (Sachsen)                                        12 Mal gefehlt – 25,0%
Platz 9 – Ullrich, Alexander (Rheinland-Pfalz)                         11 Mal gefehlt – 22,9%
——–Weinberg, Harald (Bayern)                                        11 Mal gefehlt – 22,9%
——–Gysi, Dr. Gregor (Berlin)                                           11 Mal gefehlt – 22,9%
Platz 10 – Birkwald, Matthias W. (Nordrhein-Westfalen)         10 Mal gefehlt – 20,8%
——-Bluhm, Heidrun (Mecklenburg-Vorpommern)            10 Mal gefehlt – 20,8%

Die „pflichtbewußten“ VolksvertreterInnen, die noch nie gefehlt haben, sind:

  • Bulling-Schröter, Eva (Bayern)
  • Claus, Roland (Sachsen-Anhalt)
  • Hupach, Sigrid (Thüringen)
  • Leidig, Sabine (Hessen)*
  • Tackmann, Dr. Kirsten (Brandenburg)
  • Wawzyniak, Halina (Berlin)
  • sowie die beiden neuen NachrückerInnen. (Norbert Müller, Birgit Menz)

Sabine Leidig hatte in der vergangenen Wahlperiode (2009-2013) eine Fehlquote von > 30%.

Das sorgte im Kreisverband Main-Kinzig-Kreis (Hessen) für einigen Ärger. Die Stadtverordnete, die das Thema ansprach wurde daraufhin wg. „Netzbeschmutzung“ ausgeschlossen. Es schlossen sich ihr mehrere MandatsträgerInnen in anderen Parlamenten an, so das es dort inzwischen zwei „linke“ Fraktionen gibt. Dadurch wurde vermutlich die Haltung von Sabine Leidig geändert.

Quelle: >>>>> und weitere Informationen

Bundestag Die Linke Mitglieder
Name ————- Bundesland ——–fehlend —–Quote ——-Kommentar
Alpners, Agnes ——-Bremen ———— 42 ——100% —-Mandat am 2.03.2015 niedergelegt, Schlaganfall
Wagenknecht, Sahra —Nordrhein-Westfalen -24 ——-50,0%
Dagdelen, Sevim ——Nordrhein-Westfalen -22 ——-45,8%
Gohlke, Nicole ——–Bayern  ———— 21 ——-43,8%
Schlecht, Michael ——Baden-Württemberg  -19 ——-39,6%
Werner, Katrin ——–Rheinland-Pfalz —–18 ——-37,5%
Kunert, Katrin  ——–Sachsen-Anhalt —–16 ——-33,3%
van Aken, Jan ———Hamburg ———-13  ——-27,1%
Leutert, Michael ——-Sachsen ———–12 ——–25,0%
Ulrich, Alexander ——Rheinland-Pfalz —- 11 ——–22,9%
Weinberg, Harald —— Bayern ————11 ——- 22,9%
Gysi, Dr. Gregor ——-Berlin ————-11 ——–22,9%
Birkwald, Matthas W. —Nordrhein-Westfalen-10 ——–20,8%
Bluhm, Heidrun ——-Mecklenburg-V. —–10 ——–20,8%
Pau, Petra ————Berlin —————9 ——–14,1%
Binder, Karin  ———Baden-Württemberg —8 ——–12,5%
Hänsel, Heike ———Baden-Württemberg —8 ——–12,5%
Krellmann, Jutta ——-Niedersachsen ——–8 ——–12,5%
Zimmermann, Sabine —Sachsen ————-8 — —- 12,5%
Ernst, Klaus ———–Bayern ————–7 ——–10,9%
TANK, Azize ———-Berlin—————-7 ——–10,9%
Troost Dr. Axel ——–Sachsen ————-7 ——–10,9%
Wunderlich, Jörn ——-Sachsen ————-7 ——–10,9%
Zdebel, Hubertus ——Nordrhein-Westfalen—7——–10,9%
Behrend, Herbert ——Niedersachsen ——–6 ——– 9,4%
Dehm, Diether ——–Niedersachsen ——–6 ———9,4%
Gehrcke, Wolfgang ——–Hessen ———- 6 ——– 9,4%
Buchholz, Christine               Hessen ———- 5 ———7,8%
Groth, Anette ———Baden-Württemberg —5 ———7,8%
Hein, Dr. Rosemarie —- Sachsen-Anhalt—— 5 ———7,8%
Kassner, Kerstin ——-Mecklenburg-V. —— 5 ———7,8%
Möhring, Cornelia ——Schleswig-Holstein —-5 ———7,8%
Wöllert, Birgit ———-Brandenburg ———5 ———7,8%
Zimmermann, Pia ——-Niedersachsen ——-5———-7,8%
Kipping, Katja ———-Sachsen ———— 4 ———6,3%
Neu, Alexander S. ——-Nordrhein-Westfalen – 4 ———6,3%
Petzold, Harald ———Brandenburg ——– 4 ———6,3%
Pitterle, Richsrd ——–Baden-Württemberg —4 ———6,3%
Bartsch, Dietmar ——-Mecklenburg-V. ——-3 ———4,7%
Korte, Jan ————-Mecklenberg-V. ——-3 ———4,7%
Lay, Caren ————Sachsen—————3———4,7%
Nord, Thomas ———Brandenburg ———-3 ———4,7%
Renner, Martina ——-Thüringen ————-3 ———4,7%
Golze, Diane ———-Brandenburg ———- 2 ———3,1%  Am 6.11.2014 ausgeschieden, jetzt Ministerin
Jelpke, Ulla ———–Nordrhein-Westfalen —- 2 ———3,1%
Karawanski, Susanna —Sachsen —————2 ———3,1%
Lenkert, Ralph ——– Thüringen ————-2 ———3,1%
Lötzsch Dr. Gesine —–Berlin —————–2——— 3,1%
Lutze, Thomas ——– Saarland ————– 2 ———3,1%
Movassat, Niema —— Nordrhein-Westfalen —- 2 ———3,1%
Steinke, Kersten ——-Thüringen ————- 2 ———3,1%
Tempel, Frank ——– Thüringen ————- 2 ———3,1%
Vogler, Katrin ———Nordrhein-Westfalen —- 2 ———3,1%
Hahn, Andre ———-Sachsen ————— 1——— 1,6%
Höger, Inge ———–Nordrhein-Westfalen—–1 ———1,6%
Hunko, Andrej ———Nordrhein-Westfalen —- 1——— 1,6%
Liebig, Stefan ———-Berlin —————–1———-1,6%
Sitte, Dr. Petra ———Sachsen-Anhalt ——– 1———- 1,6%
Bulling-Schröter, Eva —-Bayern—————- 0———-0,0%
Claus, Roland ———-Sachsen-Anhalt ——– 0 ———0,0%
Hupach, Sigrid ———Thüringen ————- 0 ———0,0%
Leidig, Sabine ———-Hessen ————— 0 ———0,0%
Teckmann Dr. Kirsten —Brandenburg ———– 0 ———0,0%
Wawzyniak, Halina ——Berlin —————– 0 ———0,0%
Menz, Birgit ———– Bremen —————-0 ———0,0%  Seit 3.03.2015 Nachrückerin für Agnes Alpers
Müller, Norbert——— Brandenburg———– 0 ——— 0,0%  Seit 7.11.2014 Nachrücker für Diana Golze

DURCHNITTLICHE FEHLQUOTE 13,4%

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Fotoquelle: Wikipedia – Author dielinke_sachsen

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18 Kommentare zu “Linke Fehlzeiten im BT”

  1. [bremer] sagt:

    Heute ging es im Bundestag um die Verlängerung von 3 Bundeswehreinsätzen (Kosovo, Libanesische Küste, Mali).

    Wie hoch da wohl die Anwesenheit der „Pazifisten“ war.

  2. Pällzer sagt:

    Alexander Ulrich hat 11x gefehlt.

    Tja, wo war er denn, wo war er denn?

  3. Kiara sagt:

    50% Fehlzeit von „Madame Hummerknecht“!
    Hummer einkaufen? Oder mit dem Radl das Saarland erkundschaften 😉

  4. Leon renner sagt:

    Zahlen lügen nicht?
    Kleiner Hinweis: Sevim Dagdelen war zwischenzeitlich schwanger, Katrin Kunert hatte Wahlkampf (OB-Wahl in Stendal). Im übrigen findet die eigentliche Arbeit im Bundestag in den Ausschüssen statt, die nicht selten parallel zum Plenum und Abstimmungen tagen. So tagt z.B. der wichtige Haushaltsauschuss Mittwochs 14 bis ca. 18 Uhr und somit regelmäßig parallel zum Plenum. Um ein auch nur halbwegs aussagefähiges Bild zu erhalten, müssten auch die Anwesenheits- bzw. Fehlzeiten dort berücksichtigt werden. Alles andere ist Stimmungsmache.

  5. Junger Saarländer sagt:

    Na, na, jetzt aber keine Tränen bitte.
    Die meisten sind nicht berufen worden sondern drängeln sich in die Mandate. Wem die Arbeit zu viel wird, der kann doch gehen, es stehen viele dahinter welche nur darauf warten und vielleicht viel, viel besser sind. Es geht aber keiner, da sie genau wissen in der freien Wirtschaft sein Geld nicht so leicht und ohne jegliches Risiko verdienen zu können. Auf einen Posten in der Wirtschaft auf dem runde 10.000 Euro im Monat bezahlt werden, sind auch 14 – 16 Stunden Anwesenheit erforderlich und nach dem kleinsten Fehler kommt die Kündigung und eine Forderung auf Schadensersatz.
    Bekämen die Mandatsträger nur einen kleinen Teil von den Schmutz zurüch welchen sie unter das Volk bringen na, das werde ich hoffentlich erleben. Mehr Polemik als diese verteilen gibt es hier auch nicht zu lesen.

  6. [bremer] sagt:

    1. Alles andere wird nicht festgehalten & ist daher nicht überprüfbar. Das ist insofern keine „Stimmungsmache“, sondern „Beurteilung“ dessen, was beurteilt werden kann.

    2. Die Aufwandsentschädigung bekommen sie als „VolksvertreterIn“ und das schließt die Namentlichen Abstimmungen im Bundestag mit ein.

    3. Dies ist eine quantitative Beurteilung. Einige sollten froh sein, das nur dies beurteilt wurde, denn sie zeichnen sich im Bundestag eher durch fachliche Unwissenheit aus:

    Beispiel:
    http://www.lokalkompass.de/bochum/politik/die-linke-hetzt-gegen-die-bundeswehr-d553295.html

  7. Elmar Ludwig sagt:

    #4
    Schwanger zu sein ist kein Grund zum Schwänzen!

  8. Opa Fielmann sagt:

    Die Pfälzer Linke-Abgeordneten sind in meinen Augen „Teilzeit-Abgeordnete“ !!!!

    Wie ist das in der freien Wirtschaft?
    Wer zu oft fehlt, ist für das Unternehmen untragbar.

    Untragbar sind Abgeordnete, die monatlich ca. 15000 € einsäckeln und einen großen Teil ihrer Arbeitszeit mit Abwesenheit glänzen. Wobei man wissen sollte, dass die Arbeitszeit der Abgeordneten im Deutschen Bundestag 26 Sitzungswochen ausmacht.

  9. rewe sagt:

    Fehlzeiten gibt es überall.
    Die Arbeitgeber achten aber darauf, dass diese nicht aus dem Ruder laufen, denn sie sind nicht kostenlos, sie kosten ihr (Arbeitgeber) Geld.
    Wenn die Schwelle von 5% im Betriebsdurchschnitt überschritten wird, wird es ungemütlich für die Fehlenden.
    Auch den Volksvertretern mit mehr als 7,5% Fehlzeiten sollte man Feuer unter den Stuhl machen und sie bei der nächsten Listenaufstellung nicht mehr berücksichtigen.
    So einfach kann man das machen und ich denke, diese Sprache verstehen die betroffenen Damen und Herren ganz schnell.

  10. Rosa sagt:

    Die Webseite Statista.com zählt, wer wie oft bei ARD und ZDF eingeladen wurde.

    Im Jahre 2013 lag Sahra Wagenknecht (Die Linke) auf Platz eins – gemeinsam mit Jürgen Trittin (Die Grünen), Peter Altmaier, Wolfgang Bosbach (beide CDU) und Thomas Oppermann (SPD).
    Im Jahr 2014 lag sie immerhin auf Platz vier. In einer Langzeituntersuchung der Jahre 2000 bis 2009 kommt Gregor Gysi auf Platz vier, Oskar Lafontaine (beide Linkspartei) auf Platz fünf. Man kann dies ein stolzes Ergebnis nennen – oder eine Überrepräsentation, finanziert durch Mediensteuergelder.

    http://www.tagesspiegel.de/medien/linkspolitiker-in-talkshows-radikal-auf-knopfdruck/11973340.html

  11. [bremer] sagt:

    @9 REWE: Nach diesen Arbeitgeberkriterien wären ca. 80% der Linksfraktion im Bundestag sogenannte „Low Performer“. Das würde kein Unternehmen langfristig „überleben“.

  12. Betty sagt:

    Schulschwänzen wird auch bestraft.

    Das „System“ sollte man auf die Parlamentarier übertragen.

  13. rewe sagt:

    #11

    Die Linke wird es auch nicht überleben !!!

  14. BadBoy sagt:

    Die Linke muss weg.

  15. Suzie sagt:

    Wir brauchen DIE LINKE.

    Sie ist echt eine Bereicherung, was (leider) nicht erkannt wird.

  16. Polte Obermerker sagt:

    # 15

    ?????? 🙂

    Bereicherung in Sachen Belustigung. Das habe ich erkannt.

  17. [bremer] sagt:

    @15 Suzie: Wie will man „das Volk“ (bzw. die eigenen WählerInnen) vertreten, wenn man nicht anwesend ist ?

  18. Opa Fielmann sagt:

    Die Linke „gaukeln“.
    Mir kommen langsam auch Zweifel, ob ich meine Stimme nicht verschenkt habe.

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