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Liberty Marsch an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 5. Januar 2022

Ein erneuter Marsch für ’Liberté’, ’freedom’ oder ’Freiheit’:

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Saarbrücken bei Dämmerung, Blick auf die Wilhelm-Heinrich Brücke und A620.

Vor Dr. Nikolaus Götz

Mindestens 18 000 Demonstranten laufen bei Sonnenschein friedlich durch die Landeshauptstadt Saarbrücken

Es war 10 Minuten vor 16 Uhr und die Demonstranten an der Spitze des Sonntagsspazierganges erreichten, die einsehbare Luisenbrücke füllend, gerade den Abschlusskundgebungsplatz an der Kongresshalle von Saarbrücken. Schritt für Schritt zog die riesige Menschenmenge in ungeordneten mindestens ’Zehnerreihen’ am Standplatz Wilhelm-Heinrich-Brücke vorbei, bis etwa gegen 16. 20 Uhr der Abschlusswagen der Polizei das Ende des Demozuges signalisierte. Die Saarbrücker Demo mit dem Motto „Wir sagen nein zur Impfpflicht. Wir wollen keine Zweiklassengesellschaft“ war damit mit gezählten über 18 000 Teilnehmern die größte im deutschsprachigen Südwesten, dank auch der zahlreichen französischen Bürger, die gut erkennbar an der Trikolore aus dem benachbarten Lothringen hinzugestoßen waren. Wen interessiert noch, was ARD, ZDF oder der SR an absichtlich „gefakten“ Teilnehmerzahlen berichten, zumal diese filmenden Maindreamer inzwischen eher „die Polizei“ um deren Kommentare zu Demo befragen als die Demoleitung (1).

„Mettez le masque!“ und „Setzen Sie die Maske auf!“ schallte es den teilnehmende französischen Freunden wie den vielen Deutschen gegen 15 Uhr entgegen, als sich erstmals die Demoleitung am Treffpunkt der ’Alten Feuerwache’ im Zentrum von Saarbrücken zu Wort meldete. „Wir dürfen, wir können, nämlich erst losgehen, wenn 80% der Anwesenden sich an die Demovorgaben halten“, erklärte die besorgte Demonstrationsleitung. Und so verrann die Zeit und der Platz an der Alten Feuerwehr füllte sich übermäßig bis endlich der Aufbruch der Saarbrücker Protestdemo begann, eine politische Demonstration, die ja nur eine von den vielen übrigen ’Sonntagsspaziergängen’ in der Bundesrepublik Deutschland war.

Absolut friedlich erreichte der Demonstrationszug mit den vielen Protestplakaten wie „My Body, My choice“ (freie Übersetzung: „Mein Körper gehört mir!“; siehe 2), „Impfpflicht-Denkpflicht“ oder einfach nur das Hauptanliegen der vielen Teilnehmer: „Keine Impfpflicht!“ sein Ziel. Mit Papa, Mama, Opa, Oma, Kind und Kegel und in Begleitung der vielen Althippies von 68 und Friedensmarschierer von 1982/83 ging es wieder frisch, fromm fröhlich frei zur dritten (3) Saarbrücker Latschdemo. „Wir sind frech, wir sind laut, weil Ihr uns die Freiheit klaut!“ skandierten nun auch die vielen ’Sundays for Lib’ (4), ein Spruch, den sie sich von den ’Freitags-Frei-Futurkindern’ (FFF) ausgeborgt hatten.

Und die neue politische Partei „die Basis“ nutzet die anwesende Volksmasse gleich, um Stimmen für ihre noch anstehende Wahlzulassung zu sammeln. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten!“, diese alte Volksweisheit bläst dem aktuellen Ministerpräsidenten Hans (CDU) vielleicht neue Corona-Erkenntnisse ins Gesicht: „Die politische Macht ist nur vom Volk geliehen!“ An der Kongresshalle kamen dann nach der Demoleitung auch Pfleger und Pflegerinnen zu Wort, wobei deren etwas erregt und heißerer O-Ton des Volkes anders erklang als die üblichen Norm-Berichte des SR. Natürlich lag der Berichtakzent erneut gegen die Einführung einer Corona-Impflicht und legte Wert auf die Überwindung der medial-politisch erzeugten Spaltung der Gesellschaft, wobei viel Gesagtes beim Lärm der Zurufe, dem Schall von Musikbeiträgen oder einfach beim Beifall der Masse ungehört unterging. Dass die Demonstranten keine „DDR2.0.“ wollen und deshalb auf „ihre Freiheit“ achten, dieser aussagekräftige Satz wurde allseitig gehört und erneut kräftigst applaudiert.

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Theater Alte Feuerwache, Saarbrücken.

In jedem Fall aber wird auch in Saarbücken weiter demonstriert werden, bis sich ein Politikwandel abzeichnet. Diese erneute Botschaft der Demonstranten an die Herren und Damen im Bürgerschloss, im Landtag ebenso wie an den aktuellen Ministerpräsidenten des Saarlandes Tobias Hans im Palais an der Ludwigskirche sollte zur Kenntnis genommen werden. Dass spätestens bei den am 27. März 2022 geplanten Landtagswahlen sich starke politische Veränderungen anbahnen dürften, sollte bei der aktuellen Stimmungslage der saarländischen Bevölkerung allen noch Landtagsparteien zu denken geben. „Kuchen essen“, ist am kommenden Wahltag vom Volk dabei nicht vorgesehen.

Anmerkungen:

1 Das Vertrauen auf objektive Berichterstattung durch die öffentlichen Medien ist durch die vielen unsäglichen Verunglimpfungen der sogenannten „Querdenker“ längst verspielt. Da hilft nur Sender abschalten, auch wenn sich nun die ARD ’Chefin’ Patricia Schlesinger nach dem Abgang von Klaus Kleber mit „Selbstkritik“ zu entschuldigen anfängt (Siehe: www.gmx.net/magazine/ News/Coronavirus/ard-chefin-selbstkritisch-spaet-impfvorbehalte-eingegangen-36479566#. homepage.threeList_5_Recommendation.ARD-Chefin äußert sich selbstkritisch zu Corona-Berichterstattung des Senders.).

Bedauerlicher Weise wagten die heutigen Organisatoren der Demo nach kurzer Rücksprache es nicht, den vorgegeben Polizeizahlen groß zu widersprechen, weswegen sie nur bescheidene „7000“ Teilnehmer der Protestaktion angaben, wobei die Polizei auf 5500 reduzierte (Siehe: www.presseportal.de/blaulicht/pm/138303/5112055). Der SR konstatierte jedoch: „Durch die hohe Teilnehmerzahl blockierte der Demonstrationszug zeitweise Wilhelm-Heinrich- und Luisenbrücke gleichzeitig.“(Siehe: www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/corona_ demonstration_saarbruecken_100.html. Polizei wie SR bringen offen unrichtige Zahlen, um die Bedeutung des aktuellen politischen Geschehens herunterzuspielen!

2 Der Spruch knüpft an die Forderung für die ersatzlose Streichung des §218 aus der Frauenbewegung der 1980 Jahre an, ein Schandparagraph, der erst 1991 gestrichen wurde. Die pointierte Forderung eignet sich 2021/22 gut zu Neuverwendung, um gegen die drohende Impfpflicht zu aktivieren.

3 Es stellt sich die Frage, wie viele Demos die sogenannte Querdenkerszene in Saarbücken ab wann, offiziell abgehalten hat. Auskunft geben kann hierzu wohl das Saarbrücker Ordnungsamt.

4 Englisch: Sundays for Lib(eration); dt. Übersetzung: Sonntags für die Freiheit. Nach den alten Montags-Demonstrationen in der ehemaligen DDR, den ’Freitagsdemos’ der FFF, den um ihre Zukunft betrogenen Ökoschulkindern, lädt die aktuelle ’Freiheitsbewegung’ gegen die drohenden Impfpflicht und den getätigten Abbau der durch das GG garantierten Freiheitsrechte nun bewusst auf den Sonntagnachmittag ein, auch um möglichst viele Menschen zu erreichen.

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Grafikquelle :

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