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RENTENANGST

Landessprecherrat der KPF Thüringen

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 15. Oktober 2014

Kommunistischen Plattform in der Partei DIE LINKE.

Offener Brief des Landessprecherrates der

Kommunistischen Plattform in der Partei DIE LINKE.

Thüringen an das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden e.V

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

wir haben Euer Schreiben an den Landesvorstand der LINKEN in Thüringen gelesen. Auch wir haben mit außerordentlichem Widerwillen die Formulierung in der sogenannten Protokollnotiz zur Kenntnis genommen, SPD, Grüne und die LINKE verständigten sich darauf, »nicht mit Organisationen, die das DDR-Unrecht relativieren, zusammen zu arbeiten«.

Diese Formulierung ist dreifach perfide:

Erstens basiert sie auf einer Unterstellung.
Zweitens grenzt sie aus.
Und Drittens suggeriert sie, wer gemeint sein könnte, ohne dass – vermeintliche – Reiter samt Ross genannt werden.

Noch einmal zur Protokollnotiz: Niemand leugnet, dass es in der DDR Unrecht gab. Da vermutlich niemand unter Unrecht das Fehlen von Arbeits- und Obdachlosigkeit oder von Bildungsschranken versteht, oder auch, dass die NVA niemals fremden Boden betrat und dass Nazis jegliche Aktivität gesetzlich verboten war, können die Autoren des antikommunistischen Pamphlets eigentlich nur negative Züge der DDR gemeint haben.

Wenn wir von Arbeits- und Obdachlosigkeit oder von Bildungsschranken in der BRD sprechen, von Auslandseinsätzen der Bundeswehr, von sich tummelnden Nazis oder gar dem NSU, behaupten wir deswegen ja auch noch lange nicht, die BRD sei ein Unrechtsstaat.

Die Verfasser der Protokollnotiz sind offenkundig der Auffassung, dass nur diejenigen»das DDR-Unrecht« nicht »relativieren«, die alles leugnen, was es an Positivem in der DDR gab und sich dafür hergeben, jeden auszugrenzen, der das mitzumachen nicht bereit ist.

Versteht uns nicht falsch. Wir teilen ja Eure Empörung: Aber bitte zieht Euch diese Jacke nicht an. Sollen die Verfasser der Protokollnotiz doch sagen, wen sie meinen. Dann müsste neu nachgedacht werden.

Die Kommunistinnen und Kommunisten der Thüringer LINKEN jedenfalls denken nicht daran, die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Euch einzustellen. Wir werden diese vielmehr vertiefen.

Das werden wir auch der Landesvorsitzenden der LINKEN, Susanne Hennig-Wellsow, sagen, wenn sie am 8. November auf unserer KPF-Landeskonferenz referieren und mit uns diskutieren wird.

Zu dieser Landeskonferenz seid auch Ihr auf das Herzlichste eingeladen.

Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE.
Karl-Liebknecht-Haus
10178 Berlin

kpf@die-linke.de

www.die-linke.de/kpf

VON: LANDESSPRECHERRAT DER KPF THÜRINGEN

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Fotomontage: Lakl Blogsport

3 Kommentare zu “Landessprecherrat der KPF Thüringen”

  1. Kassandra sagt:

    Im Namen des Kommunismus wird immer noch gemordet in Nord-Korea und China.

    Die Partei DIE LINKE mit obiger Strömung muss vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

  2. Thüringer Kloß sagt:

    Die gehn mir auf den Keks.
    Jeder, fast jeder im Osten weiß, was in der DDR geschah, ausser die nach 1989 geborenen Kinder. Sie haben es natürlich nicht erlebt.Wenn auch manch einer sagt: „ich zieh die Mauer wieder hoch.“ Das hat symbolischen Charakter und nichts damit zu tun, dass die DDR wieder entstehen sollte. Wer will den von uns die Kommunistische Plattform der Linken??? WER- keiner, bis auf die jenigen, die sich dort hartneckig vereinigt haben.
    Es leugnet auch keiner, was in der DDR positiv geschah. Das weiß doch auch jeder Ostbürger und jeder Thüringer. Die Hauptsache es wird etwas gegen geschrieben.

  3. Erlenkönig sagt:

    Die „linken Betonkommunisten und Stalinisten“ werden zu einer Bedrohung unserer Freiheit.

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