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Krieg der Influencer

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 26. März 2022

Die Invasion der Ukraine und die sozialen Medien

Oblast Charkiw nach dem Beschuss (4).jpg

Eine Kolumne von Sascha Lobo

Millionen Menschen sehen Putins Krieg durch TikTok-Videos und Tweets von der Front. In den sozialen Medien gab es noch nie so viele »Warfluencer«. Das ist nicht verwerflich, sondern angesichts des Horrors schlicht nötig.

Man könnte sie »Warfluencer« oder »Kriegfluencer« nennen. Das sind zugegeben keine überdurchschnittlich eleganten Worte, aber sie drücken aus, worum es geht. Soziale Medien sind ein eigenes Schlachtfeld geworden. Bei den Kriegen und Konflikten in Syrien, Kurdistan, der Ukraine seit 2014, Armenien, Mali, Afghanistan und vielen anderen Orten der Welt war das in den letzten zehn, fünfzehn Jahren auch schon so. Aber beim russischen Überfall auf die Ukraine ist der Krieg in und mit sozialen Medien auf eine völlig neue Größenordnung und Qualitätsstufe katapultiert worden. Am deutlichsten erkennbar ist das vielleicht am Warfluencer oder Kriegfluencer, einem neuen Typus des Social Media-Nutzers.

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