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HIV-Non-Progressors (LTNP)

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 21. November 2021

HIV – falsche Statistik zu Long Term Non-Progressors (LTNP)

Minnesota AIDS Project - HIV Stigma stoppt hier - Twin Cities Pride Parade (9180874836).jpg

Von Johannes Kreis

Zu der berichteten behandlungsfreien Heilung (ohne antiretrovirale Therapie) einer HIV+ gemessenen Frau möchten wir einige Anmerkungen machen.

mit Bezug zu

“To evaluate persistent HIV-1 reservoir cells in an elite controller with undetectable HIV-1 viremia for more than 8 years in the absence of antiretroviral therapy.”

Eine Frau in Argentinien („Esperanza Patient“) wurde 8 Jahre nach einem positiven HIV Test als geheilt erklärt, und das ohne jemals therapiert worden zu sein. „Ohne Behandlung“ bezieht sich darauf, dass die Frau nicht an der antiretroviralen Therapie teilgenommen hat und nicht allein darauf, dass ihr keine neuen Stammzellen transplantiert worden sind.

Das betrifft das Thema der sogenannten HIV Long Term Non-Progressors (LTNP) und der Untergruppe der HIV Elite Controller und wir möchten erneut auf die seit 30 Jahren falsche Statistik dazu hinweisen. Diese soll belegen, dass es davon nur sehr wenige gäbe.

Diese Gruppen bezeichnen Menschen, die ohne eine Behandlung auch Jahre(!) nach einem positive HIV Test keinerlei Symptome eines Immunschwäche-Syndroms (AID Syndrome) zeigen. Diese Gruppen werden künstlich klein gerechnet.

Der Trick ist einfach. Man setzt die Anforderungen an LTNPs so hoch, dass auch der gesündeste Mensch sie nicht mehr erfüllen kann. So fallen diese Menschen aus der Statistik.

Dazu folgende einleitende Anmerkungen. Zum einen geht es hier um eine Frau. Eine heterosexuelle AIDS Pandemie hat es nie gegeben. Auch keine heterosexuelle HIV Pandemie. Das was man als HIV Pandemie (nicht AIDS!) bezeichnet, beschränkt sich in Industrienationen weiterhin auf Risikogruppen (schwer Drogenabhängige und MSM, men having sex with men). Das ist eines der stärksten Argumente gegen die mutmaßliche Ausbreitung einer sexuell übertragbaren Krankheit. Sie spart die Frauen in Industrienationen weitestgehend aus. Um das zu verschleiern hypt die Pharmaindustrie jede HIV+ gemessene Frau.

Zum anderen sind alle diese Menschen symptomlos, soweit keine anderen (echten) Erkrankungen vorliegen. Das sind nicht die ausgemergelten Gestalten, die man in den 1990er Jahren in den Medien gezeigt hat. Man sieht HIV+ gemessenen Menschen den positiven Test nicht an.

HIV+ gemessene Menschen bleiben vollständig symptomfrei, wenn sie dem Druck widerstehen, sich durch die antiretrovirale Therapie (ART) vergiften zu lassen. Teilnahme an ART ist aber ein Ausschlußkriterium, um als LTNP zu zählen.  Auch mit dem massiven Druck zur Therapie (zumeist mit der sozialen Verantwortung begründet, analog zu SARS-CoV2) hält man den Anteil der LTNP klein.

Jeff Nadler WHITBREAD RACE Crew.tif

Neben der Nichtteilnahme an ART ist ein weiteres wichtiges Kriterium für einen LTNP die CD4 Zellenzahl. Das sind Zellen des menschlichen Immunsystems, deren Abnahme eine Schwächung des Immunsystems, auch ohne weitere Symptome(!), nachweisen soll. Aber, niemand weiß, was der Normalwert dieser Zahl beim Menschen ist, unabhängig von einen positiven HIV Test. Das Immunsystem bildet täglich einige Milliarden neue CD4 Zellen, die im täglichen Kampf gegen die natürlichen Erreger im menschlichen Körper verbraucht werden. Die gemessene Zahl kann beliebig schwanken.

1.5% and 6% respectively had baseline counts below 350 cells/μl and 1.5% and 2.5% below 250 cells per μlTransient dips to below 250 cells/μl were observed in seven individuals, with two individuals having persistently low CD4 counts over more than one year.

In common with neighbouring countries, HIV-negative populations in Malawi have CD4 counts considerably lower than European reference rangesand healthy individuals may have persistently or transiently low counts. Within Malawi, ranges differ according to the selected population.“

Studies suggest that CD4 counts early in HIV infection do not predict relevant public health outcomes such as disease progression, mortality, and HIV transmission in people living with HIV. CD4 counts also vary widely within individuals and among populations, leading to imprecise measurements and arbitrary ART initiation.“

Consequently, CD4 measurements indicate neither one’s prognosis nor when retesting should occur, […]”.

“CONCLUSIONS:  Historically, there has been discordance in global ART initiation guidelines based on CD4 counts, suggesting that CD4 counts may not be a reliable surrogate marker for ART initiation. They do not predict disease progression or transmission, produce widely varying results within and among populations, and pose a barrier to scaling up HIV care and decentralization.”

Es ist seit 15 Jahren bekannt, dass es keinen gegenläufigen Zusammenhang zwischen einer Zunahme der mit qPCR geschätzten Viruslast und einer Abnahme der CD4 Zellenzahl gibt, wie die Theorie behauptet.

„Despite this trend across broad categories of HIV RNA levels, only a small proportion of CD4 cell loss variability (4%-6%) could be explained by presenting plasma HIV RNA level.”

Dieses Ergebnis ist nicht wirklich überraschend, da nur ein kleiner Bruchteil der beim echten AID Syndrom sterbenden CD4 Zellen mit HIV infiziert sind. Bei den schwer drogenabhängigen und multiple infizierten Homosexuellen (Gonorrhoe, Syphilis, Herpes usw.),  der 1980er Jahre starben weit überwiegend die nicht infizierten CD4 Zellen. Das ist das seit 25 Jahren ungelöste Bystander-Zellen Problem.

Dennoch zieht die „moderne Medizin“ den Biomarker „CD4 Zellenzahl“ inzwischen auch zur „Diagnose“ von AIDS heran. D.h. in Ergänzung oder als Ersatz der ca. 30 klassischen Katalogkrankheiten, die das AID Syndrome ausmachen, gibt es ein weiteres Kriterium, mit dem man versucht die Statistik zu erweitern. Gerade in den Anfangsjahren des AID Syndroms (nicht HIV!) hat man den Krankheitenkatalog von AIDS mehrfach erweitert und damit die Fahlzahlen künstlich aufgebläht. Vgl.

Daraus Figure 6 zur den AID Syndrom Fallzahlen (nicht HIV!). 1993 hat die CDC das letzte Mal die Fallzahlen nach den unterschiedlichen Definitionen des AID Syndroms auseinandergesteuert. Danach hat man die AID Syndrom Fallzahlen nur noch als eine einheitliche, steigende(!) Kurve gezeigt.

Die Behandlungsleitlinien der Deutschen AIDS Gesellschaft empfehlen den sofortigen Beginn einer Behandlung (auch bei Kindern) unterhalb einer CD4 Zellenzahl von 500 Zellen pro Mikroliter, unabhängig von jedem Symptom (asymptomatisch).

„Bei allen Patienten mit weniger als 500 CD4-Zellen/μL soll eine Therapie erfolgen.“

Wie oben gesehen können auch HIV-negativ gemessene Menschen dauerhaft unter 250 CD4-Zellen pro Mikroliter liegen. Was für eine „Wissenschaft“ denkt sich solche Kriterien aus? Mit allen Mitteln wollen diese „Ärzte“ die Menschen als krank definieren und der lebenslangen(!) Therapie zuführen.

Es gibt einen zweiten Punkt zu der CD4 Zellenzahl, abgesehen davon, dass niemand weiß, was der Normalwert eines Menschen ist. Jede beliebige Infektion, z.B. im Winter, erniedrigt die CD4 Zellenzahl. Oder im Sommer. Selbst Sonnenbrand (häufig in Afrika) erniedrigt die CD4 Zellenzahl.

[OKT4+ ist eine andere Bezeichnung für die CD4+ Helferzellen des Immunsystems]

OKT4+ helper T cells were reduced and there was a significant decrease in the OKT4/OKT8 ratio.”

  • Hersey et al., “Alteration of T cell subsets and induction of suppressor T cell activity in normal subjects after exposure to sunlight.”, J Immunol. 1983 Jul;131(1):171-4, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6223071

In comparison to concurrent studies on 13 age- and sex-matched controls, sun-exposed subjects had a significant increase in their circulation of T cells recognized by OKT8 monoclonal antibodies and a decrease in OKT4 positive T cells.”

Die CD4 Zellenzahl kann auch von der Jahreszeit abhängen.

  • Gomo et al., “Predictors and reference values of CD4 and CD8 T lymphocyte counts in pregnancy: a cross sectional study among HIV negative women in Zimbabwe.”, Cent Afr J Med. 2004 Jan-Feb;50(1-2):10-9, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15490719

“The late rainy season was associated with higher CD4 counts…”

“Gestational age, gravidity, micronutrient status and season influence T lymphocyte subset levels and need to be considered when designing clinical management and intervention strategies for pregnant women. The data underscores the need for local reference values.“

Dass die CD4 Zellenzahl für eine Diagnose vollkommen untauglich ist, wird aber nicht dafür verwendet, die „Diagnose“ als solche in Frage zu stellen. Im Gegenteil, die Pharmalobby argumentiert, dass man diesen Biomarker wegen seiner Ungenauigkeit einfach weglassen sollte und unabhängig von allem sofort nach einem positiven PCR Test mit der antiretroviralen „Therapie“ beginnen sollte. Der positive Test definiert die Krankheit. Man kennt das von SARS-CoV2.

Um nun als LTNP zu zählen, darf nach einigen Veröffentlichungen die Steigung (slope) der CD4 Zellenzahl nie negativ sein (stets größer oder gleich null). Das ist schlicht nicht zu erfüllen. Ein niedriger CD4 Zellennachweis nach einem grippalen Infekt und kein LTNP mehr.

Nimmt man vernünftige Kriterien an, so beträgt die Prävalenz von LTNP, je nach Veröffentlichung, bis zu 22%. Die Werte schwanken je nach Kriterium, vgl.

Sivay et al., “Natural control of HIV infection in young women in South Africa: HPTN 068”, HIV Clin Trials. 2018 Oct;19(5):202-208,  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30522410

In this cohort, 5.6% of women who were not using ARV drugs had sustained viral suppression. This represents a minimum estimate of the frequency of viremic controllers in this cohort, since some women were not followed long enough to meet the criteria for classification.”

Man weiß das seit mindestens 26 Jahren.

“Although antiretroviral therapy and Pneumocystis carinii prophylaxis extend AIDS-free survival, 45% of the group who were AIDS-free > or = 3 years after CD4+ cells fell below 200 x 10(6)/l had not used these treatments.

“CONCLUSIONS:
Significant numbers of individuals remain free of illnesses and AIDS symptoms > or = 3 years after CD4+ cell counts drop below 200 x 10(6)/l. This occurs even in the absence of treatment. The associations seen here suggest that host and viral factors play important roles.”

Es ist davon auszugehen, dass die weitaus überwiegende Mehrheit der HIV+ gemessenen Menschen aus der LTNP Statistik fallen, weil sie irgendwann dem Druck nachgeben und mit der antiretroviralen „Therapie“ anfangen. In Industrienationen werden praktisch alle HIV+ gemessenen Menschen behandelt.

Bis heute gibt es zu diesem Thema keine Diskussion und die „Wissenschaft“ arbeitet weiter mit falschen Statistiken und unsinnigen Kriterien. Niemand in den Altmedien hat dies in den letzten 30 Jahren auch nur einmal hinterfragt. Aus gutem Grund.

Das Problem der HIV „Wissenschaftler“ ist, dass Menschen mit positive HIV Test, die nicht an einem Immunschwäche-Syndrom erkranken (auch nicht nach Jahren – slow virus Hypothese), einen eklatanten Widerspruch zu den Koch’schen Postulaten darstellen, d.h. der Frage, ob ein Erreger ursächlich für ein Krankheitsbild ist. Deshalb rechnet man die LTNPs klein.

Die Verletzung der Koch’schen Postulate ist im Umfeld des HIV=AIDS Dogmas nichts Neues. Das war schon bei Robert Gallo so und seinem angeblichen Nachweis, dass HIV die Ursache des AID Syndroms bei multiple infizierten und schwer drogenabhängigen Homosexuellen in den USA sei.

Schon 1984 zeigten 70% der Erwachsenen mit Kaposi-Sarkom, einer AIDS-definierenden Krebserkrankung, keinen positiven HIV-Test, vgl.

•    Gallo et al., “Frequent detection and isolation of cytopathic retroviruses (HTLV-III) from patients with AIDS and at risk for AIDS”, Science. 1984 May 4;224(4648):500-3, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6200936

[Table 1. Detection and isolation of HTLV-III from patients with AIDS and pre-AIDS]

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Grafikquellen          :

Oben     —     2013 Twin Cities Pride Parade, Minneapolis.

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