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RENTENANGST

Gregor Gysi im Gespräch

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 26. Januar 2014

„Rot-rote Gespräche nur ohne Vorbedingungen“

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Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei, redet im Interview über das europafreundliche Programm seiner Partei, dass er nicht zu überspitzten Formulierungen neigt und warum die Linkspartei keine Schwierigkeiten hat, mit den Sozialdemokraten zu reden.

Herr Gysi, die Linkspartei schafft es nur mit Streit in die Zeitungen. Der Vorstand hatte das Europawahlprogramm längst beschlossen, da skandalisierten Sie den Ton: Die EU wird als „neoliberale, militaristische und weithin undemokratische Macht“ bezeichnet, die „mehr faschistische Parteien, rechtspopulistische Hetzer und mehr Menschenjagd“ gebracht habe. Ein kleiner redaktioneller Eingriff, und alles ist wieder gut?

Ich teile Ihre Einschätzung, dass die Medien leider immer nur dann über uns berichten, wenn wir Streit haben. Diesen Streit aber halte ich nicht für gravierend. Wir sind uns in der Europapolitik zu 95 Prozent einig. Und es gibt ein paar Differenzen. Der Satz ist unglücklich, der muss nicht sein, der wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Parteitag korrigiert werden. Man glaubt gern, dass die Sachen besonders wahr werden, wenn man sie besonders scharf formuliert. Das wird aber von der Bevölkerung oft gar nicht so empfunden. Insgesamt ist das Programm aber klar europafreundlich. Auch ich kritisiere, dass die EU-Politik in den letzten Jahren Sozial- und Demokratieabbau betrieben hat. Dass sie sich jetzt verstärkt um militärische Fragen kümmern will, sollte eigentlich gar nicht ihre Aufgabe sein.

Die SPD ist grundsätzlich offen für Rot-Rot. Der Parteilinke Ralf Stegner, der stellvertretender SPD-Vorsitzender werden soll, fordert, die Linkspartei müsse sich „gravierend ändern“.

Quelle: FAZ >>>>> weiterlesen

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3 Kommentare zu “Gregor Gysi im Gespräch”

  1. Schwarzer Kater sagt:

    Beide Parteien müssen sich ändern. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

  2. Barletta sagt:

    „Engagiert euch in diesem Wahlkampf“, erklärt Markov unter großem Beifall.
    Engagement, damit wieder einige an den großen Trog kommen?
    Dieses Jahr sage ich NEIN DANKE!
    Macht Eure Arbeit allein.

  3. Opa Fielmann sagt:

    Gewisse Damen und Herren aus dem Westen geht es darum, den Osten kleinzuhalten.
    Die Mitglieder aus dem Osten sollen zahlen, was die Westlinken mit vollen Händen zum Fenster hinaus werfen.
    Die Westlinken könnte man demnach ohne ein schlechtes Gewissen zu haben als „Schmarotzer“ bezeichnen.

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