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Es macht keinen Spaß, ein Exot zu sein

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 19. Februar 2014

„Es macht keinen Spaß, ein Exot zu sein“

taz: Herr Maffay, wie fanden Sie die Debatte über „Armutsmigration“, die mit der EU-Freizügigkeit für Rumänien und Bulgarien zum Jahreswechsel aufkam?

Peter Maffay: Diskriminierend. Und auch nicht richtig. Es kommen Leute aus Rumänien, aus Osteuropa zu uns, die studiert haben und fachlich ausgebildet sind. Über solche Menschen sollten wir froh sein, weil sie zusätzliche Kompetenzen in unsere Wirtschaft mitbringen. Es ist ja nicht so, dass jeder, der aus diesen Ländern kommt, bloß unter den sozialen Schirm will, den unsere Gesellschaft in bemerkenswerter Form geschaffen hat.

Was halten Sie von dem Slogan: „Wer betrügt, der fliegt“.

Der Satz ist in diesem Zusammenhang unnötig, ja zynisch. Und diesen Zynismus brauchen wir nicht. Damit fischt man nach irgendwelchem Beifall aus der falschen Ecke. Aber wir haben bei weitem schon genug Rechtsradikalismus und brauchen nicht zusätzlichen Zündstoff.

Sie engagieren sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus. Warum?

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vernichtung der Juden sollten eigentlich alle Gesellschaften dieser Welt kapiert haben, dass sich so etwas niemals wiederholen darf. Trotzdem entwickelt sich in Teilen der Welt ein neuer Rechtsradikalismus – nicht nur bei uns, sondern auch in Italien, in Frankreich, in Rumänien und Ungarn. Ich versuche, für mich persönlich eine Antwort auf diese Entwicklung zu finden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Smalltown Boy

Dieses Werk wurde von seinem Urheber Smalltown Boy als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit.

Ein Kommentar zu “Es macht keinen Spaß, ein Exot zu sein”

  1. Hannes sagt:

    Die Entwicklung hängt mit den Reichen … und den selbstverliebten Politiker zusammen.

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