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RENTENANGST

Die Sitzblockade

Erstellt von Redaktion am Mittwoch 5. Mai 2010

Unser Protest war friedlich, fröhlich und gewaltfrei

Festakt Freiheitspreis 5-10-05 046.jpg

so schrieb Wolfgang Thierse im Internet. Der SPD Politiker und Vizepräsident des Bundestages hatte am Samstag in Berlin an einer Sitzblockade gegen einen Aufmarsch von NPD Anhängern teilgenommen.
In diesem Zusammenhang fordert nun der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt den Rücktritt von Thierse, da dieser das Ansehen des Deutschen Parlaments beschädigt habe. Auch Konrad Freiberg als Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nannte das Verhalten Thierses empörend.
Als Leser solcher Statements frage ich mich dann doch in was für einem Land wir hier leben. Seien wir froh, dass endlich einmal ein Politiker den Mut aufbringt seine persönliche Meinung frei von allen politischen Sachzwängen aufzuzeigen. Danken wir ihn für die hier gezeigte Zivilcourage.
Absolut unverständlich hierbei ist das Staatsverständnis der Polizei. Ein Dank nochmal an Thierse,  dass Recht auf Meinungsfreiheit wieder einmal verdeutlicht zu haben. Auf diese Art die Demonstrationsfreiheit von 6 000  “Gegen”-Demonstranten gegen dieses “Häuflein” von 700 Rechtsradikalen aushebeln zu wollen, ist schon bizarr.

Hierzu passend ein Bericht von Tilo Gräser unter dem Titel „Beobachterrolle aufgeben. IE

Blockieren mit dem Bundestagsvize: Wie ich plötzlich neben Wolfgang Thierse auf der Straße saß. Eine persönliche Erinnerung.

Ich hatte eher zufällig von der geplanten Nazi-Demo am 1. Mai in Berlin und den dazu aufgerufenen Blockadeaktionen gehört. Zwei Gründe brachten mich schließlich dazu, mich auf den Weg in den Prenzlauer Berg zu machen: Ich erinnerte mich an Dresden, wo im Februar Tausende schon einmal Rechtsradikale daran gehindert hatten, durch die Stadt zu ziehen. Zum anderen hatte ich am Morgen in einer Fernsehdokumentation über die letzten Tage des 2. Weltkrieges Bilder von der Befreiung des KZ Dachau im April 1945 gesehen. So etwas darf sich nie wiederholen, dachte ich, und machte mich auf den Weg in Richtung Bornholmer Straße, wo sich die Nazis treffen wollten, wie es hieß. Meine Kollegin Franziska W., Journalistin wie ich, begleitete mich.

Quelle : Der Freitag <<<<< Weiterlesen

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Fotoquelle :

Pressestelle Stadt Memmingen

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  • File:Festakt Freiheitspreis 5-10-05 046.jpg
  • Erstellt: 14. September 2005

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