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Ein Ukraine – Tagebuch

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 28. Juli 2022

„Krieg und Frieden“
Angst vor den großen Nachbarn

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Aus Bischkek von Mahinur Niyazova

Nur wenige haben es bisher laut ausgesprochen, aber viele hier verstehen, dass wir nach der Ukraine als Nächstes dran sein könnten. Jetzt hört man immer häufiger: Wenn die Russen mit ihrer so genannten „Spezialoperation“ fertig sind, greifen sie als nächstes die Länder Zentralasiens an.

Die Menschen, die das verstehen, sympathisieren in jeder Hinsicht mit den Ukrainern und versuchen zu helfen. Wenn nicht materiell, dann doch wenigstens moralisch. Es wird viel über Ähnlichkeiten der Kulturen und der Mentalität gesprochen. Auch wir Kirgisen sind ein freiheitsliebendes Volk. Wir haben nicht nur mehrere Machtwechsel überstanden, wir sind es auch nicht gewohnt, unterdrückt zu leben.

Zur zentralasiatischen Region gehören fünf Staaten: Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Zwischen einigen dieser „Nachbarn“ gibt es noch ungelöste Grenzprobleme. Aber seit dem 24. Februar haben vor allem die Fragen nach den Beziehungen zu Russland wieder an Bedeutung gewonnen. Als die kasachische Regierung etwa offiziell erklärte, Russlands Handeln in der Ukraine nicht zu unterstützen, waren sie die Ersten, die offene Drohungen erhielten. Vom ersten Kriegstag an haben Experten und Politiker immer wieder gesagt, dass die heutigen Gebiete der zentralasiatischen Länder ein „Geschenk Russlands“ seien.

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Darüber hat man schon lange vor Kriegsbeginn gesprochen. Die Rhetorik ist also nicht neu. Aber seit Beginn der Kriegshandlungen in der Ukraine wurde sie noch verstärkt. Immer häufiger kann man jetzt Aussagen über die Wiederbelebung der Sowjetunion hören. Angesichts der Ereignisse in Karakalpakstan, einer autonomen Republik im Westen Usbekistans (dort protestierten Anfang Juli die Menschen gegen den Verlust ihrer Autonomie nach einer Verfassungsänderung; d. Red), hat der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko noch einmal daran erinnert: „Zentralasien ist, wie auch wir, zwischen zwei Feuern. Auf der einen Seite die Europäer und Amerikaner, und auf der anderen China, das Zentralasien sehr stark hilft. Und dieser Kampf wird in Zentralasien stattfinden. Das können Sie sich bald anschauen.“

Quelle        :         TAZ-online           >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —    Anne Frank in 1940, while at 6. Montessorischool, Niersstraat 41-43, Amsterdam (the Netherlands). Photograph by unknown photographer. According to Dutch copyright law Art. 38: 1 (unknown photographer & pre-1943 so >70 years after first disclosure) now in the public domain. “Unknown photographer” confirmed by Anne Frank Foundation Amsterdam in 2015 (see email to OTRS) and search in several printed publications and image databases.

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Unten     — Blick über die kirgisische Hauptstadt Bischkek in Richtung des nördlichen Teils der Kirgisisches Ala-Too-Gebirge im Norden Tian Shan

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