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Ein Ukraine – Tagebuch

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 23. April 2022

„Krieg und Frieden“
Angst und Wut

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Aus Tiflis von Sandro Gvindadze

In Georgien sagt man nicht „der Krieg in der Ukraine“. Bei uns sagt man einfach „der Krieg“. Im August 2008 marschierte Russland in Georgien ein und stationierte hier Truppen.

Seit dieser Zeit lebt die georgische Bevölkerung mit der Angst, dass sich der Krieg wiederholen könne. Am 24. Februar kam zur Angst und dem Gefühl der Machtlosigkeit noch Wut hinzu. Seit fast zwei Monaten beginnen alle Fernsehnachrichtensendungen mit den Ereignissen in der Ukraine. Seit fast zwei Monaten gibt es im Stadtzentrum von Tiflis vor dem Parlamentsgebäude regelmäßig Solidaritätskundgebungen. Seit Beginn des Krieges hat Georgien fast 400 Tonnen humanitäre Hilfe geschickt. Überall an den Häusern sieht man ukrainische Flaggen. Verschiedenen Quellen nach sind mittlerweile mehr als 15.000 Flüchtlinge aus der Ukraine nach Georgien gekommen. Aber nicht nur sie. Sondern auch Zehntausende Russen. Überall hört man jetzt viel öfter Russisch als früher. Vielen Menschen in Georgien gefällt das nicht. Sie haben Angst, dass Putin sich entschließt, auch hier „die russischsprachige Bevölkerung zu verteidigen“ und sie fordern deshalb eine Visumspflicht für russische Staatsbürger.

Russia Ukraine War 38 day.jpg

Für mich und meine Generation hat sich durch den Krieg das Gefühl verstärkt, dass unsere Politiker sich sehr weit vom Volk entfernt haben. Der georgische Premierminister Irakli Garibashwili lehnte wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland und Waffenlieferungen an die Ukraine ab. Doch neben der Kritik an den georgischen Politikern wird auch die Kritik an ihren europäischen Kollegen immer lauter. Die georgische Jugend kann Deutschland und Frankreich das Jahr 2008 nicht verzeihen. Gerade ihretwegen sind Georgien und die Ukraine bislang keine Nato-Mitglieder.

Quelle        :       TAZ-online            >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —       Anne Frank in 1940, while at 6. Montessorischool, Niersstraat 41-43, Amsterdam (the Netherlands). Photograph by unknown photographer. According to Dutch copyright law Art. 38: 1 (unknown photographer & pre-1943 so >70 years after first disclosure) now in the public domain. “Unknown photographer” confirmed by Anne Frank Foundation Amsterdam in 2015 (see email to OTRS) and search in several printed publications and image databases.

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Grafikquellen          :

Unten        —     — Russia-Ukraine war: what we know on day 37 of the Russian invasion The Red Cross says an evacuation plan for Mariupol has been agreed with “top-level authorities” from Ukraine and Russia. There are thought still to be more than 100,000 civilians in the besieged southern port city. Earlier, Oleksii Iaremenko, a Ukraine deputy minister, said it was 36 days since Mariupol had received any medical or humanitarian supplies. Peace talks between Russia and Ukraine are expected to restart on Friday by video, focusing on the peace framework the Ukrainian side presented during a face-to-face meeting in Istanbul earlier this week.

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