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DL – Tagesticker 31.10.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 31. Oktober 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Stopp Förster – nicht schießen! Denn wer hat nicht nur die letzten beiden Weltkriege heraufbeschworen ? Schland – und wir sind der lachende Dritte und entleeren die US Lagerstätten von Atombomben! „Wir sind und bleiben die Größten!“

Johnson droht Macron mit Vergeltung

1.) FISCHEREISTREIT

Zwei offene Fronten zwischen der EU und Großbritannien drohen zu eskalieren. Im Fischereistreit erwägt London Vergeltungsmaßnahmen gegen Frankreich. Auch im Konflikt um Nordirland bleibt Johnson bei seiner unnachgiebigen Linie. Im Streit zwischen Paris und London um Fischereilizenzen im Ärmelkanal hat Boris Johnson eine harte Gangart angekündigt. „Wir werden tun, was immer nötig ist, um unsere Interessen zu verteidigen“, sagte der britische Premierminister der Zeitung „La Repubblica“, die wie WELT der Zeitungsallianz „Lena“ angehört. „Wir sind über das Ganze erstaunt. Wir fürchten, dass eine Verstoß gegen das Handels- und Kooperationsabkommen vorliegt“, sagte Johnson mit Bezug auf den Ende 2020 geschlossenen Brexit-Vertrag. „Wir werden dem entsprechend handeln.“ Frankreich wirft Großbritannien vor, entgegen der Abmachungen vielen französischen Booten keine Lizenzen zum Fischfang in britischen Gewässern ausgestellt zu haben. London weist diesen Vorwurf als falsch zurück. Am Montag läuft die Frist aus, in der französische Fischer noch ohne Genehmigungen in britischen Gewässern fangen durften. Bisher stammt ein Viertel des gesamten Fangs französischer Fischer aus britischen Gewässern. In Nordfrankreich sind ganze Küstengemeinden ökonomisch vom Zugang in den Ärmelkanal abhängig.

Welt-online

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Die großen Clowns der Welt brauchen sich nur einmal direkt in die Augen zu sehen und stellen in voller Übereinstimmung fest, wie verlogen und einseitig ihre Politik ist.

EU und USA beenden jahrelangen Zollstreit

2.) Handelskonflikt

Die USA streichen die von Ex-Präsident Donald Trump verhängten Sonderzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa. Damit verschwindet ein enormer transatlantischer Zankpunkt. Die EU und die USA haben ihren jahrelangen Streit um US-Zölle auf Stahl und Aluminiumimporte aus Europa beigelegt. Wie US-Handelsministerin Gina Raimondo am Rande des G20-Gipfels in Rom bekanntgab, werden die vom früheren US-Präsidenten Donald Trump vor drei Jahren verhängten Sonderzölle aufgehoben. „Begrenzte Mengen“ von Stahl und Aluminium aus der EU könnten nun wieder zollfrei in die USA importiert werden. Im Gegenzug verzichte die EU darauf, Zölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Harley-Davidson-Motorräder zu erheben. Eines der größten Streitthemen im Verhältnis der transatlantischen Partner sei nun ausgeräumt, sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan. Die Vereinbarung helfe beiden Wirtschaftsräumen, der gemeinsamen Herausforderung durch die chinesische Wirtschaft zu begegnen, sagte Raimondo. Die USA werfen China vor, die heimische Industrie zu subventionieren und mit künstlich niedrigen Preisen für unfairen Wettbewerb zu sorgen.

Zeit-online

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Alles ist möglich: „In Europa!“ Wer die Welt mit Füßen treten will – der lange bei Europa hin! Dort wo  mit ihren kurzen Beinen,  sich politische Hinterbänkler an  den Trögen weiden. Es braucht so immer nur einen Quertreiber und schon bricht erneut das große Chaos aus.

EU-Außengrenze zu Belaurs :

3.) Die EU spielt mit

Das Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus erlebt eine humanitäre Katastrophe. Daran ist nicht nur der belarussische Präsident schuld. An der EU-Außengrenze in Polen werden Menschen ihrer Würde beraubt. Niemand dürfte überrascht darüber sein, was aktuell im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus passiert. Schließlich hat sich die EU über Jahre kein gutes Image in der Migrationspolitik aufgebaut. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko betreibt seit dem Sommer staatlichen Menschenhandel. Mi­gran­t:in­nen aus dem Irak, aus Afghanistan und Syrien lässt er in Flugzeugen in sein Land einreisen, um sie dann in Kleinbussen an die nächste EU-Grenze zu schaffen. Erst schickte er sie nach Litauen, nun vermehrt nach Polen. In dem sumpfigen Waldgebiet zwischen Polen und Belarus harren die Menschen aus. Essen und Trinken gibt es kaum, in der Nacht fallen die Temperaturen mittlerweile unter null Grad. Viele Mi­gran­t:in­nen sitzen seit Monaten dort fest. Es gibt kein Vorwärts, kein Rückwärts. Mindestens fünf Menschen sind bereits gestorben. Europa ist deshalb in Panik. In Polen herrscht Ausnahmezustand. Grenzpolizisten gehen zum Teil gewaltsam gegen die Menschen vor. Pushbacks, also das Zurückführen von Mi­gran­t:in­nen nach Belarus, obwohl sie bereits EU-Boden betreten haben, wurden diese Woche in Polen quasi legalisiert, kritisieren Menschenrechtsorganisationen. Es wird wieder von Mauern und Zäunen geträumt, weil es darum gehe, die Wehrhaftigkeit der Europäischen Union zu beweisen. So formulierte es Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Mitten in Europa findet eine humanitäre Katastrophe statt. Doch statt eine menschenwürdige Antwort auf die Krise zu finden und langfristige Strategien zu entwickeln, duckt sich die EU weg. Die Schuld sieht man allein bei Machthaber Lukaschenko. Er ist schließlich der Verursacher des Problems. Die betroffenen Menschen lässt man damit allerdings im Stich. Die EU lässt sich auf das Spiel ein.

TAZ-online

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Hurra – Hurra, in Rom beim großen Maskentreffen der Weltgangster sind noch Betten frei und Mutti wird vorsichtshalber schon einmal Mittig isoliert. Nennen wir in Schland auch Quarantäne ! Findet Draghi so eine Möglichkeit das Virus vor den Klimawandel zu retten, um den Herdenauftrieb als Mittel zur Nazi-onalen Staatsräson zu beschleunigen ? Hatte Mutti nicht schon 2015 in Gegenwart von Flüchtlingen ihre Bewegungen gezeigt ?

Ein Foto, ein Nachfolger und das Impfproblem prägen den G20-Gipfel

4.) „Diese Geste hat mich sehr bewegt“

Nach zwei Jahren treffen sich die G20-Staaten wieder in Präsenz. Merkel stellt Scholz vor, Deutschland will 175 Millionen Impfdosen an andere Länder abgeben. Italien hat schwer gelitten, die Bilder der Militärlastwagen, die die Corona-Toten in Bergamo abtransportieren, haben sich auch in Deutschland in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Und schufen die Grundlage für viele Lockdown-Maßnahmen. 20 Monate später ist die Pandemie noch nicht vorbei, aber die Hoffnung kommt zurück. Italiens Premierminister Mario Draghi hat sich daher etwas Besonderes zum Auftakt des ersten G20-Gipfels in Präsenz seit zwei Jahren ausgedacht. Erst stellen sich in Rom die Staats- und Regierungschefs zum traditionellen „Familienfoto“ auf, dann kommen Ärzte, Krankenpfleger und Sanitäter auf die Bühne. Diese stellen sich zwischen die Staatschefs. Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von zwei Ärzten in die Mitte genommen und plaudert kurz mit ihnen. Es gibt großen Applaus im Konferenzzentrum „La Nuvola“. „Diese Geste hat mich sehr bewegt“, sagt Merkel später und lobt die Initiative von Draghi. „Es war besonders bewegend, dass nicht nur die politischen Chefs dort waren, sondern auch Ärzte, Krankenpfleger und Rettungssanitäter dazukamen, die eine so wichtige Rolle in der Pandemie gespielt haben und leider auch noch spielen müssen; die alles geben, um Menschenleben zu retten“, so Merkel.

Tagesspiegel-online

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Lagert nicht besonders die Linke „ihre Hilfe für die Notbedürftigen“ bereits in den Kreisverbänden aus, da den Sitzungsfürsten aus den Parlamenten diese Arbeit als für nicht gut genug empfindet? Ist nicht schon vor einigen Jahren die Essener Tafel in die Kritik geraten ?

Transparente mit eigenen Fragen und Forderungen vom Arbeitskreis Arbeitslose Linden, hier bei der Solidaritätstafel 2012 in der Georgstraße.jpg

Ganzheitlicher Zynismus

5.) Debatte Hartz IV

Leo Fischer über demütigende »Hilfsangebote« für ausgegrenzte Menschen. Wie wird mit denen umgegangen, die durchs Netz fallen? Welche Achtung genießen diejenigen, die nicht »funktionieren«, nicht »beitragen«? Daran bemisst sich der Zivilisationsgrad einer Gesellschaft. Die Entsolidarisierungswelle, die mit der Einführung von Hartz IV in den Nullerjahren begann, privatisierte auch den Umgang mit Armut, machte ihn zum Problem der Einzelnen – auf allen Ebenen. Nicht nur die Armen selbst sollten das Problem bei sich selbst suchen, in endlosen Motivations- und Bewerbungstrainings die richtige Einstellung fürs falsche Leben lernen, sondern auch diejenigen, für die Armut vor allem als Bedrohungsszenario erzeugt wird. Es ist kein Zufall, dass im Schatten des schikanösen Hartz-IV-Systems das ebenso schikanöse System der »Tafeln« erwuchs; ein privates Forum der Demütigung, bei dem Supermärkte sich dafür feiern lassen, ihren Ramsch unter den Verzweifeltsten zu entsorgen. Die herablassenden, oft genug sexistischen und rassistischen Kommentare, die Besucher*innen der »Tafeln« ertragen müssen, die Scham, fürs Überleben auf die gönnerhaft ausgestreuten Brosamen gigantischer Lebensmittelkonglomerate angewiesen zu sein, dient wie Hartz IV selbst zur Einschüchterung nicht nur der Ärmsten selbst, sondern auch jener, die auf keinen Fall arm werden dürfen. Wohlfahrt als Mittel der Repression, als hämische Überlegenheitsgeste, hat in diesen Tagen ein neues Gesicht bekommen. In der Essener Innenstadt fährt seit Donnerstag ein umgebauter Rettungswagen als »Naturheilmobil« herum. Die nach eigenen Angaben deutschlandweit einzigartige »mobile Naturheilpraxis«, die sich ausdrücklich an Obdachlose richtet, soll »die Hemmschwelle bei armen Menschen« senken, »solche Angebote« anzunehmen.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten     —       Aktivisten vom Arbeitskreis Arbeitslose Linden traten 2012 auf der Solidaritätstafel in der Georgstraße mit eigenen Transparenten auf: „Gute Mindestrente statt Tafeln“ forderte beispielsweise die Dame links im Bild. „Tafeln verändern keine Armut“, stellte der Herr neben ihr fest. „Wo essen Sie morgen?“ fragte ein anderer Aktivist, ein anderer forderte „Menschwürde statt Tafeln“ …

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