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DL – Tagesticker 30.08.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 30. August 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –   1.) AMPEL UND GASUMLAGE  – . –  2.) Der Rohrkrepierer kommt auf Schloss Meseberg ?  – . –   3.) Keine Antwort auf die Krise  – . –  4.) Befindet sich Erdogan im freien Fall?  – . –   5.) Linke kommt langsam in die Gänge  – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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In der Kürze liegt die Würze! Auch in der Politik, in der wir Meister brauchten und leine Hilfsarbeiter. Menschen, welche die Schulen besuchten und keine Analphabeten mit ihren geklauten Titeln! Bevor Doktor-innen und Professor-innen ihr  Nichtwissen an den Pulten der Dummschwätzenden Politiker-innen, an die Frauen oder Männer bringen wollen, sollten sie sich zuvor auf den Redebühnen der Universitäten ausprobieren, um sich dort mit den Widersprüchen von Wissenden auseinander zu setzen. Eine Arbeit in den Praktiken von Medizinern wäre ebenfalls anzuraten, um den Nachweis einer Leistung belegen zu können. Lange studiert zu haben – bedeutet nicht, auch etwas gelernt zu haben!

Politik mit dem Waschlappen. Politiker der Ampel wollen Unternehmen und Bürgern moralische Vorgaben machen. Lieber sollten sie sich um handwerklich gute Politik kümmern. Nur so werden die Bürger den Kampf der Ukraine weiter unterstützen.

1.) AMPEL UND GASUMLAGE

Die handwerkliche Qualität von Politik kann man ganz gut daran messen, welche Rolle moralische Überlegungen und Forderungen spielen. Klar, ohne Moral geht es nicht, aber allzu oft wird sie genutzt, um handfeste Defizite zu überdecken. So auch jetzt bei der Debatte über die Belastung von Bürgern und Unternehmen durch die explodierenden Preise von Energieträgern. Erst hieß es in der Bundesregierung, einige Firmen sollten freiwillig auf die Gasumlage verzichten. So nobel soll man also sein, weil das Bundeswirtschaftsministerium es nicht geschafft hat, rechtssicher zwischen mehr und weniger bedürftigen Unternehmen zu unterscheiden? Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil setzte noch einen drauf und sprach von „unanständiger Trittbrettfahrerei“. So spricht keine souverän agierende Kanzlerpartei. Was daran liegen könnte, dass die SPD gerade alles andere als selbstbewusst daherkommt. Denn sie schießt nicht nur gegen Unternehmen, sondern auch heftig gegen den Spitzenvertreter ihres grünen Koalitionspartners, Wirtschaftsminister Robert Habeck. Neuer Stil, respektvoller Umgang, gemeinschaftliches Suchen nach Lösungen? Ach, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, hätte ein CDU-Kanzler gesagt. Klingbeil zweifelt öffentlich an Habecks fachlicher Substanz, der Sprecher des Seeheimer Kreises meint zum Prinzip Habeck: Auftritt filmreif, handwerkliche Umsetzung bedenklich, und am Ende zahlt der Bürger drauf. Im Wahlkampf ging es zwischen den Parteien gesitteter zu als jetzt in der Koalition. Damals profitierte Scholz von den Fehlern der anderen. Das wollen einige in der SPD jetzt wieder. Niemand will ernsthaft einen Bruch der Koalition

FAZ-online

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Wer kann sich denn bildlich Vorstellen wenn Fahrzeuge vor einer Ampel stehend und alle gleichzeitig Anfahren, nur wenn es zu einen Kurzschluss kommt und alle Farben zusammen aufleuchten? Aber wie sagte es schon der Volksmund: „Dummheit regiert diese Welt und damit auch dieses Land – schon immer ?

Wo das Märchen der Ampelkoalition noch geschrieben werden muss. Am Dienstag und Mittwoch trifft sich das Kabinett von Kanzler Olaf Scholz zu einer Klausurtagung auf Schloss Meseberg in Brandenburg. Ob das Märchen der Ampelkoalition im Schloss Meseberg wohl neu geschrieben wird?

2.) Der Rohrkrepierer folgt auf Schloss Meseberg ?

Alles begann mit einem sympathischen Handy-Foto von Grünen und Liberalen. Man stand gleichermaßen respekt- wie liebevoll beieinander. Spitzbübisch wird in die Kamera gelächelt. Die Ampel-Koalition wirkte als verschworene und abenteuerlustige Truppe – so wie einst die Bremer Stadtmusikanten. Etwas Besseres als den Tod werden wir nach 16 langen Merkel-Jahren überall finden. Doch wenn heute die Klausurtagung der Regierung in Schloss Meseberg beginnt, muss das Drehbuch gewechselt werden. Oder schlimmer noch: Es gibt gar kein einheitliches Drehbuch mehr, das für alle passt. Jeder der Akteure lebt in seinem eigenen Märchenfilm. Aschenputtel Baerbock. Annalena Baerbock war durch allerlei Flunkereien als Aschenputtel in den Wahlkampf gestartet und steht nun – da das Ballgeschehen Fahrt aufnimmt – als die begehrte Tänzerin einer neuen Zeit auf dem Parkett. Leichtfüßig schwebt sie durch die Krisenregionen dieser Welt. Ihr Ballkleid sieht aus wie eine schusssichere Weste. Sie wirkt nicht mehr armselig, sondern anmutig. Habeck in der Rolle des Hans im Glück. Robert Habeck muss aufpassen, dass für ihn nicht die Rolle als Hans im Glück übrig bleibt. Er war mit dem goldenen Klumpen als Publikumsliebling gestartet und tauschte seine Glaubwürdigkeit als Klimakämpfer beim katarischen Prinzen gegen ein loses Lieferversprechen auf große Mengen Gas, die nie kamen. Nun hängt ihm seine Gasumlage, mit deren Hilfe er von 21 Millionen Gaskunden 34 Milliarden Euro einsammeln will, wie ein Mühlstein um den Hals. Der zieht nach unten, auch weil seine lieben Parteifreunde keine Gelegenheit auslassen, ihn durch öffentliche Äußerungen weiter zu beschweren.

Focus-online

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Ja – was kann ein Käfer, wenn er erst einmal auf seinen Rücken liegt ? Dann ist er wohl mit seinen Lamentieren am Ende gelangt? Ganz schlimm – da nach dem Worte-Hausierer der Hausmeister kommt und damit der Höchstpunkt auf der Ampel erreicht ist. Da kann dann selbst die weiße Fledermaus aus der EU, als bekennende Ärztin, keinen zappelnden Käfer mehr auf die Beine helfen..

Selatosomus cruciatus under.jpg

Scholz‘ Prag-Rede zur Europapolitik. Bundeskanzler Olaf Scholz hat lediglich sattsam bekannte Probleme der EU angesprochen. Fragen zu stellen ist gut, aber gesucht werden Lösungen. „Als Olaf Scholz eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte   … fand er sich in Prag zu eunem Redner mit Visionen für Europa verwandelt. „Was ist mir geschehen?“, dachte der Kanzler. Er sah auf einmal ganz klar, dass die große EU mit ihrem Einstimmigkeitsprinzip handlungsunfähig wird und warnte vor „kafkaesken Verhältnissen““ (Text – Franz Kafka – Heute – Schlagzeile TAZ)

3.) Keine Antwort auf die Krise

Europäische Antworten auf die Zeitenwende: Das hat Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Grundsatzrede an der Prager Karls-Universität gefordert. Leider ist der SPD-Politiker diese Antworten selbst schuldig geblieben. Scholz hat zwar viel Richtiges gesagt. Ja, die EU muss unabhängiger werden – nicht nur von Gas aus Russland, sondern auch von Waffen aus den USA. Ja, wir brauchen Mehrheitsentscheidungen in der Außenpolitik. Ja, das Vetorecht ist ein Anachronismus. Doch wie er diese Ziele erreichen will, hat Scholz nicht verraten. Über die Abschaffung des Vetorechts diskutiert Brüssel schon seit Jahren. Bisher hat niemand eine Lösung gefunden – denn gegen die Abschaffung können die EU-Staaten selbst ein Veto einlegen. Das ist kafkaesk – und ruft nach neuen, kreativen Ideen. Diese Ideen sucht man bei Scholz vergebens. Er wiederholt sattsam bekannte Wünsche zur EU-Reform, die schon den deutschen Ratsvorsitz 2020 beschäftigt haben, zeigt jedoch keine Lösungen auf. Unklar bleibt auch, was die Zeitenwende für Europa bedeuten soll. Der Kanzler sicherte der Ukraine zwar dauerhafte Hilfe zu. Er erklärte sich auch bereit, „besondere Verantwortung beim Aufbau der ukrainischen Artillerie“ zu übernehmen. Doch angesichts der bisherigen Zögerlichkeit ist dieser Vorschlag wenig überzeugend. Aus der Defensive kommt Scholz damit nicht. Und die Bürger von seiner Europapolitik überzeugen kann er so auch nicht.

TAZ-online

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Wer mit dem Einstieg in seine Hose die Beine mit einen Reißverschluss verwechselt braucht nicht verwundert zu gucken, wenn sich der Reißverschluss nicht mehr schließen lässt! Aber gut, auch die EU hat ihm ja lange genug eine lange Nase gezeigt !

Warum sich Erdoğan an Russland orientiert. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will an der Macht bleiben. Sein Mittel dafür? Eine Annäherung an Russland.

4.) Befindet sich Erdogan im freien Fall?

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Türkei braucht Präsident Recep Tayyip Erdoğan dringend einen Plan, um auch nach den Wahlen im Juni 2023 an der Macht zu bleiben. Er setzt auf engere Beziehungen zu Russland. Aber reicht das aus? In den vergangenen Jahren stand die Türkei international zunehmend isoliert da. Das lag zum einen an ihrer schlechten Menschenrechtsbilanz in den vergangenen zehn Jahren. Dazu kamen aggressive Schritte, die zu einem angespannten Verhältnis zu den meisten Nachbarländern führten. Doch die russische Invasion der Ukraine eröffnete der Türkei eine seltene Gelegenheit: Präsident Erdoğan ist einer der wenigen Staatschefs, mit denen beide Seiten Kontakt pflegen. Das ermöglichte es der Türkei, als Mittler aufzutreten. Kürzlich erst über einen Korridor, der es sowohl der Ukraine als auch Russland ermöglicht, Nahrungsmittel und Dünger über das Schwarze Meer zu exportieren. Das Abkommen wurde im Juli 2022 in Istanbul durch die UN ausgehandelt. UN-Chef António Guterres bezeichnete die Entwicklung als Hoffnungsschimmer. Dennoch ist unklar, ob allein die Rhetorik davon, „wieder ein entscheidender Player zu sein“, Erdoğans Popularität zu Hause verbessern kann. Laut jüngster Umfrage des türkischen Meinungsforschungsinstituts Yöneylem im Juli gaben 58,4 Prozent der türkischen Wählerschaft an, Erdoğan auf keinen Fall zu wählen zu wollen. Jüngere Türken fliehe. Die Wirtschaft des Landes befindet sich seit 2018 in einer Abwärtsspirale. Allein in diesem Jahr verlor die türkische Lira die Hälfte ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar. Die jährliche Inflation liegt bei rund 80 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeitsrate bei über 20 Prozent. Wegen weit verbreiteter Korruption und Vetternwirtschaft ist der Vertrauensverlust gegenüber dem System groß. Bei einer Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung im Jahr 2021 sagten mehr als 70 Prozent aller jungen Befragten, dass sie das Land verlassen würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Nach den Ergebnissen fast aller jüngeren Umfragen ist die Unterstützung für Erdoğan und seine rechte Koalition weit unter die 50 Prozent der Stimmen gefallen, die für ihr Überleben notwendig sind. Unter dem Schirm der sozialdemokratischen Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) und der ultranationalistischen İyi Parti hat sich unterdessen eine Oppositions-Allianz zusammengeschlossen, die die prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) ausschließt. Die Allianz zeigt sich sehr optimistisch, dass sie die anstehenden Wahlen gewinnen wird.

Freitag-online

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Wer bislang aber noch nicht seinen Einstieg in diesen heißen Sommer gefunden hat, dem wird auch der lauteste Donner eines nahenden Gewitter nicht mehr aufwecken !

Sozialproteste im Herbst. Parteichefin präsentiert Kampagne für »heißen Herbst gegen soziale Kälte«  Man könnte meinen, dass die SPD der Linken den Wind aus den Segeln nehmen wollte, indem sie just am Montag ihren Maßnahmenkatalog zur Entlastung der Bürger veröffentlichte. Doch Linke-Chefin Janine Wissler bleibt dabei: Es brauche einen »heißen Herbst gegen soziale Kälte«..

5.) Linke kommt langsam in die Gänge

Bei der Vorstellung der Sozialkampagne ihrer Partei in Berlin verwies Wissler darauf, dass die Sozialdemokraten ihre Ideen erst einmal innerhalb der Ampelkoalition durchsetzen müsse. Die »Kanzlerpartei« sei in der Pflicht, den Worten Taten folgen zu lassen. Gleichwohl begrüße sie es, dass diese nun Forderungen der Linken wie die nach einer Übergewinnsteuer aufgreife. Dass sie das tue, sei aber auch darauf zurückzuführen, dass es »breite Kritik von Gewerkschaften, Sozialverbänden, Tafeln und der Linken« an der Sozialpolitik der Ampel gebe. Der linke Protest sei zugleich »kein Selbstzweck«, versicherte die Linke-Vorsitzende. Vielmehr gehe es darum, »die Situation zu ändern, dass 14 Millionen Menschen in diesem reichen Land in Armut leben«. Den »heißen Herbst« hatten die Linke-Vorsitzenden Wissler und Martin Schirdewan bereits in einem am 12. Juli veröffentlichten Strategiepapier angekündigt und die damit verbundenen politischen Forderungen vorgestellt. Seither sei die Partei mit der Vorbereitung und Organisation von Demonstrationen, »Lärm- und Kochtopfaktionen« beschäftigt, sagte Wissler am Montag. Der im Juni auf dem Bundesparteitag gewählte Bundesgeschäftsführer Tobias Bank koordiniere die Proteste in Abstimmung mit Landes- und Kreisverbänden. Vor Ort arbeite man mit Gewerkschaften und Sozialverbänden sowie mit der bundesweiten Initiative »Ich bin armutsbetroffen« zusammen.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten    —      Selatosomus cruciatus von Ungarn, Vértes-Bergland bei Pusztavám am 10. Juni 2015, Unterseite

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