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DL – Tagesticker 29.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 29. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“: – . –  1.) AfD-Großspender spritzt nicht zugelassenen Impfstoff  – . –  2.) Geht’s noch Europa?  – . –  3.) 325.000 Euro fiktive Miete  – . –  4.) Merkel wünscht sich Nina Hagen zum Abschied  – . –  5.) Schrott im Weltraum  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Spiegelt solch ein Vorfall nicht genau die Spielweise der Politik wieder? Runde 80 % räkeln sich auf den Prolet-Innen-sitzen der Berliner Fäkalienbude als Akademiker herum.  Typen welche kaum  eine Leistung für die Gesellschaft geleitet hat. Lange studiert ohne jemals etwas erlernt zu haben?

Von der Polizei gestoppt

1.) AfD-Großspender spritzt nicht zugelassenen Impfstoff

Der rechtspopulistische Arzt Winfried Stöcker gründete einen Medizinkonzern und besitzt den Lübecker Flughafen. Beides nutzte er für eine Impfaktion mit einer Do-it-yourself-Vakzine – bis die Polizei einschritt. Winfried Stöcker ist eine schillernde Persönlichkeit – um es zurückhaltend zu formulieren. Der Arzt und Medizinprofessor verkaufte sein auf Labordiagnostik spezialisiertes Unternehmen Euroimmun für eine hohe Summe, hat viele Patente angemeldet und ist weltweit gut im Geschäft. Als Investor schlägt er vor allem in Ostdeutschland hohe Wellen. In Görlitz kaufte Stöcker das historische Jugendstil-Kaufhaus, optisch eine Art KaDeWe des Ostens; dort drehte Regisseur Wes Anderson den Film »Grand Budapest Hotel« mit den Stars Tilda Swinton, Ralph Fiennes und Willem Dafoe. Und an seinem Firmenstandort in Lübeck kaufte Stöcker den Flughafen und gründete eine eigene Fluglinie. Deutschlandweit machte Stöcker zunächst mit fremdenfeindlichen Äußerungen Schlagzeilen, später spendete er hohe Summen an die AfD. Zuletzt gab er bekannt, einen eigenen Impfstoff zu entwickeln und an sich selbst zu testen. Diese Vakzine wollte er am Wochenende am Lübecker Flughafen an Freiwillige verimpfen. Zugelassen ist sie aber bislang nicht.

Spiegel-online

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War es nicht schon immer so üblich und ist es nicht auch heute noch so, die Probleme der Politik den Nachbarländern in ihren Vorgärten zu werfen? Einigkeit herrscht immer nur, wenn es darum geht die Gelder in den eigenen Taschen festzukrallen. Nicht immer ernten die dümmsten Bauern auch die dicksten Kartoffeln.

„Europa“ soll die Antwort auf fast alle Probleme unserer Zeit sein.

2.) Geht’s noch?

Das klingt gut, geht aber an der Wirklichkeit vorbei. Denn eine immer weiter fortschreitende Vergemeinschaftung der EU lässt demokratische Strukturen erodieren und birgt sozialen Sprengstoff. Jetzt entwickelt sich auch noch der Euro zum Sorgenkind. Höchste Zeit für eine realistische Bestandsaufnahme. „Europa ist die Antwort“: So lautete das apodiktische Motto der SPD zur zurückliegenden Europawahl. Aber welche Frage soll mit dem Begriff „Europa“ eigentlich beantwortet werden? Und was ist mit „Europa“ überhaupt gemeint gewesen? In damaligen Wahlkampfzeiten jedenfalls ganz sicher nicht der Kontinent als solcher, sondern vielmehr das politische Gebilde namens „Europäische Union“. Bringen wir es also auf den Punkt: Die deutschen Sozialdemokraten, übrigens keineswegs nur sie allein, halten die EU für ein alternativloses Zukunftsmodell. Und zwar im Sinne einer „Ever Closer Union“ – einer Staatengemeinschaft also, die sich unaufhaltsam in Richtung eines Bundesstaats entwickelt. Entsprechende Übertragung von immer mehr Kompetenzen aus den einzelnen Mitgliedsländern nach Brüssel inklusive. Doch längst nicht alle EU-Bürger wollen sich mit einem Konzept anfreunden, das Jacques Delors einst mit dem Vergleich skizzierte, die Europäische Union sei wie ein Fahrrad: „Hält man es an, fällt es um.“ Denn diese Eigendynamik impliziert auch einen drohenden Kontrollverlust, der die freiheitsliebenden Briten bekanntlich dazu bewog, von dem Fahrrad lieber rechtzeitig abzusteigen, bevor ein Unfall passiert. Die politischen Eliten in Brüssel scheint das aber wenig beeindruckt zu haben, vielmehr legen sie seit dem Brexit noch an Tempo zu: Es werden Hunderte Milliarden schwere Corona-Wiederaufbauprogramme mit dem sprechenden Titel „Next Generation EU“ auf den Weg gebracht, der gemeinschaftlichen Schuldenaufnahme wurden Tür und Tor geöffnet, und für die EZB ist der Euro als Gemeinschaftswährung schon längst Mittel zum Zweck schier unbegrenzter Anleihenkäufe geworden. Der Euro und die polnische Verfassung.

Cicero-online

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Müsste nicht jeder Mensch, welcher es versucht mit Ehrlichkeit und Anstand durch das Leben zu gehen, einen riesigen Bogen um die Lügner und Betrüger der Politik  machen? Spricht es nicht gegen die Politik wenn immer die gleichen Figuren dort im Hintergrund ihrer Clans die Strippen ziehen. Reichen der Monika Hohlmeier die Pfründe ihres Vaters, FJS, nicht aus – ohne Politik zu leben? Sollte nicht gerade in der Politik dem  Verlangen nach MEHR – ein es ist GENUG entgegenstehen?

Recherche der Zeitung „Libération“:

3.) 325.000 Euro fiktive Miete

Eine Recherche bringt Klaus-Heiner Lehne (CDU) in Bedrängnis. Der Chef des EU-Rechnungshofes soll bei Mietzuschüssen an sich selbst betrogen haben. Der Europäische Rechnungshof ist für die korrekte Verwendung der EU-Gelder zuständig. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass die Rechnungsprüfer unter Leitung des deutschen CDU-Politikers Klaus-Heiner Lehne irgendwelche Missstände beanstanden – zuletzt die chronischen Verzögerungen bei EU-Verkehrsprojekten. Doch mit dem eigenen Budget nehmen es Lehne und seine engsten Mitarbeiter offenbar nicht so genau. Zu diesem Schluss kommt die französische Tageszeitung Libération. Ihr Brüsseler Korrespondent, Jean Quatremer, der mit seinen Enthüllungen schon die ehemalige EU-Kommission unter Jacques Santer zu Fall gebracht hat, erhebt schwere Vorwürfe. Lehne habe für eine „fiktive“ Wohnung in Luxemburg 325.000 Euro zu viel an Zuschüssen kassiert, zu hohe Bewirtungskosten abgerechnet und Transparenz bei seinen Ausgaben verweigert. Statt wie vorgeschrieben an seinem Dienstsitz Luxemburg zu wohnen, halte sich Lehne die meiste Zeit in seiner Heimatstadt Düsseldorf auf, wo er für die CDU aktiv sei (auf der Webseite der Ratsfraktion wird Lehne tatsächlich als Ehrenvorsitzender geführt). Dies widerspreche dem Gebot der parteipolitischen Neutralität, heißt es in der Enthüllungsstory unter dem Titel „Betrug an der Spitze des Europäischen Rechnungshofs“.

TAZ-online

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Sitzt nicht bei Jeden/r der Kragen näher als das Hemd? Hatte sie nicht nur ihr Land verlassen, um ihren Landleuten zu zeigen, wie Menschen auch ohne Unterstützung, von der Politik gut leben können? Natürlich werden bei solchen Anlässen jegliche Corona-Regeln während des Zapfenstreich ausgesetzt. Raubtiere hatten schon immer den ersten Biss.

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Die Kanzlerin outet sich am Ende nochmal als Ostdeutsche

4.) Merkel wünscht sich Nina Hagen zum Abschied

Mit Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ wünscht sich Angela Merkel ein Ost-Lied zum Zapfenstreich – und holt DDR-Musik damit aus der Ostalgie-Ecke. Wenn die Popkultur eines Landes so bedeutsam für die Identität von Menschen ist, wie es oft behauptet wird, dürfte der kommende Donnerstag für 16 Millionen Deutsche ein historischer Tag werden. Wie der „Spiegel“ berichtet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Musikauswahl für den traditionellen Großen Zapfenstreich getroffen. Zur Erinnerung: Dafür bestellte Gerd Schröder das schwülstige „My Way“ und Thomas de Maizière das eher ulkige „Life is Life“. Die Kanzlerin entschied sich nun für „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef und das – ökumenische – Kirchenlied „Großer Gott, wir loben Dich“. Als Drittes wird das Stabsmusikkorps der Bundeswehr „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen trompeten. Das Lied wurde 1974 in der DDR geschrieben. Den Text kann angeblich noch immer fast jeder zweite Ostdeutsche auswendig („Nun glaubt uns kein Mensch, wie schön’s hier war, ha ha“). Mit der Auswahl eines Songs, den viele eher bei Onkel Hardys runden Geburtstagen vom Küchentisch mitgrölen, beweist die Kanzlerin mal wieder ihren feinen Humor.

Tagesspiegel-online

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Niemand hatte gesagt, man solle den Politiker-Innen-Schrott der letzten Regierung an die Abschussrampe bringen. Unsere gelben Säcke können wir schon selber entsorgen. Dafür brauchte das Volk nicht einmal mehr Bäume.

Noch ist das Müllproblem auf der Erde nicht gelöst.

5.) Schrott im Weltraum

Der Gelbe Sack allein reicht nicht. Zunehmend aber gefährdet sich die Raumfahrt selbst durch fatale Kettenreaktionen.
Langsam wird das kompliziert mit der Müllbeseitigung. Wie war es doch einstens so einfach und bequem. Alte Kriegswaffen, Atommüll, Schiffwracks ab ins Meer. Dahin konnte man auch die Dünnsäure verklappen. Für den westdeutschen Giftmüll fanden sich schnell kreative Lösungen in Übersee, als mit dem Ende der DDR die Entsorgung in ostdeutschen Deponien nicht mehr möglich war. Der Export von Plastikmüll und wer weiß noch was allem in andere Kontinente war – und ist noch immer – ein einträgliches Geschäft, zumindest für die Exporteure. Vor Ort dürfen sich Kinder und Erwachsene aus den Müllhalden ein klägliches, stinkendes, gefährliches Minimum zum Überleben zusammenklauben. Entsorgung ist im Wortsinne so verstanden, dass die reichen Länder damit ihre Sorgen los sind. So konnten die Industrienationen über Jahrzehnte sauberer werden. Der Gelbe Sack macht es auf der Ebene deutscher Haushalte möglich. Allerdings hat die durch ihn geschaffene Erleichterung über eine sachgerechte Entfernung von Müll aus dem Haushalt den zentral notwendigen Gedanken aus den Köpfen verdrängt. Es geht nicht zuallererst darum, Abfall ordentlich loszuwerden. Dem vorgeschaltet muss das Bemühen sein, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Müll vermeiden lautet das Gebot. Nur was dann noch übrig bleibt, soll in den Gelben Sack. Nicht mit gutem Gewissen, sondern viel mehr mit Bedauern, dass es sich nicht vermeiden ließ.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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