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DL – Tagesticker 29.09.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 29. September 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Der US – Präsident  – . –   2.) Merz‘ moralische Bankrotterklärung  – . –  3.) Sorge um Eskalation des Ukraine-Krieges  – . –   4.) Aufbegehren im Iran offenbart, wie angreifbar das Regime doch ist  – . –  5.) SOZIALER KAHLSCHLAG – Ampel macht arm  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Warum die alte Greise-innen in diesen hohen Alter, noch über sich selbst hinaus wachsen wollen, wird sicher vielen ein Rätsel bleiben. Zeichnet sich eine hohe Intelligenz nicht durch eine kritische Selbstbetrachtung und damit eher durch einen Verzicht aus?

 

Joe Biden sucht im Weißen Haus nach toter Politikerin. „Wo ist Jackie?” Die Zweifel an der mentalen Frische des US-Präsidenten wachsen. Joe Biden muss sich für peinlichen Fehltritt erklären

1.) Der US – Präsident

Wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag hat Joe Biden Kritikern neue Nahrung gegeben, die den amtierenden US-Präsidenten mental zuweilen für überfordert halten. Bei einer prominenten Konferenz im Weißen Haus zum Thema Hunger fragte Biden am Mittwoch vom Podium nach der Kongress-Abgeordneten Jackie Walorski, die sich hier stark engagiert hatte. „Jackie, bist du hier? Wo ist Jackie? Ich denke, sie sollte hier sein.“ Binnen Sekunden fing sich Biden wieder und sagt den etwas ungelenken Satz: „Ich denke, sie wollte wohl nicht hier sein.” Grund: Die Republikanerin war im August in ihrem Heimatbundesstaat Indiana im Alter von 58 Jahren bei einem Auto-Unfall ums Leben gekommen.  Bidens Panne: Sprecherin ringt um Ausrede. Biden hatte seinerzeit den Angehörigen persönlich bei einem längeren Telefonat mit viel Empathie kondoliert. Wie kann der erste Mann im Staate das vergessen haben?
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War dieses eine Tat ohne jegliche Überlegung? Wer die Welt immer nur aus der Höhe seines eigenen Fliegers betrachten kann, bringt die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für ein hohes politischen Amt mit, da es ihm an jegliche Bindung zum Volk und seiner rauen Wirklichkeit fehlt.

Die Attacke von CDU-Chef Friedrich Merz auf die ukrainischen Flüchtlinge ist nicht nur eine moralische Bankrotterklärung, sondern auch wirtschaftlicher Wahnsinn.

2.) Merz‘ moralische Bankrotterklärung

Friedrich Merz hat sich entschuldigt, heißt es jetzt, für seine gestrige Entgleisung mit dem „Sozialtourismus“. Sich mit ein paar hingeworfenen Twitter-Sätzen aus der Affäre stehlen zu wollen, ist schäbig. Fast so schäbig, wie der Grund für diese Entschuldigung: Merz hat alle ukrainischen Geflüchteten unter den Generalverdacht gestellt, Schmarotzer in unserem Land zu sein. Nun mal eben schnell entschuldigen? Nein, das funktioniert nicht.  Merz hat gestern gesagt: „Wir sehen mit großer Besorgnis, dass die Entscheidung der Bundesregierung vom System der Asylbewerberleistung auf das System der Arbeitslosengeld-II-Zahlungen überzugehen, im Frühjahr zu erheblichen Verwerfungen auch bei den Flüchtlingen aus der Ukraine führt.“ Merz redete also generell von „den Flüchtlingen aus der Ukraine“ und führte dann aus: „Wir erleben mittlerweile einen Sozialtourismus dieser Flüchtlinge nach Deutschland, zurück in die Ukraine, nach Deutschland, zurück in die Ukraine, von denen sich mittlerweile eine größere Zahl dieses System zunutze machen. Da haben wir ein Problem, das größer wird.“ Die ukrainischen Flüchtlinge beuten systematisch und in zunehmendem Maße die deutschen Sozialsysteme aus – das war Merz‘ Vorwurf. Seine Entschuldigung geht nun so: „Das war eine unzutreffende Beschreibung eines in Einzelfällen zu beobachtenden Problems.“ Wenn aber Merz heute weiß, dass es bloß Einzelfälle sind, warum hat er es dann einen Tag zuvor als monströses und generelles Schmarotzertum dargestellt? Die Antwort ist offensichtlich: Weil er damit ganz gezielt im Sumpf am rechten Rand der CDU – und über diesen Rand hinaus – herumstapfen wollte.

WIWO-online

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War der internationale Politik nicht schon immer jegliches Mittel recht, sobald es darum ging, auch mit Hilfe von Kriegen Wirtschaftliche Vorteile für sich zu erzielen?  In solchen Situationen haben die modernen Raubritter weder zum Westen noch zum Osten geschaut.

Überschätzte Explosionsgefahr Nach den Lecks in den Pipelines und. den Referenden stehen die Zeichen auf Eskalation. Aber die derzeitige westliche Strategie funktioniert.

3.) Sorge um Eskalation des Ukraine-Krieges

Noch hat Russlands Präsident Wladimir Putin den Anschluss der russisch besetzten Teile der Ukraine an die Russische Föderation nicht vollzogen, für den die bizarren „Referenden“ fast ohne Wähler jetzt offiziell grünes Licht gegeben haben. Aber in wenigen Tagen, vielleicht diesen Freitag, könnte es so weit sein. Und noch hat keine Nato-Regierung offiziell Russland beschuldigt, die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee gesprengt zu haben, aus denen seit den mysteriösen Explosionen Gas an die Oberfläche sprudelt. Aber in wenigen Tagen könnte sich auch das geändert haben. Wieder einmal wird der Welt in Erinnerung gerufen, dass der Krieg in der Ukraine viel mehr ist als ein Krieg in der Ukraine: Er ist ein Krieg um Vorherrschaft zwischen Russland und dem Westen. Mögliche Eskalationsschritte sind vorgezeichnet. Sobald sich Russland die besetzten ukrainischen Gebiete einverleibt hat, wird es ukrainische Offensiven zu deren Befreiung als Angriff auf russisches Staatsgebiet betrachten – das, meinen manche, erhöht das Risiko eines russischen atomaren Erstschlags. Sobald auf die Pipelinesprengung in der Ostsee ein weiterer, unzweideutig russischer Angriff auf kritische Infrastruktur von Nato-Staaten erfolgt, steht Artikel 5 der Nato-Charta und damit die kollektive Selbstverteidigung im Raum – das, meinen manche, erhöht das Risiko eines dritten Weltkriegs.

TAZ-online

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Solange aus den Inneren, der sich durch die Politik bedroht fühlenden Menschen, keine Widerstände geleistet werden, wird sich wenig ändern. Da wird dann aber auch manch Eine-r die Bereitschaft zeigen müssen, über den eigenen Schatten zu springen. Die politischen Trüffelschweine regieren in allen Ländern gleich, so ganz ohne Rücksicht und egal  ob sie denn ihr System als  Demokratie oder Diktatur bezeichnen.  Geht es doch einzig darum ohne Arbeit möglichst schnell Reich zu werden.

Das theokratische System stößt nach dem Tod von Mahsa Amini auf mehr inneren Widerstand, als ihm lieb sein kann

4.) Aufbegehren im Iran offenbart, wie angreifbar das Regime doch ist

Der Tod von Mahsa Amini, einer 22-jährigen Kurdin, in Polizeigewahrsam hat Reaktionen ausgelöst, mit denen an manchen Orten eine offenbar lange aufgestaute Wut hervorbricht. Als sollte es einen Augenblick der Abrechnung mit dem theokratischen Regime geben, das eine Volksrevolte mehr fürchtet, als vom Rest der Welt geächtet zu sein. In Teheran und anderen Städten verlieren Proteste tagelang nichts von ihrer Intensität. Vielfach handelt es sich um ein weitgehend friedliches Aufbegehren, ganz anders als die teils gewalttätige Zuspitzung in westlichen Regionen, in denen fast elf Millionen Kurden leben. Mahsa Amini wurde von der „Moralpolizei“ in einen Van gezerrt, weil sie sich dafür entschieden hatte, kein Kopftuch zu tragen, kurz darauf war sie tot. Die Umstände weckten Erinnerungen an den Fall der 26-jährigen Neda Agha-Soltan am 20. Juni 2009. Sie war mit Freunden wie dem Musiklehrer Hamid Panahi ins Zentrum von Teheran gekommen, um gegen eine erkennbare Manipulation bei der Wahl von Mahmud Ahmadinedschad zum Staatschef zu demonstrieren. Von der Kugel eines Scharfschützen in die Brust getroffen, starb Neda Agha-Soltan noch auf der Straße. Innerhalb von Stunden wurde sie zur Ikone einer „Grünen Revolution“ gegen das Regime. Die mehr als 13 Jahre zwischen dem Aufruhr damals und den jetzigen Ereignissen umfassen eine Ära, in der Aktivisten wieder in den Hintergrund gedrängt wurden und der Staat die Spuren jener Grünen Revolution zu tilgen suchte, die auf das umstrittene Präsidentenvotum von 2009 folgte.

Freitag-online

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War es nicht immer der Sinn eines jeden System, sein Volk möglichst unten zu halten ? Früher im Adel –  in deren weichen Sesseln sich nun die Politiker-innen wie die wahren Götter fühlen.

Immer mehr Menschen auf »Tafeln« angewiesen. Jugendliche, Alleinerziehende und Schwerbehinderte brauchen Hilfe am nötigsten. Konzerngewinne explodieren

5.) SOZIALER KAHLSCHLAG – Ampel macht arm

Das Leben wird für die Ärmsten im Land immer härter. Rund 1,1 Millionen Menschen und damit knapp 1,3 Prozent der Bevölkerung waren bereits im ersten Halbjahr 2020 auf Lebensmittelspenden der »Tafeln« angewiesen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor – Tendenz steigend: »Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und im Zuge der Preissteigerungen werden Tafeln noch stärker beansprucht«, erklärte das DIW. Die Tafeln gehen mittlerweile von deutlich mehr als zwei Millionen Lebensmittelempfängern aus. Rund drei Viertel der Menschen, die auf Tafeln angewiesen waren, gingen im Untersuchungszeitraum keiner Erwerbstätigkeit nach. Aber auch Lohnarbeit macht in Deutschland arm. So bezogen zwei Drittel der Bezieher von Lebensmittelspenden ein Einkommen unterhalb der Armutsrisikoschwelle. Zwölf Prozent gingen sogar einer Vollzeitbeschäftigung nach. Besonders bitter: Ein Viertel der Bezieher von Lebensmittelspenden waren Minderjährige. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, nannte insbesondere den Umstand, dass Alleinerziehende und Schwerbehinderte besonders häufig auf Tafeln angewiesen sind, gegenüber jW »besonders erschreckend«. Es sei nicht Aufgabe der Tafeln, Armut nachhaltig zu beseitigen, so Bentele. Vielmehr sei hier der Staat in der Pflicht.

junge. Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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