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DL – Tagesticker 29.07.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 29. Juli 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Macron empfängt Bin Salman in Paris  – . –  2.) Anklage nach „Corona-Protesten“  – . –   3.) Gibt es Antidepressions­training für Ex-Präsidenten?  – . –   4.) Neue Allianzen zwischen Russland, Iran und Türkei  – . –   5.) GESUNDHEITSVERSORGUNG – Klabautermanns – Kassen  – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Was von den Politiker-Innen gerne als Diplomatie bezeichnet wird, bedeutet in der freien Welt billiges Anwanzen.“ Im besonderen  dann, wenn sich „Möchtegerne“ mit Personen zusammenraufen, welche man vor einigen Tagen noch Straflos als Mörder bezeichnen durfte? Wofür erwartet solch eine Type noch den Respekt vor seinen „Drecksamt?“ 

In der französischen Hauptstadt ist Mohammed bin Salman wieder salonfähig. Staatspräsident Emmanuel Macron geht es um Öl und Waffen.

1.) Macron empfängt Bin Salman in Paris

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Afrikatournee verkürzt, um den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman (MBS) am Donnerstagabend im Elysée-Palast zu einem Abendessen zu empfangen. Salman kam aus Athen nach Paris, wo ihn der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis empfangen hatte. Nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi galt Salman in der EU als Persona non grata. Im Elysée-Palast beruft man sich auf die Realpolitik, um die Einladung des Kronprinzen zu begründen. Im Gespräch sollte es um Energie- und Rüstungsgeschäfte gehen. Die Grünen protestierten gegen die Einladung. „Frankreich ist keine Fußmatte für Diktatoren, die sich auf der internationalen Szene rehabilitieren wollen“, äußerte der grüne Parteichef Julien Bayou. „Frankreich verscherbelt seine Di­plomatie für ein paar Tropfen Öl.“ Empörung über den „Mörderprinzen“.

FAZ-online

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Der Junge muss aber über reiche Hinter Leute verfügen, welche ihn Decken? Vielleicht aus  einer der politischen Clan-Parteien? Überhaupt solche Arbeiten sollten den staatlichen Uniformen oder ihren dafür verantwortlichen Politiker-Innen überlassen. Diese haben in ihren Ländern Narrenfreiheit. 

50.000 Euro „Kopfgeld“ auf Polizisten: Justiz-Akten enthüllen radikale Querdenker-Pläne. Klaus Peter Schimmelpfennig (62) gilt als einer der aktivsten Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen in Deutschland.

2.) Anklage nach „Corona-Protesten“

Jetzt steht er in Karlsruhe vor Gericht, ihm droht eine Haftstrafe. Er hatte bei einer Veranstaltung 50.000 Euro „Kopfgeld“ auf einen Polizisten ausgelobt. FOCUS online über die Hintergründe des spektakulären Falls. Ein bekannter Querdenker aus Baden-Württemberg hat bei Protestveranstaltungen gegen die staatliche Corona-Politik ein „Kopfgeld“ auf Polizisten ausgesetzt. Mit der Prämie in Höhe von 50.000 Euro wollte Klaus Peter Schimmelpfennig Hinweisgeber belohnen, die ihm Dienstvergehen oder Straftaten der Beamten melden. Die Informationen sollten dem 62-Jährigen dazu dienen, die Polizisten juristisch verfolgen und aus dem Amt entfernen lassen. Wegen seiner Aufrufe und weiterer mutmaßlicher Vergehen bei Corona-Demonstrationen muss sich Schimmelpfennig derzeit vor dem Amtsgericht Karlsruhe verantworten. Wie die Gerichts-Vizedirektorin Julia Kürz auf Anfrage von FOCUS online bestätigte, werden in dem Prozess mehrere Delikte juristisch aufgearbeitet. „Es handelt sich um eine Anklage und insgesamt fünf Strafbefehlsverfahren, die verbunden wurden.“ Die Vorwürfe lauten: üble Nachrede, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und Beleidigung. Im Falle einer Verurteilung droht dem verheirateten Vater einer Tochter eine hohe Geldstrafe, möglicherweise sogar Haft.

Focus-online

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Die Zukunftsfrage dieser Polit-Gangster word in anderen Ländern weit gründlicher bearbeitet. Einmal Minister – ein ganzes Leben als Philister, so sagen wir es Hier! Seht hinunter auf Gerd oder Sigmar – sie alle Arbeiten heute gegen ihre Stigmas. So stellt sich die eigentliche Frage eher nach den Regierungs-Mitgliedern der FDP. Wann hören wir aus der Justiz das Halleluja für einen Hausmeister ?

Froster beim Würfeln mit Fettläusen“, rief Rupert Murdoch, als ihm mal wieder dieser Boris Johnson unterkam.

3.) Gibt es Antidepressions­training für Ex-Präsidenten?

Gut, er war nicht gerade unbeteiligt am Aufstieg des strubbeligen Sohns aus besserem Hause zu Britanniens Premierminister. Genau genommen hatten Murdochs Medien auch Johnsons Zwischenstationen als Bürgermeister von London und Zwischendurch-Außenminister wohlwollend befördert. Aber irgendwann musste mal Schluss sein. Vor allem, wenn sich dieser Lügenbaron derart vor dem Parlament und Volk um Kopf und Kragen schwindelte, dass ihn die eigene Partei auf die Abschussliste setzte. Wenn Murdoch jetzt an Johnson festhielte, würde das seinen Einfluss auf die britische Politik schmälern. Schließlich war er seit den 1960er Jahren Medienmogul Nummer eins mit direktem Zugang zur Downing Street No 10, wenn auch meistens durch die Hintertür. Während andere konservative Blätter Johnson fast bis zuletzt die Treue hielten, ließ ihn Murdoch in seiner Times und dem Boulevardblatt Sun also etwas eher fallen. Bei der Times waren sie nicht mal böse, schließlich war Johnson als Journalist immer für die Konkurrenz vom Daily Telegraph unterwegs. Jetzt musste sich Murdoch nur noch mit dem/der künftigen Re­gie­rungs­che­f*in gut stellen. Also gab er am Dienstagabend seinen neuen Kanal Talk TV gern für das Duell der beiden Kan­di­da­t*in­nen Liz Truss und Rishi Sunak her. Weil Moderatorin Kate McCann auch noch während der Liveübertragung zusammenklappte, war der in Sachen Publikumszuspruch extrem schwächelnde Sender sogar mal in aller Munde.

TAZ-online

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Die Bedrohung für die Freiheit der Menschen ist immer gleich, wenn es am entsprechenden Konterpart fehlt. Darüber darf auch die Selbstinterpretierung der von den Politiker-Innen vorgenommenen „Werte-Demokratie“ nie Hinwegtäuschen. Eine Gleichheit der Klassifizierung zwischen „Reich und Arm“ zeigt sich anders.

Wie der Ukraine-Krieg die Allianz zwischen Russland, Iran und Türkei befördert. Das Treffen zwischen Wladimir Putin, Ebrahim Raisi und Recep Tayyip Erdoğan zeigt: Zwischen ihren Staaten gibt es Interessen, von denen sich einvernehmlich zehren lässt

 4.) Neue Allianzen zwischen Russland, Iran und Türkei

Um Irrtümern vorzubeugen: Für den Kriegsschauplatz Ukraine ist weder ein allgemeiner Waffenstillstand noch eine lokale Feuerpause für Odessa vereinbart. Unterschrieben wurde am 20. Juli lediglich eine Übereinkunft zwischen Kiew und Moskau, der UNO und der Türkei über Exportkorridore für ukrainisches Getreide im Schwarzen Meer. Das Agreement mutmaßlich begünstigt hat das Einlenken der EU und Litauens beim Transit zwischen Russland und der Exklave Kaliningrad. Der Warentransfer per Bahn läuft seit Mitte Juli wieder ohne Einschränkungen, auch bei Stahl und Zement. Darüber hinaus kann Russland in größerem Umfang Getreide und Dünger an Abnehmer weltweit exportieren. Der Sanktionsfront sind keine Breschen geschlagen, flexibler wirkt sie schon. Wann das erste Getreide aus der Ukraine verschifft werden kann, hängt auch davon ab, ob das von den Vertragsparteien ausgehandelte Koordinierungs- und Kontrollzentrum in Istanbul bald aktionsfähig ist. Damit soll das NATO-Mitglied Türkei den NATO-Verbündeten Ukraine daran hindern, auf dem sich öffnenden Seeweg Waffen zu schmuggeln. Die UNO hat das in der Person von Generalsekretär António Guterres gebilligt, Einsprüche der USA oder der NATO sind nicht bekannt. Zum Vorspiel dieses Arrangements zählte zweifellos der Teheran-Gipfel zwischen den Präsidenten Erdoğan, Putin und Gastgeber Ebrahim Raisi vor gut einer Woche. Offenbar kam das Treffen auch im Wissen darüber zustande, dass es mit der Ukraine Verhandlungsfortschritte gab, die Russland anerkennen würde. Joe Biden rollt Wladimir Putin den roten. Teppich aus.

Der Freitag-online

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Folgen auf Schröder und Gabriel als Lobbyvorreiter der SPD nun auch die Pleitegeier der Krankenkassen? Das Wort „Gesundheitskasse“ sollte schon als ein Betrug gewertet werden, da nur Kranke eine Krankenkasse brauchen. Seid vielen Jahren fordert die Gesellschaft eine Beteiligung aller Bürger in dieser Kasse ! Leider ohne jegliche Resonanz einer Politik in der alle Macht vom Volk ausgeht ! (Hohle Phrase)

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Beiträge zur Sozialversicherung dürften auf 40 Prozent des Bruttoeinkommens steigen. Leistungskürzungen folgen womöglich trotzdem.

5.) GESUNDHEITSVERSORGUNG – Klabautermanns – Kassen

Die Beiträge zur Sozialversicherung in Deutschland steigen und dürften schon bald die kritische Marke von 40 Prozent des Bruttoeinkommens überschreiten. Ökonomen drängen jetzt auf deutliche »Einsparungen« und grundlegende Reformen. Sonst könnte der Druck auf Bürger und Wirtschaft in den nächsten Jahren noch steigen. Die Marke von 40 Prozent sei kein Kipppunkt, betonte Simon Reif, Gesundheitsökonom am Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW in Mannheim, gegenüber dem Handelsblatt (Mittwoch). Wenn man sie überschreite, werde nicht das ganze Sozialversicherungssystem wegen zu hoher Beiträge kollabieren. Aber sie sei ein guter Richtwert, der auch als Motivation dienen könne, die Kosten zum Beispiel im Gesundheitssystem zu senken. Es sei wichtig für die Akzeptanz des Systems, dass Leistung und Qualität mit anderen europäischen Ländern vergleichbar seien. »Wir haben in Deutschland vergleichsweise hohe Kosten, was darauf hindeutet, dass noch einiges an Effizienzreserven zu heben ist und sich die Kosten senken lassen, ohne dass die Versorgungsqualität abnimmt«, sagte er. Aber solche Reformen bräuchten Zeit und sie würden auch nicht die aktuellen Finanzierungsprobleme lösen. Worauf er damit anspielte, war das riesige Loch in den Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es fehlen rund 17 Milliarden Euro, und um diesen Fehlbetrag zu decken, hat die Bundesregierung am Mittwoch einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Für die rund 57 Millionen GKV-Mitglieder in Deutschland bedeutet diese Reform höhere Beiträge ab nächstem Jahr.

Junge. Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     —   Karl Lauterbach in der WDR-Sendung „Maischberger“ am 2019-04-10

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