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DL – Tagesticker 27.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 27. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“: – . –  1.) Europas Angst vor Gespenstern  – . –  2.) Mehr Herz und weniger Spaltung  – . –  3.) Kein 1,5-Grad-Pfad, aber eine Revolution  – . –  4.) Das Telefon, mein Helfer im Liegen und Sitzen  – . –  5.) Mutti – „Du hast den Farbfilm vergessen“  – . – DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Imitiert Lukaschenko nicht nur die Situationen im Mittelmeer oder des Kanal, wo die EU -Anrainer-Staaten ihre Menschen verachtenden Spielchen seit langer Zeit vorführen? 

Belarus und die EU

1.) Europas Angst vor Gespenstern

Die EU hat sich mit ihrer Abschottung gegen Migranten erpressbar gemacht. Mit dem Koalitionsvertrag der neuen deutschen Regierung könnte sich vielleicht etwas ändern. In der polnischen Kleinstadt Bohoniki wurde vor einigen Tagen Ahmed al-Hassan beerdigt. Er stammte aus Syrien, war 19 Jahre alt. Die letzten Jahre hat er in einem Flüchtlingslager in Jordanien verbracht. Al-Hassan war mit Hunderten anderen den Lockrufen des belarussischen Diktators Alexander Lukaschenko gefolgt, war nach Minsk geflogen, von dort an die Grenze zu Polen weitergewandert. Am 19. Oktober wurde seine Leiche im Bug-Fluss gefunden. Ein Freund al-Hassans, der mit ihm nach Europa aufgebrochen war, sagte gegenüber dem Sender Al Jazeera, ein belarussischer Soldat habe ihn ins Wasser gestoßen, damit er die Grenze nach Polen überquere. Al-Hassan konnte nicht schwimmen. Solche Geschichten erinnern daran, dass Flüchtlinge Biografien und Namen haben und keine „Waffen“ sind, wie derzeit gern behauptet wird. Und sie lassen kurz aufleuchten, was derzeit an Europas Außengrenzen geschieht. Grenzbeamte von EU-Mitgliedsländern zwingen Asylsuchende zurück ins nicht europäische Ausland. Oder ins Mittelmeer. Dort tun sie das nach Aussagen von Mitgliedern des EU-Parlaments mit dem Wissen der EU-Grenzagentur Frontex. Diese sogenannten Pushbacks verstoßen gegen geltendes Recht. Wer sie verübt oder wissentlich geschehen lässt, nimmt billigend in Kauf, dass Menschen ertrinken oder erfrieren. Das gilt nicht nur für die Grenzbeamten und Frontex-Mitarbeitende. Das gilt auch für uns.

Zeit-online

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Ist es nicht das Allerwichtigste die Macht der alles lähmen Einseitigkeit unterbrochen zu haben? Wer glaubt den tiefsten Punkt der Nachkriegszeit erreicht zu haben, wird endlich wieder frei Durchatmen können. Alleine die Hoffnung auf einen Neuanfang macht Lust auf mehr.  Geben wir ihnen die Zeit!

Den besten Artikel der Woche auf FAZ. NET

2.) Mehr Herz und weniger Spaltung

Die künftige Regierungskoalition in Berlin hat sich die Versöhnung von Wohlstand und ökologischem Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft auf ihre Fahnen geschrieben. Herausgeber Gerald Braunberger hat sich nach der Vorlage des Koalitionsvertrags genauer angeschaut, was davon zu halten ist. Zunächst: Schon in der Präambel des Koalitionsvertrags findet sich der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“. Die Ampel will den Staat modernisieren und setzt doch auch auf die Leistungsfähigkeit und Innovationsfähigkeit einer weiterhin stark durch eine exportorientierte Industrie gekennzeichnete Privatwirtschaft. Aber: Hohe ordnungspolitische Ansprüche dürfe man an die neue Koalition deshalb nicht stellen, findet Braunberger. Anstelle einer klaren Trennung der Aufgaben von Staat und Wirtschaft setzte die Ampel auf ein durch ein gemeinsames Interesse geleitetes gemeinsames Handeln – eine Idee, die mehr das Herz als den Kopf anspreche. Herz über Kopf. Das Lied des Sängers Joris ist ja ganz schön. Mal sehen, was das Konzept in der Politik taugt. Mehr Kopf wäre in jedem Fall in der Pandemiebekämpfung ein guter Ansatz. Das zeigt unter anderem das Gespräch, das wir mit dem Schweizer Aerosolforscher Michael Riediker über Virusvarianten, die Ansteckungsgefahr in Zügen, lautes Singen und das Emmentaler-Modell geführt haben. Die Delta-Variante erhöhe bei vielen Infizierten die Viruskonzentration in den Atemwegen erheblich und somit auch die Anzahl der in die Luft freigesetzten Viren.

FAZ-online

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Gestern wurde hier über die Freude der Staaten über die, in den Kriegen gefallenen Mörder geschrieben. Sollten hier die Toten des Klimawandel weniger Wert für sich beanspruchen als die der Pandemie? Nehmen die Staaten nicht immer die Rechte in Anspruch, welche sich für sie am meisten in der Form von klingenden Münzen auszahlen?

Finanzminister Christian Lindner muss national und international viele Milliarden Euro lockermachen.

3.) Kein 1,5-Grad-Pfad, aber eine Revolution

Klimaschutz ist ein zentraler Begriff im Koalitionsvertrag der Ampel. Reichen die Vorschläge für den deutschen Anteil daran, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen? Die Antwort lautet: „Nein.“ Aber: Ist das für die neue Regierung in den nächsten Jahren die entscheidende Frage? Die Antwort heißt wieder: „Nein.“Ob sich die Ampel „auf den 1,5-Grad-Pfad begibt“, wie es immer heißt, ist heftig umstritten. Zu unscharf und zu unterschiedlich sind die Kriterien dafür. Mit guten Argumenten fordern etwa die Fridays for Future einen harten CO2-Sparkurs. Eine Bundesregierung kann aber nicht einfach 2027 den Laden zumachen, wenn das weltweite Pro-Kopf-Budget für Deutschland erschöpft sein sollte. Deshalb lautet die entscheidende Frage: Macht das viertgrößte Industrieland der Welt endlich ernst mit dem Umbau der Industriegesellschaft zur klimaneutralen „grünen Null“? Die Ampel will es zumindest versuchen. Das ist keine Evolution mehr, sondern schon eine ordentliche Revolution: Drei- bis viermal so viele Wind- und Solaranlagen pro Jahr wie derzeit, frühere Verfallsdaten für die Kohle, den Verbrennungsmotor und fossile Heizungen, Wasserstoff, Industriehilfen, schnellere Verfahren – und all das ist nur der Anfang. Was in den Merkel-Jahren an dringend nötigem Strukturwandel verzögert wurde, soll nun alles auf einmal angepackt werden.

TAZ-online

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Ja, ein Telefonat kann sowohl im Liegen als auch im Sitzen durchgeführt werden. Auch ist es am Telefon leichter, das eigen Versagen auch einen IMI abschieben zu können, da eine Schamröte nicht gesehen wird. 

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Polens Regierungschef kritisiert Merkel für Telefonate mit Lukaschenko

4.) Das Telefon, mein Helfer im liegen und sitzen

Zweimal hat die Kanzlerin mit Machthaber Lukaschenko telefoniert. Polens Ministerpräsident Morawiecki findet das hinderlich im Kampf für ein freies Belarus. Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Gespräche mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko kritisiert. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur begrüßte er zwar, dass sich die Europäische Union an der Suche nach einer diplomatischen Lösung der Flüchtlingskrise an der Grenze zwischen Belarus und Polen beteiligt. „Aber als Bundeskanzlerin Merkel Herrn Lukaschenko angerufen hat, hat sie zur Legitimation seines Regimes beigetragen, während der Kampf für ein freies Belarus nun schon seit 15 Monaten andauert“, sagte der zur nationalkonservativen PiS-Partei gehörende Regierungschef. Merkel hatte Mitte November zwei Mal mit Lukaschenko telefoniert und war dafür im In- und Ausland kritisiert worden. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte die Kontaktaufnahme mit der verheerenden humanitären Lage für Tausende Menschen an der Grenze begründet. Er verwies auch darauf, dass das Vorgehen mit der EU-Kommission abgestimmt gewesen sei.

Tagesspiegel-online

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Die Königin ist tot – es lebe der König? Wir sind hier doch nicht auf der Insel. Bei uns leben die Königinnen viel, viel länger – und selbst wenn sie nie so richtig gelebt hatten werden die Anlässe für einen Streich am Zapfhahn gesucht und auch gefunden. Da werden selbst zu Corona-Zeiten keine Feier-Ausnahmen gemacht. Und das alles im Hof des Pennerblocks.

Für den Großen Zapfenstreich hat sich Merkel drei besondere Lieder ausgesucht

5.) Mutti – „Du hast den Farbfilm vergessen“

Nicht mehr lange und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird ihr Amt an Olaf Scholz (SPD) abgeben. Beim Zapfenstreich am kommenden Donnerstag wird Merkel noch einmal eine Rede halten. Die Musik für ihren Abschied hat sich sich bereits ausgesucht. Die Bundeswehr verabschiedet sich am kommenden Donnerstagabend mit einem Großen Zapfenstreich von der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Anders als üblich gebe es wegen der Corona-Pandemie aber keinen Empfang und eine deutlich geringere Zahl an Gästen, kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin an. Die Kanzlerin werde das Verteidigungsministerium im Anschluss direkt wieder verlassen. Als Ehrengast wird nach Angaben des Verteidigungsministeriums Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Der Beginn des Großen Zapfenstreichs im Hof des Bendlerblocks, dem Berliner Dienstsitz des Ministeriums, ist für 19.30 Uhr geplant, zuvor wird Merkel eine kurze Rede halten. Die Zeremonie soll live im Fernsehen übertragen werden.

Focus-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

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Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten        ––     Dr. Angela Merkel kam 1990 zur CDU und ging 2005 in die Geschichte ein: als erste Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Wir haben einfach ein Faible für Quereinsteiger. Wir suchen Menschen, die sprichwörtlich mitten im Leben stehen, um die Politik mit eben diesem zu füllen. Werden Sie Mitglied in der CDU. Informationen finden Sie im Internet unter www.mitglied-werden.cdu.de Farbe bekennen. CDU Abbildung: Angela Merkel mit einem Sprechgerät Plakatart: Kandidaten-/Personenplakat mit Porträt Künstler_Grafiker: Foto: Michael Ebner, Meldepress Auftraggeber: CDU-Bundesgeschäftsstelle, Marketing und Interne Kommunikation, Berlin Objekt-Signatur: 10-031 : 60000 Bestand: CDU-Plakate ( 10-031) GliederungBestand10-18: CDU-Plakate (10-031) » Mitgliederwerbeaktion 2007 Lizenz: KAS/ACDP 10-031 : 60000 CC-BY-SA 3.0 DE

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