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DL – Tagesticker 26.03.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 26. März 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –    1.) Der EU-Gipfel geht einkaufen   – . –  2.) 17 MILLIARDEN DEFIZIT   – . –  3.) Putins Feind ist die Nato   – . –    4.) Landtagswahl Saarland   – . –  5.) Gegen alle Widrigkeiten   – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Irgendwann und Irgendwo kommt die Erleuchtung auf dem Klo – selbst wenn die Entscheidung auf „freiwilliger Basis“ erst nach neunstündiger Beratung fällt ! Danach stellen sich die Kanllköpfigen Politiker-Innen in Front ihrer durch  Kriege verschmierten Putzlappen auf, und ein jeder der Volksverräter die nationale Hymne seines Landes summt.

EU-Länder wollen künftig gemeinsam Gas einkaufen

1.) Der EU-Gipfel geht einkaufen

„Anstatt uns gegenseitig zu überbieten“: Die EU-Länder haben sich im Umgang mit den hohen Energiepreisen auf gemeinsame Gaseinkäufe geeinigt – auf freiwilliger Basis. Nach neunstündigem Verhandeln um Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise haben sich die EU-Länder in Brüssel auf gemeinsame Gaseinkäufe auf freiwilliger Basis geeinigt. „Anstatt uns gegenseitig zu überbieten und die Preise in die Höhe zu treiben, werden wir unsere Nachfrage bündeln“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Bei Pipeline-Gas repräsentiere die EU etwa 75 Prozent des Markts, die EU habe daher eine enorme Kaufkraft. „Ich begrüße, dass wir unsere gemeinsame Verhandlungskraft nutzen werden“, sagte von der Leyen. Für eine direkte Deckelung der Gaspreise, wie sie etwa Italien, Portugal, Spanien oder Griechenland gefordert hatten, gab es zunächst keine Einigung. Bundeskanzler Olaf Scholz unterstrich auch nach dem EU-Gipfel die deutsche Position, dass es in der EU nur einen freiwilligen gemeinsamen Einkauf von Gas geben kann. Man wolle sicher mehr Transparenz und Kooperation. Er wies aber darauf hin, dass der Einkauf in der EU durch viele privatwirtschaftliche Unternehmen geschehe und dies auch so bleibe.

Zeit-online

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Vielleicht sitzen in den Gremien der Verwaltungen von Krankenkassen und Kliniken ja auch nur zu viele Politiker aus den Parteien-Clans, – insbesondere aus der SPD? Von den Städten über die Länder bis im Bund, alles Politiker welche sich an den Beiträgen gesund schieben? So ist das nächste Treffen vielleicht am Ballermann angesagt um dort gemeinsam zu singen: „Einmal noch nach Rio – zweimal nach Hawaii! Das alles war doch schon vor einigen Jahren ein Thema, nicht nur  in den Versicherungen.

Finanzierungslücke der Krankenkassen: Karl Lauterbach plant, Krankenkassenbeiträge zu erhöhen

2.) 17 MILLIARDEN DEFIZIT

Den Gesetzlichen Krankenkassen fehlen 17 Milliarden Euro für das Jahr 2023. Um diese Lücke zu schließen, plant Gesundheitsminister Lauterbach eine Anhebung der Versichertenbeiträge. Nach Angaben des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) fehlen den Kassen für nächstes Jahr 17 Milliarden Euro. Und das können auch schon bald Versicherte bei den Finanzen spüren. Um diese Lücke zu schließen, plant Gesundheitsminister Lauterbach nämlich unter anderem eine Anhebung der Versichertenbeiträge. Den Kassen fehlen 17 Milliarden Euro. „Wir müssen an vier Stellschrauben drehen: Effizienzreserven im Gesundheitssystem heben, Reserven bei den Krankenkassen nutzen, zusätzliche Bundeszuschüsse gewähren, und die Beiträge anheben“, sagte Lauterbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Um welchen Prozentsatz die Beiträge steigen sollen, möchte der Minister noch nicht beantworten. Es wäre seiner Meinung nach unprofessionell, wenn er aus den laufenden Gesprächen berichte, so Lauterbach weiter. Wegen der großen Finanzlücke von 17 Milliarden Euro fordern Kassen und Opposition rasch Klarheit, wie das Geld aufgebracht werden soll. Drängen lassen, möchte sich Lauterbach indes nicht. „Ich werde rechtzeitig einen wohlüberlegten Gesetzentwurf vorlegen“, sagte der SPD-Politiker gegenüber der Zeitung. Lobbyinteressen sollen keine Rolle spielen.

Stern-online

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Heißt ein Wäre und Wenn – nicht auch in der Politik: „Wir haben alles verpennt“. Und so folgt die EU der NATO in Schritt ohne Tritt! Müsste vor einen Gesetzentwurf nicht zuerst überlegt werden , wie denn die Verfolgung bei Missachachtung der Gesetze erfolgen soll? Ist es nicht allzu auffällig das gerade die Politiker-Innen ihre Pferde immer vom Schwanz an – aufzäumen. So hörten wir es früher immer schon auf dem Land: „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es für gewöhnlich an der Badehose! Zu eng oder zu weit? Verpennte Politiker-Innen wissen nie Bescheid.

Krieg in der Ukraine. Mariupol darf verrecken, aber für Vilnus riskiert man alles? Wirklich?

3.) Putins Feind ist die Nato

Die Außenpolitik des Westens verlässt sich auf die magische Funktion von Worten: etwas zu sagen ersetzt die Notwendigkeit, etwas zu tun. August 2013. Die Assad-Diktatur in Syrien beschießt die eigene Bevölkerung mit chemischen Waffen. Über 2000 Menschen sterben. US-Präsident Barack Obama hat zuvor einen C-Waffen-Einsatz in Syrien als „rote Linie“ bezeichnet. Und doch gibt es keine Konsequenzen. Sechs Monate später überfällt Russland die Ukraine und annektiert die Krim. August 2021. Afghanistans Taliban stoßen auf Kabul vor. Die USA, vertragliche Schutzmacht der Regierung, ziehen hastig ab und überlassen ihre Verbündeten sich selbst. Die Taliban übernehmen kampflos die Macht. Sechs Monate später überfällt Russland die Ukraine und bombardiert Kiew. Zwei Dinge lassen sich daraus schließen: Erstens: Der Westen hält sich nicht an das, was er sagt. Zweitens: Putin nutzt das aus, um seinen Ukraine-Komplex zu befriedigen. Versprechen blieben unerfüllt. Westliche Außenpolitik trägt gern Werte vor in der Hoffnung, dass dies Handlungen ersetzt. Man sagt etwas, statt es zu tun. Man schreibt Worten eine abschreckende, ja magische Funktion zu: die verbale Drohung genügt, um sie nicht umsetzen zu müssen. Putin hat das längst durchschaut. Schon 2008 sollten die Ukraine und Georgien Nato-Mitglieder werden. Deutschland und Frankreich waren dagegen. Also gab es nur die theoretische Zusage, aber keinen Beitrittsprozess. Vier Monate später verleibte sich Russland Teile von Georgien ein. Wäre die Nato-Osterweiterung 2008 vollendet worden, wäre Assad 2013 in die Schranken gewiesen worden, wäre Kabul 2021 verteidigt worden – die Welt wäre heute eine friedlichere. Das verbrannte Trümmerfeld namens Mariupol wird in die Geschichte als Putins Vermächtnis eingehen, aber auch als Mahnmal für ein westliches Politikverständnis, das nicht begriffen hat, wie viele Menschenleben es kostet, markige Worte in Nichtstun münden zu lassen.

TAZ-online

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Wenn der (uralte) Hahn kräht auf dem Mist – ändert sich das Wetter, oder es bleibt so, wie es ist. Nur der Haufen auf den der Alte seine Hinterlassenschaften hat liegenlassen ändert sich nicht. Es stinkt weiterhin da selbst der größte Trottel die Räder des Wagen nicht so schnell drehen kann. Aber – wie immer im Leben, wer Hoch hinaus will – fängt Unten an!

File:ETH-BIB-Taormina, Esel-Karren-Dia 247-05635.tif

Die Linke steht nach Oskar Lafontaines Austritt schlecht da

4.) Landtagswahl Saarland:

Der Abgang des ehemaligen Spitzenpolitikers verschärft die Krise der Linkspartei. Nun droht ihr ein krasser Absturz. Auf die ganz große Koalition läuft es wohl im Saarland hinaus. Zumindest, wenn es nach Viktoria geht. Auf ihrem Kinderfahrrad kurvt sie zwischen den Wahlkampfständen der verschiedenen Parteien in der Saarbrücker Fußgängerzone herum. Nach einiger Zeit kommt sie zu ihrem Vater zurück: Viktoria hat Luftballons fast aller Parteien in Rot, Gelb, Orange, Blau und Lila abgestaubt und am Lenker befestigt. Dafür gibt es erst mal ein Eis. Der Vater der Kleinen, Thomas Lutze, ist Landesvorsitzender der Linken im Saarland. Er war einmal Wahlkreismitarbeiter von Oskar Lafontaine, früher, in den guten Zeiten, als die Linke hier im Saarland ein Fünftel aller Stimmen gewann. Heute laufen gegen ihn selbst Vorermittlungen wegen Untreue. Einer seiner früheren Mitarbeiter wurde vergangene Woche wegen Urkundenfälschung und falscher Verdächtigung verurteilt. Und Oskar Lafontaine ist aus der Partei ausgetreten, nicht ohne noch einmal laut die Tür ins Schloss zu knallen, während die Linke bangen muss, ob sie nach der Wahl am 27. März überhaupt noch im nächsten saarländischen Landtag vertreten sein wird. Am Samstagvormittag zwei Wochen vor der Wahl ist Thomas Lutze mit seinem roten Lastenrad im Parteidesign unterwegs. Ein Helfer stellt einen weißen Stehtisch neben dem Wahlmobil auf. Bei dem milden Frühlingswetter mutet so ein Landtagswahlkampf ziemlich angenehm an. Doch gute Laune versprühen eher die SPD-Helfer:innen: Ihre Spitzenkandidatin, die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, führt mit großem Abstand vor der CDU, mit der sie seit zehn Jahren als Juniorpartnerin einer Großen Koalition regiert. Nach 23 Jahren mit drei CDU-Ministerpräsidenten deutet sich ein Wechsel an.

Der Freitag-online

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Das wird sich wohl alles nicht verändern lassen – solange sich die neuen Würste der Staaten darum drängeln sich selbst im Ausland vor dem  Auge der Kamera  vor ihrer Nationalflagge zu platzieren und so vor den aufgereihter Reihen stramm stehender Mörder ihren Applaus von den Zuschauern einzuheimsen!

VERNICHTUNG DES NAZISMUS

5.) Gegen alle Widrigkeiten

Größte antifaschistische Vereinigung in Deutschland VVN-BdA feiert 75jähriges Bestehen. Schon an der Wiege standen die Wächter. Von Schwierigkeiten der Namenswahl für die heute allgemein mit dem Kürzel VVN-BdA benannte, von ihm mitbegründete Organisation hat Emil Carlebach, Kommunist aus Hessen und Buchenwald-Überlebender, später berichtet. Im brandenburgischen Henningsdorf habe er sich Anfang 1946 mit anderen früheren Widerstandskämpfern getroffen. Er habe, so Carlebach, den »Kameraden aus der Ostzone« damals gesagt: »Gründet ihr einen ›Kampfbund gegen den Faschismus‹, dann ist es nicht möglich, den gesamtdeutsch zu haben, denn die Westmächte dulden das nicht.« Als Antwort habe er bekommen: »… in drei Teufels Namen gründen wir die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.« Der Name sei also zustande gekommen »unter dem halben Verbotsdruck der Westalliierten«. Bis in die Gegenwart bleibt Repression ein ständiger Begleiter der VVN, die 1971 ihre Organisation für nachgeborene Generationen geöffnet hat und seitdem den Zusatz »Bund der Antifaschisten« führte (heute »Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten«). Doch sie überstand alle Stürme und feiert an diesem Sonnabend als älteste und mitgliederstärkste antifaschistische Organisation der Republik in Frankfurt am Main ihre Gründung vor 75 Jahren. Offizieller Gründungsakt war die »1. Interzonale Länderkonferenz der VVN« vom 15. bis 17. März 1947 in der hessischen Metropole. Überlebende des faschistischen Terrors schufen an diesem Wochenende den gesamtdeutschen Rat der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

Junge. Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     —   

Photographer
Title
Taormina, Esel-Karren
Description
Kolorierung des Dias durch Margrit Wehrli-Frey, 1933
Depicted place Taormina
Date 1932
Medium Fotografie : Glasdiapositiv
Dimensions 8,5 x 10 cm
Accession number
ETH-Bibliothek_Dia_247-05635
Source E-Pics Bildarchiv online http://doi.org/10.3932/ethz-a-000079401

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