DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 24.03.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 24. März 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Energieversorgung mit den Grünen   – . –   2.) Olfs Schweigen ist Gold   – . –  3.) Das Band soll noch enger werden   – . –  4.) Zum Abgang von Oskar Lafontaine   – . –   5.) Wegen Dreadlocks unerwünscht   – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

*********************************************************

Niemand hatte doch den Grünen gesagt, dass sie nach der Einnahme von Posten in der Regierung nicht mit Mördern auf der Arabischen Halbinsel sprechen dürfen. Denn was oder wer ist ein Staat? Genau das Konsortium von Parteien welche sich zur richtigen Zeit am Würfeltisch zusammen gesetzt haben. Darum ist für jeden Staat auch alles und immer Banane.

FDP-Spitze kritisiert Habecks Katar-Sondierungen

1.) Energieversorgung mit den Grünen

Die Bemühungen von Wirtschaftsminister Habeck um Gas aus Katar reichen dem designierten Generalsekretär der FDP, Bijan Djir-Sarai, nicht aus. Habeck solle lieber die Denkverbote beim Kohleausstieg aufgeben. Der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) für Versuche einer Gasbeschaffung aus dem Golfstaat Katar deutlich kritisiert. Besser solle Habeck Denkverbote beim Kohleausstieg aufgeben und erneuerbare Energien voranbringen, sagte Djir-Sarai der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe darum, die Energieabhängigkeit von Russland nach dem Angriffskrieg gegen die Ukraine schnellstmöglich zu beenden. »Schöne Bilder aus Katar lösen noch kein einziges Problem. Diese Länder haben nicht die Kapazitäten, die wir benötigen«, warnte Djir-Sarai. »Energie-Partnerschaften mit autoritären Staaten aus dem Nahen und Mittleren Osten schaffen zudem neue riskante Abhängigkeiten. Sie sind auch vor dem Hintergrund der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards problematisch.«

Spiegel-online

*********************************************************

Hatte nicht selbst der BASTA Gerd vielleicht einst gedacht: „Aus einem A.-Loch kann niemand eine Blumenvase machen? Die Vase kann nicht hoch genug gestellt werden, um die üblen Gerüche zu verdecken.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

2.) Olfs Schweigen ist Gold

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Diese Weisheit hat Olaf Scholz ins Kanzleramt gebracht. Wie exklusive Cicero-Recherchen in unserer März-Ausgabe zeigen, könnte er mit dieser Methode im Fall Cum-Ex jedoch noch scheitern. Olaf Scholz ist ein Meister darin, kritische Fragen einfach an sich abperlen zu lassen. Man könnte auch sagen: Bei ihm findet die ostentative Kommunikationsunwilligkeit seiner Amtsvorgängerin zur Vollendung. Tatsächlich hat Scholz es mit dieser Methode bis ins Kanzleramt geschafft – was ihn in der Einschätzung bestärkt haben dürfte, dass Reden allenfalls Silber, Schweigen aber allemal Gold ist. Insbesondere in jener heiklen Sache, die den Bundeskanzler seit seiner Zeit als Erster Bürgermeister in Hamburg verfolgt. Es geht um enorme Summen sowie um die Frage, ob der Warburg-Bank die Rückzahlung ergaunerter Cum-Ex-Millionen erlassen wurde. Und zwar mit ausdrücklicher Billigung, mutmaßlich sogar aktiver Unterstützung durch die Politik in Person des heutigen Bundeskanzlers. Olaf Scholz, so viel steht inzwischen fest, hat im Zuge dieser Affäre mehrfach wichtige Dinge verschwiegen und, davon sind Oliver Schröm und Ulrich Thiele als Autoren unserer Titelgeschichte überzeugt: auch gelogen. Ausgestanden ist die Sache für ihn noch längst nicht, im Gegenteil. Mit den Dokumenten, die Cicero exklusiv vorliegen und die hier erstmals öffentlich gemacht werden, dürften ihn etliche Halb- und Unwahrheiten, die er den Parlamenten in Hamburg und Berlin aufgetischt hat, noch einholen. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Glaubwürdigkeit des deutschen Regierungschefs, der sich ausgerechnet als Sozialdemokrat offenbar schützend vor ein betrügerisches Geldinstitut gestellt hat – und zwar auf Kosten der Steuerzahler.

Cicero-online

*********************************************************

Ist es nicht vollkommen belanglos wer dort wann und wo, auch immer zusammen kommen wird, da alle Personen untereinander identisch sind, als Politiker-Innen von den Hinterbänken ihrer Parteien. Ein stolzer Zwerg – stolpert vom hohen Berg und muss eingestehen: „Hier steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor“ J.W. Goethe ! Weist nicht das ganze westliche Bohei  des Waffenhandel  die Nutzlosigkeit des Aufrüstens aus, wenn die Möglichkeiten fehlen, einen Täter zur Rechenschaft zu ziehen? Hier macht sich den Westen selber zum Affen und merkt es nicht einmal mehr.

Nato, G7 und EU treffen sich in Brüssel

3.) Das Band soll noch enger werden

Auf drei Gipfel berät der Westen am Donnerstag Konsequenzen aus dem Krieg. Doch nicht in allen Fragen gibt es Einigkeit. Das hat Brüssel noch nicht gesehen: Gleich drei internationale Gipfeltreffen werden sich am Donnerstag in der belgischen Hauptstadt mit dem Krieg in der Ukraine und seinen Folgen beschäftigen. Die Nato, die G7 und die EU wollen gemeinsam mit US-Präsident Joe Biden über das weitere Vorgehen beraten. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wird per Video zugeschaltet. Auf der Tagesordnung stehen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine, neue Sanktionen gegen Russland sowie Maßnahmen gegen die Energiekrise, die vor allem Europa trifft. Dazu legte die EU-Kommission am Mittwoch erste Vorschläge vor. Die laufenden Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau über einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung stehen dagegen nicht auf dem Programm. Im Entwurf für den EU-Gipfel werden sie nicht einmal erwähnt. Es sei nicht Aufgabe der EU, sich in die Vermittlungsbemühungen einzuschalten, sagte ein Insider. Auch der Gastgeber des EU-Gipfels, Ratspräsident Charles Michel, wollte nicht über diplomatische Bemühungen sprechen. Kremlchef Wladimir Putin müsse „besiegt“ werden, sagte er bei CNN. Aus Regierungskreisen in Berlin heißt es, man wolle der russischen Führung aktuell nicht anbieten, Sanktionen im Gegenzug zu einer möglichen Deeskalation in der Ukraine zurückzufahren. Moskau sende schließlich nicht das Signal, für solche Vereinbarungen offen zu sein. Deutschland stemmt sich gegen ein Energieembargo.

TAZ-online

*********************************************************

Der wohl größte Fehler eines Oskar Lafontaine waren seine Freiwilligen Abgänge. Einmal weggelaufen heißt immer weggerannt?  Als ehrlicher Freigeist hätte er sich aus der Partei werfen lassen müssen, um die Zügel weiter in eigenen Händen halten zu können. Nicht die Zügel der Partei, sondern die Zügel seines freien Geistes. Mit seinen Austritt machte er sich selber zur Schießbudenfigur und zeigte seinen zu kleinen freien Geist nicht mehr selber unter Kontrolle zu haben.

Niemand kann einen Freigeist lenken – eine Analyse

4.) Zum Abgang von Oskar Lafontaine

Niemand kann einen Freigeist lenken – Analyse. Der Austritt des ehemaligen Spitzenpolitikers aus der Linkspartei beweist seine Stärke und Tragik zugleich. Ohne Freigeister würde jede Partei in einem Brei aus faulen Kompromissen und Mitläufertum versumpfen. Das Querdenken mag in der Pandemie in Verruf gekommen sein, doch es sind oft eigensinnig Denkende, die den Streit um den besten politischen Weg beleben: Sie halten eine bestimmte Fahne hoch, egal, welchem Sachzwang eine Partei sich ausgeliefert fühlen mag. Hans-Christian Ströbele war so einer, als er als einziger Grüner gegen das europäische Spardiktat oder Auslandseinsätze der Bundeswehr stimmte. Oskar Lafontaine war auch so einer: Er kämpfte verlässlich für die Sozialdemokratie, unabhängig vom Zeitgeist und von den Machtinteressen seiner Partei. War. Kämpfte. Die Vergangenheitsform wird hier nicht gewählt, weil Oskar Lafontaine am 17. März aus der Linkspartei ausgetreten ist. Denn er trat ja auch 2005 aus der SPD aus, er trat 1999 als Finanzminister zurück. Freigeister sind an keine Partei, an kein Amt gebunden, das macht ihre Stärke aus. Sie können stets dort kämpfen, wo ihnen ihre Wirkkraft am größten erscheint. Daher stehen sie mit ihrer Partei im Spannungsverhältnis: Oberstes Ziel einer Partei ist ihr Erhalt, oberstes Ziel des Freigeistes ist der Kampf für die eigenen Überzeugungen. Die Partei versucht, Freigeister für ihre Zwecke einzuspannen; ein Freigeist versucht, eine Partei für seine Ziele zu nutzen. 2009 ist das für die Linke und Lafontaine aufgegangen. Seine Partei holte im Saarland 21 Prozent, im Bund fast zwölf Prozent. Es schien tatsächlich, als könne Lafontaine die unsoziale Politik der SPD in der neu gegründeten Linkspartei besser bekämpfen als in einer rot-grünen Regierung unter einem Kanzler Gerhard Schröder. Oskar Lafontaine im Irgendwie-Ökosozial-Konsensbrei

Der Freitag-online

*********************************************************

Mag dieses die Antwort auf den  Hannover-Ausschluss des BASTA in der Form einer Eile mit Weil-e zu sein?

Fridays for Future lädt Musikerin Ronja Maltzahn von Demo aus

5.) Wegen Dreadlocks unerwünscht

Bei einer Klima-Demo sollte auch Ronja Maltzahn auftreten. Doch die Aktivisten sehen in ihrer Frisur eine „kulturelle Aneignung“. Die Sängerin ist schockiert. Die weiße Musikerin Ronja Maltzahn (28) darf nach einem Entschluss von Fridays for Future wegen ihrer Dreadlocks nicht wie zunächst geplant bei einer Demonstration in Hannover auftreten. Die Hannoveraner Ortsgruppe der Klimaschutzbewegung sagte einen Auftritt der Künstlerin an diesem Freitag in der Innenstadt ab, wie die Gruppe am Mittwoch auf ihrer Website mitteilte. Die Aktivisten begründeten die Absage mit der Frisur der Sängerin. Dreadlocks seien in den USA ein Widerstandssymbol der Bürgerrechtsbewegung schwarzer Menschen geworden. „Wenn eine weiße Person also Dreadlocks trägt, dann handelt es sich um kulturelle Aneignung, da wir als weiße Menschen uns aufgrund unserer Privilegien nicht mit der Geschichte oder dem kollektiven Trauma der Unterdrückung auseinandersetzen müssen“, schrieben die Klimaschützer. Maltzahn hatte die Absage selbst auf ihren Social-Media-Kanälen öffentlich gemacht. Die Musikerin reagierte betroffen: „Wir hatten uns darauf gefreut ein Zeichen für Frieden und gegen Diskriminierung mit unserer Musik setzen zu dürfen. Schade dass wir aufgrund von äußerlichen Merkmalen davon ausgeschlossen werden.“ Es gehe darum, kultureller Vielfalt eine Bühne zu geben und für Achtsamkeit, Toleranz und Geschlechtergerechtigkeit einzustehen. „Ich hoffe dass unsere Zuhörer dieses Bild durch unsere Musik vermittelt bekommen und nicht das Gegenteil“, schrieb die Musikerin.

Tagesspiegel-online

*********************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

*********************************************************

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

*****************************

Unten     —     Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

4 Kommentare zu “DL – Tagesticker 24.03.2022”

  1. bremerderZweite sagt:

    Zu 4. „Niemand kann einen Freigeist lenken – eine Analyse 4.) Zum Abgang von Oskar Lafontaine“

    „Der wohl größte Fehler eines Oskar Lafontaine waren seine Freiwilligen Abgänge. Einmal weggelaufen heißt immer weggerannt? Als ehrlicher Freigeist hätte er sich aus der Partei werfen lassen müssen, um die Zügel weiter in eigenen Händen halten zu können. Nicht die Zügel der Partei, sondern die Zügel seines freien Geistes. Mit seinen Austritt machte er sich selber zur Schießbudenfigur und zeigte seinen zu kleinen freien Geist nicht mehr selber unter Kontrolle zu haben.“

    Hätte Lafontaine im Sinne des oben wiederholten Kommentars durch den Herausgebers von Demokratisch-Links gehandelt, dann hätten Schröder, Steinmeier, Steinbrück, Scholz und Co. politisch alle, wirklich alle „Schuhe und Strümpfe“ verloren. Ein Ausschluss-Verfahren damals: Undenkbar.
    Die SPD wäre damals mindestens implodiert, wenn nicht explodiert. Größter und entscheidender strategischer Fehler im politischen Leben von ihm.

  2. Kassandra sagt:

    Lafontaine hat SPD wie PDL bösartig verlassen. Wie sagte einst Jochen Vogel „er legt seinen Parteivorsitz wie einen alten schmutzigen Mantel ab“. Er ist mitschuldig am Untergang der SPD und PDL.

  3. Hans Kiechle sagt:

    #2
    Oskar schrieb nach seinem damaligen SPD Rücktritt ein Buch mit dem
    Titel: “ Das Herz schlägt links. “

    Unser aller Herz hier im DL schlägt immer noch links.

    Hat Oskar nach seiner Prostata Krebs Erkrankung, weswegen er den Bundesparteiposten bei der Linken ablegte, nun auch noch ein Herzproblem ? Vieles deutet darauf hin. Unkontrolliertes Handeln, Lebens(Herz)rhytmusstörungen, innere Unruhe, Kurzatmigkeit,
    Schweissausbrüche,Depressionen und psychosomatische Störungen ???

    Er sollte in Kur gehen, mal einen Baum umarmen, und und und………

  4. Uno sagt:

    … und seine Schulden bei der Partei bezahlen 😉

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>