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RENTENANGST

DL – Tagesticker 21.07.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 21. Juli 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –   1.) Wagenknecht verteidigt Kretschmer  – . –   2.) Ersatz für russisches Öl und Gas  – . –  3.) Noch mehr Ungereimtheiten  – . –  4.) Die Agrarindustrie nutzt die Situation aus  – . –  5.) USA – Grundrecht auf Abtreibung   – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Fällt es den heutigen Politiker-Innen nicht mit jeden Tag schwerer ihre wahren Absichten „pro Politik“ zu kaschieren? Mit Sicherheit lassen sich mit der Erzielung persönlicher Aufmerksamkeiten „Selbst ernannte Kult-Bücher“ besser verkaufen.

Nach Plädoyer für »Einfrieren« des Ukrainekriegs. CSU geht auf Distanz. Statt Zuspruch von den Unionskollegen erhält Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit seinem Vorschlag zur Beendigung des Ukrainekriegs nun Unterstützung von Sahra Wagenknecht. Auch die AfD sieht sich bestätigt.

1.) Wagenknecht verteidigt Kretschmer

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) erfährt nach seinem Vorschlag für ein »Einfrieren« des Ukrainekriegs heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen. Kretschmer vertrete »nicht die Haltung von CDU und CSU«, sagte etwa CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Unterstützung erhält der Ministerpräsident dagegen von der Linken und der AfD. »Kretschmer hat in diesem Punkt recht«, sagte etwa die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht der Nachrichtenagentur dpa. »Russische Rohstoffe und vor allem die relativ billige russische Energie sind Existenzbedingungen für eine wettbewerbsfähige deutsche Industrie, auf die wir nicht verzichten können.« Der Wirtschaftskrieg ruiniere Deutschland, »während er Putin kaum schadet und das Sterben in der Ukraine nicht beendet«, sagte Wagenknecht weiter. Kretschmer hatte erklärt, Deutschland müsse im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine vermitteln und erwirken, »dass dieser Krieg eingefroren wird«. Zwar betonte er, der russische Krieg gegen die Ukraine sei ein Verbrechen und die Ukraine solle nicht auf Territorien verzichten. Doch sagte der CDU-Politiker mit Blick auf russische Rohstoffe auch: »Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diese Rohstofflieferungen brauchen.«

Spiegel-online

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Aus der großen Gas-Anstalt in Berlin-Mitte aus der immer mehr ratlose Gesichter hinaussehen als hinein! Früher einmal wurde es auch als das „Hohe Haus“ bekannt an dem die meisten Fenster nach oben gerichtet sind, auf das ja niemand auf „sein“ Volk hinunter zu sehen genötigt wird?

Woher beziehen wir künftig unsere Energie? Europa leidet unter Öl- und Gas-Knappheit, weil Russland als Lieferant praktisch ausfällt. Deswegen wird fieberhaft nach neuen Bezugsquellen gesucht. Besonders vielversprechend ist da die Region um das Kaspische Meer mit traditionellen Förderländern wie Kasachstan und Aserbaidschan. Das Problem ist nur: Moskau betrachtet diese Länder als seine Einflusssphäre. Neue Konflikte sind programmiert.

2.) Ersatz für russisches Öl und Gas

Seit Russlands Einmarsch in der Ukraine haben die europäischen Länder nach alternativen Energiequellen gesucht, um ihre Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu verringern. Bisher waren diese Bemühungen erfolglos, da es kurzfristig unmöglich ist, die Produktion auf das Niveau hochzufahren, das erforderlich wäre, um die russischen Energieexporte zu ersetzen und eine Infrastruktur zu schaffen, mit der Lieferungen auf die europäischen Märkte möglich wären. Langfristig ist die Diversifizierung der Energieversorgung jedoch eine reale Option, und die europäischen Länder konzentrieren sich dabei auf die kaspische Region, insbesondere auf die rohstoffreichen Staaten KasachstanTurkmenistan und Aserbaidschan. Diese Länder werden traditionell als russische Einflusszone betrachtet, aber Moskau könnte sie schon bald als eine bedeutende Gefahr für seine Vorherrschaft auf dem europäischen Energiemarkt sehen. Warum ist die kaspische Region so vielversprechend als Ersatz für russische Energie? Das Kaspische Meer ist eine der größten und ältesten Öl- und Gasförderregionen der Welt. Wie Russland nutzten auch die postsowjetischen Länder dort ihre Energieressourcen zum Aufbau ihrer Wirtschaft und wurden dabei immer abhängiger von Öl- und Gasexporten. Angesichts der geschwächten Volkswirtschaften nach der Pandemie und wegen der zunehmenden Störungen, die vor allem durch die russische Invasion in der Ukraine verursacht wurden, ist die Aufrechterhaltung der Versorgung in dieser Region von entscheidender Bedeutung. Größter Ölproduzent in Zentralasien.

Cicero-online

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Das dergleichen Vorfälle in einer selbst-erkannten „Werte-Demokratie“ überhaupt erst Angedacht werden können, ist der eigentliche Skandal, welcher sich einer jeden ländlichen Käsefabrik im Adel des Mittelalter sogar als Unwürdig erwiesen hätte. Sind Politiker-Innen nicht in der geistigen Lage, eigene Schlussfolgen zu ziehen?

Untersuchungsausschuss zu Lübcke-Mord. 2015 sperrte Hessens Verfassungsschutz die Akte von Stephan Ernst. Interner Widerstand dagegen wurde offenbar übergangen.

3.) Noch mehr Ungereimtheiten

Eine gute Stunde lang suchten die Abgeordneten der CDU-Fraktion im hessischen Landtag nach Widersprüchen in der Aussage der ehemaligen Mitarbeiterin des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz. Doch die Zeugin, die am Mittwoch vor den Untersuchungsausschuss zum Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke geladen war, blieb dabei: Als sie 2015 an der Entscheidung beteiligt war, die Akte des späteren Lübcke-Mörders Stephan Ernst zu sperren, habe sie ein Kollege auf den Vorgang angesprochen. Der Kollege sei „sehr verärgert“ gewesen, weil er diesen Schritt für falsch hielt. Sie habe diese Bedenken in einem Vermerk festgehalten und eine Prüfung verlangt, so die Zeugin weiter. Immerhin hatte im Jahr 2009 der damalige Präsident des Landesamts den rechtsextremistischen Gewalttäter als „brandgefährlich“ bezeichnet. Diese Einschätzung sei ihr damals bekannt gewesen, versichert die Zeugin. „Das war kein Standardfall“, sagt sie. Am Ende wurde die Akte von Stephan Ernst trotzdem gesperrt, trotz seiner Verurteilungen wegen einer Messerattacke auf einen Imam und einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft. Von diesem Zeitpunkt an waren die Daten von Ernst für die Sicherheitsbehörden nicht mehr zugänglich, bis zur Ermordung von Lübcke. Dem Kollegen, der sich damals über die Sperrung der Akte geärgert hatte, habe sie nach diesem Mord gesagt: „Du hattest den richtigen Riecher“, so die Zeugin am Mittwoch im hessischen Landtag. Ein weiteres Versäumnis des Verfassungsschutzes.

TAZ-online 

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Aber schlagen nicht auch gewisse Parteien der Welt ihre Türen zu, indem sie ihre Bürger-innen draußen in der Hitze austrocknen lassen?

Die Agrarindustrie nutzt den stockenden Welthandel, um Preise hochzutreiben. 30 Prozent der Weltbevölkerung fehlt ein ausreichender Zugang zu Lebensmitteln. Das war schon vor dem Krieg in der Ukraine so. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm.

4.) Die Agrarindustrie nutzt die Situation aus

Von dieser Krise sprach man bereits vor dem Ukraine-Krieg. 800 Millionen Menschen, ein Zehntel der Weltbevölkerung, litten ständig unter Hunger. Nach dem aktuellen Welternährungsbericht der Vereinten Nationen The State of Food Security and Nutrition in the World werden es mehr. Um fast 50 Millionen ist die Zahl der Hungernden im Vorjahr gestiegen, seit 2019 gar um 150 Millionen. Nach der „Agenda 2030“ der UN sollte bis 2030 Ernährungssicherheit für alle garantiert sein, danach sieht es nicht aus. Im UN-Report werden all jene berücksichtigt, die unter akutem Hunger und Unterernährung leiden. Rund 2,3 Milliarden Menschen waren das 2021 und damit nicht weniger als 29,3 Prozent der Weltbevölkerung. Berücksichtigt man alle, die sich keine gesunde Ernährung leisten können – viele davon leben auch in den reichen Ländern –, kommt man auf 3,1 Milliarden Menschen, ein Drittel der Weltbevölkerung. Und dabei sind die Folgen des Ukraine-Kriegs noch gar nicht erfasst. Dass es eine globale Ernährungskrise dieser Dimension gibt, hat verschiedene Ursachen: Der Energiepreisschock schlägt weltweit auf Logistik- und Transportkosten durch. Die Blockade von Seewegen bewirkt ein Übriges. Teilweise haben Staaten begonnen, Nahrungsmittel zu horten und Ausfuhren zu stoppen. Der globale Handel mit Saatgut und Düngemitteln stockt. Noch immer sind Liefer- und Wertschöpfungsketten unterbrochen, vor vielen Häfen stehen Containerschiffe im Stau. Dazu kommt ein Klimawandel, der in Brotkorb-Regionen Chinas, Indiens und Russlands 2022 zu erheblichen Ernteausfällen führt, verursacht durch Dürre und Bodenerosion.

Der Freitag-online

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Der Einfluss der Deutsch-Sekten Einwanderer scheint mit der Unterstützung von Trump wieder im Wachstum begriffen zu sein!

USA – 17 Abgeordnete wegen „zivilen Ungehorsams“ festgenommen. Bei einer Demonstration in den USA vor dem Supreme Court kommt es zu insgesamt 35 Festnahmen – darunter 17 demokratische Abgeordnete.

5.) USA – Grundrecht auf Abtreibung 

Die Demonstrant:innen hätten sich geweigert, die Straße zwischen dem Supreme Court und dem Kapitol der USA zu räumen, erklärte die zuständige Polizei auf Twitter. Es kam zu insgesamt 35 Festnahmen, 17 von ihnen betrafen demokratische Politiker:innen. Laut Bericht des Guardian hatten die Demonstrant:innen sich vor dem US-Kapitol versammelt, bevor sie zum Gebäude des Supreme Courts marschierten und „Our body, our choice“ (zu Deutsch: „Unsere Körper, unsere Entscheidung“) skandierten. Der Supreme Court der USA hatte im Juni das Grundrecht auf Abtreibungen gekippt. Seitdem haben eine ganze Reihe von konservativ regierten Bundesstaaten starke Beschränkungen von Schwangerschaftsabbrüchen oder gänzliche Verbote eingeführt. Die Gruppe der Verhafteten, zu der unter anderem die prominente progressive Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez (oft abgekürzt als „AOC“) gehörte, stellte sich dem Bericht des Guardian zufolge entlang eines Fußgängerüberwegs vor dem Gericht auf. USA – Demonstration für Grundrecht auf Abtreibung endet in 35 Festnahmen Dort habe die Gruppe sich als „Akt des zivilen Ungehorsams“ auf die Straße gesetzt. Daraufhin hätten sich Polizeibeamten um sie herum aufgestellt und eine aufgezeichnete Nachricht abgespielt, die ihre bevorstehende Verhaftung wegen Blockierens der Straße ankündigte. Die Beamten hätten die Abgeordneten daraufhin festgenommen und in einen abgesperrten Bereich geführt, so die Informationen des Guardian.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

Ein Kommentar zu “DL – Tagesticker 21.07.2022”

  1. bremerderZweite sagt:

    3.) Noch mehr Ungereimtheiten

    https://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/nsu-terror-aktensperrung-in-hessen-als-fatales-signal-90654861.html
    https://de.wikipedia.org/wiki/Halit_Yozgat
    Halit Yozgat – Wikipedia
    Zur Tatzeit war Andreas Temme, ein Mitarbeiter des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz, anwesend, der zeitweise als Mordverdächtiger galt und …

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