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RENTENANGST

DL – Tagesticker 18.09.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 18. September 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Ehepaar will Entlassung des Polizisten  – . –  2.) Nach Vorfall im Bundestag  – . –  3.) Parlamentswahl in Schweden  – . –  4.) Vergesst Rousseau – lest Kondiaronk  – . –  5.) Linkspartei – Einer nach dem anderen geht  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Wenn eine Person in Uniform nicht „Hüter des Volk sein kann“, sollte er aus seinen Dienst fristlos entlassen werden. Punkt- aus. Nepper, Schlepper und Bauernfänger aus der Politik schon laufen zu genüge durch dieses Land, als dass wir uns auch noch von deren Handlangern die Demokratie erklären lassen müssen ! Der Fahneneid macht viele Narren und Närrinnen gern zu Allem bereit.

Rassismusvorwurf bei Einsatz in Berlin. Ein Ehepaar aus Syrien soll in ihrer Berliner Wohnung Opfer eines rassistischen Vorfalls während eines Polizeieinsatzes geworden sein. Nun haben sich die Betroffenen geäußert.

1.) Ehepaar will Entlassung des Polizisten

Nach einem mutmaßlich rassistischen Vorfall bei einem Polizeieinsatz in Berlin hat das betroffene syrische Ehepaar eine Bestrafung des Polizisten und seine Entlassung gefordert. „Wir möchten, dass er zur Rechenschaft gezogen wird und im besten Fall nicht mehr im Amt bleibt“, übersetzte ein Dolmetscher am Samstag bei einer Pressekonferenz der Linkspartei die Aussage des 30-jährigen Ehemannes. Das Ehepaar erzählte, ihre Kinder seien von dem Einsatz am Abend des 9. September schockiert gewesen und hätten nicht verstanden, warum die Polizisten so aggressiv seien. Auf die Frage, wie es zu der Eskalation gekommen sei, antwortete das Ehepaar nicht, auf Rat ihres Anwalts wegen der laufenden Ermittlungen, wie es hieß. Ein Video hatte den Verdacht der „fremdenfeindlichen Beleidigung“ ausgelöst Ein Video, das die Ehefrau filmte, hatte laut Polizei den Verdacht der „fremdenfeindlichen Beleidigung“ ausgelöst. Das Video zeigt, wie zwei Polizisten den Mann in dessen Wohnung im Beisein seiner Familie wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe verhaften wollen. Es kommt zum Streit, alle schreien sich an, die Polizisten fesseln den Mann. Die Frau sagt, das sei ihre Wohnung. Ein Polizist antwortet: „Das ist mein Land, und Du bist hier Gast.“ Und kurz darauf: „Halt die Fresse, fass mich nicht noch mal an. (…) Ich bringe dich ins Gefängnis.“ Der Polizist sei in den Innendienst versetzt worden, teilte die Polizei mit. „Weitere dienstrechtliche Konsequenzen folgen.“ Außerdem werde auch strafrechtlich ermittelt.

Stuttgarter-Zeitung-online

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Wer hatte uns allen denn gelehrt, das die eine Krähe der Anderen kein Auge aushackt? Jetzt kommt sogar ein Storch welcher in die von der Natur gegebenen Hackordnung eingreift ? Nah – da sollte der Storch aber Obacht geben, dass die Krähe nicht in den Federn eines Bartgeier erscheint!

Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch nach einem Vorfall im Deutschen Bundestag angezeigt.

2.) Nach Vorfall im Bundestag

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch angezeigt. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag. Der „Spiegel“ hatte zuvor berichtet, der SPD-Politiker habe von Storch wegen Beleidigung bei der Polizei angezeigt. Es geht demnach um einen Vorfall im Bundestag in der vergangenen Woche. Lauterbach selbst twitterte am Donnerstag (15. September): „Immer wieder Beleidigungen und Bedrohungen durch Mitglieder und Abgeordnete der #NoAfD. Beides gehört zum Politikstil der Partei. Nur konsequentes Anzeigen kann hier helfen“, und verlinkte den „Spiegel“-Bericht unter seinem Tweet. Darin beruft sich das Nachrichtenmagazin auf die ihm vorliegende Anzeige. Demnach soll von Storch nach Lauterbachs Rede zum Infektionsschutzgesetz in Richtung Regierungsbank geschaut, Augenkontakt zum Minister gesucht und laut vernehmlich die Worte „Sie sind völlig irre!“ geäußert haben.

Express-online

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Schreiben nicht alle Länder gerade in der Politik ihre eigenen Mythen ? Könnten wir nicht die sooo große „Weimarer – Republik genauso mit vielen Ländern vergleichen wie den „Liberalen Ulf Kristersson mit den FDP-ler Lindner, unseren armseligen Hausmeister? Wurde dem internationalen Konservatismus nicht auch von diesen Land der frische Atem immer wieder neu eingehaucht ? Und dieses sogar heute noch, wenn wir auch stattdessen  schreiben: „Wachsen, Wachsen – Mehr, und Mehr?“

Bullerbü war immer nur Fantasie. Der Erfolg der Schwedendemokraten bei der Parlamentswahl wird mit Sorge beobachtet. Doch ob sie etwas zu melden haben werden, ist ungewiss.

3.) Parlamentswahl in Schweden

Mythen haben es an sich, dass ihre Widerlegung meist scheitert. Oktoberfest, Rüdesheimer Drosselgasse und Berliner Mauer: Bei Touristen, die Deutschland mal besuchen wollen, kann man nicht punkten, sagt man, es gebe hierzulande noch mehr als diese seltsamen Orte. Wer an Schweden denkt, in grünalternativen Kreisen und über sie weit hinaus, kommt in der Fantasie vielleicht auf die Geschichten Astrid Lindgrens, auf Wälder, Falun rote Häuser, Ikea und natürlich auch Abba und Königin Silvia. Dieses Land wird nun mit einem skrupelarmen liberalkonservativen Politiker namens Ulf Kristersson einen Ministerpräsidenten bekommen, der sich mit unverhohlener Ansage von einer aus Nazistoff erwachsenen Partei, den Schwedendemokraten, mindestens dulden lassen will. Das scheint diesem Phantasma, Schweden sei seit hundert Jahren ein Land sozialdemokratisch gefärbten Einvernehmens, zu widersprechen. Wahr ist nur: Der bürgerliche Block um Kristersson hätte auf alle Ewigkeiten keine Chance gegen den sozial-links-liberalen Block mit den Sozialdemokraten an der Spitze, er musste insofern ein politisches Risiko eingehen. Das tat er, indem er, der politische Dauerwendehals, transparent machte, sich von den rechtspopulistischen Schwedendemokraten wählen zu lassen. Zumal diese keine Naziformation mehr ist, wie einst, als sie ihre Popularität in den achtziger Jahren zunächst an der südschwedischen Küste um Karlskrona zu nähren begann. Was die Rechtspopulisten eint, ist der Glaube, man müsse die Migration zurückschrauben, man brauche viel mehr Geld im Staatshaushalt, um Mi­gran­t*in­nen – und gar kriminelle Schweden mit Migrationshintergrund – wieder aus dem Land zu schaffen, man brauche weniger Queeres im Fernsehen und möge ein Land wie in den seligen Sechzigern wiederbegründen. Desaströses Wahlergebnis.

TAZ-online

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Was die ehemaligen „Wilden“,  in den von Kaisern und Königen eroberten Staaten einst darstellten – wurde von den heutigen Politikern nahezu gleichwertig in ihrer Gefräßigkeit von den neuen Machthabern abgelöst. Nur das gemeine Volk blieb dort sitzen, wo es schon immer seinen ihn angestammten Platz innehatte und machte die Spielchen des Diktat nahezu Anstandslos als die neuen „Wilden“ mit.  

Die wahren Wurzeln der Aufklärung.  Als die Europäer Übersee „entdeckten“, fanden sie auch freie Gesellschaften. Berichte darüber starteten die Aufklärung mit.

4.) Vergesst Rousseau – lest Kondiaronk

Die „Prinzipien der Aufklärung“ sind sehr beliebt. Wenn immer zum Beispiel wir anderen Kulturen erklären wollen, was wir ihnen voraushätten. Oder dann, wenn die Nachfahren von uns Beglückter sich als Gruppe einen bestimmten Ton verbitten. Klar scheint jedenfalls: Die Aufklärung ist ein Exportgut von uns hier im „Westen“! Das Problem ist nur: Das stimmt so nicht. Im Gegenteil wurden Berichte von Reiseschriftstellern im „Zeitalter der Entdeckungen“ zu Motoren dessen, was wir heute gern Aufklärung nennen. So zumindest beschrieb es das Anthropologen-Archäologen-Duo David Graeber und David Wengrow: Bei der Begegnung mit den Ur-Amerikanern erlitt Europa einen „Systemschock“, der die Aufklärung mit entfachte. Für die Christen waren die Indigenen zunächst Heiden, damit Wilde, vogelfrei. Die Kolonialsoldaten, Siedler, Mönche und so weiter kamen aus rigorosen Standesgesellschaften, regiert von Befehl-Gehorsam-Strafe. Im Kontrast dazu die Freiheit und Gleichheit, auf die sie in Übersee oft stießen. Das verstörte zutiefst. Einerseits „Sünde!“ – doch andererseits auch süße Einladung, die eigenen Fesseln zu spüren. Die „Wilden“ erwiesen sich zunächst als wenig untertänig. „Wild“, das waren aus ihrer Sicht die Invasoren: „Gefräßige Ungeheuer“, titulierten Mexikos Indigene den „Konquistador“ Hernán Cortés und seine goldgeilen Spanier. Weiter oben an den Großen Seen schimpften die Irokesen die Franzosen „Teufel“, sahen das Geld als „Quell alles Bösen“. Überall „Schwindel, Lügen, Betrug“ im „Schlachthaus der Lebendigen“, empörte sich ihr Häuptling Kondiaronk. Die Ureinwohner kannten keinen Privatbesitz und wirtschafteten kollektiv.

Freitag-online

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So erreichte mich gestern die Meldung aus zuverlässiger Quelle, das auch Knud Vöcking aus meinen ehemaligen Kreisverband WAF seinen Austritt aus der Partei vollzogen hat. Er stammte aus der PDS. Er ist ebenfalls Mitglied bei Urgewald.

Ulrich Schneider und Fabio de Masi treten aus der Linken aus. Kritik an Fraktionsführung wird lauter.

5.) Linkspartei – Einer nach dem anderen geht

Noch am Montagmittag saß Ulrich Schneider in der Bundespressekonferenz in Berlin. Nicht als Noch-Mitglied der Linken, sondern als Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Schneider, seit vielen Jahren als einer der prominentesten Soziallobbyisten in Deutschland bekannt, war gekommen, um eine Studie zur Wirkung von Hartz-IV-Sanktionen vorzustellen. Dabei kritisierte er auch das von Sozialdemokrat*innen gefeierte Bürgergeld, das für Schneider aufgrund der minimalen Erhöhung des Satzes auf 502 Euro angesichts der zugleich bestehenden Inflation in Folge des Ukraine-Krieges nur »ein schlechter Witz« ist. Man merkte: Da sprach ein waschechter Linker, einer, der für Gerechtigkeit kämpft. Mit der Linken aber, deren Mitglied er seit 2016 war, will Schneider ab sofort nichts mehr zu tun haben. Wenige Stunden nach seinem Auftritt vor der Presse in Berlin erklärte er auf Twitter seinen Parteiaustritt und schrieb einen bitterbösen Abschieds-Tweet: Dass die Linksfraktion am vergangenen Donnerstag im Bundestag in der Haushaltsdebatte zum Thema Energie ausgerechnet Sahra Wagenknecht ans Redepult gelassen habe, »und was diese dann – man hätte es wissen müssen – vom Stapel ließ, war zu viel«. Die Nachricht schlug hohe Wellen: Bis Dienstagnachmittag erreichte Schneiders Tweet mehr als 17 000 Likes, viele Genoss*innen bedauern den Rückzug des profilierten Sozialpolitikers. »Ich verstehe den Ärger und den Frust darüber, dass Beschlüsse und Positionen der Linken von einigen immer wieder öffentlich konterkariert werden«, sagte die Ko-Parteivorsitzende Janine Wissler, fügte jedoch an, dass die Konsequenz, die Schneider gezogen habe, sie »zutiefst« schmerze. Wagenknecht hatte im Plenum von einem »Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten« Russland gesprochen und dafür von vielen Seiten, auch innerhalb ihrer eigenen Partei, viel Kritik einstecken müssen. Sie halte sich nicht an die Beschlusslage, indem sie zum Beispiel mit solchen Aussagen die russische Verantwortung für den Krieg relativiere, meinen viele und verweisen darauf, dass es Wladimir Putin gewesen sei, der erst den Krieg begonnen und dann die Gaslieferungen gebremst habe. Die Linke hatte auf ihrem Erfurter Parteitag im Juni beschlossen, den Angriffskrieg Russlands als völkerrechtswidrig zu verurteilen, und auch Abstand von der Pipeline Nordstream 2 genommen, für die Wagenknecht bis heute wirbt.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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