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DL – Tagesticker 19.07.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 19. Juli 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –   1.) „Weniger La Paloma pfeifen“  – . –  2.) Lauterbachs fragwürdiger Comedy-Auftritt bei Amazon-Prime  – . –  3,) Rätselhafte Suspendierungen in Kiew  – . –  4.) Layla und die Liberalen  – . –  5.) Ausgesetzt und weggeschaut  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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War das schon der K.O. Schlag von der weißen Fledermaus für die „Gelbe Ampel der gefundenen Regierung? Sagten wir doch früher schon: „Haare sind Wasserpflanzen“!

Ampelstreit auf Twitter: SPD-Mann Stegner stichelt gegen einen Vorstoß der FDP-Politikerin Strack-Zimmermann. Was folgt, ist ein heftiger Schlagabtausch.

1.) Strack-Zimmermann – „Weniger La Paloma pfeifen“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner hat den offenen Brief von FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann an Bundeskanzler Scholz in den sozialen Medien kritisiert – und damit einen teils derben Schlagabtausch ausgelöst. Stegner schrieb am Montagabend auf Twitter, dass offene Briefe von Abgeordneten in Wirklichkeit „Presseerklärungen“ seien. „Das wissen erfahrene Abgeordnete, auch wenn sie erst seit Kurzem einer Regierungsfraktion angehören“, so Stegner. Worauf er dabei anspielt: Strack-Zimmermann hatte Kanzler Olaf Scholz (SPD) aufgerufen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine „Nationale Ukraine-Konferenz“ einzuberufen. Es sei dringend notwendig, die Karten auf den Tisch zu legen und dabei zu klären, was Deutschland aktuell leiste und zu was Bundeswehr, Industrie und Politik in den kommenden Wochen noch in der Lage seien, heißt es in einem Schreiben der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Bundestag an den Kanzler. Hier lesen Sie mehr. Die Bundesregierung erteilte ihrem Vorstoß jedoch kurz darauf eine Absage. „Wir werden auf den Brief nicht reagieren“, so die Sprecherin von Kanzler Scholz am Montag. Strack-Zimmermann reagierte prompt auf Stegers Tweet und stichelte hämisch zurück: „Ach Herr Stegner. Wenn wir nur auf neue, unerfahrene Abgeordnete wie Sie hören würden, auch wenn Sie noch nicht so ‚lang und erfahren‘ wie ich im Bundestag sind, dann hätte die Ukraine jetzt weder eine eigene Regierung noch eine Chance auf Selbstverteidigung.

T.-online

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Wer einmal seinen Kasper macht, gilt in der Politik als riesengroßes As! Denn selbst ein Doktor oder Professor erreichen nie den gleichen Glamours!

Für die neue Show „One Mic Stand“ ließ sich der Gesundheitsminister von Hazel Brugger zum Comedian ausbilden – mit mäßigem Erfolg.

2.) Lauterbachs fragwürdiger Comedy-Auftritt bei Amazon-Prime

Beim letzten Gag verhaspelt sich Karl Lauterbach in seiner typischen Art. Dass sein ohnehin nur mittelmäßiger Witz über CDU-Politiker Armin Laschet deshalb völlig verpufft, ist dem Publikum im Wiesbadener Kurhaus aber offenbar egal. Für Lauterbachs kurzen Comedy-Auftritt gibt es lauten Applaus, Mentorin Hazel Brugger fällt dem SPD-Politiker auf der bunt erleuchteten Bühne in die Arme. Ist Lauterbach ein neuer Stern am Comedy-Himmel? Amazon-Show: Prominente sollen Comedy lernen. Das Konzept der neuen Amazon-Prime-Show „One Mic Stand“, die ab diesem Freitag (15.7.) zu sehen ist, ist schnell erklärt. Bei dem Format bereiten professionelle Comedians Prominente auf einen Stand-Up vor. Die Fußballprofis Christoph Kramer und Mats Hummels werden von Harald Schmidt gecoacht, Michael Mittermeier bildet ein Pärchen mit „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse, während der Moderator der Show, Teddy Teclebrhan, mit Schauspieler S zusammenarbeitet. Außerdem tut sich Torsten Sträter mit Model Lorena Rae zusammen – und Brugger eben mit Lauterbach.  Lauterbach war bei seinem Auftritt noch nicht Gesundheitsminister. Als die Show am 12. und 14. Oktober 2021 aufgezeichnet wurde, war Lauterbach noch nicht Bundesgesundheitsminister. Den Vorwurf, er würde sein neues Ministeramt nicht ernst nehmen, kann es also nicht geben.

WAZ-online

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Wird jetzt nur die Regierung in der Ukraine ihren Ruf nach saubere Politiker-Innen gerecht ? Niemand hatte doch bisher im Musterland der Demokratie von Gerhard gefordert seine Verknüpfungen mit seinen ehemaligen Handlangern aus der SPD offiziell bekannt zu geben! 

Abberufung von Spitzenbeamten in Ukraine. Der ukrainische Präsident stellt den Chef des Inlandsgeheimdienstes und die Generalstaatsanwältin des Landes frei. Die Vorgänge geben Rätsel auf.

3,) Rätselhafte Suspendierungen in Kiew

Es ist ein Paukenschlag: Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat mit sofortiger Wirkung die Generalstaatsanwältin des Landes, Iryna Wenediktowa, und den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Iwan Bakanow, von ihren Pflichten entbunden. Selenski begründete die Abberufung des Geheimdienstchefs mit Fällen von Verrat in der Behörde. Die Gründe für die Freistellung der Generalstaatsanwältin blieben zunächst unklar. Formal behalten Wenediktowa und Bakanow ihre Posten, solange interne Untersuchungen laufen. Andrij Smirnow, stellvertretender Chef der Präsidialadministration, erklärte am Montag: Der Präsident und die ukrainische Gesellschaft hätten nun „lange genug auf konkretere und möglicherweise radikale Ergebnisse der Leiter dieser Behörden gewartet, um die Gesellschaft von Kollaborateuren und Staatsverrätern zu säubern“. Zuvor hatte Präsident Selenski erklärt, dass man beim Inlandsgeheimdienst viele Verräter, die mit dem Feind zusammenarbeiten, enttarnt habe. So sei vor wenigen Tagen der ehemalige Leiter der für die Krim zuständigen Abteilung des SBU, Oleh Kulinych, verhaftet worden. Man habe herausgefunden, dass dieser Staatsgeheimnisse an Russland weitergegeben habe. Nach Angaben ukrainischer Offizieller konnten russische Truppen nur deswegen die Stadt Cherson im Süden des Landes einnehmen, weil der Inlandsgeheimdienst dort wichtige Aufgaben nicht wahrgenommen habe. So sei es versäumt worden, die Antonowsky-Brücke über den Fluss Dnipro zu sprengen. In der Folge sei es für die russischen Truppen ein Leichtes gewesen, in die Stadt einzudringen.

TAZ-online

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War nicht die Kleingeistigkeit immer schon das Aushängeschild einer jeden „Liberalen“ Einstellung? Diejenigen welche ihre Meinungen vor ihren Fahnen verteidigen müssen, können doch nur die Erfahrungen von den Leuten aufbringen welche sie an ihre Spitze wählen. Ausnahmen von früher bestätigen auch hier nur die Regel.

 Triebabfuhr statt Klassenkampf. Geht es wirklich darum, den „Verbotseifer“ der Linken anzuprangern? Was die Debatte um einen Ballermannsong namens „Layla“ über die Liberalen verrät.

4.) Layla und die Liberalen

YouTube als Debattenlagerfeuer fürs Feuilleton? Willkommen in Deutschland! Seit Tagen sitzen Kulturmenschen vor ihren Rechnern und betrachten Männer, die zu den Klängen eines sexistischen Superhits – nennen wir es kulanzhalber: tanzen. In der Süddeutschen Zeitung vermisst eine Autorin „die Suche nach einem Funken Form, wenn es um die Erotik zwischen den Geschlechtern geht“. Im Cicero dagegen sieht ein Autor „eine Minderheit puritanischer Tugendwächter“ am Werk. In der taz beschreibt eine Autorin, die Bilder mit grölenden Kerlen auf Mallorca wirkten auf sie „wie ein durch Urlaub und Alkohol legitimiertes Paralleluniversum“. Worum es geht? Darum: DJ Robin & Schürze stehen seit Wochen auf Platz eins der deutschen Single-Charts mit einem Lied, in dem das lyrische Ich die Titelheldin besingt, die als „Puffmama“ arbeite und „schöner, jünger, geiler“ sei. Die Stadt Würzburg bat darum, das Chanson auf der örtlichen Kirmes nicht zu spielen, weil es frauenverachtend sei. Skandal um Layla! Einer der aufschlussreichsten Texte zum Thema erschien in der Welt. Der Autor rät darin zu Gelassenheit, weil sie im Interesse der Herrschenden liege. In Zeiten ökonomischer Zumutungen müsse den „Proleten“ ihr Bierzelteskapismus bleiben: „Wenn man ihnen auch das kleine Vergnügen entzieht, kann das der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.“ Was sagt uns das über den Liberalismus?

YouTube : Layla

Der Freitag-online

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Wer sich an eine Imbissbude stellt, kann kein First-Class Menü erwarten. Genau so wenig eignet sich eine Uniform für  das funktionieren einer Agentur.  Außer Lametta und Silber/Gold-Dekorationen sollte auch ein wenig Verstand unter einer Uniform stecken. Uniformen stehen nun einmal nur für Befehl und Gehorsam. Müsste so etwas nicht gerade in der Politik ausreichend bekannt sein?

Recherche: Fast 27 500 Geflüchtete wurden seit 2020 Opfer eines Driftbacks in der Ägäis.

5.) Ausgesetzt und weggeschaut

»Etwa zehn Asylbewerber auf einem Schlauchboot wurden von der griechischen Küstenwache abgefangen und sind nach wie vor verschwunden. Am selben Tag wurden zwei Asylbewerber von der türkischen Küstenwache in der Nähe von Çeşme aus dem Meer gezogen, einer davon war bewusstlos und starb im Krankenhaus. Die Leichen von zwei weiteren Personen wurden später aus dem Meer geborgen, und zwei weitere Personen wurden auf der Insel Boğaz gestrandet gefunden. Eine siebte, vermisste Person wurde zwei Tage später lebend gefunden. Den Aussagen der Überlebenden zufolge wurden sie von griechischen Beamten mit gefesselten Händen ins Meer geworfen.« Dieser Vorfall ereignete sich am 19. März vergangenen Jahres vor der griechischen Insel Chios. Dokumentiert wurde er im Rahmen des Projekts »Driftbacks im Ägäischen Meer« von der britischen Rechercheagentur Forensic Architecture und der deutschen Schwesterorganisation Forensis in Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen wie Alarmphone und HIAS Greece. Ein Driftback meint die Praxis des Aussetzens von Schutzsuchenden auf dem Meer, eine Variation des Pushbacks. Der erste Fall dieser Art wurde laut Forensic Architecture am 28. Februar 2020 gemeldet und dokumentiert. Seitdem seien Beweise für 1018 Driftbacks in der Ägäis gesammelt worden, von denen 27 464 Geflüchtete betroffen waren. 26 Fälle wurden registriert, in denen Menschen von der griechischen Küstenwache direkt ohne Schwimmhilfen ins Meer geworfen wurden. Laut der Rechercheagentur sei die europäische Grenz- und Küstenwache Frontex in 122 Driftbacks direkt involviert gewesen und habe von 417 Fällen Kenntnis gehabt.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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