DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 17.11.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 17. November 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Leseauswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Die Anbetung des braven Olaf  – . –  2.) Kirche und Klima – Der Emissionsbefehl  – . –  3.) Taliban verordnen noch mehr Scharia  – . –  4.) Der Raketeneinschlag in Polen sollte das Bewusstsein für die Falle „Bündnisfall“ schärfen  – . –  5.) Deutschland will Bundeswehr aus Mali abziehen   – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine gute Unterhaltung.

*************************************************************************************

Prägten solche Bilder nicht schon immer die Geburtsstunden der meisten Religionen ? Der Betrachter braucht nur das so Sehende zu beurteilen. Aber sehen wir nicht auch im Umkehrschluss die nahezu ungläubige Hilflosigkeit, der dimm aus ihrer Wäsche glotzenden, versagender “ politischer Würdenträger ?“

Ikonisches Foto vom G20-Krisengipfel. – Alle Augen auf Olaf Scholz: Ist das Anerkennung? Ehrfurcht? Unglaube? Was hat der Kanzler gesagt, als dieses Foto vom Krisentreffen der Mächtigen in Bali entstand? Unser Autor hat ein paar Vorschläge.

1.) Die Anbetung des braven Olaf

Ein heroischeres Bild wird es von unserem Bundeskanzler wohl nie geben. Olaf Scholz steht im Kreis der Mächtigen der Welt, und es ist nicht übertrieben zu sagen: Er steht für mindestens einen magischen Moment lang im Mittelpunkt. Ich bin begeistert von dieser Fotografie. Vielleicht wird Olaf Scholz sie sich in sein Büro hängen. Ich bin fast sicher, dass sie eines Tages ganz offiziell im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen sein wird. Eher inoffiziell habe ich mir einen Titel für diese überraschende, mich auch ein bisschen mit patriotischem Stolz erfüllende Heldendarstellung überlegt. Er lautet: »Die sieben Fragezeichen und…«. Hat unser Kanzler nicht schon charakterlich erstaunliche Ähnlichkeit mit Justus Jonas, dem manchmal etwas nervigen Schlaukopf aus der Hörspielserie um drei junge Detektive? Der kluge Justus aus den »Die drei ???«-Krimis ist berühmt für tiefe Weisheiten und ein wenig hochtrabende Formulierungen. »Geduld ist eine Tugend, die sich zu pflegen lohnt«, sagt er zum Beispiel. Sehen die Leute auf dem Bild nicht so drein, als habe Scholz genau das gesagt? Oder vielleicht einen anderen klassischen Justus-Jonas-Satz wie: »Unsere Aufgabe ist es, Fragen zu beantworten, Rätsel zu lösen und Geheimnisse jeglicher Art zu lüften.«

Spiegel-online 

*************************************************************************************

Niemand hatte doch den „Alleswissenden Schöpfer“ davor gewarnt seine Allmacht der größten nur möglichen Bande von Hehlern und Betrügern in die korruptesten Hände der Politik zu legen. So kann Mensch nur noch registrieren wie wenig die Allmacht letztendlich über die Dummheit seiner einst Erschaffenen weiß, samt der von diesen immer rezitierten Schriften  ?

Die Evangelische Kirche in Deutschland verhängt ein kircheninternes Tempolimit, lädt radikale Klimaaktivisten zur Synode ein und wünscht sich eine „große Transformation“. Anscheinend lautet die christliche Botschaft in diesen Tagen: Kleber statt Kreuz.

2.) Kirche und Klima – Der Emissionsbefehl

Solange die Erde steht, ist allerhand möglich: Tag und Nacht, Frost und Hitze, Sommer und Winter – und natürlich manch anderes mehr. So oder ähnlich ist es auch im biblischen Buch Genesis niedergeschrieben, in der Geschichte von Noah, der Sintflut und dem Bau der Arche. Eine Legende über Gottes Gelübde im Zeichen des Regenbogens. Nie wieder, so des Schöpfers Versprechen, wolle der eine alles zerstörende Apokalypse über die Menschen bringen. Nie wieder also Überschwemmungen, nie wieder Tsunamis oder sonstiges Unheil aus den Reihen der vier öko-apokalyptischen Reiter. Man könnte sich also bequem in der Kirchenbank zurücklehnen und erleichtert mit allen Heiligen seufzen. Doch damit oben stehendes Bibelwort auch gewiss bleibt, bleiben folgende Dinge im heiligen Urtext expressis verbis nicht ausgeschlossen: eine Beauftragte für Schöpfungsverantwortung innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Ökotheologie, der Sonnengesang des Franz von Assisi – und seit dem vergangenen Mittwoch ein vorgeschlagenes allgemeines Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen. Sicher ist sicher. Beim Herrgott nämlich, da weiß man nie … Das mag kirchenfernen Seelen befremdlich vorkommen, für protestantisches Urgestein aber ist der während der 3. Tagung der 13. Synode der EKD in Magdeburg ausgegossene grün-alternative Spiritus Sanctus nicht wirklich neu. Noahs Regenbogen ist in der evangelischen Kirche eh nur noch eine kunterbunte Biege vor dem woken Zeitgeist. Das eine mag der mythische Nukleus sein, etwas anderes sind halt die Mühen der Ebene; und die sind besonders jenseits von Eden nicht immer leicht zu (er)tragen. Rat wie Synode der EKD quälen sich mit ihnen bereits seit den Anfangstagen. Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, will schließlich auch institutionell wie weltlich auf Kurs gehalten werden, und das seit 1948.

Cicero-online

*************************************************************************************

Die gesammelten Ergebnisse  der Versager, welchen von einer Versendung angeblicher „Friedenstruppen“ der Weißen-Militaristen immer wieder ausgegangen wird? Wenn es um die Wahrheit ginge dürfte doch kaum ein-e Politiker-in auf diesen Planeten noch mit sämtlichen Gliedern herumlaufen, da diese bei Gefahr im Anzug auf ihre Persönlichkeiten bezogen,  sofort nach ihren Truppen rufen, um alle Proteste nach Möglichkeit im Keim zu ersticken. Hat nicht eine jede Religion ihre Scharia – nur unter anderen Namen laufend?

Justiz in Afghanistan – Auf Anordnung des Talibanchefs gelten drakonische Scharia-Strafen jetzt in Afghanistan landesweit. Wie im Iran gibt es für „Rebellion“ die Todesstrafe.

3.) Taliban verordnen noch mehr Scharia

Der Talibanführer Hebatullah Achundsada hat angeordnet, in Afghanistan ab jetzt die im islamischen Scharia-Recht enthaltenen Hudud- und Kisas-Körperstrafen anzuwenden. Sie umfassen Amputationen bei Diebstahl, Steinigungen oder Prügelstrafen bei Ehebruch, vorehelichem Geschlechtsverkehr und wenn Verliebte gegen den Willen der Eltern durchbrennen, sowie Hinrichtung bei Mord. Auf Wunsch kann die Familie des Opfers die Hinrichtung selbst vornehmen, aber auch Täter begnadigen. Neu ist jetzt, dass solche Strafen auch bei „Rebellion“ verhängt werden können. Ähnlich wie im benachbarten Iran droht damit Afghan:innen, die sich an zivilem Protest oder bewaffnetem Widerstand beteiligen, nun auch die Todesstrafe. Die Taliban halten zur Zeit mindestens sechs Frauenrechtlerinnen fest. In sozialen Medien ist von weit mehr „Verschwundenen“ die Rede, darunter Angehörige der früheren Streitkräfte, denen teilweise Zugehörigkeit zu bewaffneten Oppositionsgruppen vorgeworfen wird Bisher hielt sich die Talibanführung mit solchen Strafen zurück, offenbar um nach ihrer weltweit beispiellosen Ausgrenzung von Mädchen und Frauen nicht noch mehr Kritik auf sich zu ziehen. Zuletzt gerieten sie aber unter Druck der in Afghanistan politisch eigentlich unbedeutenden Terrormiliz Islamischer Staat, dass sie sich „unislamisch“ verhielten, so lange sie auf diese Scharia-Strafen verzichten. Scharia-Anweisung gilt als „verpflichtend“

TAZ-online

*************************************************************************************

Wer sucht – wird immer Pfündig werden ? Nur wenn die zuerst nach Krieg schreienden Politiker-innen an der Spitze voraus marschieren müssten, ergäbe sich die Change auf eine friedliche Welt.

Der Zwischenfall an der polnisch-ukrainischen Grenze verdeutlicht einmal mehr, welche Eskalationsdynamik der Ukraine-Krieg an jedem Tag mit sich bringt. Eine Rhetorik der Mäßigung wird immer sicherheitsrelevanter.

4.) Der Raketeneinschlag in Polen sollte das Bewusstsein für die Falle „Bündnisfall“ schärfen

Die Zurückhaltung fiel schon auf. Die Nachricht vom Raketeneinschlag im polnischen Grenzort Przewodów und den beiden Todesopfern war kaum verbreitet, als erste Reaktionen westlicher Politiker eher zur Vorsicht mahnten, statt auf adäquate Reaktionen zu drängen, sollte Russland der Verursacher sein. Das Ganze erschien einfach höchst komplex, nicht nur wegen der lokalen Umstände. Gesetzt den Fall, man hätte Russland unumwunden zum Täter erklärt – was sich inzwischen anders darstellt –, wären die NATO und alle ihre Mitgliedsstaaten erheblich unter Zugzwang geraten. Es wäre fast unausweichlich gewesen, den Vorgang als Angriff Russlands auf das NATO-Land Polen einzustufen und die Ausrufung des „Bündnisfalls“ in Betracht zu ziehen. Wenn nicht zu vollziehen. Bündnisfall nach 9/11. „Die Vertragsparteien“, heißt es in Artikel 5 des NATO-Gründungsvertrages vom 4. April 1949, „stimmen darin überein, dass ein bewaffneter Angriff auf einen oder mehrere von ihnen (…) als Angriff auf alle von ihnen angesehen wird (…).“ Zur Erinnerung: Die USA hatten nach den Anschlägen von 9/11 für sich in Anspruch genommen, in eine solche Situation geraten zu sein und den Beistand des Bündnisses über die Erklärung des „Bündnisfalls“ verlangt. Seinerzeit hatte es damit sein Bewenden, denn ein Fortschreiten zum „Verteidigungsfall“ und zu einem kollektiven Militäreinsatz der NATO unterblieb. Allerdings wurde der durch die Besatzung in Afghanistan, deren strategisches Rückgrat die westliche Allianz neben den USA war, nachgeholt.

Freitag-online

*************************************************************************************

Ach ja – Aufgewacht oder abgebrochen? Spülten die wirtschaftlich erhofften Verbindungen nicht die erwarteten Erfolge in die Kassen – oder wurde nach vielen Jahren schließlich bemerkt, selbst im eigenen Land bei der Ausbildung der Schlägertruppen nicht so recht die richtige Spur zu finden ? 

Gefährlichster Einsatz der UN: Die deutsche Bundeswehr soll ihren UN-Einsatz in Mali 2023 beenden. Bei einem Spitzentreffen zwischen Scholz, Baerbock und Lambrecht soll die Entscheidung fixiert werden.

5.) Deutschland will Bundeswehr aus Mali abziehen 

Spitzentreffen mit Scholz geplant. Die Bundesregierung hat sich in internen Beratungen auf ein Ende des Bundeswehr-Einsatzes im westafrikanischen Krisenstaat Mali im kommenden Jahr verständigt. „Spätestens Ende 2023 sollen die deutschen Soldatinnen und Soldaten ihr Engagement bei dem UN-Blauhelmeinsatz Minusma einstellen“, erfuhr AFP am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin. Eine entsprechende Grundsatz-Vereinbarung erzielten demnach Kanzleramt, Verteidigungsministerium und Auswärtiges Amt in vertraulichen Gesprächen. Eine endgültige Entscheidung über den Fortgang des deutschen Mali-Einsatzes soll kommenden Dienstag bei einem Spitzentreffen fallen, an dem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) teilnehmen, hieß es weiter gegenüber AFP. Das Bundestagsmandat für den Einsatz in Mali gilt derzeit bis Ende Mai 2023. Der Bundestag hatte Ende Mai dieses Jahres für die Verlängerung gestimmt – dabei aber erstmals eine Rückzugsklausel in dem Mandat verankert für den Fall, dass die Sicherheit der Bundeswehrsoldaten in Mali nicht mehr gewährleistet ist. Verschiedene Staaten haben sich allerdings bereits aus dem UN-Einsatz zurückgezogen. Am Montag kündigte Großbritannien den Abzug seiner Minusma-Truppen an. Frankreich hat als einer der wichtigsten Beteiligten seinen Einsatz bereits beendet – dies riss eine große Lücke in die militärische Ausstattung der UN-Mission.

FR-online 

*************************************************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tun haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

*********************************************************

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>