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DL – Tagesticker 16.07.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 16. Juli 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Wegen Mangel an Arbeit und das alles obwohl das Konfetti nicht einmal angezündet wurde, bevor es geworfen wurde ? Wer kann Politiker beleidigen, da sie schon ob ihrer Auftritte eine Beleidigung für jeden ihrer Wähler-Innen sind ?

Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

1.) Konfetti-Attacke im Abgeordnetenhaus

Es geht um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, der Nötigung und der Beleidigung. Ziel der Aktion sei „ganz offensichtlich die Einschüchterung der Opposition“ gewesen, sagt FDP-Politiker Marcel Luthe. Im Zusammenhang mit einer Konfetti-Attacke auf Berliner Politiker während einer Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus im Januar ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Mutmaßliche Sympathisanten aus dem Umfeld des linken Wohnprojekts Liebig 34 in Friedrichshain hatten nach einer Gerichtsverhandlung über eine Räumungsklage Konfetti von der Besuchertribüne ins Plenum geworfen. Dazu riefen sie: „Ihr habt die ganze Stadt verkauft“ und „Liebig bleibt“. Die Sitzung musste für 30 Minuten unterbrochen werden. Jetzt hat die Aktion ein juristisches Nachspiel. „ Bei der Staatsanwaltschaft Berlin wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Paragraf 106b StGB (Störung der Tätigkeit eines Gesetzgebungsorgans), des Verdachts des Verstoßes gegen Paragraf 240 Abs. 1 StGB (Nötigung) und wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Paragraf 185 StGB (Beleidigung) geführt“, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage des fraktionslosen FDP-Politikers Marcel Luthe.

Berliner-Zeitung

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Ist dieses nicht als eindeutiges Beispiel zu Werten, wie wenig die Großmäuligen Staaten in der Lage sind, ihre Bürger-Innen zu schützen ? Wer durch seine Beteiligung bei solch einen Irrsinn Bitcoin unterstützt, sollte auch für den verursachten Schaden aufkommen ? Wo bleibt die Kontrolle der Wirtschaft durch die Politik?

Bitcoin-Masche

2.) Hackerangriff auf Twitter-Konten von Promis

Unbekannten ist es gelungen, Werbung für Kryptowährungs-Deals über Twitter-Accounts von US-Prominenten wie Obama, Biden und Bezos zu verbreiten. Noch nie wurden so viele Accounts auf einmal missbraucht. Unbekannte Hacker haben sich Zugriff auf Twitter-Konten von amerikanischen Prominenten wie Ex-Präsident Barack Obama, Präsidentschaftskandidat Joe Biden und Amazon-Chef Jeff Bezos verschafft, um dubiose Bitcoin-Deals anzubieten. Über die Accounts der Betroffenen wurden gefälschte Tweets abgesetzt, die 2000 Dollar für 1000 Dollar versprachen, die an eine bestimmte Bitcoin-Adresse geschickt würden. Neben Obama, Biden und Unternehmer Michael Bloomberg waren eine Reihe von Milliardären wie Microsoft-Mitgründer Bill Gates und Tesla-Chef Elon Musk betroffen. Auch Stars wie Kanye West und seine Frau Kim Kardashian West wurden gehackt. „Ein harter Tag für uns bei Twitter“. Der Kurznachrichtendienst erklärte, man untersuche den Vorfall. Der Gründer und Chef des Unternehmens, Jack Dorsey, versprach Aufklärung. Sobald die Firma „ein besseres Verständnis“ von dem habe, was passiert sei, werde man die Öffentlichkeit so ausführlich wie möglich darüber informieren, erklärte Dorsey über Twitter. „Wir alle bedauern, dass dies passiert ist“, schrieb er. „Ein harter Tag für uns bei Twitter.“

Tagesschau

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Vielleicht wird so ein „Waldmann“ zum Helden über eine verdummte Polizei aufgebaut, welche mit 4 Wachmännern keinen Einzelgänger unter Kontrolle bekommen kann? Wenn solch ein Vorfall die Träger von Uniformen dazu veranlassen würde ihre Anzüge auf die Müllhaufen der Geschichte zu werfen, stünde der Gewinner jetzt schon fest !

Bei Suche nach Waldmann löst sich aus Versehen ein Schuss

3.) Im Schwarzwald – Oppenau/Schwarzwald

Die Polizei fahndet weiterhin mit einem Großaufgebot nach dem 31-jährigen „Waldmann“ Yves Rausch, der vier Polizisten in Oppenau im Schwarzwald bedroht und ihnen ihre Dienstwaffen abgenommen hatte. Der Mann ohne festen Wohnsitz war nach der Tat am Sonntagmorgen mit den Waffen der Beamten in den Wald geflüchtet.  Anwohner sollen möglichst zuhause bleiben, der Gesuchte könnte gefährlich sein. Anhalter sollen rund um Oppenau im Schwarzwald nicht mitgenommen werden. Vorsicht: Der Geflüchtete könnte noch bewaffnet sein! Eine Täterbeschreibung finden Sie unter dem ersten Eintrag. Vorfall bei Suche nach Waldmann Yves Rausch: Schuss aus Waffe eines Polizisten ein Versehen. Die Polizei hat am Donnerstagmorgen weiter mit einem Großaufgebot nach dem bewaffneten 31-Jährigen von Oppenau gesucht. Von dem Mann fehle nach viertägiger Suche jede Spur, teilte die Polizei am Morgen mit. Nach Informationen des Südwestrundfunks kam es am Abend zu einer Schussabgabe in Oppenau. Der Schuss löste sich beim Entladen aus der Waffe eines Polizisten, wie die Polizei bestätigte. Verletzt wurde dabei niemand. Die Ursache war wohl ein Bedienfehler.

Focus

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Sagt sich auch heute noch: „Was lange währt, wird meistens gut ?“

Thunberg und Merkel in New York:

4.) Genervt von Small Talk und Selfies

Intermezzo beim UN-Klimagipfel: Ihre kurze Begegnung im letzten Jahr mit Angela Merkel hat Greta Thunberg offenbar eher gestresst als beeindruckt. Es war – neben den Worten „How dare you“, die seitdem zum Standardrepertoire jeder Klimademo gehören – wohl die Szene, die in Deutschland die größte Aufmerksamkeit fand, als die Vereinten Nationen im vergangenen September zum Klimagipfel luden: Angela Merkel und Greta Thunberg im trauten Gespräch. Regierungssprecher Steffen Seibert veröffentlichte das angeblich spontan entstandene Bild auf Twitter, Fotoagenturen verbreiteten es weiter, viele Medien druckten es – auch die taz (Schlagzeile der Printausgabe: „Aktivistin trifft Passivistin“).

TAZ

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Angst vor der Polizei ? – Nein  !!  Aber Verachtung vor den total versifften Uniformen. – Einen Überbleibsel aus der alten NSDAP-Zeit. Da kann die Farbe jeden Tag wechseln – der Sinn des „Low and Order“ ändert sich nie ! 

Wer steckt hinter den Drohmails von „NSU 2.0“?

5.) „Ich habe Angst vor der Polizei“

Die Regierung fordert Aufklärung im Fall „NSU 2.0“ , doch vieles liegt im Dunkeln. Die bedrohte Kabarettistin Baydar hat das Vertrauen in die Polizei verloren. Idil Baydar ist wütend. Schon länger wird die Berliner Kabarettistin von Rechtsextremisten bedroht. „Man will mich abknallen, meine Mutter umbringen“, erzählt sie am Telefon. Acht Mal habe sie die Drohungen angezeigt, doch die Verfahren seien eingestellt worden. Von der Polizei fühlt sich Baydar nicht geschützt. Diese Woche kam heraus, dass Baydars persönliche Daten unbefugt von einem hessischen Polizeirechner abgerufen wurden. Baydar sagt dem Tagesspiegel: „Ich habe Angst vor der Polizei.“ Es sind bittere Worte, die zeigen, wie schwer der Vertrauensverlust wiegt, den die sogenannte Drohmail-Affäre ausgelöst hat. Baydar ist – wie berichtet – die dritte Prominente, bei der es offenbar einen Zusammenhang gibt zwischen dem unbefugten Abruf von Daten aus einem hessischen Polizeicomputer und rechtsextremen Drohungen. Seit 2018 wird die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz mit Todesdrohungen überzogen, vergangene Woche wurde der Fall der Linken-Politikerin Janine Wissler bekannt. Bei allen drei Frauen wurden Daten von einem hessischen Polizeicomputer abgerufen, alle drei Frauen bekamen zudem Drohmails von einem Absender „NSU 2.0“ – eine Anspielung auf die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischen Untergrund“, kurz NSU.

Tagesspiegel

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Ja, unsere Akademiker zeigen auf, wie der Weg an das große Geld auf einfache Weise gelingen kann! Die Eine wird Politikerin und der Andere Spielerklärer. Beide zusammen erklären vielleicht eines Tages im Fernsehen als „Experten“, die Moleküle der Demokratie als Werte-Kultur von Schland.

Vom Physiker zum Brettspielerklärer

6.) „Aufsteigen? Will ich gar nicht“

Er kennt die Regeln von 1600 Spielen: Mirko Schäfer hat sein Physikstudium abgebrochen und arbeitet als Brettspielerklärer. Jetzt verdient er 1400 Euro netto im Monat – und ist glücklich.  „Mir ging es nie darum, viel Kohle zu machen. Gefühlt war mir der akademische Weg vorbestimmt: Ich war in der Schule ein schlauer Junge, also bin ich auf die Uni gegangen. Ich habe in Köln Physik studiert und meinen Bachelor gemacht. Ich habe mich mit der Rotation und Schwingung von Gasen beschäftigt. Wir haben quasi Fingerabdrücke von Molekülen genommen, um sie mit Daten, die man im Weltall misst, zu vergleichen. Astromolekularphysik. Das Team war großartig, aber ich habe gemerkt, dass ich mich da mit einem Thema befasse, über das ich mich mit höchstens 50 Leuten gut unterhalten kann.

Spiegel-online

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Malle-Touristen desinfizieren ihren Rachen mit Hochprozentigem

7.) Vorbildlich

So geht Infektionsschutz! Während hierzulande Rufe nach einer vorsorglichen Quarantäne für heimkehrende Mallorca-Touristen laut werden, zeigen die Urlauber vor Ort, wie gelebte Verantwortung aussieht: Postillon-Recherchen zufolge desinfiziert sich ein Großteil der Deutschen auf der Mittelmeerinsel regelmäßig den Rachen mit hochprozentigem Alkohol. „Aaaaatemlos durch die Nacht!“, grölt etwa Marco Rensch (26) aus Bochum, der dieses Lied sicherlich gewählt hat, um auf die Atemnöte von Corona-Patienten hinzuweisen. Er wankt gerade zurück zu seinem Hotel – nicht ohne alle paar Schritte stehenzubleiben und aus einer desinfizierenden Flasche Bacardi zu trinken.

Postillon

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :        DL / privat – Wikimedia

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