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DL – Tagesticker 15.08.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 15. August 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Fischsterben in der Oder  – . –  2.) Spott und Häme für CSU  – . –  3.) Konfusion in Berlin  – . –  4.) Patricia Schlesinger – RBB-Skandal  – . –  5.) Die Macht der Sekten in Japan   . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Ein gefundenes Fressen für Verschwörungen oder Demokratie Feinde und ihre Theoretiker-Innen aus der „Rechten oder Linken Ecke“! Gleichwohl hatte doch noch Niemand geäußert dass die Fische sterben, da Merkel nicht mehr Kanzlerin ist und die Oder immer noch durch die Uckermark fließt? 

Ministerin Lemke verlangt Aufklärung von polnischer Seite.  Wer und was ist schuld am Fischsterben in der Oder? Nach breiter öffentlicher Kritik fordert Bundesumweltministerin Steffi Lemke nun Antworten von polnischer Seite.

1.) Fischsterben in der Oder

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat vor dem Treffen mit ihren polnischen Amtskollegen Aufklärung über die Hintergründe des Fischsterbens in der Oder verlangt. Die Regierung des Nachbarstaats habe bereits eingeräumt, dass Informationen zu der Umweltkatastrophe auch innerhalb Polens nicht weitergegeben worden seien, sagte sie am Sonntag NDR Info. „Uns haben diese Informationen noch viel später erreicht.“ Ziel des Treffens am Sonntagabend müsse nun sein, „dieses Verbrechen aufzuklären“. Sie erwarte Aufklärung darüber, was bisher an Gewässerproben analysiert worden sei und was demnach die Schadensursache sein könnte. „Wenn eine solche Katastrophe erst mal eingetreten ist in einem Fließgewässer, dann ist der Schaden da und nur noch begrenzbar“, sagte Lemke über die Auswirkungen des Fischsterbens. Tagelang hatte es offen Kritik gegeben, Polen habe nicht rechtzeitig über das Fischsterben informiert und Meldeketten nicht eingehalten. Die Suche nach der Ursache dauert indes an. Am Montag werden in Brandenburg weitere Labor-Ergebnisse erwartet. Geprüft wird unter anderem, ob ein erhöhter Salzgehalt im Wasser im Zusammenhang mit dem Fischsterben steht. Deutsch-polnische Beratungen am Sonntagabend in Stettin.

Augsburger-Allgemeine-online

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Und wie immer wenn es um die Politik geht kommt die Frage auf: Was darf die Satire:  „Alles, wenn es um die Bloßstellung politischer Clowns geht“ Wo nicht mehr drinnen steckt – kommt auch nicht mehr heraus!

Nach TikTok-Video mit Söder: „Das haben sie nicht gepostet“. –  Die CSU hat auf TikTok ein Video mit Markus Söder gepostet. „Ich will Handyverbot“, war nur eine der negativen Reaktionen darauf.

2.) Spott und Häme für CSU 

„This week a hot new bombshell enters the villa“ lautet der erste Satz in einem TikTok-Video, gefolgt vom Lied „Don‘t call me up“ von Mabel. Das Video stammt aber nicht etwa von einem Teenager, bei denen die Plattform traditionell hoch im Kurs steht, nein: Das Video wurde Mitte August auf dem offiziellen Account der CSU gepostet. Der Spruch „A hot new bombshell enters the villa“ bezieht sich wohl auf Sängerin Mabel. Mit dieser Aussage wurde im Sommer 2021 angekündigt, dass sie bei der Kuppelshow „Love Island“ mit ihren Songs auftreten werde. Bombshell meint auf deutsch zum Beispiel eine plötzliche Überraschung, kann aber auch Sexbombe bedeuten. TikTok-Video der CSU: „a hot new bombshell enters the town“. Zu eben diesem Spruch und Lied sieht man im Video Markus Söder im Landtag laufen. Die Partei setzt dazu die Hashtags „Trends“, „Politiktok“ und „a hot new bombshell enters the town“. Spott und Häme für CSU nach TikTok-Video: „Was darf Satire?“. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten: „the bombshell in question: maggus“, heißt es da. „Was darf Satire?“, fragt ein Mann in den Kommentaren. „Ich will Handyverbot“, fordert eine weitere Person – wohl mit Blick auf die CSU.

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Waren Politiker der Nachkriegszeit, aufgrund persönlich gelebter  Erfahrungen, fähiger als die Heutigen, welche vielfach nur noch mit nicht erreichten Titel protzen? „Vom Deutschen Land darf nie wieder ein Krieg ausgehen“ tönte es da in Form eines bekennenden Selbstmitleid? Daraufhin gründete sich die UN unter den Fittichen der USA und erfand somit eine entsprechende Ausrede für die Beteiligung als Hilfsköchen in derer Suppenküche? Wie sähe die Beurteilung aus, wenn das Malische Militär hier eingefallen wäre, da Uniformierte auf Zivilisten schießen dürfen? In einen sich selbst bezeichnenden Rechts-Staat?

Missverständnisse über Mali-Einsatz: Das Auswärtige Amt findet den Einsatz sinnvoll, das Verteidigungsministerium nicht. Mali will, dass sich die Bundeswehr an Regeln für UN-Einsätze hält.

3.) Konfusion in Berlin

Am 10. August berichtet das Auswärtige Amt in Berlin nach Gesprächen in Mali, in den ramponierten Beziehungen sei alles auf gutem Wege, die Missverständnisse seien ausgeräumt, Deutschland sei „natürlich“ in Mali noch willkommen und Deutschland und UNO seien für Mali „ganz wichtige Partner“. Am 12. August verkündet das deutsche Verteidigungsministerium, man stelle die Operationen der Bundeswehr in Mali „bis auf Weiteres ein“, da wieder einmal ein Überflugrecht verweigert worden sei. Irgendwas stimmt da nicht, und zwar nicht nur in Mali. Es scheint auch in Berlin unterschiedliche Auffassungen zu geben. Es wäre nicht das erste Mal, dass das grün geführte Außenministerium und das SPD-geführte Verteidigungsministerien an verschiedenen Strängen ziehen. Und irgendwie haben beide recht: das Verteidigungsministerium, wenn es sagt, dass der Mali-Einsatz in der bisherigen Form so nicht weitergeht; und das Auswärtige Amt, wenn es sagt, die UN-Mission, in der die Deutschen stehen, sei nach wie vor eigentlich sinnvoll. Aber innerhalb einer Regierung müsste es möglich sein, zwei Dimensionen derselben Situation miteinander in Bezug zu setzen. Auch mitten im Sommer.

TAZ-online

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Immer derselbe Ablauf ? Die Bürger zahlen, für das Schleimen um Sympathie ihrer politischen Staaten-Idioten, deren Zeche und begnügen sich Stillschweigend ob dieser Manipulation der Versager. Falsch Eingeschädelt in leere Köpfe !

Das öffentlich-rechtliche System fault von innen heraus. Die Empörung über die Luxusausgaben der zurückgetretenen rbb-Intendantin ist berechtigt. Dass gerade der Springer-Konzern den Skandal auswalzt, hat einen Grund

4.) Patricia Schlesinger – RBB-Skandal

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verfällt. Doch seine tapferen Verteidiger wollen es nicht wahrhaben und geben ihm immer wieder neuen Kredit. Skandale stufen sie zu bedauerlichen Einzelfällen herab, fehlende Kontrolle entschuldigen sie mit menschlichem Versagen, und wenn alles nichts hilft, stoßen sie die ultimative Drohung aus: Wollt ihr ernsthaft, dass Nachrichten, Bildung und Unterhaltung künftig allein von RTL, Pro7, Sat1 und Springer-TV kommen? Die Verteidiger des öffentlich-rechtlichen Systems nehmen das Fernsehen zu wichtig, und deshalb glauben die Repräsentanten dieses Systems, sie hätten für ihre repräsentativen Aufgaben ein Anrecht auf dicke Gehälter, fette Limousinen, luxuriöse Büros und geldwerte Vergünstigungen. Selbstbewusst reihen sie sich ein in die Freunderl-Wirtschaft der Beraterverträge und des einträglichen Wechselspiels von Auftragsvergabe und Auftragsannahme. Aus der gegenseitigen Kontrolle der Gremien ist ein prinzipielles Einvernehmen der Netzwerke und Seilschaften geworden. Wie überall. Der Skandal um die „Luxus-Intendantin“ (Bild) Patricia Schlesinger wird nur deshalb so aufgeblasen, weil hier zwei Berliner Clans um das gleiche Revier kämpfen: auf der einen Seite der Springer-Konzern, der schon immer ins TV-Geschäft wollte, aber wegen der erdrückenden öffentlich-rechtlichen Konkurrenz und der eigenen Amateurhaftigkeit nicht aus dem Quark kommt, auf der anderen Seite der von Springer wieder mal heftig moralisch attackierte öffentlich-rechtliche Rundfunk, Filiale Berlin-Brandenburg (RBB). Als würde es bei Springer keine dicken Autos, Luxusimmobilien, Boni und Millionengehälter geben. Und keine teuren Bewirtungen, edlen Büroausstattungen oder Machtmissbrauch.

Freitag-online

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Was die Gesellschafft in Japan als Sekte erkennt – Läuft hier unter Clan-Parteien und auch Religionen. Wenn der Papst, als Stellvertreter Gottes auf Erden hustet, bekommen alle Katholiken ihren obligatorischen Dünnschiss.  

Nach dem Anschlag auf Shinzo Abe entlässt sein Nachfolger Regierungsmitglieder mit Kontakt zu religiösen Gruppen.

5.) Die Macht der Sekten in Japan

Als Fumio Kishida die Namen seines neuen Kabinetts verlas, war klar: Schon seit Wochen herrscht in Tokio Nervosität. Inmitten fallender Zustimmungswerte hat der japanische Premierminister am Mittwoch nicht nur mehrere Führungspositionen seiner konservativen Liberaldemokratischen Partei (LDP) neubesetzt, sondern auch den Großteil der Ministerinnen und Minister seiner Regierung. Im 19-köpfigen Kabinett finden sich nur fünf Personen, die ihre Posten behalten konnten. Kabinettsumbildungen sind in dem ostasiatischen Land zwar nichts völlig Ungewöhnliches, da auf diese Weise immer wieder frischer Wind auf die politische Führungsetage gebracht werden soll. Aber die Vehemenz der personellen Neuausrichtung erregt dieser Tage viel Aufsehen. Die Tageszeitung Nikkei sprach am Mittwoch von einer Maßnahme, die „Personen, die Kontakt zur Vereinigungskirche zugegeben haben, beseitigen will.“ Auch die führende Nachrichtenagentur Kyodo interpretiert, dass auf diese Weise „Verbindungen zu dubiosen religiösen Unternehmen abgeschnitten werden sollen.“ Nach Attentat auf Shinzo Abe durchlebt Japan eine politische Krise. Seit einem guten Monat durchlebt Japan eine politische Krise. Am 8. Juli war der ehemalige Premierminister Shinzo Abe auf einer Wahlkampfveranstaltung auf offener Straße erschossen worden. Der Mörder des bis dahin noch höchst einflussreichen Politikers hatte eine Verbindung zwischen Abe und einer Sekte festgestellt, deren gängiger Name sich auf Deutsch mit Vereinigungskirche übersetzt. Diese Organisation wiederum hatte die Mutter des Mörders durch hohe Spendenaufforderungen finanziell ruiniert.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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