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RENTENANGST

DL – Tagesticker 14.10.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 14. Oktober 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –   1.) Bundespräsident Steinmeier ohne Maske im Zug  – . –  2.) Nach Wagenknecht-Rede verliert die Linke so viele Mitglieder wie noch nie  – . –  3.) Zeit fürs rote Telefon  – . –  4.) Abgehängt: Friesland ist der Osten des Westens  – . –  5.) Mao II.  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Ist Wer erst einmal Präsident gilt für ihn immer der Weg in die   Resistenz. Ansonsten würde sich ja immer nur noch ein Niemand für den Laber-Posten eines Gruß-Onkel zur Verfügung stellen.

Kritik in sozialen Medien. – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist wegen eines Fotos, das ihn ohne Maske in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn zeigt, in die Kritik geraten. Auch in einem kurzen Video aus dem Zug, in dem er seine Pläne für einen Besuch in Neustrelitz erläuterte, trug er keine Maske. 

1.) Bundespräsident Steinmeier ohne Maske im Zug

Im Kurznachrichtendienst Twitter wurde daraufhin darauf hingewiesen, dass in Zügen eine Maskenpflicht gelte. „Es ist vorbei!“, schrieb ein Nutzer. „Danke für die offizielle Aufhebung der Maskenpflicht durch Herr Steinmeier.“ Die Sprecherin des Bundespräsidenten, Cerstin Gammelin, stellte jedoch klar, Steinmeier habe in dem Regionalexpress eine FFP2-Maske getragen. „Er hat diese für ein Video-Statement abgenommen. Außerdem war er gebeten worden, für ein Foto die Maske einen Moment abzunehmen. Im Anschluss hat er die Maske wieder getragen“, schrieb Gammelin auf Twitter.

KSTA-online

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Von den „Talk Shows der Medien“ ist noch nie eine verwertbare Politik ausgegangen, wenn sich die Darsteller-innen im öffentlichen Leben anders geben als sie sind und je waren.

Die Linke hat seit einer umstrittenen Bundestagsrede der Abgeordneten Sahra Wagenknecht zum Ukraine-Krieg Hunderte Mitglieder verloren. „

2.) Nach Wagenknecht-Rede verliert die Linke so viele Mitglieder wie noch nie

„Eine solch hohe Zahl der Austritte gab es zu keinem Zeitpunkt zuvor“, erklärte die Pressestelle der Partei dem ARD-Magazin „Kontraste“. Zwischen 8. September und 10. Oktober habe die Partei „mindestens 809 Mitglieder verloren“. Ein Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage die Zahl. Am 8. September hatte Wagenknecht im Parlament der Bundesregierung vorgeworfen, einen Wirtschaftskrieg gegen Russland vom Zaun zu brechen. Die Rede löste in der Partei scharfe Kontroversen aus. Der Chef des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, verließ damals die Partei aus Protest gegen Wagenknechts Rede.

Focus-online

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Warum eigentlich bietet die NATO ihren Kontraenten eigentlich nur den Kellner an, wo doch Putin als Koch selber seine Kontroverse  anführt! In Anbetracht der Sachlage das Generäle nie mehr im Leben frei von den Gedanken aus ihrer Uniform gefeit sind. Ein Krieger wird immer ein anerzogener Krieger bleiben. Wie war das noch mit den Mausenden Katzen?

Nach dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister sind die  Nato-Manöver in Westeuropa das falsche Signal. US-Präsident Biden sollte sich jetzt schleunigst persönlich um Deeskalation bemühen.

3.) Zeit fürs rote Telefon

In der kommenden Woche wird mitten in Europa der Atomkrieg geübt. Am belgischen Atomwaffenlager Kleine-Brogel, vermutlich aber auch am deutschen Standort Büchel in der Eifel werden schwer bewaffnete Nato-Soldaten trainieren, wie sie Wasserstoffbomben vom Typ B-61 abtransportieren und aus Kampfjets über der Nordsee abwerfen können. Völlig normal sei das, behauptet Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Es handele sich bei „Steadfast Noon“, so der Name des Manövers, um eine lang angekündigte Routineübung zur atomaren Abschreckung. Niemand müsse sich Sorgen machen, sagte Stoltenberg beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Doch die Menschen machen sich Sorgen, und das zu Recht. Denn die Lage ist nicht normal, sie ist todernst. Kremlchef Putin hat mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine gedroht, US-Präsident Biden warnt vor einem nuklearen „Arma­ged­don“. Die Situation erinnere an die Kubakrise, als es fast zum Atomkrieg gekommen war, so Biden. Wenn das so ist – und bei der Nato-Tagung hatte niemand Zweifel daran –, dann setzen die USA und ihre Verbündeten mit „Steadfast Noon“ das falsche Signal. Sie sollten jetzt nicht demonstrieren, dass sie einen Atomkrieg führen können – sondern alles daran setzen, die drohende nukleare Eskalation zu beenden. Biden muss schleunigst zum „roten Telefon“ greifen und sich mit Putin auf Schritte zur Deeskalation verständigen. Damals, vor 60 Jahren, führte der direkte Draht zwischen Washington und Moskau zu einer Lösung der Krise. Warum sollte das heute nicht auch möglich sein? Vier-Augen-Gespräch nicht. ausgeschlossen.

TAZ-online

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Am Mangel an Wind wird es am Jadebusen nicht liegen, denn dieser brauste schon vor ca. 50 Jahren ununterbrochen als ich zuerst als Kind die Genius Bank und den Südstrand kennenlernte. So muss es wohl an der roten Flagge liegen wenn diese nicht im Wind flattert.

Arbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, Langeweile: Kennt man alles in Wilhelmshaven. Nur die AfD wurde hier nicht gewählt. Bis jetzt. Was ist passiert?

4.) Abgehängt: Friesland ist der Osten des Westens

Kennen Sie diese interaktiven Deutschlandkarten? Einkommen, Abwanderung, Corona, ein Flickenteppich der Republik. Die Ost-Flicken sind meist anders gefärbt als im Westen. Nur im Norden des Westens findet sich eine kleine Fläche in Ost-Blass: Wilhelmshaven. Genauso arm, genauso abgehängt, genauso schrumpfend. Friesland, sage ich immer, ist der Osten des Westens. Ich komme aus Wilhelmshaven, ich darf das sagen, und ich fügte stets hinzu: Nur wählen wir nicht AfD! Jetzt sage ich das nicht mehr. Das Blau ist im Norden angekommen. Wie Corona. Hier konnte man auf den Karten in Echtzeit nachverfolgen, wie lange das Virus brauchte, um bis Wilhelmshaven vorzudringen – so lange wie in die Uckermark. Abgeschnitten von globalen Menschenströmen. Oder wie beim Pro-Kopf-Einkommen: Das sind 1.950 Euro in Wilhelmshaven, weniger als im sächsischen Görlitz, der vorpommerischen Uckermark und dem sachsen-anhaltinischen Stendal. Deindustrialisierung, Wegzug, Langeweile: Kennen wir alles. „Unsere“ Stadt wurde als preußischer Marinehafen für Kaiser Wilhelm I. gebaut, „unsere“ Hauptattraktion ist die K-W-Brücke, das sagt wohl alles. „Unser“ Hafen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg unwichtig, Firmen schlossen, und als 1992 auch „unser“ Olympia-Werk für Schreibmaschinen mit 3.600 Arbeiter*innen schloss, waren „wir“ wohl offiziell deindustrialisiert. Arbeitslosigkeit 2021: 10,9 Prozent. So hoch wie nirgends im Osten.

Freitag-online

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Was ist eine solche Aussage wert, wenn schon in einer „Selbsterkannten“ Werte-Demokratie  viel längere Zeiten „Gang und Gäbe“ waren, das eigene Sitzfleisch zu strapazieren. Nur wer seine eigenen Grenzen kennt, ist bereit schon vor der Einbalsamierung abzudanken – wegen Unfähigkeit! Eine Zensur aus den eigenen Reihen des Parteien Clan – hat noch nie gegriffen, da sie ausblieb.

Chinas Staatschef gönnt sich eine dritte Amtszeit. Seit der Zeit des Staatsgründers war niemand so mächtig wie der unscheinbare Xi. 

5.) Mao II.

Wer Xi Jinping als Mann ohne Eigenschaften beschreibt, verkennt, welche Eigenschaften im gegenwärtigen China gefragt sind: die Xis. Der 69 Jahre alte Staats- und Parteichef ist verschwiegen, wirkt langweilig und gelangweilt, aber er greift drastisch durch und statuiert Exempel, wenn sie ihm nützlich erscheinen. Er schreckt vor Gewalt im Inneren nicht zurück, überzieht im Äußeren aber nicht so, dass die Beziehungen mit dem Westen gefährdet sind. Xi ist das, was leichtfertig als „pragmatisch“ beschrieben wird. Aber Xi ist mehr: Wenn er sich am Sonntag beim 20. Parteitag der Kommunistischen Partei eine dritte Amtszeit gönnt, ist er so nah dran an der Tyrannei Mao Zedongs wie seitdem kein anderer Staats- und Parteichef. Xi hat China stärker verändert als China Xi – für das Land, die Nachbarstaaten und auch den Westen ist das ein bedenklicher Befund. Als der Autor dieser Zeilen vor rund 15 Jahren zum ersten Mal als Musiker in China tourte, war es ein Land des vorsichtigen Aufbruchs, das sich bewusst dem Westen, aber auch Japan öffnete. Städtepartnerschaften mit Deutschland wurden genutzt, um Politiker:innen, Künstler:innen und Sportler:innen einzuladen. Die Repression war nie weg, Oppositionelle saßen auch damals im Gefängnis, aber die Partei ließ es zu, dass Ausländerinnen und Ausländer an Universitäten auftraten. Die Kontrolle erschöpfte sich auf lokale Parteileute, die aufpassten, dass die Staatsflagge bei Auftritten nicht auf den Boden fiel – oder Taiwan auf den Autogrammkarten als Teil des chinesischen Territoriums gezeigt wurde. Doch die Zeit Maos, des 1976 verstorbenen Übervaters der Revolution, der Millionen Tote zu verantworten hatte, schien vorbei. Für einen Staat wie Nordkorea, in dem dieses Erbe weiterlebt, hatte man in China nur noch eines übrig: Verachtung.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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