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DL – Tagesticker 14.10.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 14. Oktober 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Aus den ganz hohlen Kopf gelabert – stellt er Forderungen auf, welche von ihm und seinen Vorgänger-innen über viele Jahre kontinuierlich abgebaut wurden, um den Institutionen höhere Einnahmen zu garantieren ? Er hat doch in der nahen Zukunft sehr viel Zeit und könnte sich als ehrenamtlicher Helfer anbieten. Als Mann vom Fach  bis das die Gesundheit kracht. Aber die Handflächen der Politiker-Innen waren schon immer nur zum Greifen und nicht zur Arbeit gemacht.

Spahn fordert Pflegekräfte auf, sich besser zu organisieren

1.) Deutscher Pflegetag

Auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin ermuntert der scheidende Minister die Beschäftigten zu mehr Selbstbewusstsein bei der Durchsetzung ihrer Interessen. Pflegeratspräsidentin Christine Vogler regt 4000 Euro Monatslohn für alle Pflegekräfte an. Auf seinem vorerst letzten Deutschen Pflegetag als Bundesgesundheitsminister rief Jens Spahn (CDU) beinahe zur Revolution auf. Im Grußwort zur Eröffnung des jährlichen Branchentreffens, bei dem auch wieder in begrenztem Umfang Publikum zugelassen ist, sprach er über die Verhandlungsmacht der Pflegekräfte. Überall würden sie gesucht, in Heimen, Krankenhäusern und Pflegediensten. „Ich möchte Sie deshalb ermuntern“, sagte Spahn und stockte kurz, „nicht zum Generalstreik – sondern diesen Hebel auch zu nutzen.“ Applaus brandete auf in Halle A4 des Berliner „City Cubes“. Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass ein Minister die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Branche auffordert, sich endlich besser zu organisieren, um Forderungen gemeinsam durchzudrücken – gegen Arbeitgeber, aber eben auch gegen die Politik. Denn Spahn war auch so ehrlich zuzugeben, dass die Regierung zwar einige Gesetze auf den Weg gebracht und verabschiedet habe, um Bezahlung und Arbeitsbedingungen von Pflegekräften zu verbessern. Und dass er überzeugt sei, „mit vollen Rohren“ auf die Probleme geschossen zu haben, nach dem Motto: „Wasser marsch“. Dass aber viele Beschäftigte immer noch den Eindruck hätten, bei ihnen seien davon lediglich ein paar Tropfen angekommen.

Süddeutsche-Zeitung-online

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Der größte Teufel ist in Not, so er mit seinen Fingern auf Andere droht Und der Westen vergisst darauf seine ach so hochgelobte „Freie-Marktwirtschaft“ ?. Dabei haben die politischen Hohlköpfe der Vergangenheit, ihre Pfründe lange in Sicherheit gebracht.

Raus aus der Falle!

2.) Gaspreis

Deutschlands Versorgung droht in Gefahr zu geraten. Schuld daran ist unsere Fixierung auf Gas aus Russland. Wer fragt, warum zu Hause das Heizen, der Strom und das warme Wasser so teuer werden, der wird mit billigen Erklärungen abgespeist. Das Erdgas sei so teuer, weil die Weltwirtschaft nach der Pandemie hochfahre. Weil Asien und vor allem China mehr Gas bräuchten. Weil der letzte Winter kalt und lang gewesen sei, weil der nächste bestimmt auch kalt werde. Und weil Gazprom und andere Energiekonzerne die Preise hochtrieben. An allem ist was dran, aber aus deutscher Sicht sind das Entlastungsargumente. Deutschland hat die höchsten Energiepreise in Europa. Schuld daran sind in erster Linie wir selbst. Unser Land ist einer der größten Gasimporteure der Welt. Wir verbrennen Gas, um Strom zu erzeugen, um Industrien anzutreiben, um es warm zu haben. Über die Hälfte aller Haushalte in Deutschland heizt mit Erdgas, Tendenz steigend. Die Deutschen haben sich abhängig gemacht von diesem fossilen Brennstoff. Die Preiskrise führt uns nun die selbst verursachte Verwundbarkeit vor. Eine Kette folgenreicher Fehlentscheidungen. Die deutsche Gasomanie ist die Folge vieler Fehlentscheidungen mehrerer Bundesregierungen. Das ging los mit Gerhard Schröder ab 1998. Die rot-grüne Koalition wollte unbedingt weg von der Atomkraft. Ihre Energierevolution war aber weniger der Durchbruch zu den Erneuerbaren als die große Wende zum Erdgas. Der CO₂ emittierende Rohstoff sollte das noch dreckigere Öl ersetzen. Viele SPD-Politiker machten sich für Gaskraftwerke stark, Schröder baute mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Ostseepipeline Nord Stream 1, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel stielte im Jahr 2015 Nord Stream 2 ein. Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD) vollendeten das Putin-Projekt, während Schröder und andere SPD-Politiker ihr Geld längst in der Energiewirtschaft verdienten. Unter Wirtschaftsminister Gabriel wurden obendrein noch Deutschlands größte Gasspeicher an Gazprom verkauft. Ausgerechnet.

Zeit-online

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Mit den Titel „Die dreckigen Zwanziger“ haben sie sich sicher eine Krone erarbeitet ! Wenn viele andere Staaten den Deutschen in den letzten Jahren beim Klimawandel davongelaufen sind, brauchen hier nur Merkel, Scholz und derer Clan-Verbindungen zur Wirtschaft erwähnt werden.

Szenarien zur Klimakrise:

3.) G20-Staaten steuern auf 2,4 Grad zu

1,5 Grad? Weit daneben: Die derzeitige Klimapolitik der größten Industrie- und Schwellenländer hätte einen stärkeren Temperaturanstieg zur Folge. Drei Szenarien.Wenn sie wollten, könnten die in der G20 organisierten großen Industrie- und Schwellenländer die Klimakrise praktisch allein lösen. Schließlich sind sie für etwa 75 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Aber von den 19 Staaten plus EU kommt viel zu wenig, zeigen zwei neue Berichte, die zwei Wochen vor dem G20-Treffen in Rom und der direkt darauf beginnenden UN-Klimakonferenz in Glasgow erschienen sind: Mit dem, was sie bisher planen, ist die Welt auf dem Weg zu einer Erhitzung von etwa 2,4 Grad. Das befürchten die Autoren des aktuellen Reports der Initiative Climate Transparency, in der weltweit 16 Thinktanks und Umweltgruppen aus 14 G20-Staaten regelmäßig die Politik der führenden Länder beurteilen. Demnach steigen die Treibhausgasemissionen nach der Pandemiepause wieder steil an, in Indien, China, Argentinien und Indonesien sogar auf höhere Werte als vorher. Außerdem seien nur 300 Milliarden von 1,8 Billionen US-Dollar Coronahilfen in klimagerechtes Wirtschaften investiert worden, hieß es. Wenn die G20-Länder die Emissionen in den nächsten zehn Jahren nicht deutlich senkten, „droht das 1,5-Grad-Limit unerreichbar zu werden“, warnt Jan Burck von der Entwicklungsorganisation Germanwatch, der einer der Autoren ist. Insgesamt hoffen KlimaschützerInnen weltweit darauf, dass der G20-Gipfel einen starken Schub für die Klimakonferenz bringt: Etwa 130 Staats- und Regierungschefs, viele aus den G20-Nationen, sind zur Eröffnung angemeldet.

TAZ-online

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Früher fragte noch manchmal das Fritzchen welches sich wohl heute  bereits außerhalb des Gefahrenherdes aufhält? Was wäre wenn die Wissenschaft endlich einmal Wissen schafft, anstatt seine Verschwörungstheorien der staatlichen Bevormundung verbreitet? Vielleicht wird wirklich schon nach der Gerechtigkeit für Entehrte gesucht ?

Die Pandemie, über die man lieber schweigt

4.)Depressionen

Vier Millionen Menschen sind in Deutschland dauerhaft erkrankt. Warum werden die psychischen Leiden nicht zum Gesundheitsrisiko Nummer eins erklärt? Nicht jeder hat es mitbekommen: Wir schreiben die „Aktionswoche Seelische Gesundheit“, der Titel ist auch Folge eines Tabus. Wem die Seele schmerzt, der beißt sich lieber auf die Zunge – und schweigt. Es geht also in Wahrheit um seelische Erkrankungen. Und ihre weiteVerbreitung: Statistiken legen nahe, dass Depressionen und Ängste die Dimension einer Pandemie erreichen, ja toppen. Fände die „Mental-Gesundheit“, so der entstigmatisierende internationale Sprachgebrauch, so viel Beachtung wie das Coronavirus, läge dieser Dämon schon lange in Fesseln! Anderthalb Jahre haben wir uns gedreht wie herumeiernde Brummkreisel. Geschäfte, Schulen, Kneipen geöffnet, zugesperrt. Beschossen von Zahlenfeuerwerken mit Inzidenzen, Neuinfektionen, verwirrt von Ausstößen sich täglich ändernder Verhaltensregeln. Corona und künftige Seuchen gebannt? Nein! Die größte lauert nicht draußen. Sondern innen. Die Megapandemie, dies ist die größte Ungereimtheit am Corona-Notstand, ignorieren wir. Seit langem. Zehn bis 15 Prozent aller Menschen hierzulande wie auch weltweit leiden unter Depressionen und Ängsten: quasi einer Infektion von innen, endogen, die oft auch tödlich verläuft. Suizidal und bisher ohne Impfhoffnung. Die Corona-Isolation hat die Erkrankung weiter forciert. Unter Depressionen – ohne spezifische Angsterkrankungen – leiden weltweit 322 Millionen Menschen. Im Vergleich zu insgesamt 236 Millionen Corona-Infizierten, von denen 214 Millionen bereits wieder genesen sind (WHO 10/2021).

Der Freitag-online

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Haben wir zu wenige Hunde im Land, welche für diese ständig auf den Emporen gehievten Denkmale ehemaliger Nichtsnutze, ihre Beine heben ? Der Eine braucht Musik und Narren in Uniformen – während Andere die ehemaligen Volkverräter neu erfinden? Vielleicht sehen wir ja bald Merkel, wie sie sich am Ostseestrand ihr Denkmal auf einer Sandburg formt ?

Trojanisches Pferd mit Pickelhaube

5.) Bismarck-Denkmal

Sorben kritisieren geplanten Wiederaufbau eines Bismarck-Denkmals in der Oberlausitz. Im Alten Elbpark in Hamburg wird gerade ein Denkmal von Otto von Bismarck saniert: der Reichskanzler mit wuchtigem Schwert und flankiert von steinernen Adlern. Doch obwohl viel Geld in den Erhalt des Standbilds fließt, ist man damit nicht mehr so recht glücklich. Während es eingerüstet ist, richtet die Stadtverwaltung Podien aus, auf denen über eine »Neu-Kontextualisierung« gesprochen wird. Erst diese Woche widmeten sich Experten Bismarcks »vielschichtig verflochtenen Bezügen zu Nationalismus, Kolonialismus und Nationalsozialismus«. Gefragt sind Ideen, wie mit dem als problematisch empfundenen Denkmal umgegangen wird. 500 Kilometer südöstlich tut man sich weniger schwer mit Bismarck. Im sächsischen Bautzen hat der Hauptausschuss des Stadtrats jetzt beschlossen, ein Denkmal für den Reichskanzler wieder zu errichten. Es soll auf dem Berg Czorneboh aufgestellt werden, einer 557 Meter hohen Erhebung im Oberlausitzer Bergland. Dort hatte neben Turm und Bergwirtschaft seit 1904 ein Standbild Bismarcks gestanden – mit Säbel und Pickelhaube. Die Skulptur war 1950 von Mitgliedern der »Freien Deutschen Jugend« (FDJ) zerstört worden; nun soll sie zurückkehren.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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