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RENTENANGST

DL – Tagesticker 14.08.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 14. August 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Söder spiegelt  schon das rechte Bildnis eines internalen Politikers von Weltformat nach außen dar. Von einen Maßschneider kostümiert und in das rechte Licht gestellt. Gestylt von der letzten Haarspitze bis unter die Schuhsole.  Als Lautsprecher welcher selbst den Heimattreuen wie Trump, Orban oder Erdogan und Merkel sein Wasser reichen könnte. Was aber unter diesen Blendwerk wirklich steck , oder auch nicht, über strahlt die äußere Hülle  um Längen. Hier zeigt er die gleichen Unfertigkeiten wie bei all den anderen Dilettanten auch. Niemand kann oben genug Hirn hineinwerfen – es zählt allein was unten brauchbares hinauskommt. Ganz besonders in der Politik.

Hochmut und Fall wie aus dem Bilderbuch

1.) Söder fällt ein Zacken aus der Corona

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat stets den Corona-Chefchecker gegeben. Nach den Pannen muss er leiser sein. Doch Verwandlungen liegen ihm. Wer viel macht, der macht auch Fehler: So könnte Markus Söder die Panne bei den Coronatests in Bayern eigentlich relativ locker aussitzen. Es ist zwar peinlich und potenziell gefährlich, dass die Behörden 900 positiv getestete Reiserückkehrer tagelang nicht über ihre Testergebnisse informierten. Aber immerhin wurden die Urlauber in Bayern überhaupt systematisch getestet, während andere Länder das lange nicht so dringlich fanden. Für Söder ist die Testpanne trotzdem ein ernstes Problem, zumal auch die Missstände in einem coronaverseuchten bayerischen Gemüsehof immer deutlicher werden. Tönnies lässt grüßen. Aber Söder ist nicht einer von vielen Corona­entscheidern, die sich durch die Krise wurschteln. Er wirkte seit Beginn der Pandemie besonders fleißig, entschlossen und streng, er inszenierte sich aber auch besonders eitel als Corona-Chefchecker der Republik und Bayern als Mutterland der Corona-Expertise. Söder genießt unverhohlen seine Favoritenrolle unter den möglichen Kanzlerkandidaten der Union und formulierte selbst als Anspruch für dieses Amt: „Nur wer Krisen meistert, wer die Pflicht kann, der kann auch bei der Kür glänzen.“ Was als Spitze gegen den angeblich zu lockeren Armin Laschet gemeint war, fällt nun auf Söder selbst zurück.

TAZ

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Es müsste den Gesellschaften gelingen  ihr ganzes Politiker Pack auf Ruderlosen Schiffen, in  den Weltmeeren auszusetzen ! Denn nur derjenige welcher seine Anordnungen selber fühlt, weiß was er angerichtet hat.

Flüchtlingspolitik :

2.) „Das Schiff zeigt, wie es geht. Amen“

Der Grünen-Politiker Sven Giegold machte die Idee stark: eine Rettungsmission der evangelischen Kirche auf dem Mittelmeer. Nun startet sie. Ein Gespräch über Europas Flüchtlingspolitik, linksprotestantische Selbstgeißelung und den grünen Mainstream. SVEN GIEGOLD, 50, ist Sprecher der deutschen Grünen im Europaparlament. 2000 gründete er das globalisierungskritische Netzwerk Attac Deutschland mit, das eine wirksame Kontrolle internationaler Finanzmärkte verlangt. 2009 zog er für die Grünen ins Europaparlament ein. Giegold gehört dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags an.

Frage: Herr Giegold, wann haben Sie zum ersten Mal Bilder von Flüchtlingen im Mittelmeer gesehen und gesagt: Wir müssen etwas tun?

Sven Giegold: So einen Moment gibt es nicht. Aber ich denke immer noch an die Überfahrten von Flüchtlingen vom afrikanischen Kontinent nach Gran Canaria, der Insel, auf der ich geboren wurde. Das hat mich schockiert: die Vorstellung, dass sich Menschen im westlichen Afrika tausend Kilometer auf eine Schaluppe setzen, um sicheren Grund zu erreichen. Dieses Elend an den EU-Außengrenzen geht seit Jahren, trotzdem sind die EU-Staaten nicht in der Lage, sich zu einigen.

Frage: Bis August starben nach der Statistik der Internationalen Organisation für Migration auf dem Mittelmeer 443 Menschen, 2019 waren es um diese Zeit 926 und 2018 sogar 1541 Tote. Wegen Corona haben sich zurzeit vermutlich noch weniger Flüchtlinge auf den Weg gemacht. Und Libyen fängt mehr von ihnen ab. Wie schätzen Sie die Lage in diesem Sommer ein?

Zeit-online

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Wie kann Scholz selbstständig regieren wollen, wo er doch sein bisheriges Leben unter einer Knute, nur  den Anordnungen seiner Chefin folgen musste?  Auch das Führen will einmal gelernt werden, ansonsten läuft alles wie bisher ? Merke : Auch das Duckmäusertum wird antrainiert, und das beginnt schon im frühen Kindesalter !

LINKE HAT FRAGEN

3.) Scholz sieht Linksbündnis skeptisch

Was folgt auf die Ära Merkel? Die Aufstellung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten entzündete bei SPD und Linken die Debatte über ein mögliches gemeinsames Bündnis. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Zweifel an der Regierungsfähigkeit der Linken im Bund angemeldet. Aber auch die Führung der Linkspartei betonte Hürden vor einer möglichen Koalition beider Parteien nach der Bundestagswahl in gut einem Jahr. Der Vize-Kanzler sagte in der ARD-Sendung „Maischberger – Die Woche“ auf die Frage, ob er die Linke für regierungsfähig halte: „Ich glaube, da gibt es noch viele Fragen.“ Da werde es viel zu diskutieren geben. „Ich wünsche gute Verrichtung“, sagte Scholz. „Wer regieren will, muss auch regierungsfähig sein.“ Da hätten alle bis zur Wahl noch viel zu tun. Linken-Chefin Katja Kipping reagierte zurückhaltend. „Ich bin froh, dass wir über voreilige Ausschließeritis hinweg und offen für konstruktive Gespräche sind“, sagte sie der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Freitag). „Olaf Scholz hat recht damit, dass es zwischen unseren Parteien im Falle einer Regierungsbildung viel Redebedarf gibt.“ Auch die Linke habe kritische Fragen an die SPD.

Hamburger-Abendblatt

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So müssen wir ja noch von unseren Glück berichten, in einen Freien Rechtsstaat geboren zu sein, wo rechtschaffene Bürger nur im Zweifelfall von den uniformierten Hoheitswächtern, der den Politiker abhängigen, auf freier Strecke erschossen werden, um sodann auf die nächste Beförderung zu warten? ?

Nachts hören alle die Schreie aus dem Gefängnis

4.) Folterstaat mitten in Europa

In Belarus wächst der Druck auf Staatschef Lukaschenko. Dessen Machtapparat geht weiter mit aller Härte gegen Demonstranten vor – und schreckt vor massenhafter Folter nicht zurück. Fünf Tage nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) sind am Donnerstag Menschen in vielen Staatsbetrieben in einen Streik gegen Staatschef Alexander Lukaschenko getreten. In der Hauptstadt Minsk und anderen Städten des Landes versammelten sich Mitarbeiter und forderten, dass Swetlana Tichanowskaja als die wahre Siegerin der Präsidentschaftswahl vom Sonntag anerkannt wird. Tausende Frauen mit Blumen in den Händen bildeten auf Straßen Menschenketten, wie mehrere Medien in Belarus berichteten. Auf Plakaten war etwa „Blumen statt Gewehrkugeln“ zu lesen. Demonstranten forderten Lukaschenko zum Rücktritt auf.

Focus

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Das Spiel hieß früher „Blinde Kuh“ !

Die Ferien sind oder gehen zu Ende und Covid 19 bleibt eine große Herausforderung für die Bildungspolitik.

5.) Schule auf, Schule zu

Wie gewonnen, so zerronnen – die neue Corona-Normalität nach den Ferien ist sehr zerbrechlich. Kaum zurückgekehrt in die Schulen, heißt es für manche Schüler gleich wieder: zu Hause bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern etwa, wo noch in der ersten Woche zwei Schulen wieder geschlossen werden mussten. Wie sich mittlerweile herausstellte in einem Fall wohl unnötigererweise, da die Probe des zunächst positiv getesteten Kindes vermutlich verunreinigt war. Stellt sich nun nach weiteren Tests heraus, dass keine Infektion vorliegt, soll die Schule am kommenden Montag wieder öffnen. Wenige Tage nur dauerte es auch in Berlin, bis sich das Coronavirus wieder in der Schule blicken ließ: Stand Donnerstagnachmittag waren acht Schulen mit jeweils einem Fall betroffen, das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium im Bezirk Treptow-Köpenick wurde am Donnerstag vorsorglich geschlossen, Tests würden laufen, so ein Sprecher der Bildungssenatsverwaltung. Auch in Nordrhein-Westfalen, wo am Mittwoch die Schule wieder begann, sorgten Coronainfektionen für einen holprigen Start: Nach einem Coronafall im Kollegium startete die Sekundarschule in Dorsten am Donnerstag mit einem Tag Verspätung in das neue Schuljahr, eine Grundschule in Viersen musste geschlossen werden, weil eine Lehrerin positiv getestet worden war und im Kreis Düren wurden zwei Klassen wieder nach Hause geschickt worden, da sich zwei Kinder einer Familie angesteckt hatten.

ND

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Sind nicht alle Machthaber auf dieser Welt gleich ? Wo geht es denn um mehr als Geld und Macht ? Das alles würde sich vielleicht ändern wenn die Politiker an den Risiken beteiligt würden und für gemachte Fehlentscheidungen auch aufkommen müssten. Solange aber die größten Idioten gewählt werden, wird es keine Änderung geben. Da es  von Oben nicht anders gewünscht wird !

Menschenketten in Belarus gegen „letzten Diktator Europas“

6.) NACH UMSTRITTENER WAHL

In Belarus wächst der Druck auf Staatschef Lukaschenko. Inzwischen streiken Mitarbeiter von Staatsbetrieben. Das könnte die Wirtschaft hart treffen. Die Proteste im Land gehen weiter. Fünf Tage nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) sind am Donnerstag Menschen in vielen Staatsbetrieben in einen Streik gegen Staatschef Alexander Lukaschenko getreten. In der Hauptstadt Minsk und anderen Städten des Landes versammelten sich Mitarbeiter und forderten, dass Swetlana Tichanowskaja als die wahre Siegerin der Präsidentschaftswahl vom Sonntag anerkannt wird. Tausende Frauen mit Blumen in den Händen bildeten auf Straßen Menschenketten, wie mehrere Medien in Belarus berichteten. Auf Plakaten war etwa „Blumen statt Gewehrkugeln“ zu lesen. Demonstranten forderten Lukaschenko zum Rücktritt auf. Der 65-Jährige schwieg am Donnerstag zunächst zu den Protesten. Unklar war, wie sich die Lage in dem Land zwischen Russland und dem EU-Mitglied Polen weiter entwickelt. Ein Massenstreik in Unternehmen könnte dem wirtschaftlich angeschlagenen Land schwer schaden. Mitarbeiter des Automobilwerks BelAZ verlangten Berichten zufolge, dass die dort produzierten Fahrzeuge nicht an die Polizei geliefert werden sollten, die zuletzt brutal gegen Demonstranten vorging. In der Nacht war es zum vierten Mal in Folge zu Protesten gekommen. Nach Meinung von Beobachtern kam es dabei zu weniger Polizei-Gewalt als in den Vortagen. Dennoch nahmen Sicherheitskräfte dem Innenministerium zufolge rund 700 Demonstranten fest. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen auf nunmehr fast 7000. Vor Gefängnissen forderten viele Menschen friedlich die Freilassung ihre Angehörigen. Wie viele der Festgenommenen bereits wieder frei sind, ist unklar.

Berliner-Morgenpost

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Die Wahrheit:

7.) Opa Kretschmann urlaubt sich eins

Die Nörgeleien des Obergrünen aus dem Südwesten, man solle gefälligst in Deutschland Urlaub machen, haben ein bitteres Geschmäckle. Winfried Kretschmann, der Lieblingsopa des schwarz-grünen Milieus, hat zum Ferienstart in Baden-Württemberg vor Urlaubsreisen ins Ausland gewarnt. Wohlgemerkt, nicht etwa in Risikogebiete, wobei nach aller historischen Erfahrung das größte Risikogebiet ohnehin stets dort ist, wo sich viele Deutsche aufhalten. Aber Kretschmann rät generell von Reisen ins Ausland ab. Also dorthin, wo die ganzen Ausländer wohnen. Und ihre Viren. „Ich mache es einfach nicht, weil es zu kompliziert und auch nicht angemessen ist.“ Und: „In solchen Zeiten kann man einfach im Land bleiben und muss nicht in der Welt herumreisen. Deutschland ist ein ausgesprochen schönes Land mit vielen unentdeckten Regionen.“ Weshalb er im Bayerischen Wald zu wandern gedenke. Sicherlich, Deutschland ist ein schönes Land. Zumindest im Vergleich zur Venus, zum Pluto oder zur Hölle. Auch im Staatenranking ist ein Platz unter den ersten 194 sicher.

TAZ

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

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