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DL – Tagesticker 14.01.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 14. Januar 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) DISKUSSION ZUR IMPFPFLICHT  – . –  2.) Großbritannien: Party Bericht  – . –  3.) Die Luxusware PCR-Test  – . –   4.) Eine schwere Identitätskrise der Regierung  – . –   5.)Polizei hat sonst nichts zu tun  – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung. 

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Wer setzt sich denn zu Einen, die Parteineutralität spielenden Gruß-Onkel auf die Belaberungs-Chouch? Gleicht ein solches Spielchen nicht dem, eines Psychiaters der gerne an seinen Kunden messen möchte, inwieweit er selber noch, als Normalo angesehen werden kann ?

Den Falschbehauptungen der Impfskeptikerin setzt Steinmeier wenig entgegen

1.) DISKUSSION ZUR IMPFPFLICHT

Es gebe keine Demokratie ohne Debatte, stellte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch in seinem Amtssitz treffend fest. Deshalb war es eine gute Idee des Bundespräsidialamts, das Staatsoberhaupt mit Befürwortern und Gegnern einer Corona-Impfpflicht diskutieren zu lassen. Doch obwohl Steinmeier in seiner Amtszeit immer wieder zu Bürgergesprächen einlud und dort als souveräner Moderator gilt, gelang es ihm dieses Mal nur teilweise, diese Rolle auszufüllen. So fehlte in der Diskussion ein zentrales Element: Ein Faktencheck, der Falschbehauptungen nicht unwidersprochen stehen lässt. Eigentlich sollte es um Argumente für und gegen eine allgemeine Impfpflicht gehen. Bekanntlich gibt es auf beiden Seiten legitime und wichtige Aspekte, die in einem demokratischen Diskurs debattiert werden sollten. Eingeladen hatte der Bundespräsident dafür die Professorin für Gesundheitskommunikation Cornelia Betsch, den Corona-Modellierer Kai Nagel, die Leiterin eines Seniorenpflegezentrums, einen Lehrer, eine Krankenschwester, eine Biologin und einen Beschäftigten eines Importunternehmens. Unter ihnen waren auch zwei Bürger, die der Corona-Impfung skeptisch gegenüberstehen: Die Biologin und Vertretungslehrerin Gudrun Gessert sowie Oliver Foeth, Assistent der Geschäftsleitung eines Importeurs für Fahrradzubehör. Gessert gelang es, die Debatte mit dem deutlich größten Redeanteil zu dominieren und die Diskussion über eine Impfpflicht zu einer Diskussion über die Corona-Impfung selbst zu drehen.

Welt-online

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Galt denn nicht auch hier im Land, unter Politikern, immer schon der Spruch: „Spaß muss sein bei Beerdigungen – sonst geht Niemand mit“. Stiegen Kanzler-Innen nicht immer gerne in Hubschrauber, um sich ein „Gesamtbild“ von Unfällen zu machen, welches sie bei Bodenberührung schnell in den dafür bereitgestellten Papierkorb warfen.  Niemand hatte von den Regierungen die Klage gehört, das die Lebenserwartungen immer weiter ansteigen und dadurch bedingt, die Rentenzahlungen gekürzt werden müssten.

Party in Downing Street auch vor Beisetzung von Prinz Philip

2.) Großbritannien: Party Bericht

Mitarbeiter des Premierministers sollen auch im April 2021 in dessen Amtssitz gefeiert und dabei die Corona-Regeln missachtet haben. Der Bericht dürfte den Druck auf Johnson weiter erhöhen. Ein neuer Bericht über eine Party im Amtssitz des Premierministers erhöht den Druck auf Boris Johnson. Die Zeitung Daily Telegraph berichtet über eine weitere Party, die am Vorabend der Beisetzung von Prinz Philip, dem Mann von Queen Elizabeth II., stattgefunden haben soll. Es ist nicht die erste Lockdown-Party im Regierungssitz aus dem Jahr 2021, die bekannt wird. Bisher waren mehrere Feiern im Mai und Dezember 2020 publik geworden. Premierminister Boris Johnson steht wegen dieser mutmaßlichen Lockdown-Partys in seinem Amtssitz bereits massiv in der Kritik. Der Daily Telegraph berichtet, dass insgesamt etwa 30 Mitarbeiter von Johnson an der Party im April teilgenommen haben sollen. Es sei Alkohol getrunken und getanzt worden. Mitte April 2021 galten allerdings strikte Abstandsregeln, Mitglieder verschiedener Haushalte durften sich nicht in geschlossenen Räumen treffen. Auch wenn Johnson selbst nicht an der Party am 16. April 2021 teilnahm und auch nicht in der Downing Street anwesend war, wird er für das Verhalten seiner Mitarbeiter verantwortlich gemacht.

Süddeutsche-Zeitung-online

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Werden nicht die Verwirrungen in der Gesellschaft von Tag zu Tag durch eine sich totalitär verirrte Clan-Politik stärker in den Vordergrund gerückt? Ist es denn wirklich zu schwer für die Bevölkerung ihre Taschenplünderer zu erkenne?

Deutschland in der Postproleten Schlange oder:

3.) Luxusware PCR-Test

Letztens twittert jemand einen abfotografierten positiven Schnelltest: „Jetzt wird es richtig teuer.“ Er befindet sich in einem anderen Land, wo ein PCR-Test wohl sehr teuer ist. Ich denke: Zum Glück bin ich in Deutschland! Kurz darauf: Bumm, positiver Schnelltest. Google sagt, dass mich ein PCR-Test mit einem Ergebnis am nächsten Tag 54,90 Euro kostet, „Same-day-PCR-Test“ 74,90 Euro, „Express-Test“ in 3,5 bis 4,5 Stunden für 99 Euro. Peanuts. Irgendwann hatte ich aus den Coronanews aber herausgefiltert, dass man bei positivem Schnelltest oder Corona-App-Warnung einen kostenlosen PCR-Test bekommt. SPD, Hartz IV, aber Deutschland immer noch stabil, immer noch Sozialstaat, freue ich mich. Im privaten Testzentrum, dessen Räume an eine großzügig geschnittene Kunstgalerie oder eine minimalistische Hipsterbäckerei im Hamburger Schanzenviertel erinnern, lehnt man mich freundlich, aber bestimmt ab. Die zuvorkommenden Mit­ar­bei­te­r:in­nen (zu welchen Bedingungen arbeiteten sie hier wohl?) haben aber eine Liste der landeseigenen Testzentren ausgedruckt, säuberlich in Klarsichtfolie verpackt und auf dem Tresen so positioniert, dass sie sofort einen Finger drauflegen können: nächstgelegene Station Müllerstraße, Wedding. Okay, cool, denke ich, ist nicht weit weg. Dann schaue ich auf die Uhrzeiten: Ist schon Feierabend.

TAZ-online

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Wer auch nur ganz kurz in das Gequake hineingehört hatte, braucht sich über die Ergebnisse nicht wundern. Da wurde es dem Zuhörer ganz Mulmig in  den Ohren, um all das Gehörte von angeblich hoch Gebildeten, aus einen noch Höheren Haus, verkraften zu können, ohne in Hoffnungslosigkeit zu verfallen. Wie muss es dann erst an den Universitäten aussehen, wo solche Idioten sich ihre Titel erworben haben?

'Serum direkt vom Pferd'., Impfkarikatur Wellcome L0009827.jpg

(Impf) – ‚Serum direkt vom Pferd‘

EINE MEINUNG zum Tagesanbruch

4.) Eine schwere Identitätskrise der Regierung

Ich schreibe Ihnen heute nicht als Privatperson, sondern als Journalist. Interessiert Sie nicht? Haben Sie sowieso mit gerechnet? Ja, nun, kann ich verstehen. Doch irgendwie scheint mir, dass man das im politischen Berlin gerade betonen muss. Und das liegt an der Impfpflicht, oder besser gesagt: der Debatte darüber. Olaf Scholz hält sie für erforderlich, diese Impfpflicht. Er bezeichnete das am Mittwoch im Bundestag auch als die Position des Bundeskanzlers (Scholz heißt der) und seiner Bundesregierung. Doch der Kanzler (Scholz) will mit seiner Regierung trotzdem nicht wie üblich einen Gesetzentwurf dafür vorlegen, sondern das Parlament und die Abgeordneten machen lassen. Wobei der „Abgeordnete Olaf Scholz“ (nicht der Kanzler) eine „ganz klare Meinung“ dazu habe, wie die Debatte ausgehen soll. Sie sind verwirrt? Ich auch. Aber es kommt noch besser. Karl Lauterbach nämlich sprach sich am Donnerstag im Bundestag ebenfalls für die Impfpflicht aus. Sie sei „der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie“, sagte er. Und führte sogar einen ungewöhnlichen Kronzeugen dafür an: den Philosophen Immanuel Kant nämlich, der sich seit 1804 nicht mehr wehren kann. Eine Verweigerung der Impfung, findet Lauterbach, verletze Kants kategorischen Imperativ. „Eine solche Verweigerung könnte nie die Maxime des Handelns für uns alle sein“, argumentierte Lauterbach. Denn wenn sich alle weigerten, könne die Pandemie wohl nie beendet werden. Lauterbach sprach im Bundestag nicht etwa als Philosophiestudent, sondern offiziell als Bundesgesundheitsminister, der die Politik seines Ressorts erklärte. Oder etwa doch nur als Abgeordneter? Die Union jedenfalls stellte diese Frage anschließend, und so richtig kann man ihr das nach dem Scholz-Auftritt und einer anderen Lauterbach-Äußerung nicht verübeln.

T-Online

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Hieß es nicht schon immer: „So wie der Herr-Dame – so sein-ihr  Geschirr? Bei so viele Verblödungen braucht sich doch Niemand als Überraschter zu zeigen. Ohne CDU keine AfD. Das Eine zieht das Andere immer hinter sich her.

Berlin Zentrum für Politische Schönheit

5.)Polizei hat sonst nichts zu tun

Der lange Arm der AfD: Razzia bei Künstlerkollektiv Zentrum für Politische Schönheit in Berlin. Eine Wohnung und ein Atelier von Künstler*innen der linken Satire- und Politikinitiative Zentrum für Politische Schönheit sind am frühen Donnerstagmorgen von der Berliner Polizei durchsucht worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf nd-Nachfrage. Konkret ging es bei der Durchsuchung um eine Aktion der Initiative im Wahlkampf 2021, bei der man die AfD vorgeführt hatte.
Die Aktivist*innen vom Zentrum für Politische Schönheit – kurz ZPS – hatten im Vorfeld der Wahlen zum Bundestag im vergangenen September Millionen Informationsflyer der AfD deutschlandweit von verschiedenen Kreisverbänden der Partei gesammelt, um sie angeblich später zu verteilen. Tatsächlich wurden die Flyer von den Antifaschist*innen vernichtet. Die AfD sprach damals von einem »erheblichen Schaden für die Demokratie« und kündigte eine Anzeige an. »Die Partei nahm das Angebot dankbar an und lieferte über fünf Millionen Flyer, 72 Tonnen Werbematerial, in die Logistikkette des ZPS. Wohlgemerkt ohne Auftragsbestätigung oder rechtsgültigen Vertrag«, hieß es damals in einer Stellungnahme des Künstler*innenkollektivs. Durchsucht wurde am Donnerstag nach Auskunft der Generalstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Fälschung beweisrelevanter Daten nach Paragraf 269 des Strafgesetzbuches. Die Sprecherin bestätigte Berichte, nach denen die Polizei mehrere Datenträger beschlagnahmt hat. Die Polizei selbst hatte zuvor bekannt gegeben, dass sie auch Beamt*innen des für politisch motivierte Taten zuständigen Staatsschutzes des Berliner Landeskriminalamtes eingesetzt habe.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten     —      Deutsche Karikatur, die von Behring zeigt, wie er das Serum mit einem Wasserhahn extrahiert. Ikonographische Sammlungen Schlüsselwörter: Karikatur; Immunologie

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