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RENTENANGST

DL – Tagesticker 12.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 12. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Selbstverständlich scheuen Politiker-Innen vor allen, – was man ihnen nicht nachmacht. Der Klimawandel-Leugner ketzert den Pandemiewandel-Leugner gleichermaßen. Politik war eben immer nur ein  Nehmen. So ist es doch auch für die politischen Barden eine Selbstverständlichkeit, dass den aus „Nazi-o-naler-Staatsräson“ handelnde Herdenauftrieb, besondere Freiheiten eingeräumt werden. Wurde doch nach den Krieg in der, bis auf ganz wenige Ausnahmen, auf den gleichen Schienen weitergefahren, wie es schon die alten  Germanen ideologisch taten! Das dieses in den letzten 16 Jahren auch unter einer vormals der SED zugehörigen Oberaufsicht möglich war, ist ein klarer Hinweis auf die Denkweise, in einen  Holen-Berliner-Haus.

Kiyaks Deutschstunde / Impfgegner :

1.) Oh, diese jämmerliche Angst

In der Pandemie scheint es, als erstarrten politische Entscheidungsträger vor einer lauten Minderheit. Ach, und wieso nennt man die Extremisten eigentlich „Querdenker“? Wären die organisierten und radikalen Corona-Leugner keine wahlberechtigten Deutschen, sondern in Deutschland lebende Türken, würde der Innenminister wahrscheinlich auf der Stelle die rechtliche Grundlage für Abschiebungen prüfen. Der mediale Erregungspegel läge irgendwo oben im Himmel, „konservative“ Kommentatoren würden Rechtsstaatrechtsstaat schreien und Polizeigewerkschaftsvorsitzende würden Tag und Nacht zusammen mit Wolfgang Bosbach im TV-Newsroom irgendeiner Zeitung fordern, die Integrationsverweigerer (so würde man sie nämlich nennen) ohne Gerichtsverfahren sofort in den Abschiebeknast zu schicken. Jeden Ort, den die impfunwilligen Ausländer betreten würden, egal ob Rewe oder Risa-Chicken, würde man ihnen zum Ort der Radikalisierung umdeuten. Würden sie schon im zweiten Jahr öffentlich protestieren, hier und da auch mal Polizisten welche ballern und mit ihrer maskenfreien Grobianhaftigkeit Terror in Arztpraxen, Supermärkten oder öffentlichen Verkehrsmitteln verbreiten oder sogar mal den Reichstag stürmen, … ach Quatsch! Dieses Gedankenspiel ist bizarr. Es sind nämlich keine integrationsunwilligen Ausländer, sondern echte Bundesbürgerdeutsche mit mittelmäßigen Medizinkenntnissen, die sich den Großteil ihrer „Bildung“ und „Informationen“ hauptsächlich über Blockseminare auf Twitter angeeignet haben oder in Wochenendseminaren auf Telegram graduiert wurden.Seit Pegida gibt es im politischen Raum eine groteske Aufwertung von Dummheit. Die berühmten Sorgen der echten Deutschen, die mal im Gewand von Ausländerekel oder Impfhass daherkommen, werden seitdem unentwegt höher bewertet als Forschung und Wissenschaft. Und wieder einmal erstarrt dieses Land seit fast zwei Jahren vor einer extremen Minderheit. Und immer findet sich wenigstens ein Ministerpräsident, der nicht nur halbherzig, sondern gleich nullherzig nicht das tut, wofür sie oder er gewählt wurde. Nämlich Entscheidungen zum Wohle und zur Sicherheit der Bevölkerung zu treffen und diese gegenüber einer rotzfrechen und mittlerweile komplett angstfreien radikalen Bewegung durchzusetzen.

Zeit-online

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Sind dieses die ersten Tiefschläge einer verlorenen Kanzlerin ? Wenn ja, – was kommt danach und wie wird es Enden? Eine CDU im protestantischen Nirwana ? Als Christliches Donnerwetter des verpatzten Klimawandel, wo Mutti aus Rache ihren einstigen Ziehsohn, nur noch durch eine Kreuzigung rächen kann? Oh ihr CDU Banane,  wo hängt ihr später eure  Fahnen ?

Helge Braun kandidiert als CDU-Chef

2.) Merkels letztes Aufgebot

Kanzleramtschef Helge Braun will CDU-Vorsitzender werden. Die überraschende Kandidatur des Merkel-Vertrauten ist der verzweifelte Versuch, Friedrich Merz, den Rivalen der Kanzlerin, noch zu verhindern. Wer auch immer Helge Braun davon überzeugt hat, seinen Hut in den Ring zu werfen im Kampf um die Nachfolge des glücklosen Merkel-Nachnachfolgers Armin Laschet: Er oder sie muss entweder einen merkwürdigen Sinn für Humor haben oder der Verzweiflung sehr nahe sein. Der 49 Jahre alte Anästhesist, Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende der CDU Mittelhessen ist seit 2018 Chef des Kanzleramts. Bis zur Corona-Pandemie wirkte er im Hintergrund. Dann trat er als Merkels Krisenmanager ins grelle Licht der Öffentlichkeit. Den Unmut über die deutsche Corona-Politik, und zwar über Versäumnisse und Übertreibungen gleichermaßen, bekommt daher auch Braun ab. Merkel nutzte ihn gewissermaßen als Schutzschild. Brauns Mission ist es, Merz zu stoppen. Nun soll er ihre letzte innerparteiliche Schlacht anführen. Brauns Mission ist es, Merkels wiederauferstandenen Rivalen Friedrich Merz zu stoppen. Denn der führt seit ihrer Abdankung als Parteichefin einen Feldzug gegen die Funktionärsriege im Konrad-Adenauer-Haus und in den entscheidenden Staatskanzleien. Es gebe „beachtliche Teile des Parteiestablishments, die verhindern wollen, dass ich Parteivorsitzender werde“, sagte Merz im Oktober 2020, als er zum zweiten Mal um das Amt des CDU-Vorsitzenden kandidierte. Fast ein Jahrzehnt zuvor hatte sich der Sauerländer aus der Politik zurückgezogen, da er nach der Bundestagswahl 2002 im Machtkampf mit Angela Merkel unterlegen war. Sie nahm ihm damals den Posten des Fraktions- und Oppositionsführers im Bundestag ab.

Cicero-online

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Zur Einhaltung der Privatsphäre kommt die vierte – oder ist nicht doch schon die fünfte Welle – wie gerufen, denn noch Niemand hat doch dazu geraten die Surfbretter im Keller zu belassen. Eine staatliche Maskenpflicht beim Bumsen, ist doch gerade zu ideal, besonders in Zeiten da Merkel  damit beschäftigt ist, der Partei CDU, die Platte neu aufzupolieren und ein doch wesentlich größerer Pudding im Anmarsch ist.

Beziehungen bei Springer :

3.) Die Infopflicht richtet’s nicht

Der Springer-Verlag will eine Auskunftspflicht für innerbetriebliche Beziehungen einführen. An der Atmosphäre im Haus wird das wenig ändern. Über Auskunftspflichten wird ja derzeit viel debattiert. Meistens geht ums Impfen beziehungsweise Nichtgeimpftsein. Bei Springer geht’s dagegen um die Liebe. „Axel Springer plant Infopflicht zu innerbetrieblichen Beziehungen“, meldete die Nachrichtenagentur dpa diese Woche. Das ist doch mal was. Oder um einen Slogan der Financial Times abzuwandeln: „Due to the severe economic situation, there is to be no fucking workplace.“ Und wer hat dem Konzern das neue Springer-Essential zum merkwürdigen Verhalten geschlechtsreifer Vorgesetzter zur Paarungszeit eingebrockt? Natürlich Ex-Bild-Chef Julian Reichelt mit seinem nicht ganz unproblematischen Reigen an Verhältnissen. Wenn bei Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz Interessenkonflikte bestehen könnten, dann soll der Arbeitgeber informiert werden. Zum Beispiel bei Abhängigkeitsverhältnissen zwischen Vor­ge­setzt*in­nen und weniger hochrangigen Kolleg*innen. „Und was macht der Springer-Familienrat dann?“, fragt die Mitbewohnerin, „spielen sie Dr. Love und stimmen ab?“ Problemfälle sollen an Vertrauensleute oder Compliance-Stellen gemeldet werden. Wie das laufen soll, ist noch unklar. „Die Privatsphäre solle möglichst gewahrt bleiben“, meldet dpa unter Berufung auf Springer. Nee, geht klar. Auch das kennen wir von der Bild-Zeitung. Sie tut ihr Möglichstes, private Sphären zu wahren.

TAZ-online

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Gleicht dieses Spiel nicht alles dem endlosen Blah, Blah, Blah von Glasgow, wo eine große Anzahl von Weltidioten den Klima-Wandel schön reden will? Was wäre die EU wenn sie Forderungen an Belarus richten könnte? Ein Tiger – da sie es aber nicht kann, bleibt sie mit ihren müden politischen Lehrlingen nur der Zahnlose Schamane unter einen Tigerfell. So bleibt ihnen nichts anderes übrig als den Gewackel zwischen ihren  wohlklingenden Ansprüche -„für die Unterzeichnung der internationalen Menschenrechte“ und einer stillen, schamerfüllten Duldung an ihren Außengrenzen?

Westliche Staaten fordern von Belarus Ende des Migrationskonflikts

4.) Eskalation an der polnischen Grenze

Die Situation an der östlichen EU-Außengrenze eskaliert. Ein Reihe westlicher Staaten fordert den belarussischen Präsidenten Lukaschenko nun zum Einlenken auf. Angesichts steigender Migrantenzahl an der östlichen EU-Außengrenze haben eine Reihe westlicher Staaten Belarus zum Einlenken aufgefordert. Machthaber Alexander Lukaschenko instrumentalisiere Menschen, um Nachbarländer und die Außengrenze der Europäischen Union zu destabilisieren. Das teilten die USA, Großbritannien, Estland, Frankreich, Irland, Norwegen und Albanien am Donnerstag nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York mit. „Wir fordern die belarussischen Behörden auf, diese unmenschlichen Handlungen einzustellen und das Leben der Menschen nicht aufs Spiel zu setzen.“ Der Führung in Belarus wird vorgeworfen, gezielt Migranten ins Land zu holen, um sie dann zur Weiterreise in die EU an die Grenze zu Polen zu bringen. Die Vermutung ist, dass sich Lukaschenko damit für Sanktionen rächen will, die die EU wegen der Unterdrückung der Zivilgesellschaft und der demokratischen Opposition erlassen hat.

Tagesspiegel-online

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Sind nicht gerade die Talkshows im Fernsehen ein Garant dafür, dass auch der-die letzte Flachländer-In in diesem Land seine Meinung vor ein Millionen Publikum zur Show einbringen kann? Sie können weder genügend Arzt noch Schreiben und sind so nicht zu beneiden. Warum bleibt der Schuster nicht seinen Leisten treu und flüchtet dessen statt in die Politik? Da er nur dort mit seinen Titel begrüßt wird und nicht nach den Wert ihrer/seiner gezeigten Leistungen.

Ein Drittel Tyrannei, zwei Drittel Vernunft

5.) Corona-Tänzer-Innen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, schwadroniert von einer „Tyrannei der Ungeimpften“. Und unser Autor fragt sich: Warum redet der Mann über etwas, wovon er nichts versteht? Der Tenor der vergangenen Monaten war eindeutig: Wenn man nicht mindestens an irgendeinem medizinischem Institut den Fachbereich „Immunologie“ leitet, dann soll man bitte die Klappe halten in Sachen Impfung. Wer sich seines eigenen Verstandes bedienen wollte – Sapere Aude! –, der war schnell in der Schmuddelecke: zusammen mit Joshua Kimmich, Sahra Wagenknecht und Richard David Precht. Und wer will da schon hin, zu den „Unvernünftigen“, den Fußballern, Politikerinnen und Philosophen, die keine Ahnung von Impfstoffen haben, sich aber trotzdem über Nebenwirkungen und Langzeitschäden auslassen? Jetzt würde ich mir auch nicht anmaßen, über medizinische Sachverhalte zu fachsimpeln. Aber: Wer die Leute hierzulande millionenfach mit Vakzinen gegen Corona immunisieren will, der wird mit Widerspruch vonseiten der für die Impfung vorgesehenen Menschen zurecht kommen müssen. Deren Körper gehören nicht dem Staat. Zumindest noch nicht: Das Bundesverwaltungsgericht hat schon 1959 entschieden, dass eine Impfpflicht prinzipiell mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Und die Rufe nach ihr werden lauter. „Tyrannei der Ungeimpften“. Zum Beispiel in der Talkshow Anne Will, wo Frank Ulrich Montgomery, seines Zeichens Vorsitzender des Weltätztebundes, davon sprach, dass eine Impfpflicht in „absehbarer Zeit“ notwendig werden könnte. In Portugal, wo 97 Prozent der Bevölkerung immunisiert seien, gebe es die ganzen „einschränkenden Maßnahmen“ nicht mehr. „Die freie Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, hat einen Effekt auf andere.“ Klar, denkt man da, der Mann weiß schon, wovon er redet, immerhin hat Montgomery in Hamburg und Sydney Medizin studiert. Wird schon stimmen, dass mehr Impfungen unseren Alltag entspannter machen würden.

Der Freitag-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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