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DL – Tagesticker 12.07.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 12. Juli 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Soweit ist Folgerichtig dieses Land in den letzten Jahren verkommen: Ein Student muss seinen Lehrkräften erklären wie Sinnvoll studiert werden kann. Da geht sofort eine Frage an Radio Eriwan: „Wie erklären politische Leerköpfe ihren Wählern, wofür sie die vielen Experten brauchen, wenn in einen leeren Kopf doch alles schon auf Durchlauferhitzer geschaltet ist?“ Möchten die Wähler-Innen vielleicht betrogen werden ? Immer wieder und weiter?

Was ich als Erstsemester gern über Sozialwissenschaften gewusst hätte

1.) Studienfächer erklärt

Sozialwissenschaftler wollen herausfinden, wie unsere Gesellschaft tickt. Student Nicolas Frank erzählt, welches Handwerkszeug es dafür braucht – und gibt Tipps, wie man gut durchs Studium kommt. Nicolas Frank, 23, studiert Sozialwissenschaft im sechsten Semester an der Uni Augsburg. Er erklärt, warum es sich lohnt, sich vorher mit dem Lehrplan der Uni auseinanderzusetzen, und wie das Studium den Blick auf die Gesellschaft verändert. Die Entscheidung für Sozialwissenschaften. »Bei mir war die Entscheidung fürs Studium eine schwierige Geburt. Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte – bis mir ein Bekannter von seinem Studium der Sozialwissenschaften erzählte. Das klang nach einer Mischung aus Politik, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften. Das fand ich gut. Jetzt bin ich froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Um an der Uni anzukommen, haben mir die Ersti-Veranstaltungen und die Fachschaft geholfen, in der ich mich inzwischen auch engagiere. Die Fachschaft kann man sich wie eine Gruppe von Klassensprecher:innen vorstellen, die sich darum bemühen, dass die Belange der Studierenden vertreten werden – nur wird man nicht gewählt, sondern kann einfach mitmachen. Sich dort schon vor dem Studium umzuhören, kann hilfreich sein.

Spiegel-online

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Wurde nicht schon immer der fette Speck zum fangen von  Mäusen eingesetzt? Nun rede ja niemand von der korrupten Politik ! Schweigt da nicht selbst des Sängers Höflichkeit, als GRO-KO Partner ? Aber so arbeitet ein Clan. Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an. Selbst dort – wo nie einer gesessen hat.

Angela Merkel und das pikante Abendessen mit den Verfassungsrichtern im Kanzleramt

2.) Vor Prozess gegen Kanzlerin

Angela Merkel muss sich in einigen Tagen vor dem Bundesverfassungsgericht verantworten, die AfD hat sie verklagt. Ende Juni hatte Merkel die Verfassungsrichter, die über sie urteilen sollen, zum Abendessen ins Kanzleramt eingeladen – ein Neutralitätskonflikt? Keine zwei Wochen vor der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über Äußerungen Angela Merkels (CDU) zur Thüringen-Wahl hat die klagende AfD einen Befangenheitsantrag gegen die zuständigen Richter eingereicht. Grund dafür sei der Empfang von Richtern des Ersten und Zweiten Senats zum alljährlichen Abendessen im Bundeskanzleramt, das bereits am 30. Juni stattfand. Dabei waren auch Richterin Doris König und weitere Mitglieder des Zweiten Senats, die am 21. Juli über die Äußerungen urteilen sollen, anwesend. Dass sich die Mitglieder des Gerichts „mit der Beklagten auf deren Einladung und faktisch auf deren Kosten zum Abendessen treffen, wirft die Frage auf, ob sie in diesen Verfahren weiterhin als unbefangen betrachtet werden können“, hieß es aus dem AfD-Bundesvorstand. Ein Gerichtssprecher in Karlsruhe bestätigte am Freitag, dass ein Ablehnungsgesuch eingegangen sei, über die bevorstehende Verhandlung sei bei dem Termin nicht gesprochen worden. Verfassungsrichterin König soll über Merkel urteilen – zuvor war sie zum Essen geladen.

Focus-online

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„Ich werde mich dem Faschismus nie ergeben!“ Wer könnte sich solch einen Satz von der Regierungschefin vorstellen, wenn es darum geht seine sonstigen Sitzungsgenossen wie z.B. Orban oder Massen zurecht zu weisen ? Sagen politische Duckmäuser-Innen sonst nicht immer gerne: „Heimat ist dort wo wir uns wohlfühlen?“

Terror gegen Journalisten

3.) Dienst­leis­te­r der Demokratie

Am Mittwoch wurde Journalist Erk Acarer in Berlin angegriffen. Um freie Berichterstattung zu schützen, braucht es konsequentes politisches Handeln. „Ich werde mich dem Faschismus nie ergeben!“ Das ist die Antwort unseres Kollegen Erk Acarer an die Attentäter, die ihn am vergangenen Mittwoch bedroht und verletzt haben. Es ist eine mutige Antwort: Denn längst ist klar, dass die freie Berichterstattung eben nicht nur in der Türkei, in Belarus oder Mexiko durch Terror bedroht ist, sondern auch hier, mitten in Berlin, vor der Haustür eben des Zufluchtsorts von Acarer und seiner Familie. Und es ist die Antwort eines echten Journalisten, den man nur deswegen nicht in die Tradition von Ján Kuciak und Daphne Caruana Galizia oder der zwölf ermordeten Kol­le­g:in­nen von „Charlie Hebdo“ und vieler anderer stellen möchte, weil diese für ihr journalistisches Ethos getötet wurden: ermordet von Killern, sei es im Auftrag, sei es sich durch ihre eben faschistischen Ideologien legitimiert fühlend. Was ist die Antwort, die Demokratien auf diese tödliche Bedrohung geben? „Die türkischen Faschos“, sagte Cem Özdemir dazu im taz-Interview zur Lage in Deutschland, „fühlen sich pudelwohl und sind sich ihrer Sache sehr sicher.“ Das EU-Parlament hat gerade einen Preis zu Ehren von Daphne Caruana Galizia ausgeschrieben. Am vergangenen Montag hat Reporter ohne Grenzen 37 Regierungschefs als „Feindinnen und Feinde der Pressefreiheit“ aufgelistet, darunter den Ministerpräsidenten des EU-Mitgliedstaates Ungarn, Viktor Orbán.

TAZ-online

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War es in Deutschland je anders? Dort wo ein Helm auf einer Uniform das freie Denken kontrolliert, hatten Diktatoren schon immer leichte Arbeit die Meinungsäußerungen einzuschränken! Die Vergangenheit war für die Politik nur sehr selten ein Hort der HEIL-samkeiten!

Demo gegen Fluglärm: Polizei in Leipzig soll Protestierenden U-Haft angedroht haben

4.) DEMONSTRATION AM FLUGHAFEN LEIPZIG

Mehr als 50 Menschen blockieren aus Protest gegen Lärmbelästigung die Zufahrt zum DHL-Gelände am Flughafen in Leipzig. Die Polizei regiert mit Festnahmen. Die Leipziger Polizei reagiert auf einen friedlichen Protest gegen Fluglärm mit Festnahmen. 51 Menschen, die gegen den geplanten Ausbau des Leipziger Flughafens demonstrierten, wurden nach übereinstimmenden Medienberichten unter Berufung auf die Polizei festgesetzt. Da sich die Demonstrierenden zum Teil weigerten, ihre Personalien anzugeben, soll die Polizei in Leipzig mit der Anordnung einer Untersuchungshaft gedroht haben. Der selbst an der Demonstration beteiligte sächsische Landtagsabgeordnete Marco Böhme (Linke) berichtete die gesamte Nacht von Samstag (10. Juli 2021) auf Sonntag per Twitter. So sei die Demonstration angemeldet gewesen, nicht eine Person habe die Demonstrierenden aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Erst als der Paketdienstleister DHL 1,5 Millionen Euro Schadensersatz gefordert habe, habe die Polizei begonnen, die Identitäten der Protestierenden aufzunehmen. Gegen 2 Uhr habe die Polizei dann begonnen, alle Personen zu durchsuchen, um Dokumente zur Feststellung der Identität der Anwesenden festzustellen, nachdem diese sich geweigert hatten, sich auszuweisen. Anschließend sollen alle Teilnehmer:innen der Demonstration festgesetzt worden sein. Unterdessen habe das Paketunternehmen eine weitere Einfahrt geöffnet. „Schon deswegen ist die Millionenklage der DHL absurd“, schrieb Böhme auf Twitter.

FR-online

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Wäre es vielleicht hilfreicher hier eine zu früh vom Baum gefallene hohle Kokosnuss um Unterstützung anzusprechen ? Kommt dieses Land nicht schon, mit den Eigens in Afghanistan eingekauften Spionen nicht zurecht ? Wie erkläre ich dieses den Wählern? 

Zahlreiche Assange-Unterstützer appellieren vor Biden-Besuch an Merkel

5.) Politik – Pressefreiheit

Unterzeichner bitten Bundeskanzlerin »im Sinne der Verteidigung der Pressefreiheit«. Rund 120 Politiker, Künstler und Journalisten haben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, sich bei ihrem Besuch von US-Präsident Joe Biden in dieser Woche für die Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange einzusetzen. »Wir bitten Sie inständig, helfen Sie, im Fall Julian Assange Brücken zu bauen«, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden gemeinsamen Schreiben an Merkel vom 11. Juli. Die Kanzlerin will Biden an diesem Donnerstag bei ihrem wohl letzten USA-Besuch vor dem Ausscheiden aus dem Amt nach der Bundestagswahl in Washington treffen. Zu den Unterzeichnern des von dem Enthüllungsjournalisten und Schriftsteller Günter Wallraff initiierten Briefes an Merkel gehören parteiübergreifend Abgeordnete von CDU, SPD, FDP, Linke und Grünen, mehrere Ex-Minister wie Sigmar Gabriel (SPD), Gerhart Baum (FDP), Oskar Lafontaine (Linke), die Schriftstellerin Elfriede Jelinek sowie die Herausgeberin der Frauenzeitschrift »Emma«, Alice Schwarzer. Assange hatte kürzlich im Londoner Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh seinen 50. Geburtstag begangen.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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