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RENTENANGST

DL – Tagesticker 12.05.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 12. Mai 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Das in diesen selbsternannten Wertestaat immer öfter an Martin Niemöller aus dem Nazideutschland erinnert werden muss, hätte ich mir in meiner Jugend auf nicht vorstellen können. Aber sehen wir heute nicht dass, wenn nur ein kleines Mosaiksteinchen aus einer politischen Kunstmauer herausbricht, die ganze potemkinsche Mauer zusammenzubrechen droht ? Geschichte wiederholt sich in schöner Regelmäßigkeit, da aus gemachten Erfahrungen keine Schlüsse gezogen werden.
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Das Ausbrechen aus dem Käfig ist keine Option mehr

1,) VOM VERLUST DER FREIHEIT IN ZEITEN DER PANDEMIE

Viele Ältere sagen inzwischen: Welch ein Glück, dass ich bessere Zeiten erlebt habe – in der heutigen möchte ich nicht mehr jung sein. Die Art und Weise, wie so etwas als Selbstverständlichkeit akzeptiert wird, macht sprachlos. Es mag banal klingen, wie eine Selbstverständlichkeit in einem pluralistischen Staat: Wir sollten dringend abrüsten, auf unsere Worte achten und jedem Menschen eine persönlich geprägte Sicht auf die momentane Situation zugestehen. Oder ist das etwa schon zu viel verlangt?Dazu zählt sicher, dass sich das Leugnen von Leid nicht gehört, denn Leid ist womöglich die am persönlichsten wahrgenommene Empfindung. Doch Leid ist in einer Gesellschaft so vielfältig wie die Lebensentwürfe und Wirklichkeiten dieser vormals recht bunten Welt. Um leicht abgewandelt mit Tolstoi zu sprechen: Alle glücklichen Menschen gleichen einander, jeder unglückliche Mensch ist auf seine eigene Weise unglücklich. Die Antwort auf die Frage, ob die Maßnahmen gegen die Pandemie mehr Leid als Nutzen brachten, findet jeder für sich. Es bleibt so viel Unmessbares angesichts der Vielfalt dessen, woraus eine Gesellschaft besteht. Und jeder sieht ja auch nur seinen Ausschnitt der Welt. Wer meint, eine objektive Antwort darauf zu haben und etwa nur die Toten einer einzigen Krankheit zählt (und diese Summierung zum sich selbst legitimierenden Maßstab für Bekämpfungsmaßnahmen gegen eben diese Krankheit macht), der verkürzt. Nach dieser „Logik“ haben Maßnahmen solcherart immer einen Nutzen; je repressiver sie sind, desto nützlicher. Von hohlem Pathos hinweggefegt.

Cicero-online

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Was der bänkelnde Sänger als Gauknecht-Verschnitt mit der Linken, macht der Palmer mit seiner Rechten-Hand ? Beide möchten doch so gerne, bekommen es aber nicht auf die Platte und bleiben so als irre Einzelgänger alleine im Regen stehen.

Warum Diether Dehm Werbung für Sputnik macht

2.) Linken-Abgeordneter reist nach Moskau

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm lässt sich in Moskau mit Sputnik V impfen – vor laufenden Kameras der russischen Staatsmedien. Während seiner Impfung war der Abgeordnete von Kameras umringt, die Journalisten drängten sich in dem kleinen Sprechzimmer. Doch dieses Impf-Bild ist anders als die vielen anderen, die derzeit täglich in den sozialen Medien veröffentlicht werden. Denn der Mann auf dem Foto ist der Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm, der sich in Moskau demonstrativ mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V impfen ließ. Russische Staatsmedien, allen voran eine Nachrichtenagentur, die ebenfalls Sputnik heißt (und heute lieber SNA genannt werden will), verbreiteten die Botschaft. Ihm gehe es „hervorragend“, verkündete ein bestens gelaunter Dehm nach der Impfung. Er bringe ein „unglaubliches Opfer für die deutsch-russische Freundschaft“, weil er nun drei Tage kein Bier trinken dürfe. Ihm gehe es „hervorragend“, verkündete ein bestens gelaunter Dehm nach der Impfung. Er bringe ein „unglaubliches Opfer für die deutsch-russische Freundschaft“, weil er nun drei Tage kein Bier trinken dürfe.

Tagesspiegel-online

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Ein Politiker-In machte und macht nichts- aber rein gar nichts, ohne die Krönung der persönlichen Eitelkeit.  So durften sie sich für viele Jahre über  Abkommen, welche aber im Jahr  2000 letztendlich scheiterten, freuen! Alles ist im Leben einen beständigen Wechsel unterworfen. Auch die Menschen welche in den verschiedensten Gesellschaften leben. Aber das kümmert keine/n Politiker-In .

Ausschreitungen in Israel

3.) Eskalation mit Ansage

Jerusalem ist ein Pulverfass. Solange Pa­läs­ti­nen­se­r*in­nen dort nicht die vollen Rechte haben, wird es immer wieder zu Gewaltausbrüchen wie den jetzigen kommen. Am Jerusalemtag, so heißt es unter Israelis, wird die Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechstagekrieg 1967 gefeiert. Ironischerweise wird immer wieder an eben diesem Tag deutlich: Von Einigkeit kann keine Rede sein. In diesem Jahr ist es besonders klar. Seit Tagen geraten Palästinenser*innen, Israelis und Polizei so heftig aneinander wie schon seit Jahren nicht. Der Flaggenmarsch, mit dem ultrarechte religiöse Zionisten jedes Jahr am Jerusalemtag durch die Altstadt ziehen und ihre Kontrolle über Ostjerusalem und die Altstadt zelebrieren, ist ein Schlag ins Gesicht der palästinensischen Bevölkerung, von denen sich gerade viele gegen Zwangsräumungen wehren. Es fällt schwer, dabei von Wiedervereinigung zu sprechen, zumal sie völkerrechtlich nicht legal war. Die Pa­läs­ti­nen­se­r*in­nen und Jüdinnen und Juden leben in Jerusalem noch immer weitgehend getrennt voneinander; nur selten verirren sie sich in die jeweils andere Seite ihres Jerusalems. Kurz: Jerusalem ist keine vereinte Stadt, sondern ein Pulverfass; und der Jerusalemtag ist in erster Linie eine Feier der Eroberung Ostjerusalems. Keiner fragte die Palästinenser*innen, ob sie vereint werden wollen.

TAZ-online

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Jetzt scheint es richtig interessant zu werden im DFB. Wird sich unsere Mutti die Ehre nehmen lassen, nach dem wichtigsten politischen Amt auch das für die Gesellschaft noch Wichtigere als Präsidentin zu übernehmen ? Bringt sie doch sämtliche Voraussetzungen für diesen Posten mit. Ihre Fußballerischen Erfahrungen scheinen noch wuchtiger zu wirken als ihre Poltischen ! So hat sie auf den Tribünen dieser Welt gelernt das der Ball rund ist, durchaus Vergleichbar mit den Arbeiten in einer Partei. Von ihren Hochsitz im Bundestag lässt sich diese besondere Lage durchaus mit den Blick von der Tribünen der Stadien vergleichen. Zumal der gehüpfte Samba schon als ein Naturereignis gesehen wurde. 

Beben mit Mogelpackung

4.) DFB

Finale im DFB-Machtkampf: Präsident Keller und General Curtius kündigen ihren Rückzug an. Doch nun übernimmt interimsmäßig just Vize Koch, obwohl der in der Berateraffäre eine so zentrale Rolle spielt. Es lässt sich kaum noch zählen, wie viele Krisensitzungen es zuletzt rund um den Deutschen Fußball-Bund gegeben hat. Ein gigantischer Machtkampf lähmt den DFB seit Monaten, und der Verfall des einst so stolzen Verbandes ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Politiker und Konzernmanager von VW bis Adidas kommentierten zuletzt schon, wie die mächtigsten Funktionäre des mit sieben Millionen Mitgliedern weltgrößten Sportverbandes agieren – und wie sie mit aller Macht um ihre Posten kämpften. Am Dienstag stand nun zum wiederholten Mal eine Krisensitzung an. Wichtige Amateurvertreter schlossen sich kurz, nach SZ-Informationen glühten die Drähte zwischen Vertretern aus dem Amateur- und dem Profilager, und bei einer weiteren Präsidiumssitzung am Abend kam es tatsächlich zu weitreichenden Ankündigungen. Der DFB gab im Anschluss bekannt, dass der Präsident Fritz Keller grundsätzlich bereit sei, seinen Platz zu räumen, und das bereits nächsten Montag. Zugleich werde ihm Generalsekretär Friedrich Curtius „nach einer Verständigung über eine Aufhebung seines Arbeitsvertrags unmittelbar“ folgen. Der mächtige Vizepräsident Rainer Koch will beim nächsten Bundestag, der auf Januar vorgezogen werden soll, nicht mehr als erster Amateur-Vize kandidieren, und Schatzmeister Stephan Osnabrügge gar nicht mehr antreten.

Süddeutsche-Zeitung

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Warum nur wird von staatlichen Behörden immer mehr verlangt, als ihre Vorgesetzten aus der Politik zu geben bereit sind. Sind nicht viele, der in ein Beamtentum gehievten, hinter ihrer Barrikaden Sitzenden, mehr als sie zuvor unter ihrer Uniform hergaben ? In Deutschland laufen viel zu viele herum, welche als 12- oder 13-ender in ihren Vorleben nur den Befehlen ihrer Vorgesetzten in hündischer Abhängigkeit hinterhergelaufen sind. Auch den hintersten Reihen der Parteien, ist die Aussicht wichtiger später eine Berufung in die Aufsichtsräte einer Stadt-Sparkasse, Kranken- oder Lebens-Versicherung zu bekommen, als in einen Stadt- oder Kreistag zu sitzen. Das sind die Posten welche sich in der Politik auszahlen. Bei jeden Besuch auf einer Behörde sollte der innere Widerspruch vorsichtshalber in der Tasche mitgeführt werden, um den Laffen ihre Grenzen aufzuzeigen.

Sieben Jahre Scham und Schuld

5.) Niederlande

Mariska Schols’ Familie wurde des Sozialbetrugs bezichtigt – sie war aber Opfer einer kafkaesken Bürokratie. Dieses Land hat man sich als hocheffizient verwalteten Staat vorgestellt, aber seit der „Kinderzuschlagsaffäre“ ist das anders: Etwa 26.000 Familien wurden ungerecht des schweren Sozialbetrugs beschuldigt, das Finanzamt zwang sie zum Zurückzahlen aller Kinderzuschläge. Da es sieben Jahre dauerte, bis das Systemversagen bekannt wurde, verbrachten die Betroffenen sieben Jahre in Scham und Schulden. Sie waren als Sozialbetrüger gebrandmarkt. Oft glaubten ihnen die engsten Angehörigen nicht. Die Regierung trat im Januar wegen der Affäre zurück – zwei Monate vor der Wahl war das rein symbolisch – und versprach eine Entschädigung von pauschal 30.000 Euro. Die Wahl am 17. März ging komischerweise so aus, als wäre nie etwas gewesen: Die rechtsliberale VVD von Premier Rutte gewann sogar leicht dazu, ihre wohlhabende Wählerschaft war nicht betroffen.

Der Freitag-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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