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DL – Tagesticker 12.01.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 12. Januar 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Neue Regierung, alte Methode  – . –  2.) Lauterbach verteidigt Corona-Politik  – . –    3.) taz🐾sachen  – . –  4.) Russische Truppen in Kasachstan  – . –  5.) Dabeisein ist alles  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung. 

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Wer spielt denn in einen Land den Verwunderten, wenn jeder Hilfsarbeiter – Dank seiner Clan-Partei-Familie, zu höchsten Ämtern aufsteigen kann ? Weisen die Nachkriegsjahre nicht auf viele Beispiele hin? Die meisten Hausbesetzer-Innen hatten doch nie eine Führungsposition, weder in der Wirtschaft noch im privaten Leben inne. Könnten wir diese Situation mit einer zehnköpfigen aus Erwachsenen bestehenden Familie vergleichen, in die plötzlich ein-e Mann-Frau Eintritt mit den Worten: „Ich bin ab Heute eure-r aller Papi oder Mutti?“

Corona-Politik in Deutschland

1.) Neue Regierung, alte Methode

Die Ampel macht mit ihren Corona-Maßnahmen da weiter, wo die große Koalition aufgehört hat: Bei Gefahr verschärft man die Regeln. Egal, ob sie logisch begründbar sind. Dass Deutschland sich für einen besonderen Weg der Pandemiebekämpfung entschieden hat, muss man gar nicht behaupten – das hat der Bundeskanzler selbst so eingeordnet. Olaf Scholz (SPD) sagte bei der Pressekonferenz nach der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Freitagnachmittag zwei Sätze, auf die er stolz zu sein schien. Erstens: Deutschland habe, mit Blick auf die meisten anderen europäischen Länder, „die weitreichendsten Kontaktbeschränkungen“ (und verschärft sie nun sogar noch). Zweitens: Deutschland sei, sagte Scholz, im europäischen Vergleich das Land mit dem größten Fortschritt beim Boostern. Das ist ja nun eigentlich ein Widerspruch, aber eben nicht für den Bundeskanzler, und das bringt ganz gut die Mentalität auf den Punkt, in der politische Entscheidungen mindestens in dieser Phase der Pandemie getroffen werden – daran hat auch der Regierungswechsel im Bund nichts geändert: Wenn andere vorsichtig sind, ist Deutschland im Zweifel noch eine Spur vorsichtiger; davon lässt man sich nicht einmal durch die eigenen Erfolge abbringen.

Zeit-online

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Ein Blick in den Spiegel würde doch ausreichen um seinen Augenaufschlag und den wirren Haarschopf zu erkennen? Oder ist es vielleicht genau umgekehrt? Aber die Erklärung kommt aus der Clan Führung der SPD welche sich noch nie um das Gedöns kümmerte. Seinen Kurs verteidigte doch auch schon Columbus zu seiner Zeit, welcher hinterher nicht einmal wusste wo er denn an Land gegangen war! Ich dachte unsere Ärzte und Professoren wären heute schon viel, viel weiter?

Sie sei nicht der Grund für mehr psychische Störungen

2.) Lauterbach verteidigt Corona-Politik

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat den Corona-Kurs verteidigt. Er wies zurück, dass es durch die Corona-Maßnahmen des Bundes mehr psychische Störungen als in anderen Ländern gebe. Zugleich erteilte er dem britischen Corona-Weg eine Absage. In der mittlerweile fast zwei Jahre andauernden Coronakrise waren und sind immer noch sehr viele Menschen belastet – auch psychisch. Den Vorwurf, dass die deutsche Corona-Politik mit ihren international eher etwas strengeren Maßnahmen für die Zunahme psychischer Störungen im Land verantwortlich ist, wies Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zurück. „Da muss man vorsichtig sein, das geben die Studien aus meiner Sicht nicht her“, sagte der SPD-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung „Hart aber fair“. Es gebe mehr psychische Störungen auch in Staaten, die weniger gemacht haben als Deutschland. Als Beispiel nannte er die USA, wo seiner Ansicht nach sehr viele Tote vermeidbar gewesen wären. Die Störungen seien mutmaßlich eher auf die Corona-Lage insgesamt als auf die Schutzmaßnahmen zurückzuführen. Kinder und Jugendliche stärker betroffen. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hat ergeben, dass psychosoziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen in der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen und deren Familien zugenommen haben. „Es gibt Hinweise auf einen Anstieg von psychischen Beeinträchtigungen von Kindern, insbesondere bei psychosomatischen Beschwerden, Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Erkrankungen, vor allem bei bereits vorbelasteten Kindern“, hieß es in der Studie aus dem vergangenen Jahr.

Stern-online

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Was machen Journalisten denn auch im Straßen-Karneval welcher in einen Freistaat aufgeführt wird! In einem Land der Söder, Scheuer oder Seehofer -um nur einige zu nennen- ihr Dasein fristen. Wie kann von Staatsanwälten eine Leistung erwartet werden, welcher vielleicht aus der gleichen Clan-Zunft nach Oben geschnellt wurde? Wer an einen Staat mehr Ansprüche stellt, sollte nach Absurdistan ziehen?

Strafbefehl gegen taz-Autor

3.) Taz🐾Sachen

Auf hoher See und vor Gericht ist man im Sprichwort in Gottes Hand – also so unsicher, dass nur höchste Mächte helfen können. Im Fall von Michael Trammer braucht es die nicht. Es ist glasklar, dass taz-Autor Trammer über die Proteste gegen die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) im September in München berichtete – und sich nicht daran beteiligte, wie ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft. So kann man es auch in der taz nachlesen. Protestierende hatten mit der Besetzung eines Hauses in der Münchner Innenstadt einen „Open Space for Future“ eröffnen wollen. So wollten sie ein Zeichen setzen gegen die Ausdehnung der PS-Show über das Messegelände hinaus. Umgehend stürmte die Bereitschaftspolizei das Haus, Ak­ti­vis­t*in­nen wurden ohne Gegenwehr in die Gefangenensammelstelle gebracht. Mitgefangen: taz-Autor Trammer. Mindestens drei Stunden wurde er in Gewahrsam um sein Recht auf Berichterstattung gebracht, vorübergehend gab es sogar ein Betretungsverbot für die IAA.

TAZ-online

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Ist es nicht alles dasselbe wohin die Staaten ihre Uniformierten Krieger auch entsenden? Seien es die Russen nach Kasachstan, die Deutschen in den Irak, oder die Franzosen nach Afrika ? Wenn für jeden Getöteten  im Ausland ein Sarg zurück in das Heimatland der Mörder käme, währe dem Unrecht nicht einmal  genüge getan. Der Aggressor kommt immer von Außen! „Bleibe zu Haus und nähre dich redlich,“ haben wir früher schon gelernt. Politiker-Innen lernen niemals? 

Einsatz kann Putin teuer zu stehen kommen

4.) Russische Truppen in Kasachstan

Der Einsatz der OVKS-Bündnistruppen in Kasachstan gilt als Erfolg von Russlands Präsident Wladimir Putin. Dieser könnte für ihn noch teuer werden. Almaty/Moskau – Wladimir Putin macht Mode. Als sich am Montag (10.01.2022) die sechs Staatsführer des Militärbündnisses OVKS zum Videogipfel trafen, stand neben dem Belarussen Alexander Lukaschenko ein geschlossener Kunststoffbecher. So ein Trinkgefäß trägt sein russischer Kollege schon lange mit sich herum, angeblich aus Angst vor Giftmördern. Auch der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hatte ein Glas mit Deckel neben sich platziert. Putin, Lukaschenko und Tokajew gelten aktuell als Schlüsselfiguren der „Organisation des Vertrags für Kollektive Sicherheit“ (OVKS). Und das von Moskau geführte Bündnis selbst wird als Neuauflage des Warschauer Pakts diskutiert. „Ein militärpolitischer Block zur kriegerischen Lösung der Probleme befreundeter Diktaturen“, schreibt der russische Dissident Alexander Podrabinek auf dem belarussischen Exilportal „Belsat“. Wie kasachische Oppositionelle befürchtet auch er, dass Tokajew die Waffenhilfe der zum Großteil aus Russen bestehenden OVKS-Truppen mit einem Teilverlust der staatlichen Souveränität bezahlen muss. In Kasachstan, so Podrabinek, werde jetzt das gleiche Schema angewandt wie 1968 in der Tschechoslowakei, als Warschauer-Pakt-Einheiten die antikommunistischen Proteste unterdrückt hätten. „Am meisten hat Putin gewonnen“, titelte Radio Swoboda.

FR-online

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Wer glaubt mit Niederlagen positive Aufmerksamkeiten erzielen zu können, hat die lehren des Lebens noch nie verstanden. „The Winner Takes It All“ (der Gewinner nimmt sich  alles) heißt es schon von je her. Aber es wird immer Menschen geben welche Politik wollen, obwohl sie derer Abläufe nie begriffen haben oder auch nicht begreifen wollten, da sie nicht über ihren Tellerrang blicken können. Wer mit Lafontaine heute noch politisch denkt – wird mit Wagenknecht untergehen !

BRD-STAATSOBERHAUPT

5.) Dabeisein ist alles

Die Linke stellt mit Gerhard Trabert einen Kandidaten für Bundespräsidentenwahl auf. Keine Chancen gegen Amtsinhaber Steinmeier. Mit Blick auf die Geschichte sind Linke das Scheitern gewohnt. Das gilt auch für den vergleichsweise kleinen politischen Kosmos der BRD. Dennoch war der mit 4,9 Prozent beinahe halbierte Stimmenanteil der Partei Die Linke bei der zurückliegenden Bundestagswahl ein vorläufiger Tiefpunkt – nur dank drei gewonnener Direktmandate ist sie noch in Fraktionsstärke im Parlament vertreten. Vor der am 13. Februar angesetzten Wahl des Bundespräsidenten hat Die Linke nun erneut ein Scheitern ihrerseits vorbereitet, wenn auch dieses Mal sehenden Auges. Mit dem Sozialmediziner Gerhard Trabert hat die Partei einen Gegenkandidaten zum Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier aufgestellt. Das machte zuerst die Süddeutsche Zeitung am Sonntag abend öffentlich. Am Montag beschlossen die Spitzen von Partei und Fraktion die Nominierung einstimmig, wie die Linke-Kovorsitzende Janine Wissler via Twitter verbreitete. Die Personalie Trabert soll am Dienstag öffentlich vorgestellt werden.

junge. Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

Ein Kommentar zu “DL – Tagesticker 12.01.2022”

  1. bremerderZweite sagt:

    Zu 5. Dabei sein ist alles.

    Also, typische Marketing-Aktion der Partei die „LINKE“. Eine reine Show-Kandidatur – wie bei Butterwegge – für die sich der sicherlich als Mensch verdienstvolle Sozialmediziner Trabert zur Verfügung stellt, besser gesagt, missbrauchen lässt.

    Stellt Mensch sich vor, diese „LINKE“ sei im Sinne von Bartsch, Wißler (Falschname „Wissler“), Mohamed Ali, Hennig-Wellsow, Kipping-Riexinger in die Bundesregierung („Rot“-“Grün“-“Rot“) geschlüpft, dann würde diese „LINKE“ jetzt, wie die CDU-CSU für Steinmeier (SPD) votieren.

    Anerkannt werden von den „etablierten“ Parteien. Mit Herr Kollege und Frau Kolleg In auf „Augenhöhe“ sprechen. Parlamentarisch „beachtet und geachtet“ sein. Genau das will der abgehobene Funktionärs-Kader der Partei DIE „LINKE“. Angenehmer „Neben-Effekt“: Möglichst lange fette Bundestags-Diäten kassieren und maßlose Altersversorgungs-bezüge erwerben, das ist das materielle Motiv dieser Leute.

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