DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

DL – Tagesticker 11.11.14

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 11. November 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

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1.) Lasst alle Hoffnung fahren

Das Entwenden weißer Gedenkkreuze für die Mauertoten ist keine Grabschändung, sondern künstlerische Provokation. Sie mag pietätlos erscheinen, doch zynisch ist sie nicht. Ein Kommentar.

Der Tagesspiegel

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2.) Von der Leyen rechnet sich ihren Haushalt schön

Die Bundeswehr soll bald einiges an neuem Gerät bekommen. Auch für die Attraktivitätsoffensive ist überraschend Geld da. Wie hat die Verteidigungsministerin das gemacht? Die Opposition ist verblüfft.

Der Spiegel

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3.) Polizeiausrüstung für autoritäre Staaten

Dem Bayerischen Rundfunk zufolge exportiert Deutschland Polizeiausrüstung in autoritäre Staaten. Diese würde dazu eingesetzt, die Bevölkerung zu unterdrücken.

Sueddeutsche

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4.) Linkspartei legt nach im Fall Wolf Biermann

Es kann sein, dass Wolf Biermann noch einmal zurückkommt in den Bundestag. Nicht persönlich, aber als Sitzungsthema im Ältestenrat des Bundestags. Dort also, wo über grundsätzliche Fragen des Parlamentsbetriebs beraten wird.

MZ

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5.) Der Weltmeister-Präsident und seine Jungs

Der Gewinn des Fußball-WM-Titels liegt vier Monate zurück, jetzt ehrte der Bundespräsident die Sieger von Brasilien mit der höchsten Sportauszeichnung. Gauck zeigte sich begeistert – obwohl Handball sein Lieblingssport ist.

Der Spiegel

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6.) CDU protestiert mit AfD und NPD

gegen Rot-Rot-Grün

Eigentlich schien alles gelungen: 4000 Menschen demonstrierten auf Initiative der Thüringer CDU am Sonntag gegen eine Landesregierung unter Führung der Linkspartei. Fotos zeigen nun jedoch, dass auch Neonazis und AfD-Anhänger mitliefen.

MZ

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Der, Die, Das – Letzte vom Tag

Die eigentliche Überraschung :

Viele Linke wurden als Probanden missbraucht

7.) Wissenschaftler findet Mittel gegen Intelligenz

Es ist die Medizin-Sensation des Jahres: Ein Forscher behauptet, die Lösung für eines der ältesten Probleme der Menschheit entdeckt zu haben. Hunderten von Betroffenen könnte jetzt geholfen werden.

Die Welt

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Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

6 Kommentare zu “DL – Tagesticker 11.11.14”

  1. [bremer] sagt:

    zu 4.) Linkspartei legt nach im Fall Wolf Biermann
    Es ist schon „merkwürdig“, wenn die Mitglieder der formal-rechtlichen Nachfolgepartei der SED, die immer sehr schnell mit dem Begriffen: Nazi, NPD, NSDAP zur Hand sind, sich auf einmal über die Begrifflichkeit von Wolf Biermann aufregen.

    Hier zum „Antifaschistischen Mythos der SED“ (es gibt dazu noch mehr):
    http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-18178/sed-ex-nazis-an-fuehrenden-stellen_aid_505958.html

  2. Hippo sagt:

    zu 4)
    Das ganze Elend der Linkspartei besteht darin, dass sie alles immer noch verharmlost, relativiert, herunterredet, ironisiert.

    Vor Gericht hat die neue Linke ihr Verhältnis zur alten SED klargestellt. Lafontaines Partei bezeichnete sich selbst als Rechtsnachfolgerin der Partei von Honecker und Ulbricht. Dank dieser Einlassung gewann die Linke einen Prozess gegen ein Boulevardblatt. Doch der Preis dafür ist hoch.

    http://www.welt.de/politik/article3649188/Die-Linke-Wir-sind-Rechtsnachfolgerin-der-SED.html

  3. Alternativer Linker sagt:

    Die DDR war ein Unrechtsstaat!

    Wo ist denn da das Problem?

    Das Unrecht war doch schon in der Verfassung festgeschrieben, wo sinngemäß drin stand, dass die SED die Politik bestimmt, selbst dann, wenn es das Volk nicht will.
    Und das Volk wollte dies auch nicht, wie es das dann auch bei der ersten demokratischen Wahl im März 1990 eindrucksvoll dargelegt hat.

    Und dann gab es keine legitimen Gesetze, weil es kein vom Volk legitimiertes Parlament als Gesetzgeber gab.

    Und dann gab es keine Möglichkeit gegen unrechtmäßiges staatliches Handeln vorzugehen, da es keine Verwaltungs- und Verfassungsgerichtsbarkeit gab.
    Es gab nur die Möglichkeit als Bittsteller per „Eingabe“ um Recht zu betteln – so wie früher beim König.

    Dass beide deutschen Diktaturen Unrechtsstaaten waren steht doch heute außer Zweifel!

  4. [bremer] sagt:

    Bin zwar „Wessi“ und war nur einmal in der damaligen DDR (1982), aber das war für mich nie links, friedlich, antifaschistisch etc.

    In grundsätzlichen Dingen war die DDR nie Rechtsstaat, vielleicht im Zivilrecht etc. Dennoch halte ich den Ausdruck „Unrechtsstaat“ auch für falsch. Und das Problem bei vielen „Linken“ ist, das sie Besitz (Verfügungsgewalt) und Eigentum nicht unterscheiden können.

  5. Dengmerter sagt:

    zu 6)
    Solange es friedlich bleibt, kann doch mitlaufen wer will.

  6. Bednarek sagt:

    Thomas Lutze empfiehlt einen Artikel.

    Ich finde es gut, dann Bürgerinnen und Bürger auch gegen eine mögliche rotrotgrüne Regierung in Erfurt demonstrieren können. Das aber Politiker der CDU in Thüringen und in Berlin kein Problem damit haben, gemeinsam und seit an seit mit den Nazis der NPD und der AFD zu schreiten, verschlägt einem fast die Sprache. Auch 1932/33 waren viele Konservative auf dem rechten Auge blind, bis es zu spät war.

    Kommunisten haben meines Wissens nach mit dafür gesorgt, dass die Nazis an die Macht kamen!?!

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