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DL – Tagesticker 11.01.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 11. Januar 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) KRETSCHMER ZUR CORONA-POLITIK  – . –  2.) Ich bin raus! Anstand statt Abstand  – . –  3.) Der preußische Herr Kühnert  – . –  4.) USA Joe gegen Joe: Rabiater Lobbyist  – . –  5.)Berliner-Karneval-Sozialismus  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung. 

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Muss es nicht schon sehr eng werden, um als Politiker-In, auch nur die „Werte ethisch und moralisch“ in den ungewaschenen Mund zu nehmen? Mit Ende des Krieges sollte die absolute Weisungshörigkeit auf die Polit ik an und für sie das Ende der Nazi-o-nalen Fahnenstange erreicht haben. Wäre die CDU nicht aus ihrer Vergangenheit auferstanden wären solche Sätze vielleicht überflüssig?

„Einen gewissen Teil der Bevölkerung wird man nicht erreichen“

1.) KRETSCHMER ZUR CORONA-POLITIK

Regelmäßig gehen in Sachsen Menschen auf die Straße, um gegen die Pandemie-Maßnahmen zu protestieren. Im F.A.Z. Podcast für Deutschland spricht Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) über die Schwierigkeit, mit Corona-Leugnern im Gespräch zu bleiben. egelmäßig gehen in Sachsen Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung zu protestieren. Im F.A.Z. Podcast für Deutschland spricht der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) unter dem Eindruck dieser Demonstrationen und der sogenannten „Spaziergänge“ in seinem Land über Ostdeutsche als große Gewinner der Wiedervereinigung – und die Schwierigkeit, mit Corona-Leugnern im Gespräch zu bleiben: „Leider sorgt der Versuch, die Situation mit Argumenten anders darzustellen, oft eher für eine Verfestigung der Meinung. Deswegen muss man ehrlich sagen: einen gewissen Teil der Bevölkerung wird man nicht erreichen. Wir als Politik dürfen aber nicht diejenigen sein, die Menschen aufgeben“, sagt Kretschmer in dem Gespräch. „Ein so hohes, auch ethisches und moralisches Gut“.

FAZ-online

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Ja, der Jan – hat er zwei Jahre seines Lebens verschlafen oder ließ er sich mit Vorsatz verschaukeln? Diese Welt war nie die Beste – darum brauchen wir von der Politik und ihren Beratern erst gar nicht mehr reden.

Ich bin raus! Das war der Moment, in dem mich das RKI und die Corona-Experten verloren

2.) Ich bin raus! Anstand statt Abstand

Zwei Jahre hat der Kolumnist alle Corona-Regeln befolgt. Er hat sich impfen und boostern lassen. Jetzt hat er beschlossen, dass es Zeit für Corona-Detox ist. Ab sofort wird er sein Leben nicht mehr an Infektionsmodellen ausrichten. Ich habe mich Heiligabend mit der Familie in den Süden abgesetzt. Condor DE1400 nach Lanzarote. Ich habe alle Mahnungen der Bundesregierung, über die Feiertage auf unnötige Reisen zu verzichten, in den Wind geschlagen. Ich habe die Empfehlung ignoriert, mich Weihnachten zu Hause im Kreis Geimpfter einzuigeln. Auf Twitter las ich eine angeregte Diskussion, angestoßen von der in progressiven Kreisen hochgeschätzten Autorin Jasmina Kuhnke, ob man in Pandemiezeiten überhaupt in den Urlaub fliegen solle. Frau Kuhnke bekannte, dass sie schon Herzrasen bekomme, wenn sie dem Nachbarn an der Mülltonne begegne und der einen Ticken zu offensiv in ihre Richtung atme. Es wurde Einigung darüber erzielt, dass Flugreisen insbesondere bei Menschen, die in der Öffentlichkeit stünden, problematisch seien, weil viele sich dann denken könnten, wenn der oder die das mache, dann sei es okay. Über Instagram trudelte dann noch die Nachricht einer Bekannten von Frau Kuhnke ein, dass ihre Freundin original beim Müllrausbringen den Nachbarn getroffen und sich mit Corona angesteckt habe („What the fuck, what the fuck?“). Wie gut, dachte ich mir, dass ich weder so in der Öffentlichkeit stehe wie die Autorin noch eine Mülltonne habe, die ich mir mit dem Nachbarn teile. Ein Ferienflug nach Lanzarote als Akt der Aufsässigkeit – wow!

Focus-online

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Wer wagt denn heute noch eine politische Wettervorhersage ? Bei Politiker-Innen weiß doch niemand ob dass, was am Morgen den Zuhörern eingegeben wurde, am Abend – um wenn – wo es dann herauskommt. Selbst der EU-Parlamentspräsident Sassoli ist doch mutmaßlich nicht an der Corona, sondern an den Gestank im EU-Parlament erstickt?

Erste PK als SPD-Generalsekretär

3.) Der preußische Herr Kühnert

Bei seiner ersten Pressekonferenz will der neue SPD-Generalsekretär zur Impflicht nicht Farbe bekennen. Auch bei Nord Stream 2 bleibt er vage. Kevin Kühnert ist 32 Jahre alt, erst seit ein paar Monaten Bundestagsabgeordneter, aber gefühlt schon lange ein fester Bestandteil der politischen Hauptstadtszenerie. Montagmittag im Willy-Brandt-Haus ist gleichwohl eine Premiere für ihn – sein erster Routineauftritt als neuer SPD-Generalsekretär. Der Generalsekretär informiert, was die Parteigremien montags so beredet haben. Ein Pflichtprogramm. Kühnert war als Vizeparteichef schon seit Längerem beim SPD-Präsidium dabei. „Ich bin mit dem Raum, den Personen und dem dünnen Kaffee vertraut“, sagt er. „Da hat sich wenig geändert.“ Kühnert redet aber etwas schneller, hektischer als sonst. Ein Generalsekretär muss immer zu allem sprechfähig sein, vom Pflegebonus über den Ukrainekonflikt bis zum Heizkostenzuschuss. Zum Jobprofil gehört es auch, die Gegner anzugreifen. Söder, der sich als scharfer Coronabekämpfer geriert, aber 2G für Restaurants für Bayern ablehnt, ist da immer ein dankbares Ziel. Im SPD-Präsidium ging es natürlich auch um die Impfpflicht, die Kanzler Olaf Scholz im November mehr oder weniger angekündigt hatte, die aber nun in den Sternen steht. Auch die SPD hat auf ihrem Parteitag im Dezember einem Pro-Impfpflicht-Antrag zugestimmt. Doch jetzt dauert alles erst mal. Im Bundestag liegt erst ein Antrag vor – von FDPlern, die gegen die Impflicht sind.

TAZ-online

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Überall dort, wo es nur noch um das Geld geht – vorrangig in Politik und den mit ihr verbundenen Lobbyismus, beobachten wir gleiche Vorgaben. In den  Parteien ihre Clan Mentalität,  auch das Expertentum wäre ohne Finanzielle Vorteile für alle Beteiligten nicht Vorstellbar, ist aber auch Gleichzeitig der beste Hinweis auf die Unfähigkeit des System.

Als demokratischer Senator torpediert Joe Manchin die Agenda des Weißen Hauses zur Energiepolitik.

4.) USA Joe gegen Joe: Rabiater Lobbyist

Grund sind seine persönlichen wirtschaftlichen Interessen. Porträt eines Mannes, der keine Skrupel kennt. Mit Sonderinteressen, die sich als Gemeinwohl aufspielen, wird gerne die Energiewende torpediert. Ein besonders drastischer Fall ist der US-Demokrat Joe Manchin, Senator im Bundesstaat West Virginia, der sich gegen die Verabschiedung des ohnehin schon geschrumpften „Build-Back-Better“-Haushalts ausgesprochen hat, der klima- und sozialpolitische Investitionen verbindet. Wenn Präsident Joe Bidens Popularität in den Keller gegangen ist und das Klimapaket der US-Bundesregierung „hängt“, liegt das nicht nur an der Fundamentalopposition der Republikaner in beiden Häusern, sondern auch an Manchins sturem Festhalten am Kohleabbau in seinem Heimatstaat. Das könnte so klingen, als wäre er ein Fürsprecher der von Entlassung bedrohten Minenarbeiter, doch in Wahrheit verrät er auch sie. Ein wesentliches Motiv seiner Obstruktion dürften die Anteile sein, die er und seine Familie an Enersystems halten, der von Manchin begründeten Firma mit Sitz in Fairmont, die Kohleschlacke an Kraftwerke verkauft. Dieser Rohstoff ist besonders umweltschädlich, das Unternehmen gehört ganz vorn auf die Prioritätenliste der zu schließenden Betriebe. Man darf also unterstellen, dass Mr. Senator gegen einen Haushaltsentwurf votiert, der ihn weniger „Kohle“ mit Kohle machen lassen würde.

Der Freitag-online

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Wer noch nach seinen Göttern suchen muss, um auf zwei Beinen stehen zu können, sah sich immer zuerst auf den Friedhöfen um. Wie gut das alle Narren Corona Masken tragen, so lassen sich die Ewiggestrigen schwerer auseinander Dividieren ? Auch in der Linken reicht der Blick nicht nach vorn! Läuft das Wagengeschlecht unter ferner liefen, oder saß sie Probe im Bundestag?

Gemäß der Tradition zu Karl und Rosa

5.) Berliner-Karneval-Sozialismus

Tausende kamen zur Liebknecht-Luxemburg-Ehrung auf dem Friedrichsfelder Zentralfriedhof. Am Sonntagmorgen erinnert die Linkspartei auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde an die 1919 ermordeten Sozialisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Der eine oder andere möchte möglichst weit vorn dabei sein. Kurz nach 10 Uhr haben sich die Reihen sortiert. An der Spitze laufen die Parteivorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow und die Bundestagsfraktionschefs Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch, außerdem Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau. In der zweiten Reihe kommt die Berliner Landeschefin Katina Schubert mit Kultursenator Klaus Lederer. Zum Vorwurf des früheren PDS-Ehrenvorsitzenden Hans Modrow, die Parteiführung missbrauche das Gedenken an Karl und Rosa, da sie doch auf die Alten nicht mehr höre, mag Hennig-Wellsow nichts sagen. »Wir wollen heute an Liebknecht und Luxemburg erinnern«, blockt sie Nachfragen ab. Petra Pau wirft ein, dass sie davon ausgehe, dass auch Hans Modrow wie immer kommen werde, um der Ermordeten zu gedenken. Doch Modrow bleibt der Veranstaltung fern. Später berichtet jemand, der 93-Jährige sei aus gesundheitlichen Gründen verhindert gewesen.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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