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DL – Tagesticker 10.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 10. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Würde dieser Staat für die Werte eintreten mit denen er immer über seiner Haustür Werbung betreibt, müsste er der EU lange eine Austrittsforderung von Polen und Ungarn, auf die Brust geklatscht haben. Wie kann sich eine Institution in Form der EU von Gurkentruppen wie Polen oder Ungarn erpressen lassen, wenn sie selber als etwas besseres gesehen werden möchte? Um anschließend nur noch die Kasse zu regulieren? Dann kann es für Schland nur heißen : Die oder Ich. Punkt aus, Ende der Kompromissbereitschaft. Aber leider ist unter Politiker-Innen der Schein immer viel wichtiger als das Sein.

Heiko Maas für Sanktionen wegen Schleusungen nach Belarus

1.) Flüchtlinge im Grenzgebiet

Die Bilder aus dem Grenzgebiet nennt der Außenminister „entsetzlich“. Dort harren Tausende Migranten in der Kälte aus. Einige sollen über die Grenze gekommen sein. Der geschäftsführende Außenminister Heiko Maas ist für Sanktionen gegen alle, die sich an der Schleusung von Migranten und Flüchtlingen nach Belarus beteiligen. „Niemand sollte sich ungestraft an Lukaschenkos menschenverachtenden Aktivitäten beteiligen dürfen“, teilte der SPD-Politiker mit Blick auf das Verhalten des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko mit. Dies gelte für Herkunfts- und Transitstaaten, aber auch für Fluggesellschaften, die den Transport von Menschen nach Belarus ermöglichten. Die Europäische Union sei bereit, „hier klare Konsequenzen zu ziehen“. Die EU wirft Lukaschenko vor, gezielt Migranten ins Land zu holen, um sie dann zur Weiterreise in die EU an die Grenze zu Polen zu bringen. Vermutet wird, dass sich der Machthaber damit für Sanktionen rächen will, die die EU wegen der Unterdrückung der Zivilgesellschaft und der demokratischen Opposition erlassen hat. An der EU-Außengrenze zwischen Polen und Belarus harren inzwischen Tausende Menschen unter äußerst widrigen Bedingungen aus. In der Nacht soll es zwei größeren Gruppen von Migranten gelungen sein, in der Nähe der Dörfer Krynki und Białowieża über die Grenze nach Polen zu kommen. Der lokale Sender Białystok zitierte eine Sprecherin des Grenzschutzes, dass in beiden Fällen Zäune und Barrieren gewaltsam niedergerissen worden seien. Einige der Migranten seien nach Belarus zurückgebracht worden. „Humanitären Katastrophe“.

Zeit-online

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Merkel hinterlässt genau das, worauf sie Jahrelang zuvor hin Gewurstelt hat. Der Wurst bleiben so nur die zwei Enden – als da einerseits die total Konservativen oder die Rechten-Konservativen – aus der sich schon zum Teil die AfD gegründet hat. Eine Erscheinung welche ohne die CDU unmöglich gewesen wäre, da eine eventuell vorhandene Mitte komplett entwerkelt wurde, wobei der Schlusspunkt noch nicht ersichtlich ist

Die Sanierung der CDU ist kein Teilzeitjob

2.) Parteivorsitz

Angela Merkel hinterlässt eine konturlose CDU, die rechts der Mitte Platz gemacht hat für eine politische Alternative. Die Partei ist in denkbar schlechter Verfassung. Auf den neuen CDU-Vorsitzenden wartet daher eine schwierige Sanierungsaufgabe. Die CDU sucht einen neuen Vorsitzenden. Gut möglich, dass der Neue – Frauen scheinen sich nicht bewerben zu wollen – anschließend nach dem Fraktionsvorsitz greift. Er wäre dann die eindeutige Nummer eins der Opposition – im Parlament und auch außerhalb. Zudem hätte er die beste Ausgangsbasis für eine Kanzlerkandidatur im Jahr 2025. Als die Union die Bundestagswahl 1998 verloren hatte, handelte sie nach diesem Muster. Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Schäuble übernahm von Helmut Kohl den Parteivorsitz. Seine Verstrickung in die Spendenaffäre besiegelte aber seine weiteren Ambitionen. Schon im Februar 2000 musste Schäuble von beiden Ämtern zurücktreten. Es folgte die Doppelspitze aus Friedrich Merz (Fraktion) und Angela Merkel (Partei). 2021 ist nicht 1998. Die CDU war damals nach 16 Regierungsjahren abgewählt, aber vom Wähler nicht so gedemütigt worden wie jetzt am 26. September. Auch war das Verhältnis zur CSU ordentlich und nicht durch Wahlkampf-Querschüsse aus Bayern belastet. Partei- und Fraktionsführung in eine Hand zu legen, lag also nahe. Zudem galt Schäuble aufgrund seiner politischen Erfahrung als der natürliche Erbe Helmut Kohls. Die CDU steht schlechter da als 1998

Cicero-online

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Dazu lese ich heute in einen Kommentar folgendes: „Kennenlernen ist nett, aber nachrangig. Vergesst bitte diese ganze Widerstandsromantik. Die tut den Politikern nicht weh. Kämpft über euer Verhalten als Konsumenten – streit, funktioniert nicht! von B.B.“. Da wäre nicht viel hinzuzufügen, außer sich der staatlich immer wieder eingeforderten Solidarisierung entschieden zu widersetzen. Ein  Staat nur die Seite des Nehmende besetzt hat keinen Anspruch auf Solidarität. Rautieren gleich versucht er die Herde seiner Untertanen zusammenzutreiben, um in Corona-Zeiten sein leichtes Spiel als Umweltleugner Manipulieren zu können.

Die Wut zur Lücke

3.) Verhandlungssache

Bahnhof Blantyre, 7.02 Uhr: Aus dem Dunkel des schottischen Novembermorgens rumpelt unser blauer Vorortzug Richtung Glasgow an den Bahnsteig und bremst. Mit schrillem Piepsen öffnen sich die Türen und eine laute Stimme warnt: Mind the gap! In der Tat: Zwischen Waggon und Bahnsteig klafft eine Lücke, vielleicht 25 Zentimeter breit. Darunter gähnt dunkel das Fahrwerk. Da will man nicht reingeraten. Sonst kommt man hier furchtbar unter die Räder. Womit wir mitten auf der Klimakonferenz wären. Wenn man sich bei diesen Treffen auf eines verlassen kann, dann sind es die Lücken, die sich überall auftun. Und darauf, dass wir uns an den unglaublichen Skandal gewöhnt haben, wie in der Klimakrise die ärmsten und verletzlichsten Menschen zu Schaden kommen. Vor lauter „Gap-Reports“ verlieren wir schnell den Überblick, welches Ziel jetzt gerade wieder verfehlt wird. Faustregel: eigentlich jedes. Zum Beispiel bei den Emissionen: Um 1,5 Grad zu halten, muss der globale CO2-Ausstoß bis 2030 praktisch halbiert werden. Aber selbst bei superduperoptimistischen Berechnungen zeigt sich: Die Lücke zu einem solchen Pfad ist immer noch etwa 20 Milliarden Tonnen CO2 im Jahr groß. Das sind nach Emissionen etwa 25 Deutschlands. Mir reicht schon eines.

TAZ-online

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Eigentlich Schade das sie nicht dort geblieben sind, wo sie hinwollten. Dient dieses nicht alles nur der weiteren, sinnlosen  Umweltzerstörung, oder ist es an der Zeit, nachdem die Erde Teilzerstört ist, nun auch über andere Planeten herzufallen ? Wer bezahlt diesen Irrsinnigen Nonsens eigentlich? Ein Größenwahnsinniges Volk oder die Politik als Klimawandelleugner ?

Vier ISS-Astronauten wieder auf der Erde gelandet

4.) Nach sechs Monaten im All

Mit einer Raumkapsel der Privatfirma SpaceX ist die ISS-Besatzung sicher vor Florida gelandet. Nun wartet der Deutsche Matthias Maurer auf seinen Start. Ohne funktionierende Toilette an Bord ihres „Crew Dragon“ sind vier Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt und am Dienstagmorgen (MEZ) im Meer vor dem US-Bundesstaat Florida gelandet. Die sogenannte „Crew-2“ bestand aus dem französischen Esa-Astronauten Thomas Pesquet, den Nasa-Astronauten Shane Kimbrough und Megan McArthur sowie dem japanischen Astronauten Akihiko Hoshide, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Nach dem Abdocken sollte das auch mit rund 250 Kilogramm wissenschaftlichen Experimenten beladene Raumschiff zunächst einmal um die Raumstation herumfliegen, um Fotos für mögliche anstehende Reparaturen zu machen. Weil die Toilette an Bord des „Crew Dragon“ der Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk kaputt war, mussten die vier Astronauten, die seit April auf der ISS waren, bei ihrer Rückkehr eine Art Windel tragen. Das sei „suboptimal“, hatte McArthur im Vorfeld bei einer Pressekonferenz gesagt. „Aber bei der Raumfahrt gibt es viele kleine Herausforderungen und wir sind bereit, das in den Griff zu bekommen.“

Tagesspiegel-online

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War etwas ähnliches nicht schon länger voraussehbar ? Wer hatte denn eine andere Lösung anzubieten? Wo angebliche Linke wie Lafontaine oder Wagenknecht ihre Hände, den  Fangarmen von Kraken gleichend, über alles  ausbreiten was ihnen nicht gehört um aus Alterssenilität ihre anmaßende  Diktatorenkontrolle nicht zu verlieren?

Wer erlaubt sich hier eine andere Meinung ?

Linken-Politikerin im Saarland gründet eigene Fraktion

5.) Politik Barbara Spaniol

Stellvertretende Landesvorsitzende Barbara Spaniol verlässt die Landtagsfraktion der Linkspartei. Saarbrücken. Die aus der Linksfraktion ausgeschlossene Landtagsabgeordnete Barbara Spaniol will im saarländischen Landtag eine neue Fraktion gründen. Gemeinsam mit der fraktionslosen Dagmar Ensch-Engel werde sie die Fraktion Saar-Linke gründen, teilte Spaniol am Dienstag in Saarbrücken mit. Die Konstituierung sei für (morgigen) Mittwoch vorgesehen. Zuvor hatten saarländische Medien darüber berichtet. »Wenn da zwei Fraktionslose als Einzelkämpferinnen sitzen, das macht ja keinen Sinn«, sagte Spaniol. Wenn man sich aber zusammenschließe: »Dann haben wir ganz andere Möglichkeiten für die parlamentarische Arbeit.« Spaniol werde Vorsitzende sein, Ensch-Engel dann Stellvertreterin. »Wir werden schon aktiv sein im Parlament. Das haben wir uns fest vorgenommen.«

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Grafikquellen          :

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Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


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