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DL – Tagesticker 10.08.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 10. August 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . – 1.) Israel-Hass auf der Documenta  – . –   2.) Israel: Angriffe auf Terror-Organisation  – . –  3.) Droht der Kanzlersturz ?  – . –  4.) Ausgebeutet in der EU  – . –   5.) Friedens Fragen an die Politik  . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Aber wird denn ein Angebot wie die „Documenta“ nicht genau für die Schwachköpfe gemacht, welche sich so etwas ansehen. In eine geschlossene Anstalt, gleich einem Museum, würden sich solche Leute nie bewegen, da dort keine Gummiwände vorhanden sind! Aber auf dieser Welt, sucht sich ein jedes Land seine Skandale selber aus.

Documenta „kontextualisiert“ antisemitische Bilder – und spart wichtige Details aus. Mehrfach tauchten antisemitische Bilder auf der Documenta auf. Die Kunstschau wollte einige Bilder nun „kontextualisieren“. Die Einordnung liegt WELT jetzt vor. Sie zeigt: Die verantwortlichen Künstler sehen kein Problem in den Zeichnungen. Im Gegenteil: Sie halten sich für Opfer.

1.) Israel-Hass auf der Documenta

Erst Ende Juli sorgten Zeichnungen auf der Documenta für einen handfesten Skandal. Bilder eines Archivs zur algerischen Frauenbewegung zeigten israelische Soldaten entmenschlicht als Roboter oder mit großer Hakennase. Die Kunstschau prüfte die im Fridericianum ausgestellten Bilder, sah darin jedoch keine Darstellung von Juden „als solche“ – es wurde eine „Kontextualisierung“ der gezeigten Bilder versprochen. Diese Einordnung liegt seit Montag in Kassel aus und liegt auch WELT vor. Weitere seien noch in der Erstellung, teilt die Documenta mit. Verfasst wurde das Papier durch die Künstlergruppe „Archives des luttes des femmes en Algérie“ selbst. Man bedauere die „Anschuldigungen“, die das Zeigen der feministischen Zeitschrift „Présence de femmes“ von 1988 und die darin enthaltenen Zeichnungen von Burhan Karkoutly und Naji Al-Ali nach sich gezogen hätten. Die Bilder seien auf „Unverständnis“ gestoßen und zum „Gegenstand von Fehlinterpretationen seitens der Medien“ und durch Besucherinnen und Besucher geworden: „Doch die Bilder zielen nicht auf Juden oder Jüdinnen als Einzelpersonen oder als Gemeinschaft ab, sondern sie kritisieren die israelische Armee“, schreiben der Künstler. Die erste Zeichnung von Karkoutly illustriere eine Geschichte aus einem Kinderbuch des palästinensischen Schriftstellers Ghassan Kanafani, welche eine „Begebenheit aus der Zeit vor der Nakba“ erzähle: „Jüdische Milizen stellen sich einer Gruppe von Palästinensern in den Weg, ermorden sie auf brutale Weise und zwingen ein Kind, sich das grausame Geschehen mit anzusehen“, so die Zusammenfassung. Die israelischen Historiker Benny Morris und Ilan Pappé hätten „solche von zionistischen Milizen begangenen Massaker minutiös dokumentiert“.

Welt-online

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Wann und Wo, hätten sich denn ein Rechtstaatlich geführter Staat jemals erdreistet etwas anderes als eine Terrororganisation anzugreifen, um Menschenleben auszulöschen?

Nach einem Präventivschlag Israels eskaliert die Gewalt. Terroristen feuern Hunderte Raketen ab, 31 Menschen sterben im Gazastreifen.

2.) Israel: Angriffe auf Terror-Organisation 

Knapp 600 Raketenangriffe auf Israel seit Freitag, auf palästinensischer Seite werden 31 Tote gemeldet: das ist die vorläufige Bilanz am dritten Tag der israelischen Operation im Gazastreifen. Israel hatte am Freitagabend überraschend Ziele der Terrororganisation Palästinensischer Islamische Dschihad (PIJ) beschossen. Seitdem sind die Menschen diesseits und jenseits der Grenze zwischen Israel und dem palästinensischen Gazastreifen ständigem Beschuss ausgesetzt, wobei die israelische Armee betont, nur militärische Ziele anzugreifen. Zwei hochrangige PIJ-Führer im Gazastreifen wurden bei gezielten Angriffen getötet, auch ein regionaler PIJ-Kommandant im Süden des Gazastreifens kam laut Armeeangaben ums Leben. Zugleich gingen israelische Streitkräfte in mehreren Städten im Westjordanland gegen PIJ-Strukturen vor. Das Kalkül der Israelis: Die Terrororganisation Islamischer Dschihad zu schwächen, ohne die im Gazastreifen herrschende Hamas in die Eskalation hineinzuziehen. Knapp 15 Monate nach der letzten elftätigen kriegerischen Auseinandersetzung, ist die Organisation geschwächt. Die Hamas müsse sich davon erst erholen, sie habe kein Interesse an einem neuerlichen Krieg, pflegen israelische Militärs zu betonen. Tatsächlich wurden bisher laut israelischen Angaben sämtlicher Raketenbeschuss vom der PIJ verübt. Die Frage ist, was passiert, wenn sich das Kalkül der Armee als Irrtum erweist und die Hamas ihre passive Haltung aufgibt. Druck auf Hamas verstärkt sich.

WAZ-online

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Da macht es die SPD ihren Schrittmachern des Parteilobbyismus Schröder und Gabriel nicht einfach die Leitfäden in ihren Händen zu halten. In der heutigen TAZ wird schon der Kanzlersturz angedacht. Olaf Scholz und Kahrs – die wollten einmal  Sozialstaat ? Oder war dieser Wählerbetrug schon von Helmut Schmidt so vorgesehen? 

Cum-Ex-Affäre in Hamburg. Beinahe täglich gibt es neue Details zur Hamburger Cum-Ex-Affäre. Auch der Kanzler soll im Untersuchungsausschuss erneut aussagen.

3.) Droht der Kanzlersturz

Fast jeden Tag gibt es neue Details rund um den Steuerverzicht der Hamburger Finanzbehörde aus dem November 2016 gegenüber dem Bankhaus Warburg. Die 47 Millionen Euro, die man damals als verjährt bezeichnete, wurden inzwischen jedoch durch die Entdeckung einer Whatsapp‑Nachricht der damals zuständigen Finanzbeamtin Daniela P. zum „teuflischen Plan“ veredelt. Prompt bemühten sich die SPD-Vertreter im Untersuchungsausschuss Daniela P. zur Einzeltäterin zu stilisieren. Viel näher liegt jedoch die Vermutung, dass Daniela P. – von wem und wie auch immer – beauftragt war, einen juristischen Ausweg zu suchen, um die Steuernachforderung zu stoppen. Auch die 214.800 Euro in kleineren Scheinen und die 2.400 US-Dollar in einem Sparkassen-Schließfach des Hamburger Sozialdemokraten Johannes Kahrs sorgen für anhaltende Verwunderung. Woher kam das Geld? Zudem wurde jetzt bekannt, dass inzwischen ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Köln vom 30. März 2022 für das E-Mail-Postfach olaf.scholz@sk.hamburg.de (sk für „Senatskanzlei“) umgesetzt wurde. Alle Mails seit 1.1.2015 wurden inzwischen durchsucht. Gut möglich, dass dort weiteres belastendes Material sichergestellt wurde. Schwindendes Elefantengedächtnis „Immer neue Enthüllungen sowie die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Köln bringen Licht ins Dunkel“, erklärte CDU-Fraktionschef Dennis Thering dem Hamburger Abendblatt und legte nach: „Die Schlinge um die politisch Verantwortlichen in der Cum-Ex-Steuergeldaffäre zieht sich langsam zu.“ Tatsächlich legt die Indizienlage eine Kumpanei von Stadtstaatsvertretern, Finanzbehörde und Bankhaus Warburg inzwischen immer näher: Erhielt der Hamburger SPD-Politiker Johannes Kahrs die Parteispenden von mehreren 10.000 Euro für seine Parteibasis im Bezirk Hamburg Mitte für seine Vermittlung von Gesprächen zwischen Bankchef Olearius und Bürgermeister Olaf Scholz im Amtszimmer?

TAZ-online

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Wann war eine Obdachlosenunterkunft denn mehr als eine staatliche Anstalt zur Sicherung staatlicher Ansprüche, denn ansonsten wären die dortigen Menschen ja nicht Obdachlos geworden! Gerade hier, in diesen Land, in der eine jede Regierung schon immer die Lieder der Sozialität gesungen hat, Bekam noch nie irgendwer etwas geschenkt. Im Gegenteil für alles wurde für viele Jahre in voraus entsprechende Steuern gezahlt. Die wahren  Schweine hören wir an der Wohligkeit ihres grunzen.

Die Republik Moldau gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Der Krieg in der Ukraine hat die Probleme noch vergrößert. Wie Ewa* verlassen viele das Land auf der Suche nach Arbeit, sie finden oft nur Prekarisierung und Ausbeutung.

4.) Ausgebeutet in der EU

Ewa* hasst alles hier: das kleine Zimmer, das sie sich teilen muss; die dreckigen Gemeinschaftsduschen, die Toilette auf dem Gang; den ständigen Lärm und die Streitereien unter ihren Nachbarinnen und Nachbarn; dass sie nie ihre Ruhe hat und vor allem, dass sie hier gelandet ist. Die Obdachlosenunterkunft befindet sich im Osten Berlins, zum nächsten S-Bahnhof fährt alle 20 Minuten eine Tram. Nachts oder wenn man die Tram verpasst hat, muss man laufen, 20 Minuten dauert der Weg zu Fuß – vorbei an einer Tankstelle, Kleingartenanlagen und einem Friedhof. Länger braucht man, wenn man wie Ewa hochschwanger ist und nur langsam gehen kann. Als Ewa vor drei Jahren aus der Republik Moldau in Berlin ankam, hatte sie einiges durchgemacht. Es hatte nicht mehr viel gegeben, was sie noch in Moldau gehalten hätte. Berlin sollte ihr Neuanfang sein für ein besseres Leben, eines in Würde statt in Armut. Wie Ewa verlassen jedes Jahr Tausende junger Menschen die Republik Moldau auf der Suche nach Arbeit in Richtung EU. Als Eintrittskarte zum EU-­Arbeitsmarkt dient die rumänische Staatsbürgerschaft, die für moldauische Staatsbürgerinnen und -bürger meist einfach zu bekommen ist. »Ich sollte zehn Tage am Stück arbeiten, die Arbeit war schwer und es gab keine Pausen.« Ewa*, Arbeitsmigrantin aus Moldau In den neunziger Jahren und Anfang der Nuller führten die Routen der Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus der ehemaligen Sowjetrepublik Moldau vor allem nach Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Russland. Deutschland ist erst seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008 als Zielland immer wichtiger geworden. Von den rund 3,2 Millionen Moldauerinnen und Moldauern arbeitet heute schätzungsweise eine Million im Ausland. Und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Jungle.world-online

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Spielen die politischen Affen nicht lieber mit Waffen, da sie damit auch noch gute Geschäfte machen ? Nur, dort wo die „Werte Demokratie“ nur noch als Schmuckkästen einer „Nazi“-onalen Staatsräson verkauft werden kann, braucht sich Niemand verwundert die Augen aufgrund der Folgen zu reiben!

Ist für Frieden mit Russland Demokratie notwendig? Es braucht langen Atem in der Suche nach Wegen zur friedlichen Koexistenz mit Russland, sagen die Hamburger Friedensforscher Hegemann und Kahl.

5.) Friedens Fragen an die Politik

Gegenwärtig stehen die möglichst rasche Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine und der Schutz von Russlands Nachbarn im Vordergrund. Wir sollten uns aber bereits jetzt auf die Suche nach Ideen und Konzepten für eine langfristige Friedensordnung in Europa machen. Eine reine Politik der Abschreckung wird dabei allein nicht ausreichen. Anstatt vor allem auf eine vermeintliche Rückkehr der Geopolitik im Ringen der Großmächte zu starren und diese als unverrückbare neue Realität auf unabsehbare Zeit hinzunehmen, dürfen wir auch das Innenleben der beteiligten Staaten und Gesellschaften nicht aus dem Blick verlieren. Putin und der Ukraine-Krieg: Abschreckung allein reicht nicht. Kurz- und mittelfristig wird nach dem Angriff auf die Ukraine eine Kombination aus Abschreckung und Diplomatie Grundlage des Umgangs mit einem Russland unter Wladimir Putin sein müssen. Ein reiner „Abschreckungsfrieden“ aber bleibt langfristig immer instabil, da er die inneren Ursachen von Kriegen unberührt lässt. Wahlen allein sind dabei kein Garant dafür, dass ein Staat keinen Krieg gegen eine Demokratie führt. Es gehört mehr dazu: funktionierende demokratische Kontrolle der Staatsorgane, eine plurale Medienlandschaft und eine lebendige Zivilgesellschaft. An all diesem mangelt es in Russland gegenwärtig. Die öffentlich inszenierte Unterwerfung des russischen Sicherheitsestablishments im Vorfeld der Invasion in der Ukraine verdeutlichte eindrücklich das Fehlen funktionierender Kontrollinstanzen für Putins Feldzug. Der Erhalt individueller Freiheitsrechte und die Kontrolle staatlichen Handelns müssen stets neu erstritten werden. Sie setzen autoritäre Herrschaft unter Legitimationsdruck und tragen zu ihrer Unterwanderung bei. Aufgezwungen werden dürfen diese Werte anderen Gesellschaften jedoch nicht.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

2 Kommentare zu “DL – Tagesticker 10.08.2022”

  1. Otto sagt:

    zu 3)

    Diese SPD wird alles deckeln …

  2. bremerderZweite sagt:

    zu 3)
    https://www.focus.de/politik/deutschland/200-000-euro-im-schliessfach-johannes-kahrs-selbst-minister-zitterten-vor-ihm-auch-scholz_id_131907886.html
    200.000 Euro im Schließfach „Selbst Minister zitterten vor Kahrs“ – so tickt der umstrittene SPD-Mann

    Diese S P D , einfach ekelhaft, so wie deren Politik seit 1998 mit Schröder, Steinmeier, Clemens, Müntefering, Scholz !!!, und dann noch einmal 12 Jahre lang mit der Merkel-CDU-CSU.

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