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DL – Tagesticker 08.03.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 8. März 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Zum „Weltfrauentag“ geht unser Glückwunsch an alle Frauen und die welche es noch werden möchten.  Aber trotz allen:  Auch heute die Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) 100-Milliarden-Sondervermögen   – . –  2.) Die amerikanisch-chinesische Achse   – . –   3.) Schröder, antreten, sofort!   – . –  4.) Der Ukraine-Krieg   – . –  5.) Gigafactory in Grünheide   – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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100 Milliarden für das staatliche Kriegsorchester in ihren aufgepeppten Uniformen? Für ein Heer welches nahezu tagtäglich seine wahre Herkunft nicht verbergen kann, und auf einer absoluten Untertänigkeit des freien Willens aufgebaut wurde. Gibt es keine besseren Möglichkeiten auf seine wahre Herkunft aufmerksam zu machen? Wie wäre es, würde diese „Kriegskasse über die staatlichen Haftanstalten“, in der die Mörder zur einer lebenslangen Strafe verdonnert werden ausgeschüttet werde? Sind dieses etwa die schlechteren Mörder nur weil sie bei ihren Taten keine Uniformen trugen ? Der Staat sollte mehr Hirn zeigen, bevor er die Gelder der Steuerzahler in einen freien Raum wirft. Heißt es nicht an einer Stelle: „Nur an ihren Taten sollt ihr sie erkennen?“ Hier klatschen die zwei Hände nicht aufeinander! „BASTA!“

SPD-Senioren gegen Aufrüstung der Bundeswehr

1.) 100-Milliarden-Sondervermögen

Bundeskanzler Scholz will als Reaktion auf den russischen Überfall auf die Ukraine die Bundeswehr mit einem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro ausstatten. Die Senioren-AG der Partei spricht von einem »Irrweg«. Es ist eine Zeitenwende in der deutschen Verteidigungspolitik: Vor rund einer Woche kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz an, ein Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro anzulegen. Abrüstung und Entspannung gehörten bislang zur politischen DNA der Sozialdemokraten. Nun hat sich die Seniorengruppierung »AG 60 Plus« der SPD gegen Scholz‘ Pläne ausgesprochen. Das berichtet die »Süddeutsche Zeitung«. Demnach sagte der frühere Bundestagsabgeordnete Lothar Binding: »Der Überfall auf die Ukraine ist eine Zeitenwende, schafft einen Ausnahmezustand. Trotzdem darf dieser Schock nicht dazu führen, die Kernbestandteile sozialdemokratischer Identität infrage zu stellen oder eine Aufrüstungsspirale mit unabsehbaren weltweiten Folgen zu rechtfertigen.«

Spiegel-online

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Der Krieg ist immer schon für alle Beteiligten eine blutige Angelegenheit, da all darin Involvierten nur den staatlichen Auftrag haben sich in trauter Gegenseitigkeit auszulöschen. Das alleine ist die Aufgabe eines jeden Militärs und jeder der daran beteiligten Staatenführer, egal ob Sieger oder Verlierer müsste nach Beendigung vor ein Internationales Kriegsgericht gestellt werden. Über die entsprechenden Strafen, für das vorsätzliche ermorden von Menschen müssen natürlich unabhängige Gerichte aus einen neutralen  Land entscheiden.

Weltordnung nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine

2.) Die amerikanisch-chinesische Achse

Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine wurde die Nato zwar wachgerüttelt, wiederauferstanden ist sie aber nicht. Dennoch wird sich Putins Traum von der Wiedererlangung sowjetischer Größe nicht erfüllen. Stattdessen könnte der Krieg sogar zu einer Allianz zwischen Peking und Washington führen. Krieg ist für alle Beteiligten eine Qual. Kriege sind blutige Angelegenheiten, die nicht nur für die Soldaten, die sie führen, Konsequenzen haben. Sondern auch für die Regierungen, die sie beschlossen haben. Eine unbequeme und daher oft übersehene Tatsache des Krieges besteht darin, dass diese Folgen manchmal bedeutender sind als das, worum der Krieg geführt wurde. Ich glaube, dass dies in der Ukraine der Fall ist. Es ist fast unmöglich, einen Krieg in seinen ersten Tagen richtig zu analysieren. Die Fehlinformationen und Desinformationen, die Propaganda und die Mutmaßungen sind einfach zu groß, um sie zu überwinden. Aber ich will Folgendes sagen: Wenn Russland diesen Krieg verliert oder wenn sich der Krieg als langwierige und zermürbende Angelegenheit erweist, wird jenes Russland, das Präsident Wladimir Putin schaffen wollte, niemals zustande kommen. Er sagte einmal, der Zusammenbruch der Sowjetunion sei eine der größten geopolitischen Katastrophen der Geschichte gewesen. Mit dem Einmarsch in die Ukraine will er vielleicht beweisen, dass der Zusammenbruch überwunden ist, dass die Grenzen der Sowjetunion und des Russischen Reiches wiederhergestellt sind und dass Russland nun in der ersten Reihe der Großmächte steht. Deutschlands Sonderrolle.

Cicero-online

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Das schönes Spielchen der SPD dreht sich nur um die Frage: „Wer macht hier den Herrn Puntila und wer ist sein Knecht Matti?“ Ist alles nur eine Frage des Geldes und müssten dann nicht auch die Helfer zur Rechenschaft gezogen werden? Eventuell die gesamte Spitze der SPD mit seinen Gruß Onkel, als die cleveren Vorarbeiter? Aber die Letzt Genannten knicken nun natürlich alle ab, wie in der Politik immer übel und lassen den Dreckspatz alleine trillern. Gäbe es eine bessere Strafe als: „Ab Marsch – Marsch“ – verteidigt die Ukraine gegen euern Kumpel? Als Diener eures Staates!

Kritik an Ex-Kanzler Schröder

3.) Schröder, antreten, sofort!

Ex-Kanzler Schröder macht sich wegen seiner Verbindungen nach Russland unbeliebt. Dabei könnte er versuchen, Putin zur Vernunft zu bringen. Der arme Gerd kann einem fast schon leidtun. Bloß weil der Ex-Kanzler in unverbrüchlicher Treue zu seinem Freund Wladimir in Moskau steht, wird Gerhard Schröder jetzt von allen gehörig zusammengestaucht. Jetzt-Kanzler Olaf Scholz hat seinen Vorvorgänger aufgefordert, seine Posten bei russischen Staatsunternehmen zu räumen. Die Arbeiterwohlfahrt, also die praktische Seele der Sozialdemokratie, hat Schröder am Wochenende den Heinrich-Albertz-Friedenspreis aberkannt, der nach einem SPD-Politiker benannt ist. Die Schröder-Stadt Hannover will ihm die Ehrenwürde entziehen. Obendrein wird ihm jetzt auch noch untersagt, das von ihm höchstpersönlich initiierte und von seinem anderen Buddy, dem Maler Markus Lüpertz, gestaltete „Reformationsfenster“ in die Marktkirche in Hannover einbauen zu lassen. Geht es noch deprimierender? Klar. Seine Ex-Frau fordert in der Bild, den Gerd nicht in eine Reihe mit Hitler zu stellen – was man durchaus als vergiftetes Lob lesen kann. Prompt legt das Springer-Blatt noch eins drauf und veröffentlicht eine Umfrage, laut der 74 Prozent der Bundesbürger für einen Parteiausschluss sind. Der Ex der Republik, der einst nur Bild und Glotze zum Regieren brauchte, ist von allen guten Geistern verlassen.

TAZ-online

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Besagte Torheiten der Regierenden, Begannen und Endeten, wie wir jetzt sehen können, nicht erst unter Merkel. Gleichwohl unter der selben Sozialisierung wie Putin aufgewachsen, und entsprechender Ritualisierung, vom frühen Kindesalter an, welche den Eigenblick eintrübte. Eine klare Aussprache war wohl nie gemeinsames Thema auf alle diesen überflüssigen „Sich selbst erhebenden Gipfeltreffen“? Dort wurde den Zuschauenden Bürger-Innen nur eitel Sonnenschein vorgegaukelt.

Die Torheit und der Trugschluss Wladimir Putins

4.) Der Ukraine-Krieg

Der Überfall auf die Ukraine bringt Russland auf Dauer nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Von vier Annahmen lässt sich der Kreml leiten. Die Trojaner zogen das hölzerne Pferd in die sicheren Stadtmauern und ermöglichten es so dem Feind, einzudringen. Die Briten verspielten Nordamerika und wurden zum Geburtshelfer der neuen Weltmacht USA und des eigenen Abstiegs. Die Weltmacht USA verrannte sich in den Vietnamkrieg, den sie nicht gewinnen konnte, aber unbedingt führen wollte, und endete in einer moralischen Katastrophe. Die Liste für manchmal an den Tag gelegte Torheit der Regierenden ließe sich verlängern. Die Historikerin Barbara Tuchman beschreibt sie als eine Art von Missregierung, die dem Eigeninteresse des jeweiligen Staates zuwiderläuft. Es kommt dazu, obwohl es praktikable Alternativen gibt. Die Torheit folgt einer Rationalität, konterkariert aber die eigenen Ziele und führt letztlich ins Desaster. Jüngster Fall solcher Torheit ist Wladimir Putins Invasion der Ukraine, die aus seiner Sicht für die nationale Sicherheit Russlands unverzichtbar ist. Seine Auslegung des 1990 in der „Charta von Paris“ festgelegten Prinzips gleicher Sicherheit fordert die Anerkennung dieser russischen Einflusszone. Der Ukraine verheißt das eine nur eingeschränkte Selbstbestimmung und keine NATO-Mitgliedschaft. Neutralität wäre vielleicht ein Modell gewesen, das den Krieg hätte verhindern können, desgleichen ein Moratorium oder gar ein Stopp für die Erweiterung der NATO. Schließlich hatten Deutschland und Frankreich bereits 2008 verhindert, dass ein Aufnahmeprozess mit dem Membership Action Plan beginnt. Im Moment schien ein NATO-Anschluss der Ukraine auf absehbare Zeit kaum denkbar. Man hätte über all das reden können – es gab politische Auswege für den russischen Staatschef. Vier Annahmen des Krem.

Der Freitag-online

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Welch eine Regierung in diesem politischen Irrenhaus lässt sich nicht von entsprechenden Geldgebern beeinflussen, wobei die Gesellschaft nur von den kleinen „Kröten“ aus den politischen Sümpfen erfährt. Warburg-Bank oder Wirecard spielten in  ganz anderen Ligen ab und werden so lange auf Eis gelegt, bis alle Täter-Innen von den Bildflachen verschwunden sind. Der Schlaf ist hier der tüchtigste Helfer in der Politik, das ganze auch ohne Rausch.

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Grün war die Heide – die Heide war grün

Tesla-Boss als Taktgeber

5.) Gigafactory in Grünheide

Elon Musk treibt Brandenburger Landeskabinett vor sich her. Umweltverbände halten dagegen – politisch und rechtlich. Höflichkeitsfloskeln und Reklamesprüche, die kann er gut. Deutsch bisweilen auch. »Ich möchte mich recht herzlich bedanken«, ließ Elon Musk am vergangenen Freitag über seinen Twitteraccount verlauten. Und: Die Zukunft sei sehr spannend! Dahinter – graphische Zierde – zwei Deutschlandfähnchen. Der Boss des US-Elektroautobauers goutierte damit den positiven Bescheid beim immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren seitens der Landesregierung Brandenburgs. Die zuständige Behörde, das Landesamt für Umwelt (LfU), gab gleichentags grünes Licht für die Gigafactroy in Grünheide bei Berlin – der Form halber mit ein paar Auflagen. Nur, ganz störungsfrei verlief der Abschluss der »Mammutaufgabe« (Ministerpräsident Dietmar Woidke, SPD) dann doch nicht. Später mehr. Es wirkt wie eine bizarre Liaison: Brandenburgs Kabinett und das Musk-Imperium. Für Landeschef Woidke verlief das Procedere »in hoher Qualität und rasantem Tempo«. Viel PR-Tamtam und Selbstlob also. Christiane Schröder widerspricht. »Das Genehmigungsverfahren ist vor allem eine Pannengeschichte«, sagte die Landesgeschäftsführerin des Naturschutzbundes (Nabu) in Brandenburg am Montag im jW-Gespräch. Fehlende Gutachten, überforderte Behörden und Tricksereien durch Tesla. Ein Beispiel: Eine Lagerhalle auf dem Tesla-Gelände wurde kurzerhand zur Batteriefabrik. Umwidmen heißt der simple Vorgang. Bestimmte Befugnisse waren damit für den US-Elektroautobauer nicht mehr nötig.

Junge. Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     — Blick auf das Gelände der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg

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