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RENTENANGST

DL – Tagesticker 07.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 7. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Aber – Die Deutsche Schützenlisel war doch nicht darunter ? Wo liegt also der Deutsche Reiz ? Haben die Internationalen „Friedenstruppen“ den Taliban nicht erst richtig den Rücken gestärkt ? Das heutige Gejammer spricht die deutliche Sprache „Weißer Versager!“ Ein bayrisches Seepferdchen lässt ebenfalls grüßen.

Taliban bestätigen Berichte über Tötung von vier Frauen

1.) Afghanistan

In Masar-i-Scharif sind vier Frauen tot aufgefunden worden, darunter eine Bürgerrechtsaktivistin. Die Taliban geben an, sie hätten zwei Tatverdächtige festgenommen. In der nordafghanischen Stadt Masar-i-Sharif sind vier Frauen getötet worden, unter ihnen eine Bürgerrechtsaktivistin. Nach Angaben des von den Taliban geführten Innenministeriums wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Sprecher Qari Saeed Khosty sagte, die Verdächtigen hätten nach einem Verhör gestanden, dass sie ihre Opfer in ein Haus eingeladen hätten. Weitere Details nannte Khosty nicht. Die Frauen waren diese Woche tot in einem Haus im Wohngebiet Shahrak Khalid in Masar-i-Sharif aufgefunden worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP gab eine Frauenrechtsaktivistin und Mitarbeiterin einer internationalen Organisation an, eines der Opfer zu kennen: Es handele sich um Frosan Safi, „eine Frauenaktivistin, die in der Stadt sehr bekannt war“. Angehörige Safis sagten einem örtlichen Radiosender, die Aktivistin sollte vor mehr als zwei Wochen über ein Drittland nach Deutschland gebracht werden. Als sie nichts mehr von ihr hörten, hätten sie gehofft, sie sei bereits außer Landes. Die Identität der übrigen drei Frauen wurde nicht genannt.

Zeit-online

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Ach wie gerne wäre doch die Mutter aller Muttis in ihren, – in der Jugend eintrainierten, Stechschritt, mit rechter Hand zur Mütze, daran vorbeimarschiert? Wer hatte geraten – die Zeit zu verschlafen?

Geopolitisches Ringen um die Krim –

2.) Die ewig umkämpfte Halbinsel

Fast acht Jahre nach der Annexion der Krim durch Russland droht weiterhin eine Eskalation des Konflikts. Die komplizierte Gemengelage zwischen Moskau, Kiew und Ankara ist derzeit die größte Gefahr. Aber warum ist die Krim überhaupt so wichtig? Eine historische Einordnung. Die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Türkei intensiviert sich: Erst vor wenigen Tagen setzte das ukrainische Militär Drohnen aus türkischer Produktion ein, um Milizen im Donbass zu bekämpfen, jener umstrittenen Region im Osten der Ukraine, die von Russland unterstützt wird. Inzwischen haben die Türkei und die Ukraine angekündigt, in der Nähe von Kiew eine Einrichtung zur Wartung, Reparatur und Modernisierung von Kampfdrohnen zu errichten. Buchstäblich mittendrin befindet sich die Halbinsel Krim. Russland beansprucht die Krim seit langem als seinen Einflussbereich und nutzt die Halbinsel, um seine strategische Tiefe zu verbessern ebenso wie seine Position im Schwarzen Meer und um einen strategischen Standort für hochentwickelte Militärbasen zu schaffen. Im Jahr 2014 verzichtete es auf jeglichen Anschein und annektierte die Region einfach. Doch trotz Moskaus Einfluss dort zeigt die Geschichte, dass es schwierig ist, eine dauerhafte Kontrolle aufrechtzuerhalten, da dies direkt gegen die türkischen Interessen gerichtet ist. Geopolitische Gegebenheiten-

Cicero-online

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Greta kann nicht irren, denn in der Kindheit oder Jugendzeit kommen Antworten meisten aus den Impuls heraus. Dagegen lassen sich Politiker-Innen bis zu 50 Jahre Zeit, bevor sie ihre Antworten herausstammeln. Wer hatte denn den Weltuntergang nicht schon in einen Lied zu Karneval mit den Datum als 30. Mai vorgetragen? Zu jener Zeit stand Greta wahrscheinlich noch nicht auf der Zeugungsliste.

Klimagipfel in Glasgow:

3.) Wo Greta Thunberg irrt

Zu wenig, zu langsam, das ist die Standardreaktion vieler Beobachter auf den Klimagipfel. Doch was in Glasgow passiert, sollte auch Pessimisten Hoffnung machen. Ein „zweiwöchiges Zelebrieren von Business as usual und Blablabla“. So kommentierte Greta Thunberg den Klimagipfel, der derzeit in Glasgow stattfindet. So sehen es viele Beobachter*innen: Was diskutiert wird, ist im Zweifel niemals ausreichend, was angekündigt wird, dauert immer zu lange, was versprochen wird, ist oft wenig glaubwürdig. Das gilt natürlich auch für die aktuelle Konferenz, die 26. ihrer Art: Gemessen am Ziel, den Temperaturanstieg sicher auf 1,5 Grad zu begrenzen, wird auch diese Klimakonferenz scheitern. Und weil oberhalb dieser Grenze in vielen Teilen der Welt schlimme Veränderungen drohen, ist die Empörung nachvollziehbar, mit der viele Ak­ti­vis­t*in­nen beim Gipfel auftreten. Doch man kann den aktuellen Zustand auch optimistischer sehen – und zwar indem man ihn nicht mit der Idealvorstellung vergleicht, sondern mit der Situation vor sechs Jahren. Vor dem Klimagipfel in Paris drehte sich die Debatte praktisch nur um das 2-Grad-Ziel. Die Aussage, zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen, um möglichst nahe an 1,5 Grad zu bleiben, wurde in letzter Minute auf Druck der kleinen Inselstaaten aufgenommen, von den Industriestaaten aber zunächst nicht wirklich ernst genommen. Das hat sich seitdem komplett verändert: In Glasgow steht das 1,5-Grad-Ziel im Mittelpunkt und die meisten Akteure bekennen sich dazu. Emissionen sind zuletzt langsamer gestiegen.

TAZ-online

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Auch wenn die Zeit vergeht, bleibt der Verstand nicht bei Jeder oder Jeden stehen. Ist genau das aber nicht der große Unterschied zwischen Politiker-Innen welche nichts wissen und Zivilisten bei welchen das Rückgrat noch an der richtigen Stelle sitzt? 

„Zuckerberg ist Teil des Problems“

4.) Facebook

Frances Haugen hat sich mit dem Unternehmen angelegt. Ihre Enthüllungen zeigen, wie die Plattform von Hass und Hetze profitiert. Doch wer ist die Frau hinter den Leaks? Es war nicht Frances Haugens bevorzugter Plan, Whistleblowerin zu werden. Sie stehe nicht gern im Zentrum der Aufmerksamkeit, erzählt die Datenspezialistin. Aber was sie während ihrer Arbeit bei Facebook beobachtete, zwang sie zum Handeln und machte sie weltweit bekannt. „Was ich getan habe, war nicht mein Plan A. Auch nicht Plan B oder C. Es war vielleicht Plan J, wenn überhaupt“, lacht sie im Video-Interview. „Und niemand hat sich mit mir zusammengesetzt und gesagt: ,Ich möchte, dass du das alles nach außen trägst.‘“ Aber genau das hat Haugen getan. Im Mai dieses Jahres kündigte sie ihren Job und nahm zehntausende interner Dokumente mit. Deren Inhalt löste einen Strudel von Anschuldigungen aus. So soll Facebook gewusst haben, dass seine Produkte die psychische Gesundheit von Jugendlichen schädigen und ethnische Gewalt in Ländern wie Äthiopien schüren. Auch habe die Firma es versäumt, Fehlinformationen vor dem Sturm aufs Kapitol in Washington zu unterbinden. Das alles hatte Haugen schon vor dem US-Senat ausgeführt. Nun wiederholte sie Ihre Kritik vor dem britischen Parlament. Facebook schlittert unterdessen immer tiefer in die Krise, daran ändert auch die Umbenennung in Meta nichts. Für die 37jährige Haugen kam der entscheidende Wendepunkt, als sie zu ihrer Mutter zog. Diese hatte ihre akademische Karriere aufgegeben, um Priesterin zu werden. „Ich habe wirklich Glück, dass meine Mutter Priesterin der Episkopalen Kirche ist“, sagte Haugen. „Im vergangenen Jahr lebte ich sechs Monate bei ihr. Damals war ich in einer schweren Krise wegen der Dinge, die ich bei Facebook sah. Ich war mir sicher, dass die Probleme nicht innerhalb von Facebook gelöst werden würden.“ „Ich tat, was ich für notwendig hielt, um das Leben von Menschen zu retten“

Der Freitag-online / The Guardian-online

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Soooolange sind die Wahlen doch nicht vorbei – da uns die Gegenwart wieder hinter der Zeitgeschichtlichen Mauer verschwand. Folgerichtig alles wie gehabt. Egal ob Politik oder Religion, welche ihr Nichtwissen Glauben, alles widerholt sich in schönster Regelmäßigkeit.

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Blick von außen: „Faszination und Schrecken“ –

5.) Als Deutschland China war

Die Versuche, Berlins Militarismus zu erklären, sagen etwas über die Herangehensweise der Analysten an Peking aus. Das moderne China wird von Beobachtern mit dem Deutschland des späten 19. Jahrhunderts verglichen. Steuert China also auf eine ähnliche Eskalation zu? Der Historiker Lucian Staiano-Daniels begibt sich in diesem Beitrag auf eine historische Spurensuche. Dieser Artikel liegt erstmals in deutscher Sprache vor – zuerst veröffentlicht hatte ihn am 17. September 2021 das Magazin „Foreign Policy*“. Seit einiger Zeit vergleichen gelehrtere außenpolitische Kommentatoren das moderne China* mit Deutschland im späten 19. Jahrhundert. Dieses Argument hat eine gewisse Anziehungskraft, aber es ist auch eines, das über diejenigen, die es vorbringen, genauso viel aussagt wie über diese beiden Länder. Der eigentliche Knackpunkt dieses Arguments liegt vielleicht nicht in den Ähnlichkeiten zwischen den beiden aufstrebenden Nationen, sondern darin, wie andere sie sehen – und warum. Ähnlichkeiten zwischen China und dem historischen Deutschland. Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen dem heutigen Peking und dem damaligen Berlin, aber ob sie oberflächlich oder tiefgreifend sind, darüber lässt sich streiten. Im späten 19. Jahrhundert war Deutschland* eine aggressive aufstrebende Macht, die sich häufig auf die Vergangenheit berief, aber in ihrer modernen Form erst wenige Jahrzehnte alt war. Das Wirtschaftswachstum erfolgte sehr spät und sehr schnell. Zwischen 1880 und 1913 wuchsen die deutschen Industrieexporte von weniger als der Hälfte der britischen Exporte an und überholten diese schließlich. Die großen deutschen Industrieunternehmen wurden von der deutschen Diplomatie gestützt. Der Autor Ernest Edwin Williams beschrieb in seinem Buch „Made in Germany“, wie deutsche Billigprodukte den britischen Markt überschwemmten: Die Deutschen arbeiteten härter bei längeren Arbeitszeiten und schlechterer Bezahlung; sie durften nicht streiken. Die Außenpolitik des Zweiten Reiches nach Otto von Bismarck war militaristisch und expansionistisch aufgestellt, aber unberechenbar. Deutschland baute eine Hochseeflotte auf, bewaffnete sich und erwarb Kolonien, in denen es einen der ersten Völkermorde des 20. Jahrhunderts beging. Es kultivierte das Osmanische Reich auf eine Art und Weise, die Chinas neuer Seidenstraßeninitiative* (Belt and Road) weitgehend ähnelt, bei der die Entwicklung und der Bau von Infrastrukturen, wie zum Beispiel Eisenbahnen, durch Syrien und Mesopotamien finanziert und Fachpersonal zur entsprechenden Schulung entsandt wird. „Wolfskrieger-Diplomatie“: Chinas Projekte zeigen Ähnlichkeiten auf

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten          —    Plakat „Doppelleben – Der Film“

Author DWolfsperger         /        Source  :     Own work    /     Date     :  1 August 2012

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