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DL – Tagesticker 06.03.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 6. März 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Das Scheitern der Schweizer Außenpolitik   – . –  2.) Frieden – „So schnell wie irgend möglich“   – . –  3.) Man sieht Deutschlands Eintreten als Einzelfall   – . –  4.) Hat Putin den Krieg schon verloren?   – . –  5.) Putins Krieg bewegt Die Linke   – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Siehe da – die Schweizer! Müsste diese Einsicht nicht den Blick der „Deutschen Kriegsmacht“ weiten? Wo sind sie geblieben, die Deutschen Regierungsganoven-Innen der letzten Jahr-zehnte, welche immer dorthin ihr Militär schicken wo es wenig zu verlieren gab. Zum Beispiel Afghanistan, Mali oder wo auch immer sonst, um letztendlich als Looser doch noch die Flucht zu ergreifen?

20 Jahre Schmusekurs mit Putin: Die Schweizer Außenpolitik ist gescheitert

1.) Das Scheitern der Schweizer Außenpolitik

Unser Land hat sich Wladimir Putin bis zuletzt schön geredet. Russland war ein Sehnsuchtsort für all jene, welche die Schweiz möglichst weit weg von der EU positionieren wollen. Die Welt blickt fassungslos auf Wladimir Putins Vernichtungsfeldzug gegen die Ukraine. Russlands Präsident verheddert sich in einer Spirale der Gewalt: Je mehr Schuld er auf sich lädt, desto weniger gibt es für ihn ein Zurück, desto mehr Schuld ist er bereit, auf sich zu laden. Derzeit sind im Grunde nur zwei Szenarien denkbar: Entweder wird die Ukraine gänzlich zerstört – oder Putins eigener Machtapparat stellt sich gegen ihn. Doch wie gross sind die Chancen dafür? Über die letzten Stunden von Putins Idol Josef Stalin wird berichtet: Selbst als der Massenmörder von einem Schlaganfall gelähmt am Boden seines Schlafzimmers lag, wagten es seine Mitarbeiter lange nicht, überhaupt nur den Raum zu betreten. Putins Bombardements pulverisieren alte Gewissheiten. Darunter die, dass ein Atomkrieg ganz und gar unvorstellbar sei. Auch erleben wir in diesen Tagen das totale Scheitern der Schweizer Aussenpolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte. Russland war ein Sehnsuchtsort für all jene, die unser Land möglichst weit weg von der EU positionieren wollen. Im August 2004 traf sich an der Universität St. Gallen eine illustre Männerrunde, um eine Neuverortung der Schweiz zu diskutieren. Der damalige Bundesrat Christoph Blocher war dabei, der Chef von Economiesuisse, Vertreter des Staatssekretariats für Wirtschaft. Man war sich einig: Die Eidgenossenschaft muss zu neuen Ufern aufbrechen – ausserhalb der Europäischen Union. Zu diesem Zeitpunkt war der EU-Beitritt noch erklärtes Ziel der Schweizer Aussenpolitik. Wenige Monate nach dem St. Galler Stelldichein beschloss die Landesregierung, dass es dieses Ziel so nun nicht mehr gebe. Stattdessen wollte man jetzt die Nähe zu den USA, zu China und Russland suchen.

Schweizer-Blick-online

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Noch sehen wir die Beiden ganz ohne Waffen, sich friedlich, schiedlich in ihren weichen Sesseln fläzen, so ganz vertieft in ihrer „Nazi“-onalen Staatsräson. Sollte ein Mann aus der BASTA Partei wirklich zwischen Gas und Geld vermitteln können, oder Endet das alles, wie in der Politik üblich, das bekannte Hornberger Schießen?

Scholz und Israel arbeiten gemeinsam an Kriegsende

2.)  Frieden – „So schnell wie irgend möglich“

In einem kurzfristig anberaumten Treffen tauschen sich Bundeskanzler Scholz und der israelische Ministerpräsident Bennett über den Ukraine-Krieg aus. Dabei vereinbaren die beiden Länder einen engen Austausch, den sie mit allen Kräften schnell beenden wollen. Nach einem Besuch in Moskau hat sich Israels Ministerpräsident Naftali Bennett in Berlin mit SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz über den Ukraine-Konflikt beraten. „Im Mittelpunkt des 90-minütigen Gesprächs standen die Ergebnisse der Unterredung, die der Ministerpräsident am Samstag mit dem russischen Präsidenten (Wladimir) Putin in Moskau gehabt hatte“, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in der Nacht mit. Man wolle in der Sache weiter in engem Kontakt bleiben. Das gemeinsame Ziel bleibe es, den Krieg in der Ukraine „so schnell wie irgend möglich“ zu beenden, hieß es in der Mitteilung weiter. „Daran werde man mit aller Kraft arbeiten.“ Scholz hatte erst vor drei Tagen Jerusalem besucht. Bennett hatte sich zuvor am Samstag in Moskau mit Kremlchef Putin getroffen, um über den Ukraine-Krieg zu sprechen. Aus Regierungskreisen in Jerusalem hieß es, das Gespräch zwischen Putin und Bennet in der russischen Hauptstadt habe drei Stunden gedauert. Bennett telefonierte mit Selenskyj.

NTV-online

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Hier einmal ganz unter uns gesagt: Wäre es nicht manchmal für Zuschauer vorteilshaft die Politiker-innen Kaste nur in „Schwarz-Weiß“ sehen zu müssen, um so auch noch die Klitzekleinen Unterschiede zwischen diesen, den Menschen ähnelnden Schleimbeuteln vertuschen zu können? Kronen tragen die Personen, schon in ihren Parteien hineingeborenen doch lange nicht mehr. Diese werden doch nur noch von religiösen Eiferern benutzt.

Ugandas Dissidenten feiern in Bayern, und Kampala versteht die Welt nicht mehr

3.) Man sieht Deutschlands Eintreten als Einzelfall

Am 7. Februar geschah in Uganda etwas Unerhörtes: Das Außenministerium schrieb Deutschland einen Protestbrief. In den sechs Jahrzehnten Geschichte Ugandas als unabhängiger Staat hatte es so etwas noch nie gegeben.Selbst während der düsteren Jahre des Idi-Amin-Regimes in den 1970er Jahren war die Bundesrepublik Deutschland der einzige westliche Staat, der Uganda nie fallen ließ. In seinen zahlreichen Konflikten mit Großbritannien und den USA nannte Idi Amin Deutschland gern einen wahren Freund, auf den Uganda immer zählen könne. Ein solcher Augenblick war 1975, als Uganda den Staatengipfel der OAU (Organisation für Afrikanische Einheit) ausrichten sollte, aber über kein Farbfernsehen verfügte. Westdeutschland kam als Retter in der Not mit Technologie und Ingenieuren und richtete die benötigte Technik in Rekordzeit ein, und die Welt konnte die ugandische Extravaganza mit fünfzig Staatschefs in Farbe sehen. Was also bewog Uganda jetzt zu diesem beispiellosen Schritt? Der Grund lag in der Verhaftung und Anklage von Kakwenza Rukirabashaija, einem 33 Jahre alten Schriftsteller, der immer ein Kritiker von Präsident Yoweri Museveni gewesen ist und im vergangenen Dezember über die Stränge schlug, als er den Präsidenten und seinen Sohn auf sozialen Medien beschimpfte. Deutschlands Botschafter in Kampala, Seine Exzellenz Matthias Schauer, tat etwas, womit niemand gerechnet hatte: Er schrieb dem Gericht, das Kakwenzas Reisepass als Kaution für seine Entlassung aus der U-Haft einbehalten hatte, dass die deutsche Botschaft einen Visumsantrag des Schriftstellers zur Reise nach Deutschland, um eine Auszeichnung von PEN International für seinen Mut entgegenzunehmen, „annehmen und unterstützen“ werde.

TAZ-online

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Aber müsste nicht nachgefragt werden , wer ihn zu solchen Taten getrieben haben könnte? Gab es viele Machthaber-innen auf dieser Welt, welche alles aus eigener Erfahrungen über das Aufwachsen von Putin mussten, um aus eigenen Erleben und eigenen Erfahrungen hätte eingreifen können und müssen? Es nicht viele Dinge welche Politiker-Innen aus selber gemachte Erfahrungen verwerten können – aber es gibt auch keine Entschuldigungen, für das Versagen eines kritischen Blick. Es sei denn, man hätte „das Eigene sich selbst werden“, zu lange seinen Eltern überlassen.

Es ist möglich, dass Russland das ganze Land erobert.

4.) Hat Wladimir Putin den Krieg schon verloren?

Es ist möglich, dass Russland das ganze Land erobert. Trotzdem droht dem russischen Präsidenten eine schwere Niederlage. Warum erklärt der israelische Star-Historiker Yuval Noah Harari. Weniger als eine Woche nach Beginn des Krieges wird zunehmend wahrscheinlich, dass der russische Präsident Wladimir Putin auf eine historische Niederlage zusteuert. Selbst wenn er alle Kämpfe gewinnt, wird er den Krieg verlieren. Putins Traum vom Wiederaufbau des russischen Reiches basierte immer auf der Vorstellung, dass die Ukraine keine echte Nation sei, dass die Ukrainer:innen kein echtes Volk seien und die Einwohner:innen der ukrainischen Städte Kiew, Charkiw und Lwiw sich danach sehnen, von Moskau regiert zu werden. Diese Lüge hat der russische Despot so oft erzählt, dass er sie anscheinend selbst glaubt. Als Putin die Invasion der Ukraine plante, konnte er auf viele bekannte Tatsachen zählen. Er wusste, dass Russland der Ukraine militärisch haushoch überlegen ist. Er wusste, dass die Nato keine Truppen schicken würde, um der Ukraine zu helfen. Er wusste, dass die europäische Abhängigkeit von russischem Öl und Gas Länder wie Deutschland zögern lassen würde, harte Sanktionen aufzulegen. Basierend auf diesen bekannten Tatsachen war sein Plan, die Ukraine mit Wucht und schnell anzugreifen, die Regierung zu vertreiben, stattdessen in Kiew eine Marionettenregierung einzusetzen und den ohnmächtigen Zornesausbruch des Westens – in Form von Sanktionen – auszusitzen.

Der Freitag-online

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Wer glaubt denn wirklich das ein Politiker-Innen, egal aus welcher Fraktion auch immer, selber im Glashaus sitzend, sich in irgendeiner Art und Weise Emotionalisieren kann? Wer sich heute noch freiwillig in ein Haus der Allparteien Einheitsregierung setzt, kann keine Linke Sozialisierung erfahren haben.

File:DIE LINKE Bundesparteitag 10. Mai 2014-2.jpg

Aufgestanden – Platz vergangen !

Krieg in der Ukraine

5.) Putins Krieg bewegt Die Linke

Abgeordnetenhausfraktion diskutiert auf Klausur über politische Konsequenzen. »Wir wollen, dass dieser Krieg sofort endet, dass die russischen Truppen sofort zurückgezogen werden«, sagt Carsten Schatz, Co-Chef der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus zum Auftakt von deren online abgehaltener Klausur am Freitagnachmittag. Der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordnete militärische Überfall auf die Ukraine beschäftigt Die Linke gleich auf mehreren Ebenen. Statt über die Leuchtturmprojekte von Kultursenator Klaus Lederer und Justizsenatorin Lena Kreck zu sprechen, kommt zunächst Sozial- und Integrationssenatorin Katja Kipping ausführlich das Wort. Denn ein erheblicher Teil der bereits Hunderttausenden aus der Ukraine vor dem Krieg geflohenen Menschen kommt nach oder zumindest durch Berlin. Am Donnerstag waren es allein mit Zügen 6000 Menschen, am Freitag inklusive der Fernbusse etwa 11000 Menschen. »Unsere Schätzung ist, dass wir für ein Drittel der Menschen, die hier bleiben, die Unterkunft organisieren müssen«, so Kipping. »Es ist die größte Fluchtbewegung nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, die wir in Europa haben«, so Kipping weiter. Viele fahren auch weiter. Tatsächlich untergebracht werden mussten am Donnerstag 1100 und am Freitag 800 Menschen. »Wir wissen, dass wir mehr Verantwortung als Land Berlin übernehmen müssen für die Gesamtsituation am Hauptbahnhof und das tun wir auch«, sagt die Senatorin. Anfang nächster Woche soll ein großes Ankunftszelt vor dem Hauptbahnhof aufgestellt werden. Mit Toiletten, Verpflegungsmöglichkeiten und weiterem.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     —   Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom

Author  :       Blömke/Kosinsky/Tschöpe

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